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Das Bild des Lehrers im Wandel der Zeit. Aufgezeigt an ausgewählten Printmedien

Titre: Das Bild des Lehrers im Wandel der Zeit. Aufgezeigt an ausgewählten Printmedien

Thèse de Bachelor , 2012 , 47 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Simon Steuer (Auteur)

Pédagogie - Le Professeur / Pédagogue
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einer in den Medien wohl unter den bekanntesten und im Zusammenhang mit Lehrern und Lehrerinnen1 besonders gern zitierter Ausspruch ist wohl:
„Vormittags Recht und Nachmittag frei!“
Aus diesen und ähnlichen Sprüchen schöpft sich meine Motivation eine Bachelorarbeit über das Lehrerbild in der Öffentlichkeit zu schreiben. Sie entspringt zusätzlich aus dem Umstand, dass ich selbst das Ziel habe, in den Lehrerberuf einzutreten und in diesem Zusammenhang aus den meist gleichen Reaktionen von Mitmenschen außerhalb des Kreises meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen, wenn ich denen erzähle, Lehramt zu studieren. Dabei treten häufig die immer gleichen Phrasen über den Beruf des Lehrers auf, die sich mit dem vorne angeführten Zitat nahezu alle zusammenfassen lassen. Beispielhaft für Äußerungen dieser Art sind auch solche:
„Nicht schlecht, dann kannst du ja später immer lange in Urlaub fahren, mit den ganzen Ferien!“
Ganz selten, wenn nicht sogar kaum existent, sind Reaktionen, die zwar die Bedeutung der Arbeit anders einschätzen, allerdings darin nicht Gutes sehen und eher bemitleidend klingen, als anerkennend.
„Warum tust du dir das denn freiwillig an? Ist doch grausam bei den Schülern heutzutage!“
Es scheint also so zu sein, dass das Lehrerbild sehr stark polarisiert und es deshalb nur diese beiden extremen Standpunkte gibt, die von Außenstehenden wahrgenommen und vertreten werden. Die Möglichkeit, dass der Lehrerberuf eine Arbeit wie jeder andere Sozialberuf ist, in dem es mal Höhen und mal Tiefen gibt, wird wie mir scheint völlig ausgeblendet.
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist deshalb, herauszuarbeiten ob es Entwicklungen im Lehrerbild der Öffentlichkeit gegeben hat und welchen Einfluss die Printmedien dabei gehabt haben könnten. Trifft diese Prämisse zu, soll des weiteren auf die Ursachen dieser Entwicklungen eingegangen werden. Dazu möchte ich versuchen, das Bild des Lehrer in der Öffentlichkeit, also was er dem Glauben der Öffentlichkeit nach ist und macht, über die Jahre hinweg aufzuzeigen.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Lehrer in den 50er bis 90er Jahren

2.1 Die Nachkriegszeit

2.2 Die 1950er Jahre

2.3 Die 1960er Jahre

2.4 Die 1970er Jahre

2.5 Die 1980er Jahre

2.6 Die 1990er Jahre

3. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 1990 bis 2000

4. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 2000 bis 2012

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Lehrerbildes in der Öffentlichkeit von 1950 bis 2012. Dabei wird analysiert, inwieweit Printmedien dieses Bild geprägt haben und welche gesellschaftlichen Faktoren sowie Studien zur Wahrnehmung des Lehrerberufs beigetragen haben.

  • Historische Entwicklung des Lehrerbildes zwischen 1950 und 1990
  • Mediale Berichterstattung in den Zeiträumen 1990-2000 und 2000-2012
  • Einfluss von Allensbach-Studien und PISA-Ergebnissen auf die öffentliche Meinung
  • Kritische Analyse von Vorurteilen (z. B. "lauer Halbtagsjob") und Arbeitsbedingungen
  • Wandel des Berufsverständnisses von der autoritären Persönlichkeit zum Lernbegleiter

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Nachkriegszeit

Die Voraussetzungen und Umstände, welche sich nach dem Zweiten Weltkrieg an nahezu allen deutschen Schulen darboten, waren alles in allem äußerst ungünstig. Das deutsche Bildungswesen litt sehr an einem „[…] materiellen und auch geistigem Notstand“.

Dieser „materielle Notstand“ ist dabei nach Enzelberger besonders an der Ausstattung der Schulgebäude zu erkennen, sofern diese überhaupt noch standen oder verwendbar waren. Dazu kam, dass auch die Schüler, sowie die Lehrer nicht ausreichend mit Schul und Unterrichtsmaterial ausgestattet waren, um nach den damaligen Standards angemessen zu unterrichten. So mussten Lehrer sich glücklich schätzen, wenn ein Schüler überhaupt etwas zu schreiben dabei hatte. „Manche Lehrer griffen zu Selbsthilfe und verteilten Tüten, unbedruckte Ränder von Zeitungen, einseitig beschriebene Geschäftsbriefe und Zeitschriften, sowie leere Kalenderblätter als Schreibpapier an die Schüler und Schülerinnen.“ Erst mit Inkrafttreten der Währungsreform waren wieder Hefte und Schreibutensilien erhältlich und bezahlbar.

Die Entstehung des „geistigen Notstandes“ führt Enzelberger, in Berufung auf Köhle 1990, darauf zurück, dass der größte Teil des Lehrkörpers überaltert war und ein noch größerer Teil von nahezu 90% im Rahmen der Entnazifizierung als „verwendungsunfähig“ eingestuft worden war. Ein Umstand, der noch erschwerend dazu kam, war, dass das Vorhandensein von Schulbüchern vergleichbar selten war, wie bei den Schreibutensilien. Als bildungspolitisch interessant galten nach der Befreiung vom Nationalsozialismus vor allem die Ideen der durch das Regime unterdrückten Gruppierungen. So strebten SPD, KPD und bestimmte Lehrerverbände in der Folge gleiche Bildungsmöglichkeiten für alle, ein Einheitsschulsystem und vor allem den Abbau des nationalsozialistischen Gedankenguts bei Lehrern und Schülern an. Das übergreifende Ziel dieser, durch die Alliierten unterstützten Reformbewegung, war „[…] eine grundlegende Demokratisierung des deutschen Schulsystems, die auf Dauer eine aggressive, expansionistische und faschistische deutsche Politik verhindern helfen sollte“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Motivation und Zielsetzung der Arbeit, das Lehrerbild in der Öffentlichkeit und den Einfluss der Medien zu untersuchen.

2. Der Lehrer in den 50er bis 90er Jahren: Rückblick auf die gesellschaftlichen Bedingungen und die Entwicklung des Lehrerbildes vom Nachkrieg bis Mitte der 90er Jahre.

3. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 1990 bis 2000: Analyse der medialen Darstellung, geprägt durch eine oft kritische bis negative Grundhaltung in Zeitungen wie SPIEGEL und FOCUS.

4. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 2000 bis 2012: Untersuchung der Phase nach dem "PISA-Schock", geprägt von Reformdebatten und dem Wandel hin zu einer differenzierteren Berichterstattung.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung, dass ein einheitliches Lehrerbild nicht existiert und die mediale Wahrnehmung stark von den gewählten Quellen und dem Zeitgeist abhängt.

Schlüsselwörter

Lehrerbild, Printmedien, Schulentwicklung, PISA-Studie, Lehrerausbildung, Allensbach-Studie, Arbeitsbedingungen, Prestige, Bildungspolitik, öffentliches Ansehen, pädagogische Kompetenz, Lehrerrolle, Schulsystem, Medienkritik, Berufseignung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel des Lehrerbildes in der deutschen Öffentlichkeit und in Printmedien im Zeitraum von 1950 bis 2012.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die mediale Darstellung des Berufsstandes, die Auswirkungen von Studien wie PISA oder Allensbach-Erhebungen sowie der Einfluss der Lehrerausbildung auf das Ansehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll herausgearbeitet werden, ob es signifikante Entwicklungen im Bild des Lehrers gab und welchen Anteil die Printmedien an der Gestaltung oder Veränderung dieses Bildes hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienanalytische Untersuchung, die auf der Sichtung und Auswertung von Zeitungsartikeln, Online-Beiträgen sowie soziologischen Studien zur Lehrerrolle basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und analysiert detailliert die Berichterstattung in zwei Blöcken: 1990 bis 2000 sowie 2000 bis 2012, ergänzt durch einen historischen Rückblick ab 1950.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lehrerbild, Bildungsexpansion, PISA-Schock, mediale Darstellung, Arbeitszeit und gesellschaftliches Prestige geprägt.

Gab es einen Wendepunkt in der Berichterstattung?

Ein wichtiger Wendepunkt war der "PISA-Schock" im Jahr 2000, der zu einer stärkeren Hinterfragung der Lehrerausbildung führte und bei einigen Medien einen Trend zu einer objektiveren, weniger pauschalen Kritik einleitete.

Wie bewerten die Printmedien den Lehrerberuf?

Die Bewertung ist heterogen: Während Magazine wie der SPIEGEL lange Zeit eine kritischere bis negative Haltung einnahmen, zeigten andere Medien wie die ZEIT tendenziell eine differenziertere, analytische Herangehensweise.

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Résumé des informations

Titre
Das Bild des Lehrers im Wandel der Zeit. Aufgezeigt an ausgewählten Printmedien
Université
University of Koblenz-Landau
Note
1.3
Auteur
Simon Steuer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
47
N° de catalogue
V201308
ISBN (ebook)
9783656629337
ISBN (Livre)
9783656629306
Langue
allemand
mots-clé
bild lehrers wandel zeit aufgezeigt printmedien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simon Steuer (Auteur), 2012, Das Bild des Lehrers im Wandel der Zeit. Aufgezeigt an ausgewählten Printmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201308
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Extrait de  47  pages
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