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Standortsicherung durch methodisches Kostenmanagement

Title: Standortsicherung durch methodisches Kostenmanagement

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ing Thomas Modliba (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Wenn nicht selbst oder durch Betroffene im Bekanntenkreis erlebt, erfährt man spätestens durch die Medien, dass produzierende Unternehmen aus Kostengründen Standorte schließen oder eine Vielzahl an Mitarbeitern aus dem Produktionsbereich entlassen, um im Ausland kostengünstiger zu fertigen. Als Gründe werden zumeist nicht Material- sondern Lohnkosten genannt. Die Ziele für die Verlagerungen sind zumeist osteuropäische Länder und Asien. In der Region Kärnten wurden beispielsweise in den vergangenen Jahren die letzten drei Fabriken zur Schuhproduktion der Marken Ara, Gabor und Gallus geschlossen und die Produktion in Länder Süd-Osteuropas verlagert. Grund hier der hohe Anteil an manueller Arbeit und die damit verbundenen Lohnkosten. Aber auch Unternehmen aus der Technologiebranche, in Kärnten z.B. Philips, haben die Fertigung verlagert.
Produzierende Unternehmen in Mitteleuropa müssen sich heute mehr denn je am Markt behaupten um im Wettbewerb bestehen zu können. Bis in die späten sechziger Jahre war der Markt noch ein Verkäufermarkt, mit zunehmender Marktsättigung erfolgte der Wandel hin zum Käufermarkt. Im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit stand nicht mehr die Produktion des Produktes sondern die Wünsche und Bedürfnisse des Nachfragers. Durch die zunehmende Verlagerung von Produktionsbereichen, ab ca. 1980 Outsourcing in der Region, ab den neunziger Jahren steigende Globalisierung der Märkte, stehen Unternehmen unter hohem Druck wettbewerbsfähig produzieren zu können.
Diese Arbeit zeigt in welchem Spannungsfeld der Produktionsfaktor Arbeit steht und wie mit methodischem Vorgehen auch in Mitteleuropa eine wettbewerbsfähige Fertigung zu realisieren ist. Im Abschluss zeigt ein Bespiel der Fertigungsüberleitung eines technologisch anspruchsvollen Produktes die Anwendung der Ansätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verlagerung ein Wettbewerbsvorteil?

2.1 Gründe für Verlagerungen

2.2 Ziele für Verlagerungen

2.3 Rückverlagerung aus dem Ausland

2.4 Strategien gegen Verlagerungen

3 Der Wertschöpfungsprozess

3.1 Wert – Begriffsdefinition

3.1.1 Der Tauschwert

3.1.2 Der Prestigewert

3.1.3 Der Kostenwert

3.1.4 Der Gebrauchswert

3.2 Werterstellung im produzierenden Unternehmen

3.2.1 Einzelkosten

3.2.2 Gemeinkosten

3.3 Kostenwertberechnung / Kalkulationsverfahren

3.3.1 Divisionskalkulation

3.3.2 Äquivalenzziffernkalkulation

3.3.3 Kuppelkalkulation

3.3.4 Zuschlagskalkulation

3.3.5 Teilkostenrechnung bzw. Deckungsbeitragsrechnung

3.3.6 Prozesskostenkalkulation

3.4 Wertschöpfung in der Lieferkette

4 Managementmethoden für die Kostenoptimierung

4.1 Target Costing

4.1.1 Zielkostenfestlegung

4.1.2 Zielkostenspaltung

4.1.3 Zielkostenerreichung

4.2 Quality Function Deployment

4.3 Prozesskostenrechnung

4.4 Wertanalyse

5 Praxisbeispiel

5.1 Ausgangssituation

5.2 Kostensenkung durch Rationalisierung

5.3 Kostensenkung durch methodisches Vorgehen

5.3.1 Zielkostenfindung mittels Target-Costing

5.3.2 Planung mittels Quality Function Deployment

5.3.3 Alternative Lösungen durch Wertanalyse

5.3.4 Gemeinkostenoptimierung durch Prozesskostenrechnung

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld der Produktion in Mitteleuropa unter dem Druck der Globalisierung und aufzeigt, wie durch methodische Ansätze eine wettbewerbsfähige Fertigung realisiert werden kann. Im Zentrum steht dabei die kostenorientierte Produktgestaltung und die Anwendung von Managementmethoden zur Optimierung der Wertschöpfung.

  • Analyse der Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland.
  • Grundlagen des Wertschöpfungsprozesses und der Kostenrechnung.
  • Managementmethoden zur Kostenoptimierung wie Target Costing und Wertanalyse.
  • Praxisbeispiel zur Serienüberleitung einer technologisch anspruchsvollen Unterbaugruppe.
  • Methoden zur Gemeinkostenoptimierung durch Prozesskostenrechnung.

Auszug aus dem Buch

Die Wertanalyse (WA)

Die Wertanalyse (WA) wurde von Lawrence D. Miles, dem Chefeinkäufer von General Electric ab 1947 entwickelt. Die Motivation dahinter war die Knappheit und die damit verbundenen höheren Kosten von Materialien nach dem Weltkrieg (vgl. Wohinz 2011: 25). Miles beschreibt sein Konzept wie folgt:

It is an organized creative approach that has for its purpose the efficient identification of unnecessary cost i.e., cost that provides neither quality nor use nor life nor appearance nor customer features (Miles 1989: 3).

Den Bezug zum Wertbegriff bzw. zur Wertestimmung stellt er her:

1. Value is always increased by decreasing cost (while, of course, maintaining performance). 2. Value is increased by increasing performance if the customer needs, wants, and is willing to pay for more performance. (Miles 1989: 5)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Druck auf mitteleuropäische Produktionsunternehmen durch globale Verlagerungstrends und stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, methodische Wege für eine wettbewerbsfähige Fertigung aufzuzeigen.

2 Verlagerung ein Wettbewerbsvorteil?: Dieses Kapitel analysiert die Motive hinter Produktionsverlagerungen, wie Lohnkosten und Markterschließung, und untersucht gleichzeitig die Gründe für Rückverlagerungen sowie Strategien, um die Wettbewerbsfähigkeit vor Ort zu erhalten.

3 Der Wertschöpfungsprozess: Das Kapitel definiert den Wertbegriff, erklärt die Werterstellung im produzierenden Gewerbe und erläutert verschiedene Kalkulationsverfahren, um Gemeinkosten verursachungsgerecht zuzuordnen.

4 Managementmethoden für die Kostenoptimierung: Hier werden zentrale Methoden zur Kostenoptimierung in der Produktentwicklung vorgestellt, darunter Target Costing, Quality Function Deployment, Prozesskostenrechnung und Wertanalyse.

5 Praxisbeispiel: Das Kapitel demonstriert anhand einer konkreten Kundenanfrage für eine Laserablenkeinheit die Anwendung der beschriebenen Methoden zur erfolgreichen Kostensenkung und Serienüberleitung.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht, dass die heutige Wettbewerbssituation zwingend eine konsequente methodische Ausrichtung der Produktgestaltung auf die Kundenanforderungen erfordert, um auch in einem Hochlohnstandort erfolgreich zu produzieren.

Schlüsselwörter

Wertschöpfung, Produktionsverlagerung, Kostenoptimierung, Target Costing, Wertanalyse, Prozesskostenrechnung, Wettbewerbsfähigkeit, Produktgestaltung, Kalkulation, Gemeinkosten, Fertigung, Kundenorientierung, Produktlebenszyklus, Qualitätsmanagement, Make-or-Buy

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen für produzierende Unternehmen in Mitteleuropa angesichts der globalen Verlagerung von Produktionskapazitäten und zeigt Wege auf, wie durch methodisches Vorgehen eine wettbewerbsfähige Fertigung realisiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Analyse der Verlagerungsmotive, die Grundlagen der Kostenrechnung, verschiedene Managementmethoden zur Kostenoptimierung sowie die praktische Anwendung dieser Methoden an einem industriellen Beispiel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz von Methoden wie Target Costing und Wertanalyse Produktkosten so gestalten können, dass sie trotz mitteleuropäischer Lohnniveaus die Kundenerwartungen hinsichtlich Preis und Qualität erfüllen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Management- und Kalkulationsansätzen und deren praktischer Anwendung in Form einer Fallstudie zur Serienüberleitung einer technologisch anspruchsvollen Baugruppe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Wertschöpfungsprozess und zur Kostenkalkulation sowie eine detaillierte Erläuterung von Managementmethoden zur Kostensteuerung, ergänzt durch die praktische Anwendung dieser Instrumente.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Schlagworte sind Wertschöpfung, Produktionsverlagerung, Kostenoptimierung, Target Costing, Wertanalyse, Prozesskostenrechnung und Wettbewerbsfähigkeit.

Wie unterscheidet sich die Prozesskostenrechnung von der klassischen Zuschlagskalkulation?

Während die Zuschlagskalkulation Gemeinkosten oft pauschal mit einem generischen Satz verrechnet, ordnet die Prozesskostenrechnung Kosten auf Aktivitätenebene verursachungsgerecht zu, was besonders bei ungleichen Produktstrukturen zu genaueren Ergebnissen führt.

Warum wird im Praxisbeispiel eine Kombination aus verschiedenen Methoden gewählt?

Die Kombination erlaubt es, die Stärken der verschiedenen Ansätze – wie die frühzeitige Kostenplanung durch Target Costing und die Funktionsoptimierung durch Wertanalyse – zu nutzen, um ein Optimum zwischen Kosten und Lösungsaufwand zu erreichen.

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Details

Title
Standortsicherung durch methodisches Kostenmanagement
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Klagenfurt)
Course
Studienschwerpunkt Unternehmensführung
Grade
1,3
Author
Ing Thomas Modliba (Author)
Publication Year
2012
Pages
34
Catalog Number
V201292
ISBN (eBook)
9783656277873
ISBN (Book)
9783656278443
Language
German
Tags
standortsicherung kostenmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ing Thomas Modliba (Author), 2012, Standortsicherung durch methodisches Kostenmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201292
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