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Die (De-)Professionalisierung des Journalismus: Nachrichtenproduktion im Spiegel ihrer Zeit

Título: Die (De-)Professionalisierung des Journalismus: Nachrichtenproduktion im Spiegel ihrer Zeit

Tesis (Bachelor) , 2012 , 41 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Danilo Rößger (Autor)

Medios / Comunicación - Historia de los medios de comunicación
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Zentrale Fragestellungen und Thesen:

Was zeichnete die Arbeitsweise der ersten Journalisten aus, was charakterisiert den Berufsstand heute?
Welchen (technischen) Mitteln wurde sich früher und heute bedient? Welche Konsequenzen lassen sich daraus ableiten?
Inwiefern haben sich Intentionen für das Verfassen einer journalistischen Nachricht geändert?

Aufgrund der umfassenden Thematik soll auf einige besonders wichtige Faktoren ein erhöhtes Augenmerk gelegt werden. So befasst sich die vorliegende Arbeit verstärkt mit zwei modernen Erscheinungen, die einen starken Einfluss auf den gegenwärtigen journalistischen Schaffensprozess ausüben: Zum einen spielen Multimedialität und
Interaktivität neuer Medien wie dem Internet eine große Rolle. Die technische Entwicklung vollzieht sich durch alle Gesellschafts-schichten und wirkt sich somit auch auf journalistische Aktivitäten und Denkweisen aus. Wie werden vor diesem Hintergrund nachrichten-relevante Ereignisse wahrgenommen und vermittelt und wie unterscheidet sich dieser Prozess zur journalistischen Arbeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts? In diesem Zusammenhang steht zum anderen das Phänomen des Laien- oder Bürgerjournalismus: In Zeiten des Internet wird es immer einfacher, auch ohne professionelle Ausbildung am journalistischen Schaffensprozess zu partizipieren. Von daher ist die Frage zu stellen, welchen Einfluss nutzergenerierte Nachrichten auf den professionellen Journalismus ausüben. Ausgehend von diesen Gedankengängen haben sich als Vorüberlegung drei Thesen herausgebildet, auf deren Grundlage diese Arbeit vorgehen wird:

1. Mit steigender Technologisierung steigt zwar die Quantität von journalistischen Nachrichten, die Qualität verschlechtert sich jedoch, weil aufgrund des vereinfachten Zugangs zu Informationen eine strengere und vor allen Dingen schnellere Selektion erfolgen muss.

2. Dieser Selektionsprozess gestaltet sich als weitaus komplexer als damals und führt zu einem kontraintuitiven Informationsverlust, da bestimmte Informationen „auf der Strecke bleiben“.

3. Aufgrund zahlreicher Partizipationsmöglichkeiten verschwimmen die Grenzen journalistischer Aktivitäten gegenwärtig zunehmend. Der Berufsstand des Journalisten hat sich demzufolge entscheidend verändert und befindet sich noch immer in einer Phase des Umbruchs.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche und geschichtliche Grundlagen

2.1 Die Schlüsselbegriffe „Nachricht“ und „Journalismus“

2.2 Hintergründe des gewählten Zeitrahmens

2.3 Der Beginn journalistischer Nachrichtenproduktion

3. Moderne journalistische Nachrichtenproduktion

3.1 Die Entwicklung des Internet

3.2 Die Nachricht im modernen Journalismus

3.3 Umriss des journalistischen Berufs der Gegenwart

3.4 Folgen der Veränderungen in vergleichender Perspektive

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Bachelorarbeit untersucht den Wandel der journalistischen Nachrichtenproduktion, indem sie die Bedingungen und Arbeitsweisen zu Beginn des 19. Jahrhunderts einer vergleichenden Betrachtung mit der heutigen, digital geprägten Medienlandschaft gegenüberstellt, um Erkenntnisse über die künftige Ausrichtung des Berufsstandes zu gewinnen.

  • Historische Entwicklung des Journalismus und Nachrichtenbegriffs
  • Einfluss von Multimedialität, Interaktivität und dem Internet
  • Phänomen des Bürgerjournalismus und nutzergenerierte Inhalte
  • Professionalisierung, Nachrichtenwerte und ökonomische Zwänge
  • Vergleich journalistischer Rollenbilder in Vergangenheit und Gegenwart

Auszug aus dem Buch

Die Schlüsselbegriffe „Nachricht“ und „Journalismus“

Der Nachrichtenbegriff lässt sich auf einen detaillierten Bedeutungshintergrund zurückführen und ist noch nicht so alt wie die Nachricht selbst. Bereits um 1450, zeitgleich mit der Erfindung des Buchdrucks, kam es in Europa zur Zirkulation von Informationen in Form von Flugblättern, Flugschriften und „neuen Zeitungen“ (vgl. Stöber 2005, S. 34-35). Diese Medien dienten zunächst größtenteils der Verbreitung religiöser, amtlicher, naturkundlicher oder literarischer Inhalte (vgl. Wilke 2008, S. 19). Eine Bedeutungs­schreibung dieser Informationen als „Nachricht“ blieb jedoch aus. Erst im 17. Jahrhundert fand der Begriff eine Verwendung als „Anweisung“ oder „Anordnung“, bis er im Laufe des 19. Jahrhunderts einen Bedeutungsumschwung hin zur gegenwärtig be­kannten Interpretation der „Botschaft“ oder „Neuigkeit“ erfuhr (vgl. Frerichs 2000, S. 119-120). Da man zu dieser Zeit noch nicht glauben konnte, dass wirklich so viele be­richtenswerte Ereignisse parallel ablaufen können, wurde fiktionales nur selten von non-fiktionalen getrennt. Eine Unterscheidung von „Information“ und „Unterhaltung“ existierte demzufolge noch nicht (vgl. Ruhrmann 2010, S. 95-96). Kurz nach der ersten Verwendung des Begriffs erlebten in der Mitte des 18. Jahrhunderts neu gegründete Vereine, Salons, Bibliotheken oder Lesegesellschaften einen regelrechten Auf­schwung, der zum Ende des Jahrhunderts hin seine Blütezeit fand. In diesen neuartigen Lokalitäten und Gesellschaften wurden nicht nur aktiv Diskurse geführt und Gesel­ligkeit gefördert, sondern auch „Neuigkeiten“ ausgetauscht.

Diese interindividuelle Wahrnehmung von Ereignissen führte langsam aber sicher zu dem Bewusstsein eines Informationsaustauschs, der nicht nur auf privater sondern auch auf öffentlicher Ebene ausgetragen werden konnte. Ein Ereignis als solches ist jedoch bereits definitorisch schwierig zu umreißen. So gibt es keine „Ereignisse-an­sich“; vielmehr müssen sie „erst durch einen Beobachter aus ihren zeitlichen und sach­lichen Zusammenhang heraus abgegrenzt werden“ (Frerichs 2000, S. 177).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung des journalistischen Wandels ein und formuliert die zentralen Fragestellungen sowie Thesen der Arbeit.

2. Begriffliche und geschichtliche Grundlagen: Das Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Nachricht und Journalismus und beleuchtet die gesellschaftlichen sowie technologischen Rahmenbedingungen um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.

3. Moderne journalistische Nachrichtenproduktion: Hier werden die Einflüsse des Internets, moderne journalistische Arbeitsweisen, das Berufsbild der Gegenwart sowie die Rolle des Bürgerjournalismus analysiert und kritisch hinterfragt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse des historischen Vergleichs zusammen und reflektiert über die Zukunft des Journalismus im Kontext von Digitalisierung und Partizipation.

Schlüsselwörter

Journalismus, Nachrichtenproduktion, Medienwandel, Internet, Bürgerjournalismus, Nachrichtenfaktoren, Professionalisierung, Nachrichtenwerttheorie, Massenmedien, Online-Journalismus, Gatekeeper-Konzept, Medienentwicklung, digitale Transformation, Journalisten, Mediennutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der journalistischen Nachrichtenproduktion durch einen Vergleich der Bedingungen des frühen 19. Jahrhunderts mit der modernen, digitalen Gegenwart.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung des Nachrichtenbegriffs, der Einfluss des Internets, das Phänomen des Bürgerjournalismus und die Professionalisierung des Berufsstandes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch die historische Gegenüberstellung die Auswirkungen technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen auf den Journalismus aufzuzeigen und Erkenntnisse für die Zukunft abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine kommunikationshistorisch-vergleichende Perspektive und nutzt eine hermeneutische Vorgehensweise, um die historische Entwicklung und aktuelle Prozesse einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Anfänge journalistischer Arbeit und eine Untersuchung moderner Produktionsbedingungen, inklusive der Rolle von User-Generated-Content.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Journalismus, Nachrichtenproduktion, Internet, Bürgerjournalismus, Nachrichtenwerte und Medienwandel.

Wie verändert das Internet die Arbeit von Journalisten laut der Arbeit?

Das Internet beschleunigt den Informationsfluss enorm und zwingt Journalisten zu ständiger Aktualität, während gleichzeitig die Grenzen zwischen Produzent und Rezipient durch Partizipationsmöglichkeiten verschwimmen.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Bürgerjournalismus?

Der Bürgerjournalismus wird nicht als Ersatz für den professionellen Journalismus gesehen, sondern als Chance für eine sinnvolle Ergänzung und Korrelation, die jedoch Qualitätssicherungsmechanismen benötigt.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Die (De-)Professionalisierung des Journalismus: Nachrichtenproduktion im Spiegel ihrer Zeit
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
2,1
Autor
Danilo Rößger (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
41
No. de catálogo
V201213
ISBN (Ebook)
9783656292135
ISBN (Libro)
9783656294115
Idioma
Alemán
Etiqueta
internet medien geschichte journalismus mediennutzung medienmacher online-journalismus redaktion massenmedium historie journalistische arbeit multimedia laienjournalismus bürgerjournalismus technologisierung information selektion publizistik veränderung nachrichtenwahl nachrichtenproduktion nachricht technik partizipativ partizipatver entwicklung revolution print online shortnews ohmynews struktur zeitung mediensystem partizipation profession objektivität berufsstand beruf twitter soziologie professionalisierung buchdruck gatekeeper kommunikationsrevolution begriff definition nachrichten blog blogs umbruch ausbildung qualität tv verpflichtungen pflichten pflicht www massenmedien
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Citar trabajo
Danilo Rößger (Autor), 2012, Die (De-)Professionalisierung des Journalismus: Nachrichtenproduktion im Spiegel ihrer Zeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201213
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