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Arabische Lehnwörter im Spanischen

Titre: Arabische Lehnwörter im Spanischen

Dossier / Travail , 2009 , 16 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Lisa Helfer (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Die Iberische Halbinsel war fast acht Jahrhunderte lang durch die arabische Fremdherrschaft bestimmt. 711 begann die maurische Herrschaft über die Halbinsel und sie endete 1492 in Granada, als das Heer der Reyes Católicos, Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón, den letzten maurischen Herrscher besiegte und vertrieb.
So ist es nicht verwunderlich, dass die arabische Eroberung den deutlichsten Einschnitt nach der Romanisierung in der spanischen Sprachgeschichte bildet und das arabische Element nach dem Lateinischen „el más importante del vocabulario español hasta el siglo XVI“ war.
Während der maurischen Herrschaft wurde die arabische Kultur an die damalige romanische Bevölkerung weitergegeben. Die Araber haben nicht nur ihre Spuren im Bereich der Architektur sondern auch im spanischen Wortschatz hinterlassen. So finden sich viele Wörter arabischen Ursprungs in diesem.
Auch wenn andere Länder, wie zum Beispiel Italien, teilweise von den Arabern besetzt waren, findet man in keiner anderen Sprache so viele Arabismen wie im Spanischen.
Zunächst wird auf den Begriff „Lehnwörter“ eingegangen, bevor ein ausführliches Kapitel zum arabischen Einfluss im Spanischen folgt. In diesem werden die Aspekte der Morphologie/Syntax, der lexikalischen Bereiche, der Ortsnamen und der Wortarten betrachtet. Im vierten Kapitel wird dann ein Ausblick auf die Arabismen im Italienischen und Französischen gegeben. In der Schlussbetrachtung wird kurz auf die heutige Situation in Spanien eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lehnwörter

3. Die Arabismen im Spanischen

3.1. Morphologie/Syntax

3.2. Phonetik

3.3. Lexikalische Bereiche der Arabismen

3.4. Ortsnamen, Dialekte und Fachsprachen

4. Ausblick auf andere romanische Sprachen: Italienisch und Französisch

5. Schlussbetrachtung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den signifikanten Einfluss der arabischen Sprache auf das Spanische infolge der jahrhundertelangen maurischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel. Ziel ist es, die Integration arabischer Lehnwörter in verschiedenen sprachlichen Ebenen zu analysieren und deren historische sowie kulturelle Bedeutung aufzuzeigen.

  • Historische Einordnung der arabischen Präsenz auf der iberischen Halbinsel.
  • Analyse morphologischer, syntaktischer und phonetischer Anpassungsprozesse.
  • Kategorisierung der Arabismen in spezifischen Sachbereichen wie Architektur, Wissenschaft und Landwirtschaft.
  • Vergleichender Ausblick auf den arabischen Einfluss im Italienischen und Französischen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Morphologie/Syntax

Die Arabismen unterliegen der spanischen Morphologie. Auch ihre Ableitungen richten sich alle nach den Regeln der spanischen Wortbildung. Entsprechend lässt sich von dem Arabismus span. azúcar ‘Zucker’ durch Anhängen eines spanischen Suffixes das Verb azucarar ‘zuckern’ ableiten. Auffallend ist auch, dass das jeweilige arabische Substantiv zusammen mit dem arabischen Artikel al- (in assimilierten Formen auch as-,ar-,az-,ac-) entlehnt und in den spanischen Arabismus integriert wird. Als Beispiel sind alcalde `Bürgermeister´, arroba `Gewichtseinheit zwischen 11 und 12 Kilo´, aceite `Öl´ und azúcar `Zucker´ zu nennen.

Diese funktionslose Agglutination mit dem Artikel fehlt bei italienischen und französischen Arabismen. „So haben wir z. B. it. zucchero, frz. sucre, aber sp. azúcar.“ Der Grund für diese Agglutination ist der Bilinguismus in Al-Andalus. Denn es ist festzuhalten, dass nur in den Gebieten Arabismen mit agglutiniertem Artikel entlehnt wurden, die stark arabisiert waren und sich durch ihren Bilinguismus auszeichneten.

Ein weiterer Einfluss ist die Suffixendung –í. So bezeichnen Wörter wie yemení, marroquí die Herkunft. (In diesem Beispiel also yemení – aus Jemen, marroquí – aus Marokko). Neben der Herkunft zeigt die Endung auch substantivierte Adjektive an, wie z. B. muftí, muladi und jabalí `Wildschwein´. Neben diesen beiden Beispielen wurde die Zeit von Alfonso X. auch von Wissenschaftlern seiner Zeit als la era alfonsí, `die alfonsinische Ära´ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der arabischen Eroberung der iberischen Halbinsel ein und erläutert die Relevanz der Arabismen für die spanische Sprachgeschichte.

2. Lehnwörter: Das Kapitel definiert den Begriff Lehnwort und ordnet das Arabische als einflussreiches Kulturadstrat innerhalb der historischen Stratifikation des spanischen Wortschatzes ein.

3. Die Arabismen im Spanischen: Hier werden die linguistischen Auswirkungen der arabischen Präsenz auf Morphologie, Phonetik sowie diverse Sachbereiche wie Militär, Wissenschaft und Architektur detailliert beleuchtet.

3.1. Morphologie/Syntax: Dieser Abschnitt beschreibt die Integration arabischer Wörter in das spanische Wortbildungssystem, insbesondere die Übernahme mit dem Artikel al- und spezifische Suffixbildungen.

3.2. Phonetik: Es wird dargelegt, wie arabische Laute an die spanische Phonetik angepasst wurden, ohne dabei die grundlegenden Phoneme des Spanischen zu verändern.

3.3. Lexikalische Bereiche der Arabismen: Eine Übersicht der verschiedenen Fachgebiete, in denen arabische Begriffe das Spanische bereichert haben, von Ackerbau bis zu wissenschaftlichen Termini.

3.4. Ortsnamen, Dialekte und Fachsprachen: Die Untersuchung zeigt die Beständigkeit arabischer Einflüsse in der Toponymie sowie in spezifischen dialektalen und fachsprachlichen Kontexten auf.

4. Ausblick auf andere romanische Sprachen: Italienisch und Französisch: Ein Vergleich zeigt, dass Arabismen auch in anderen romanischen Sprachen existieren, wobei die Entlehnungswege und -intensitäten variieren.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung der arabischen Wissensvermittlung zusammen und erläutert den Wandel der Arabismen vom essenziellen Fachwortschatz hin zu teilweise veralteten oder spezialisierten Begriffen.

6. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, die der Analyse zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Arabismen, spanische Sprache, Al-Andalus, Sprachgeschichte, Kulturadstrat, Lehnwörter, Morphologie, Phonetik, Reconquista, Toponymie, Sprachkontakt, Bilinguismus, Etymologie, Fremdwörter, Romanistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der arabischen Sprache auf das Spanische, der durch die acht Jahrhunderte dauernde Präsenz der Mauren auf der iberischen Halbinsel entstand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die historische Herkunft der Wörter, ihre morphologische und phonetische Anpassung sowie ihre Verteilung auf Fachgebiete wie Landwirtschaft, Architektur und Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie tiefgreifend das Arabische den spanischen Wortschatz geformt hat und welche linguistischen Mechanismen bei der Integration dieser Lehnwörter eine Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse historischer Sprachdaten und stützt sich auf etablierte sprachwissenschaftliche Literatur, um die Entlehnungsprozesse zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die morphologischen und syntaktischen Merkmale (z.B. Artikel-Agglutination), die lautliche Anpassung und die lexikalische Einordnung in spezifische Sachfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Arabismen, Al-Andalus, Sprachkontakt, Lehnwörter und die historische Stratifikation des spanischen Wortschatzes.

Warum gibt es im Spanischen so viele Begriffe mit dem Präfix "al-"?

Dies resultiert aus der direkten Übernahme des arabischen Artikels "al-" während des intensiven Bilinguismus in der Zeit von Al-Andalus, was eine Besonderheit gegenüber dem Italienischen oder Französischen darstellt.

Was besagt das Kapitel zum Thema Ortsnamen?

Es wird erläutert, dass viele spanische Städte und Flüsse (besonders solche mit dem Element "Guad-") arabischen Ursprungs sind, was die Persistenz des Einflusses in der Toponymie unterstreicht.

Verloren die Arabismen im Laufe der Zeit ihre Bedeutung?

Ja, mit dem technischen Fortschritt und der Ablösung arabischer Technologien durch neuere Errungenschaften wurden viele Lehnwörter im täglichen Gebrauch verdrängt oder durch moderne Begriffe ersetzt.

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Résumé des informations

Titre
Arabische Lehnwörter im Spanischen
Université
University of Trier
Cours
Die iberische Halbinsel in arabischer Hand: Al-Andalus
Note
2,7
Auteur
Lisa Helfer (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V201264
ISBN (ebook)
9783656279860
ISBN (Livre)
9783656281221
Langue
allemand
mots-clé
arabische lehnwörter spanischen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Helfer (Auteur), 2009, Arabische Lehnwörter im Spanischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201264
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Extrait de  16  pages
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