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Heimatüberweisungen ausländischer Haushalte

Theoretische Erklärungsansätze und einige empirische Befunde aus Deutschland

Titre: Heimatüberweisungen ausländischer Haushalte

Mémoire (de fin d'études) , 2002 , 89 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lars Schwettmann (Auteur)

Economie politique - Autres
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Zusammenhang mit Migrationsbewegungen lassen sich sehr häufig Transferzahlungen der ausgewanderten Personen an ihre Familien in der Heimat beobachten. Diese ‚Rimessen’ sind nicht nur für die einzelnen Empfängerhaushalte, sondern auf makroökonomischer Ebene auch für die Regionen oder Länder teilweise von enormer Bedeutung. Die Entscheidung zur Heimatüberweisung wird aber durch den Migranten bzw. durch den ausländischen Haushalt im Gastland getroffen. Dabei sind die beobachtbaren Verhaltensmuster bisher weit davon entfernt, vollständig erklärbar und vorhersagbar zu sein. So stellt sich etwa die Frage, warum manche Haushalte mehr überweisen als andere. Woran liegt es, dass einige Immigranten über einen längeren Zeitraum Beträge in ihre Heimat transferieren als andere dies tun? Ferner ist unklar, weshalb überhaupt einige Migranten Geld in ihre Heimat überweisen, während dies für andere Auswanderer nicht festgestellt werden kann. Vor allem die empirische Literatur hat bislang wenige gesicherte Antworten auf diese Fragestellungen gefunden, so dass die in der theoretischen Literatur identifizierten Motive für Rimessenzahlungen nur unzureichend überprüft sind. Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von Paneldaten aus Deutschland einige, aus theoretischen Modellen abgeleitete Hypothesen zu dem Einfluss verschiedener Größen auf die Überweisungsentscheidung.

Zur weiteren Motivation der Fragestellungen wird in Kapitel 2 auf das bisherige Ausmaß und die Konsequenzen der Heimatüberweisungen für die beteiligten Staaten eingegangen.

Rimessenzahlungen werden in die Ansätze der Migrationstheorie integriert. Die theoretische Literatur zur Erklärung von Heimattransfers beinhaltet eine ganze Reihe von Modellen, aus denen heraus Hypothesen bezüglich der Relevanz und Richtung verschiedener Einflussgrößen abgeleitet werden. Die wesentlichen Aussagen dieser Ansätze stellt Kapitel 3 vor.

Einige dieser Hypothesen lassen sich mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Datensatzes empirisch überprüfen. Hierzu wird in der Regel eine Rimessenfunktion definiert, in welcher die vermutlich relevanten Faktoren als Argumente enthalten sind. In Kapitel 4 wird unter Berücksichtigung der Einschränkungen durch die verfügbaren Daten eine solche Funktion aufgestellt.

Die Ergebnisse werden anschließend im 5. Kapitel vorgestellt und interpretiert. Dabei werden wichtige Differenzen sichtbar. Das 6. Kapitel schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Motivation der Analyse von Rimessen

2.1 Erfassung und Umfang der Heimatüberweisungen

2.2 Zur makro- und mikroökonomischen Relevanz von Rimessen

3. Theoretische Erklärungsansätze

3.1 Internationale Migration und Transferzahlungen

3.2 Altruismus und Eigeninteresse

3.3 Modelltheoretische Erklärungsversuche

3.3.1 Das Grundmodell

3.3.2 Einige weiterführende Ansätze

4. Empirische und ökonometrische Modellierung

4.1 Die Datenerhebung

4.2 Hypothesen und Vorstellung der exogenen Variablen

4.3 Ökonometrische Modellierung

4.3.1 Das zensierte Tobit-Modell

4.3.2 Heckmans zweistufiges Schätzverfahren

5. Empirische Ergebnisse

5.1 Schätzungen des Probit- und zensierten Tobit-Modells

5.2 Ergebnisse des zweistufigen Ansatzes und Vergleich

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bestimmungsfaktoren für Heimatüberweisungen (Rimessen) ausländischer Haushalte in Deutschland, um mikroökonomische Entscheidungsmuster und deren Einflussfaktoren empirisch zu identifizieren.

  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle (Altruismus vs. Eigeninteresse).
  • Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels Paneldaten (SOEP).
  • Vergleich statistischer Schätzmethoden (Tobit-Modell vs. zweistufiger Heckman-Ansatz).
  • Untersuchung des Einflusses sozioökonomischer Faktoren auf Überweisungsverhalten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Altruismus und Eigeninteresse

Die verschiedenen, in der Literatur existierenden Theorien zur Erklärung von Heimatüberweisungen enthalten sehr häufig Beweggründe, welche sich entweder auf den Altruismus oder aber auf Austauschprozesse von Leistungen zwischen dem Migranten und den Personen in der Heimat und somit auf die Verfolgung von Eigeninteressen zurückführen lassen. Die wesentlichen modelltheoretischen Ansätze kombinieren Elemente beider Motivgruppen. Deren Eigenschaften lassen sich in einem formalen Modell zeigen, welches aus dem allgemeinen Ansatz von Cox (1987) zur Transferökonomik abgeleitet ist. Die hier gewählte Darstellung orientiert sich an den Ausführungen von Clark und Drinkwater (2001).

Der ‚reine’ Altruismus wird von Lucas und Stark (1985) als eine sehr nahe liegende Begründung vor allem im Rahmen intrafamiliärer Transfers identifiziert. Dabei werden Heimatüberweisungen allein aufgrund der Sorge des Migranten um das Wohlergehen der Familie in der Heimat getätigt. In formalen Ansätzen hierzu ist, basierend auf der grundlegenden Arbeit von Becker (1974), der Nutzen des Migranten sowohl in Abhängigkeit seines eigenen Konsums als auch des Nutzens der Angehörigen darstellbar. In einem stark vereinfachenden Modell ergibt sich daher die entsprechende Nutzenfunktion des Migranten, M, als UM (cM, UH (cH)).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die ökonomische Relevanz von Rimessen und Darlegung der Forschungsfragen.

2. Motivation der Analyse von Rimessen: Darstellung der makro- und mikroökonomischen Bedeutung der Transferzahlungen und Problematik der Datenlage.

3. Theoretische Erklärungsansätze: Herleitung der Motive Altruismus und Eigeninteresse sowie Modellierung der Transferentscheidungen.

4. Empirische und ökonometrische Modellierung: Beschreibung der Datengrundlage (SOEP) und methodische Vorbereitung der empirischen Analyse.

5. Empirische Ergebnisse: Präsentation und Interpretation der ökonometrischen Schätzergebnisse sowie Vergleich der angewandten Modelle.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse und Implikationen für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Heimatüberweisungen, Rimessen, Migrationsökonomik, Altruismus, Eigeninteresse, SOEP, Haushaltsentscheidungen, Tobit-Modell, Heckman-Verfahren, Arbeitsmigration, Transferzahlungen, Paneldaten, intertemporale Nutzenmaximierung, ökonometrische Modellierung, Kapitalbewegungen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Kerngegenstand der Arbeit?

Die Untersuchung der Gründe und Bestimmungsfaktoren für Geldtransfers (Rimessen) von ausländischen Haushalten aus Deutschland in ihre Heimatländer.

Welche zentralen Motivgruppen werden analysiert?

Die Arbeit fokussiert primär auf die beiden theoretischen Hauptmotive: altruistische Fürsorge für die Familie und die Verfolgung von Eigeninteressen (z.B. Erbschaftserwartung oder Rückkehrabsicherung).

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es sollen Hypothesen aus theoretischen Modellen anhand von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) empirisch auf ihre Relevanz für das Verhalten der in Deutschland lebenden Haushalte geprüft werden.

Welche statistische Methodik wird angewandt?

Es werden das zensierte Tobit-Modell zur simultanen Analyse der Überweisungsentscheidung sowie der zweistufige Ansatz nach Heckman zur Korrektur potenzieller Selektionsverzerrungen verwendet.

Was behandelt der Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Hypothesenbildung, die methodische Aufbereitung der Paneldaten und die ökonometrische Schätzung der Einflussparameter.

Welche Faktoren charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Merkmale sind die Nutzung des SOEP-Datensatzes, die Berücksichtigung verschiedener Nationalitäten und die methodische Trennung von Überweisungswahrscheinlichkeit und -höhe.

Warum wird das Heckman-Verfahren dem Tobit-Modell gegenübergestellt?

Um zu prüfen, ob die Überweisungsentscheidung ein zweistufiger Prozess ist, bei dem Faktoren unterschiedlich auf das "Ob" und das "Wie viel" des Transfers wirken, was das Tobit-Modell restriktiv gleichsetzt.

Welche Rolle spielt die Aufenthaltsdauer?

Die Aufenthaltsdauer wird als dynamisches Element analysiert, wobei zwischen der "remittance decay hypothesis" und einem potenziellen M-förmigen Verlauf der Transferzahlungen über die Zeit abgewogen wird.

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Résumé des informations

Titre
Heimatüberweisungen ausländischer Haushalte
Sous-titre
Theoretische Erklärungsansätze und einige empirische Befunde aus Deutschland
Université
University of Osnabrück  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Lars Schwettmann (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
89
N° de catalogue
V201363
ISBN (ebook)
9783656292104
ISBN (Livre)
9783656292739
Langue
allemand
mots-clé
Heimatüberweisungen Migration Rimessen Tranferzahlungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lars Schwettmann (Auteur), 2002, Heimatüberweisungen ausländischer Haushalte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201363
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