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Eisenhüttenstadt – die erste sozialistische Planstadt der DDR

Eine Analyse zur Umsetzung der 16 Grundsätze des sozialistischen Städtebaus

Título: Eisenhüttenstadt – die erste sozialistische Planstadt der DDR

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2011 , 140 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Marco Schmidt (Autor)

Historia de Alemania - Historia contemporánea
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Mit Eisenhüttenstadt ist eine Vorstellung verbunden, die sich neben dem Eisen- und Stahlstandort eng an das Bild von Bauten aus der Nachkriegszeit anlehnt. Ein relativ kurzer Zeitabschnitt prägte die Stadt nachhaltig und hat eine gewisse Einmaligkeit im Städtebau und der Architektur in Deutschland hervorgebracht. Eisenhüttenstadt ist eine junge Stadt, deren Struktur auf dem Reißbrett geplant und deren Größe berechnet wurde. Im August 1950 entstand an der Oder nahe der Kleinstadt Fürstenberg1 die erste Planstadt der Deutschen Demokratischen Republik unter sozialistischen Vorzeichen. Mit der Vision dieser neuen Stadt setzte man zugleich ein politisches Zeichen im zerstörten Nachkriegsdeutschland.
....
Den Rahmen der Planung bildeten die 16 Grundsätze des Städtebaus, die von der Regierung der DDR am 27. Juli 1950 beschlossen wurden. In diesen Grundsätzen zeigten sich nicht nur die Visionen für die neue sozialistische Planstadt – sie waren auch Richtlinie für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Städte in Ostdeutschland.
In dieser Arbeit wird die These vertreten, dass sich in der Gründung von Werk und Stadt die Vision des sozialistischen Neubeginns verwirklichen sollte, wobei die 16 Grundsätze dabei als Grundlage dienten. Neben der wirtschaftlichen Notwendigkeit sollte die neue Planstadt vor allem auch ein politisches Symbol für den Neubeginn des jungen Staates darstellen.
Es gilt daher zu untersuchen, inwieweit sich die Vision des Neubeginns in Eisenhüttenstadt verwirklicht hat. Ziel der Analyse ist die Beantwortung der Frage, was bei der Planung und dem Aufbau von Eisenhüttenstadt gemäß der 16 Grundsätze des Städtebaus wirklich berücksichtigt und umgesetzt wurde, und welche Grundsätze folglich vernachlässigt beziehungsweise nicht berücksichtigt wurden oder werden konnten – und inwieweit letztlich Anspruch und Wirklichkeit dieser Vision übereinstimmen.
Um diese Zielstellung zu erfüllen, ist die Arbeit in drei Kapitel gegliedert. Das 2. Kapitel gibt einen deskriptiven Überblick zum Begriff der sozialistischen Planstadt und deren Charakteristika. Grundlegend hierfür ist das Prinzip des Stadttyps Planstadt. Unter diesem Punkt wird deutlich, wodurch sich eine Planstadt auszeichnet und wie sie sich von anderen Stadttypen unterscheidet... usw. .... ES ISR EINE SEHR GUTE ANSCHAULICHE MIT KARTEN UND BILDERN UNTERLEGTE EXAMENSARBEIT.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die sozialistische Planstadt

2. 1 Das Prinzip des Stadttyps Planstadt

2. 2 Leitbild der „sozialistischen Stadt“

2. 3 Phasen der Entwicklung des städtebaulichen Leitbildes

3. Gründungsanlass und Voraussetzungen

3. 1 Industriestandort im „Dritten Reich“

3. 2 Vision des Neubeginns – wirtschaftliche und politische Notwendigkeit

3. 3 Standortwahl

4. Eisenhüttenstadt - Eine sozialistische Stadt nach „Sechzehn Grundsätzen“

Präambel und 1. Grundsatz

2. Grundsatz

3. und 4. Grundsatz

5. Grundsatz

6. und 9. Grundsatz

7. Grundsatz

8. Grundsatz

10. Grundsatz

11. Grundsatz

12. Grundsatz

13. Grundsatz

14. Grundsatz

15. Grundsatz

16. Grundsatz

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Planung und den Aufbau von Eisenhüttenstadt als „erste sozialistische Stadt“ der DDR vor dem Hintergrund der „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem ideologischen Anspruch des sozialistischen Neubeginns und der praktischen städtebaulichen Umsetzung zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit diese Vision verwirklicht werden konnte.

  • Grundlagen und Leitbilder der sozialistischen Planstadt
  • Historische Voraussetzungen und Standortwahl im Kontext von Werk und Stadt
  • Detaillierte Analyse der "Sechzehn Grundsätze" anhand der Stadtentwicklung
  • Bedeutung von Eisenhüttenstadt als politisches Symbol und Vorzeigestadt
  • Die Rolle der Planwirtschaft und städtebaulicher Richtlinien

Auszug aus dem Buch

3. Gründungsanlass und Voraussetzungen

Das heutige Siedlungsgebiet von Stadt und Werk wurde mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zu einem Standort der Rüstungsindustrie. Die Standortwahl für die Rüstungsbetriebe gründete auf mehreren Ursachen. Zum einen war das Gebiet Fürstenberg (Oder) wirtschaftlich wenig entwickelt und die Kleinstadt an einem Aufschwung sehr interessiert. Der damalige Bürgermeister Georg Mertsch beschrieb 1937 eine perspektivreiche Zukunft:

„Während vor der Machtergreifung insbesondere Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe leider allzu oft den Besitzer wechselten, haben sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse nach der Machtübernahme […] in den letzten fünf Jahren grundlegend geändert und gefestigt. Konkurse sind heute in gleichem Maße Seltenheiten wie sie seinerzeit zur Tagesordnung gehörten. Der verantwortungsbewusste Kaufmann und Unternehmer kann wieder auf lange Zeit disponieren und die Angst, das Geld im Unternehmen, auf der Bank oder auf der Sparkasse zu verlieren, gehört einer hässlichen Vergangenheit an.“

Zum anderen wurde die großräumige Industrieansiedlung durch die Rüstungspolitik der Nationalsozialisten forciert. 1936 forderte Adolf Hitler in einer geheimen Denkschrift, in vier Jahren die deutsche Armee einsatz- und die deutsche Wirtschaft kriegsfähig zu machen. Das wirtschaftliche Ziel des im September 1936 ausgerufenen Vierjahresplanes war es, „die Auslandsabhängigkeit bei strategisch wichtigen Roh- und Grundstoffen durch den raschen Aufbau einer Ersatzstoffproduktion zu vermindern“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Eisenhüttenstadt als erste sozialistische Planstadt der DDR ein und umreißt die Fragestellung bezüglich der Verwirklichung der „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“.

2. Die sozialistische Planstadt: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des Stadttyps Planstadt und des sozialistischen Leitbildes, insbesondere unter Berücksichtigung der städtebaulichen Entwicklungsphasen in der DDR.

3. Gründungsanlass und Voraussetzungen: Hier werden die historischen Ursprünge des Industriestandorts im „Dritten Reich“, die ökonomischen und politischen Notwendigkeiten der Stadtgründung sowie die Kriterien der Standortwahl dargestellt.

4. Eisenhüttenstadt - Eine sozialistische Stadt nach „Sechzehn Grundsätzen“: Dieses Hauptkapitel benennt, kommentiert und analysiert die einzelnen Grundsätze des Städtebaus anhand der konkreten städtebaulichen Realisierung von Eisenhüttenstadt.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Diskrepanz zwischen der politischen Vision des sozialistischen Neubeginns und der praktischen Umsetzung.

Schlüsselwörter

Eisenhüttenstadt, DDR, Sozialistische Planstadt, 16 Grundsätze des Städtebaus, Städtebau, EKO, Aufbaugesetz, Wohnkomplexe, Stadtplanung, Industriegründung, Sozialismus, Architektur, Siedlungsform, Stadtgeschichte, Planwirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Eisenhüttenstadt als die erste sozialistische Planstadt der DDR und prüft, inwieweit der Aufbau der Stadt den offiziellen „Sechzehn Grundsätzen des Städtebaus“ entsprach.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die städtebauliche Ideologie der DDR, die ökonomischen Zwänge der Nachkriegszeit, die Rolle der Industrie (EKO) bei der Stadtgründung sowie die Umsetzung architektonischer Leitbilder.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, was bei der Planung und Erbauung von Eisenhüttenstadt gemäß der 16 Grundsätze tatsächlich umgesetzt wurde und welche Diskrepanzen zwischen dem ideologischen Anspruch und der Realität bestanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf Literaturrecherche, der Auswertung städtebaulicher Dokumente und Grundsatztexte sowie Interviews mit Zeitzeugen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Begriff der Planstadt und die detaillierte Analyse der einzelnen 16 Grundsätze, wobei jeder Grundsatz auf seine Anwendung in Eisenhüttenstadt hin untersucht wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Eisenhüttenstadt, sozialistische Planstadt, 16 Grundsätze, Stadtplanung, EKO, DDR-Städtebau und gesellschaftspolitische Repräsentation.

Warum wurde Eisenhüttenstadt als „Demonstrationsobjekt“ bezeichnet?

Die Stadt diente als politisches Symbol des sozialistischen Aufbaus und sollte beweisen, dass eine neue, gerechte Gesellschaftsordnung mithilfe einer geplanten Infrastruktur und Architektur realisiert werden kann.

Wie unterschied sich die reale Stadtentwicklung von den Grundsätzen?

In der Praxis stieß die Umsetzung häufig auf ökonomische Restriktionen und technologische Zwänge, die dazu führten, dass ursprüngliche Entwürfe angepasst oder Vereinfachungen vorgenommen wurden, was oft zu einer Abkehr von den hohen idealistischen Zielen führte.

Final del extracto de 140 páginas  - subir

Detalles

Título
Eisenhüttenstadt – die erste sozialistische Planstadt der DDR
Subtítulo
Eine Analyse zur Umsetzung der 16 Grundsätze des sozialistischen Städtebaus
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Neueste Geschichte)
Curso
DDR-Geschichte
Calificación
1,5
Autor
Marco Schmidt (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
140
No. de catálogo
V201339
ISBN (Ebook)
9783656292111
ISBN (Libro)
9783656293224
Idioma
Alemán
Etiqueta
sozialistischer Städtebau 16 Grundsätze des Städtebaus Architektur der DDR Eisenhüttenstadt Stalinstadt Planstadt DDR
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Schmidt (Autor), 2011, Eisenhüttenstadt – die erste sozialistische Planstadt der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201339
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