Darstellung des Medienunternehmens Time Warner


Studienarbeit, 2009

25 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Der Medienkonzern Time Warner
1.1 Unternehmensgeschichte
1.2 Unternehmensstrategie
1.3 Rechtsform

2. Geschäftsfelder
2.1 Medienprodukte

3. Organisationsstruktur:

4. Umsatz, Marketing und Vertrieb
4.1 Umsatz
4.2 Marketing
4.3 Vertrieb

5. Gesellschaft und Medienbranche

6. Thesen und Bewertungen

7. Quellenverzeichnis / Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Warner Brothers Subunternehmen Logos Quelle: Time Warner

Abbildung 2: Time Warner Organisationsstruktur Quelle: Institut für Rundfunkökonomie

Abbildung 3: Umsatzentwicklung zwischen 19996-1998

1. Der Medienkonzern Time Warner

1.1 Unternehmensgeschichte

Der Medienkonzern „Time Warner“ entstand aus mehreren Fusionen und An- sowie Verkäufen diverser Medienunternehmen, die alle zusammen den heutigen Medienkonzern „Time Warner“ bilden. Um eine genauere Unternehmensgeschichte aufzubauen und korrekt darzustellen, werden in dieser Hausarbeit die einzelnen großen Unternehmensteile und teilweise Subunternehmen einzeln beschrieben und chronologisch aufgegliedert. Des Weiteren wird klargestellt wie sich der uns heute bekannte Medienkonzern „Time Warner“ bis heute entwickelt und geformt hat. Aktuelle Unternehmensdaten runden die Unternehmensgeschichte ab.

Time Inc.

Das Unternehmen „Time Inc.“ wurde 1922 von den beiden Schulfreunden und auch späteren Kommilitonen der weltberühmten und hoch angesehenen „Yale“ Universität, Henry Luce und Briton Hadden gegründet. (Institut für Medien und Kommunikationspolitik www.mediadb.eu – Time Warner – Zugriff im Januar 2009) Die beiden Unternehmensgründer waren damals erst 25 Jahre alt. Bereits während ihrer Zeit an der Universität reifte die Idee, ein bis dahin noch nie da gewesenes, revolutionäres Nachrichtenmagazin auf den Markt zu bringen. Die beiden Freunde sammelten aus diesem Grund ca. 86.000 Dollar bei verschiedenen Investoren zusammen und machten somit den ersten Schritt auf ihrem Weg ein ganz besonderes Nachrichtenmagazin auf dem Markt zu bringen, dass genau ihren Vorstellungen entsprach. Im März 1923 erschien die erste Ausgabe des „Time Magazine“ an den Kiosken. Es war sofort ein großer Erfolg zu verzeichnen. Aus diesem Grund wurde das Unternehmen erweitert und es folgten bereits kurz darauf weitere Zeitschriften, wie zum Beispiel eine Foto Illustrierte („Life“), ein Wirtschaftsmagazin („Fortune“) und ein Klatsch und Tratsch Blatt („People“). Bereits nach dem 2. Weltkrieg war die „Time Inc.“ der größte Medienkonzern der Welt. Diese Tatsache haben die Gründer ihrem guten journalistische Konzept und dem leidenschaftlichem Schreibstil zu verdanken, in dem die Artikel und Kolumnen der verschiedenen Zeitschriften geschrieben sind.

Die Gründer der „Time Inc.“ waren sehr stark mit dem Establishment der Ostküste, genauer New York City verbunden. Die Elite traf sich hier. Dieser Klientel entsprechend war auch die Qualität, der in den Zeitschriften veröffentlichten Artikeln sehr hoch und die verschiedenen Zeitschriften der „Time Inc.“ konnten Erfolge verzeichnen und etablierten sich über die Jahre.

Warner Brothers

Bereits im Jahr 1923, also ein Jahr nach der Gründung der Time Inc. wurde auf der anderen Seite Amerikas das „Warner Brothers“ Filmstudio in Kalifornien gegründet. Im krassen Kontrast dazu sind die „Warner Brothers“ Filmstudios in dem damals noch verschlafenen Hollywood entstanden. Außer viel Sonne und schöner Natur gab es dort zur damaligen Zeit fast nichts. Die Gründer des „Warner Brothers“ Filmstudios waren die vier Brüder Harry, Albert, Jack und Sam Warner. Sie waren damals sehr fasziniert von der Filmwelt und mieteten sie sich einige Räume auf dem Sunset Boulevard um dort ihre Karriere zu beginnen. Ihnen war im Gegensatz zu den „Time Inc.“ Gründern, keine Universitätsausbildung möglich, da sie aus einem ganz anderen sozialen Milieu stammen. In den ersten Jahren lief das Geschäft der Warner Brüder nicht besonders gut. Sie mussten sehr harte Zeiten bewältigen. In Jahr 1927 starb Sam Warner. Ein tragischer Verlust für die anderen drei Brüder. Im selben Jahr gelang mit dem Film „The Jazz Singer“ der Durchbruch und der Weg für eines der größten Filmstudios wurde geebnet. Der Clou an diesem Film war, dass er mit Ton produziert wurde und sozusagen eine Revolution auf dem Filmmarkt darstellte. Ein neues Tonfilmsystem genannt „Vitaphone“, wurde für diesen Film eingesetzt. Anfangs gab es bei den Brüdern zwar Zweifel, diese wurden aber dann über Bord geworfen und die Entscheidung, den Film zu produzieren, fiel.

Wie sich herausstellte, war es ein guter Entschluss der Brüder. Sie konnten mit dem enormen Gewinn durch diesen Film, neue Grundstücke kaufen, um dort ein richtiges Filmstudio aufzubauen.

Die Unternehmensstrategie der „Warner Brothers“ Filmstudios war es, weniger glamouröse, finanziell eher weniger riskante Filme zu drehen. Im Repertoire der Filmstudios waren oftmals Gangster-Filme und Liebesdramen die Publikumsmagneten. Das Unternehmen schrieb dadurch gute Geschäftszahlen und befand sich in der Gewinnzone. Zum Teil gab es auch einige richtige Kassenschlager und Überraschungserfolge wie zum Beispiel „Cassablanca“ (1942) oder „der Exorzist“ in den 70er Jahren. 1951 zogen sich Abe und Harry Warner aus dem Geschäft zurück und Jack Warner führte die Firma in den nächsten Jahren bis 1967 weiter. (Institut für Medien und Kommunikationspolitik www.mediadb.eu – Time Warner – Zugriff im Januar 2009)

Bereits in den 1950er und 1960 Jahren wurden die Geschäftsfelder der „Warner Brothers“ Filmstudios erweitert. Es wurde in den nachfolgenden Jahren stark auf die Fernsehfilm- und Schallplattenproduktion gesetzt. Im Jahr 1958 wurde die Schallplattenfirma „Warner Bros. Records“ gegründet. In den nächsten Jahren kam das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten und wurde dann 1967 von dem Jack Warner an „Seven Arts Ltd.“ verkauft.

2 Jahre später fusionierte „Warner Bros“. Mit dem Verlagshaus „Kinney National Services“. 1972 wurde der Name der Firma in „Warner Communications“ geändert. Ab 1976 machte das Unternehmen mit dem eingekauftem Videospiele Hersteller „Atari“ einen großen Teil seiner Umsätze. (Institut für Medien und Kommunikationspolitik www.mediadb.eu – Time Warner – Zugriff im Januar 2009)

Time Warner

Mehr als 60 Jahre nach der Gründung der beiden Unternehmen, im Jahr 1989, entschlossen sich die Firmenchefs der „Time Inc.“ und „Warner Brothers Communications“ zu einer Fusion ihrer beiden Unternehmen. Die Idee dabei war, möglichst viele Medienarten bzw. Gattungen unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen um dadurch eine neue Art eines Medienkonzerns zu schaffen. Der erste „Integrierte Medienkonzern“ wurde geboren. Viele andere Medienunternehmen machten es „Time Warner“ nach.

1996 entschloss sich der damalige Konzernchef Gerald Levin zum Kauf der CNN-Gruppe um dadurch einen weiteren Medienkonzern in das Unternehmen zu integrieren, der eine ganz bestimmte Art von Medien anbietet. CNN war bereits damals eine Autorität im Bereich Nachrichten. Dieses Geschäftskonzept funktionierte auch und es wurden zusätzliche Gewinne erwirtschaftet.

In all den Jahren wurden riesige, teilweise die weltweit größten Medienkonzerne miteinander fusioniert oder angekauft. Dadurch entstand mit der Zeit der Weltweit größte Medienkonzern der Welt. Verschiedene TV, Print, Kabelnetze, Musik, Film- und Fernsehproduktionsfirmen bilden über die Jahre den Mega Konzern „Time Warner“. Die Unternehmensgeschichte stellt sozusagen eine andauernde Verschmelzung und Verflechtung diverser Mediengattungen bzw. Medienarten dar. Inzwischen ist der Medienkonzern „Time Warner“ weltweit vertreten und hat in über 100 Ländern Standorte und Firmenzentralen eröffnet. Auch in Deutschland findet sich ein Ableger dieses Medienriesen. Die so genannte „WEA“ ist ein Ableger von „Warner Music“. Sie hat sich mittlerweile in verschiedenen Deutschen Medienbereichen wie z.B. dem TV und Rundfunk etabliert übt aber dennoch nicht allzu großen Einfluss auf den deutschen Markt aus. „Time Warner“ hat einen Vergnügungspark in Bottrop eröffnet.

AOL Time Warner

Im Jahr 2000 verkündete der damalige Chef von „Time Warner“ Gerald Levin, dass er den „Time Warner“ Konzern, den weltgrößten Betreiber klassischer „alter Medien“, mit „AOL“, dem erfolgreichsten Betreiber digitaler „neuer Medien“, fusionieren wolle.

Diese „ Megafusion“ stellte einen Meilenstein in der Geschichte des größten Medienunternehmens der Welt dar. Die Umwandlung der „Old Economy“ in die „New Economy“ war vollendet und die Aktionäre dieser beiden Unternehmen wurden reichlich belohnt, vor allem die Anleger von „AOL“. (Institut für Medien und Kommunikationspolitik www.mediadb.eu – Time Warner – Zugriff im Januar 2009) Ihnen wurde aus damaliger Sicht „gerechtfertigter Weise“ 55% der gemeinsamen Aktien zugesprochen, weil die Börsenbewertung für diese Fusion der Superlative, so gut ausgefallen sind. Obwohl „Time Warner“ vom Umsatz her, 9 mal größer war also AOL wurde während dem Internetfieber an der Börse diese Entscheidung getroffen. Wie sich bereits nach einiger Zeit herausstellte war die Euphorie über die Fusion von „Time Warner“ und „AOL“ nicht gerechtfertigt. Die „Internet-Blase“ an der Börse platzte und das sozusagen frisch fusioniere Unternehmen „AOL Time Warner“ geriet in eine schwere Krise. Der alte Konzernchef trat zurück und der „AOL“ Gründer Steve Case musste das Unternehmen verlassen.

Richard Parsons wurde neuer Konzernchef und führte das Unternehmen aus der Krise heraus indem er sich auf die „alten Werte“, dem Ursprung von „Time Warner“, den alten Medien, besann und entfernte berechtigter Weise den Namen AOL aus dem Namen des Konzerns.

Der Konzern heißt 2003 wieder „Time Warner“ und ist der größte Medienkonzern der Welt .

Aktuelle Entwicklung des Time Warner Medienkonzerns

Die „Time Warner Inc“ muss für das Geschäftsjahr 2008 milliardenschwere Abschreibungen vornehmen. Bislang war man beim Unternehmen von einem deutlichen Gewinn ausgegangen. Die Ziele des Unternehmens für das vergangene Jahr konnten also nicht erreicht werden. Man sei von einem Zuwachs von 5% ausgegangen. Doch das bereinigte operative Ergebnis ohne Abschreibungen wird nur noch ca. um 1% steigen. Die Internet-Sparte „AOL“, der Verlagsbereich und das Kabelgeschäft sind die Gründe für Abschreibungen von etwa 25 Milliarden US Dollar. Dies liegt an den gesunken Firmenwerten der oben genannten Holdings des Unternehmens.

„Das wirtschaftliche Umfeld sei noch schwieriger gewesen, als ursprünglich angenommen“, erklärte Time Warner. (http://boersen.manager-magazin.de/mmo/kurse_einzelkurs_news.htm?s=592629&n=&b=2&l=276&u=0&p=0&k=ZpF05wXCVTmd8Yt6m_wpeg&id=28156790&u=0&p=0&k=ZpF05wXCVTmd8Yt6m_wpeg)

Im Verlagsbereich ist bei den Magazinen „Fortune“, „Time“ und „People“ schon ein massiver Stellenabbau im Gange. Der Grund für die Entlassung von rund 6% aller Time Angestellten ist der sinkende Werbeumsatz aufgrund der Finanzkrise. Im Management der verschiedenen Magazintitel soll künftig besser zusammengearbeitet werden.

Time-Geschäftsführerin Ann Moore bezeichnete die Anzeigenkrise in einem unternehmensinternen Memo als „Herausforderung, wie wir sie noch nie erlebt haben“.

(http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/time-warner-inc.html)

Obwohl man „Time Warner Cable“ mit „AOL“ nun besser aufgegliedert hat, in Kundenbindung und Onlinewerbung, ist man mit der Entwicklung von „AOL“ unzufrieden. Deshalb sucht der Konzern für das kriselnde Internetgeschäft eine neue Strategie oder einen Käufer. Als Kandidaten für den Kauf gelten „Yahoo“, „Earthlink“ und „Microsoft“.

In Zukunft möchte der Konzernchef Jeff Bewkes den Medienriesen umbauen. So will man sich zum Beispiel von der Kabelnetzsparte trennen.

1.2 Unternehmensstrategie

Die Basisstrategie der „Time Warner Inc.“ Ist eine Differenzierungsstrategie in deren Mittelpunkt das hohe Qualitätsniveau der Produkte steht. „Time Warner“ möchte in allen Bereichen der Medienbranche eine klare Erkennbarkeit der Produkte erreichen. (USP = Unique Selling Proposition)

Der Print-Bereich „Time Inc.“ Ist ein Vorreiter im Direktmarketing von Büchern, Musik und Videos.

Betrachtet man die materiellen Ressourcen, die Kompetenzen und Fähigkeiten sowie das Wertsystem des Unternehmens, so ist die „Time Warner Inc.“ In seinem strategischen Verhalten in der Grundhaltung stark innovativ.

Beispiele hierfür: 1972 mit „HBO“ erster Pay-TV Sender, 1978 wurde das weltweit erste interaktive Kabelfernsehsystem „Qube“ eingeführt (Angebot: „two-way-communication“ und „Pay-per-view“).

„AOL“s Strategie ist eine Kombination aus Kostenführerschaft, innovativem Verhalten und externem Wachstum.

Im Hinblick auf ihre Strategien gleichen sich „Time Warner“s und „AOL“s Konzepte insofern, als auch Time Warner innovationsfreudig ist und das Unternehmenswachstum hauptsächlich extern getrieben wird. Gegensätzlich ist jedoch die generische Strategieentscheidung: gegenüber „AOL“s Kostenführerschaft verfolgt „Time Warner“ eine Differenzierungsstrategie, die durch ein hohes Qualitätsniveau der Produkte geprägt ist

1.3 Rechtsform

„Time Warner Inc“ ist eine Aktiengesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das Inc steht für „incorporated“ und ist ein Zusatz, der auf die Haftungsbeschränkung amerikanischer Aktiengesellschaften hinweist. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Außerdem kann die Firma auch nach dem Tod des Gründers oder der Anteilseigner weiterhin bestehen.

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Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Darstellung des Medienunternehmens Time Warner
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart  (Fakultät für Information und Kommunikation)
Veranstaltung
Mediensysteme
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V201314
ISBN (eBook)
9783656280064
ISBN (Buch)
9783656280842
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienunternehmen, Time Warner, Massenmedien, Medienkonzern, warner brothers, time, dc comics, dc universe, castle rock, vertigo, Unternehmensgeschichte Time Warner, Medienprodukte Time Warner
Arbeit zitieren
Christian Knotik (Autor), 2009, Darstellung des Medienunternehmens Time Warner, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201314

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