Woodstock 2012 - ein realistisches Eventkonzept oder reine Illusion?

Die Entwicklung des Eventmarketings


Bachelorarbeit, 2012

96 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen
2.1 Event
2.2 Eventmarketing
2.3 Definitionsperspektiven in Deutschland und den USA

3 Die Hintergründe des Woodstock Festivals

4 Woodstock 1969 – Eventorganisation der 70er Jahre
4.1 Die Idee
4.2 Die Zielgruppe
4.3 Ziele
4.4 Logistische Voraussetzungen
4.4.1 Veranstaltungsort und Zeitraum
4.4.2 Technik – Bühnenbau, Ton und Beleuchtung
4.4.3 Verkehrsinfrastruktur
4.4.4 Verpflegung
4.4.5 Sanitäre Anlagen
4.4.6 Künstler
4.4.7 Ticket Management
4.5 Die Randbedingungen
4.6 Sicherheit – die Helfer bei Woodstock
4.7 Marketingmaßnahmen
4.8 Budgetierung
4.9 Konzeptkontrolle
4.10 Ergebniskontrolle

5 Rock am Ring 2009-2012 – Eventmarketing im 21. Jahrhundert
5.1 Die Idee
5.2 Die Zielgruppe
5.3 Ziele
5.4 Eventlogistik – Die Gewerke
5.4.1 Veranstaltungsort und Zeitraum
5.4.2 Technik
5.4.3 Infrastruktur
5.4.4 Gastronomie
5.4.5 Camping, Parkflächen, Shuttleservice und Umweltschutz
5.4.6 Künstlermanagement
5.4.7 Ticketing
5.5 Die Randbedingungen
5.6 Sicherheit
5.7 Marketingmaßnahmen
5.7.1 Crossmedia-Marketing
5.7.2 Eventsponsoring
5.8 Budgetierung
5.9 Konzeptkontrolle
5.10 Ergebniskontrolle

6 Der Vergleich von Woodstock und RaR – Eventmarketing im Wandel
6.1 40 Jahre Eventbranche – Die Unterschiede
6.2 Die Entwicklung des Eventmarketings
6.2.1 Der Festivalmarkt
6.2.2 Neue Kommunikationswege
6.2.3 Gesellschaftliche Veränderungen
6.2.4 Veränderte Rahmenbedingungen

7 „Woodstock 2012“ – reine Utopie?
7.1 Konzeptidee
7.2 Mögliche Marketingmaßnahmen
7.3 SWOT- Analyse
7.4 Die Chance eines Revivals? – Expertenbefragung

8 Fazit

Literaturverzeichnis

Anlagen

Eigenständigkeitserklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Michael Lang

Abbildung 2: Artie Kornfeld

Abbildung 3: Joel Rosenman

Abbildung 4: John Roberts

Abbildung 5: Woodstock Bühne

Abbildung 6: Stau zum Woodstock-Festival

Abbildung 7: Hog Farm Essensstand

Abbildung 8: Woodstock-Dreitagestickets

Abbildung 9: Woodstock-Poster

Abbildung 10: Gewinn- und Verlustrechnung September

Abbildung 11: Marek Lieberberg

Abbildung 12: Andre Lieberberg

Abbildung 13: Zielgruppenanalyse nach Alter in Prozent

Abbildung 14: Zielgruppenanalyse nach Geschlecht in Prozent

Abbildung 15: RaR-Festival Geländeplan

Abbildung 16: Aufbau Centerstage

Abbildung 17: Wellenbrecher zur Sicherheit der Besucher

Abbildung 18: Park- und Zeltplätze

Abbildung 19: Rock-am-Ring 2012 Hardticket

Abbildung 20: Centerstage Zugänge

Abbildung 21: SEAT Human Carwash

Abbildung 22: Rock-am-Ring-Festivaldose

Abbildung 23: Flexotel Warsteiner Village

Abbildung 24: Nokia Lumia Tower bei Rock-am-Ring

Abbildung 25: Mögliche Inhalte einer Situationsanalyse zum Event-Marketing

Abbildung 26: Sponsorenakzeptanz

Abbildung 27: Spannweite aller Rechtsgebiete

Abbildung 28: Rechtsbeziehungen bei Veranstaltungen

Abbildung 29: Überblick über das öffentliche Recht für Eventveranstalter

Abbildung 30: Screenshot vom 22. Juli 2012 der Woodstock Facebook-Fanpage

Abbildung 31: SWOT-Analyse des Woodstock-Festivals 2012

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

In rund 40 Jahren der Veranstaltungsorganisation haben sich beachtliche Veränderungen vollzogen. Diese Bachelorarbeit analysiert die Entwicklungen in den Organisationsphasen des Eventmanagements und deren Einzelmaßnahmen seit dem Woodstock-Festival 1969 bis ins Jahr 2012. Hierzu wird ein Vergleich zwischen dem Woodstock-Festival 1969 und dem Rock-am-Ring-Festival 2009 bis 2012 gezogen. Es soll aufgezeigt werden, ob mit der damaligen Eventorganisation eine identische Veranstaltung im 21. Jahrhundert durchgeführt werden kann. Zudem wird eine Empfehlung für ein Woodstock-Festival 2012 in Form eines überarbeiteten Eventkonzeptes ausgeschrieben. Um einen Leitfaden in die Entwicklung des Eventmarketings zu geben, ist die Arbeit in sieben Kapitel untergliedert.

In Kapitel 2 werden die deutschen Definitionen von Event und Eventmarketing erklärt. Die Gegenüberstellung der englischen Begriffsdefinitionen, zeigt die unterschiedlichen Bedeutungen von Eventmarketing und Eventmanagement in den USA und in Deutschland.

Kapitel 3 beinhaltet, zur Ergänzung des Verständnisses, die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe des Woodstock-Festivals 1969. Welche Beweggründe hatte die damalige Generation diesen Event zu besuchen? Aufgrund welcher geschichtlichen Ereignisse und sozialen Veränderungen erhielt dieses Festival seine enorme Popularität?

Kapitel 4 analysiert die Eventkonzeption des Woodstock-Festivals in Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung. Es werden alle vorhandenen Nachweise über die Detailplanung und Einzelmaßnahmen geschildert. Wie entstand die Idee zum Woodstock Festival? Welche Zielgruppe und Ziele sollten erreicht werden? Wie wurden die organisatorischen Kompetenzen und Gewerke aufgeteilt und welche Marketingmaßnahmen eingesetzt? Wie stand es um das Thema Sicherheit? Wie finanzierte sich das Festival? Die Konzept- und Ergebniskontrolle demonstrieren die Schwachstellen der Eventorganisation und die Gründe für das organisatorische Desaster. Aber auch die positiven Nachwirkungen in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht sowie die wichtige Bedeutung der Filmvermarktung werden erörtert.

Kapitel 5 befasst sich mit der Analyse des Eventkonzeptes Rock-am-Ring. Wie in Kapitel 4 geht es um die Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung dieses Festivals. Anhand von Rock-am-Ring wird das Eventmarketing des 21. Jahrhundert geschildert und bereits einige Neuheiten, vor allem im Bereich der Vermarktung und des Eventsponsorings, aufgezeigt. Von der Idee bis hin zur Ergebniskontrolle sind alle belegbaren Einzelmaßnahmen herausgearbeitet. Welche logistischen Herausforderungen sind im heutigen Eventgeschäft zu meistern? Wie wird das Thema Sicherheit umgesetzt? Welche Möglichkeiten zur Vermarktung und emotionalen Inszenierung gibt es und welche Rolle spielt dabei das neue Medium Internet? Welche Strategien werden genutzt, um die Kundenbindung langfristig zu festigen?

Eine Gegenüberstellung der Eventkonzepte Woodstock und Rock-am-Ring schildert in Kapitel 6 die Entwicklung der Eventbranche. Welche Unterschiede, Verbesserungen, Neuheiten sind zu erkennen und wie werden diese umgesetzt? An welche Rahmenbedingungen haben sich heutige Veranstalter zu halten? Empirische Erkenntnisse und der direkte Vergleich der beiden Festivals zeigen die Entwicklung des Eventmarketings, den Boom der Festivalbranche, veränderte Kommunikationswege und behördliche Hürden.

Ist ein Revival des Woodstock-Festivals im Jahr 2012 realistisch? Diese Frage beantwortet Kapitel 7. Anhand der in Kapitel 4 analysierten Eventorganisation des Woodstock-Festivals 1969, wird eine Einschätzung über die Umsetzbarkeit dieses Eventkonzeptes getätigt und eine Empfehlung in Form eines neuen, überarbeiteten Konzeptes ausgesprochen. Eine SWOT-Analyse veranschaulicht die Erfolgschancen für ein Woodstock-Festival 2012. Unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen könnte eine Neuauflage dieses Festivals entstehen? Welche Marketingmaßnahmen sind nötig, um den Erfolg des Festivals zu gewährleisten? Welche Hürden und Gefahren sind einzukalkulieren? Mittels einer Expertenbefragung wird die Rentabilität dieser Konzeptidee verdeutlicht.

In diesem Zusammenhang und der oben erlangten Ergebnisse, bezieht die Autorin in Kapitel 8 Stellung zur Frage: Woodstock 2012 – ein realistisches Eventkonzept oder reine Illusion?

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Event

Ein Event ist ein organisiertes, zweckbestimmtes, zeitlich begrenztes Ereignis, an dem eine Gruppe von Menschen vor Ort oder medial teilnimmt. Im eigentlichen Sinne werden Events als besondere (einzigartige, spektakuläre, unvergessliche, erlebbare, etc.) Veranstaltungen verstanden. Diese Begriffsbildung ist jedoch nicht wissenschaftlich aufgrund der Unschärfe des Abgrenzungskriteriums besonders. Zudem deckt sie sich nicht mit dem gängigen deutschen Sprachgebrauch, der Event zusammengefasst mit Veranstaltungen aller Art gleichsetzt. Events werden in kommerzielle und nicht kommerzielle Events. N icht kommerzielle Events sind zum Beispiel (z.B.) Hochzeitsfeiern oder Wohltätigkeitsveranstaltungen. Kommerzielle Events werden in drei Hauptgruppen untergliedert:[1]

- Events als Produkt: werden meistens gegen Entgelt vermarktet. Beispiele: Sport- und Kulturveranstaltungen, Messen.[2]
- Events als Marketing-Instrument (Marketing-Events): dienen zur Vermarktung von Produkten, Marken oder Dienstleistungen. Dabei sollen kognitive, emotionale und physische Reize dargeboten werden, um die Marketing- und Kommunikationsziele zu erreichen.[3]
- Events als Wissensvermittlungsinstrument (Educational Events): dienen zur Aus- und Weiterbildung. Beispiele: Konferenzen, Symposien, Meetings, Seminare, Workshops.[4]

2.2 Eventmarketing

„Event-Marketing ist ein interaktives sowie erlebnisorientiertes Kommunikationsinstrument, das der zielgerichteten, zielgruppen- bzw. szenenbezogenen Inszenierung von eigens initiierten Veranstaltungen sowie deren Planung, Realisation und Kontrolle im Rahmen einer Integrierten Unternehmenskommunikation dient.“[5]

2.3 Definitionsperspektiven in Deutschland und den USA

Aufgrund der Wortherkunft wird in den USA schon länger von Events gesprochen als in Deutschland. Events bezeichnet man in den USA als Kommunikationsmittel, welche zusammen mit anderen Marketinginstrumenten eingesetzt werden. Eventmarketing ist in den USA kein eigenständiges Kommunikationsmittel und wird anders als in Deutschland definiert. In den USA geht es auch weniger um Definitionen und Abgrenzungen, sondern um das wesentliche Ziel: Events nützen als Medien, um mit der erwünschten Zielgruppe in Kontakt zu treten.[6]

In den USA wird häufiger von Eventmanagement gesprochen, als von Eventmarketing. Eventmanagement beinhaltet „the process that includes research, design, planning, coordination, and evaluation of events.“[7] Der Begriff Eventmanagement, welcher kaum in deutschsprachiger Literatur vorkommt, beinhaltet also die Planung, Organisation und Durchführung von Events.

Eventmarketing hingegen wird im Englischen folgendermaßen erklärt: „The process that integrates a range of marketing elements around a central event sponsorship or lifestyle-themed activity. This process incorporates advertising, employee and consumer programs, sales promotion, public relations, causes, business to business, television property, and trade promotion with a specific event or events.”[8] Eventmarketing ist demnach nur ein Teilgebiet des umfassenderen Eventmanagements.

3 Die Hintergründe des Woodstock Festivals 1969

Love, Peace and Rock ‘n‘ Roll – Das Woodstock-Festival war ein gesellschaftlicher, politischer und vor allem musikalischer Meilenstein der damaligen gegenkulturellen Jugendbewegung der Vereinigte Staaten von Amerika (USA) und vielen anderen westlichen Ländern Europas. Die gegenkulturelle Jugendbewegung, auch Gegenkultur genannt, wird in Kapitel 4.2 explizit erläutert. Seit Mitte der Sechziger- bis Anfang der Siebzigerjahre rebellierte diese Gegenkultur gegen die konservative Einstellung und den Vietnamkrieg. Sie setzten sich für Antimilitarismus, Rassengleichheit, Frauenemanzipation und künstlerische, sexuelle sowie homosexuelle Freiheit ein. Make love, not war – Wohl das bekannteste Motto der sogenannten Hippies, welche ihre Lebenseinstellung durch ihr Interesse an fernöstlichen Religionen, den Konsum halluzinogener Drogen und das Zusammenleben in Kommunen definierten. Auch die damalige Musik beschäftigte sich mit den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen und wurde somit ein primärer Teil der Jugendkultur. Die Fünfziger- und Sechzigerjahre waren sehr ereignisreiche Jahre in sozialer, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges genossen die USA und viele westliche Länder den starken Wirtschaftswachstum und die damit verbundene Stabilität und den Wohlstand. Doch zu Beginn der Sechzigerjahre durchlebten die Gesellschaft und die Politik einen enormen Wandel. Durch die Kubakrise 1962, die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy 1963, die amerikanische Beteiligung der USA am Vietnamkrieg und die Ermordung von Martin Luther King Junior 1968, geriet die junge Gesellschaft in Aufruhr und ging auf Konfrontationskurs mit der Regierung. Es folgten landesweit Proteste, Demonstrationen und stetig heftige Unruhen. Die USA war durch Generationen, Einstellungen und Kultur geteilt. Die gegenkulturelle Jugendbewegung wollte ihrer Botschaft deutlich Ausdruck verleihen und eine Veranstaltung mit dem Motto Drei Tage des Friedens und der Musik sollte noch Jahre nach deren Stattfinden in Erinnerung bleiben – dem Woodstock-Festival.[9]

4 Woodstock 1969 – Eventorganisation der 70er Jahre

Die Organisatoren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Michael Lang 1969 [Quelle: http://focusfeatures.com/ uploads/image/mediafile/125028 0016-9e658523efc1cde8caf5a751 96 f3af59/950.jpg]

Michael Lang wurde 1944 in Brooklyn, New York, geboren. Bereits im Alter von 12 Jahren tritt er einer Band bei und verfolgte von daher seine Leidenschaft zur Musik. Mit 14 Jahren kam er das erste Mal mit Marijuana in Kontakt und seine ersten LSD Erfahrungen hatte er kurz darauf mit 16 Jahren. 1965 entschied sich Lang die Schule abzubrechen und verließ die New York University, um in Miami einen kleinen Laden für Drogenzubehör zu eröffnen. Durch das zusätzliche musikalische Wochenendprogramm, wurde der Shop zu einem angesehenen Ort für die heranwachsende Gegenkultur in Miami. 1967 begann Michael Lang mit der Organisation verschiedener Musikveranstaltungen in mehreren Clubs in Miami. Doch sein persönlicher Höhepunkt wurde das Miami Pop Festival 1968, welches er erfolgreich mitorganisierte. Bisher eines der größten Festivals dieser Zeit mit bekannten Musikbands und circa 100 000 Besuchern. Doch ihn zog es wieder zurück nach New York, genau gesagt nach Woodstock. Dort lernte er Artie Kornfeld kennen.[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Artie Kornfeld 1969 [Quelle: http://focusfeatures.com/ uploads/image/mediafile/1250 280069-26d20219f5b57b045af 488896bb 594e4/950.jpg]

Artie Kornfeld wurde 1942 ebenfalls in Brooklyn, New York, geboren. 1956 bekam er seine erste Gitarre und nicht lange danach stand er als Begleitsänger von Dion and the Belmonts und The Skyliners auf der Bühne und erhielt einen Plattenvertrag. Er schrieb zahlreiche Lieder und wurde somit zu einem anerkannten Songschreiber. Bis 1966 hatte Kornfeld über 75 Lieder geschrieben und war an der Arbeit von 150 Alben beteiligt. 1967 wurde er zum jüngsten Vizepräsident des Plattenlabels Capitol Records, zuständig für den Bereich der Rock ‘n‘ Roll Musik.[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Joel Rosenman 1969 [Quelle: http://imgc.allpo stersimages.com/images/P-473-488-90/ 37/3790/8ZEIF00Z/ posters/vice-pres-of-woodstock-ventures-inc-joel-rosenman.jpg]

Joel Rosenman wurde 1942 als Sohn eines prominenten Kieferorthopäden geboren. Er wuchs in Huntington, Long Island, auf und schon früh zeigte sich sein gekonnter Umgang mit Sprache. Rosenman absolvierte erfolgreich sein Jura-Studium an der Yale Law School in New Haven und strebte eine Karriere als Anwalt in New York an. Doch vor seinem Einstieg in das Berufsleben gönnte er sich ein paar Wochen Auszeit in seinem Elternhaus in Huntington. Durch seinen Bruder Douglas, lernte Joel in dieser Zeit John Roberts kennen. Auch Roberts hatte die Absicht nach New York zu ziehen und somit entschieden sie sich für den gemeinsamen Weg in eine unbekannte Zukunft in New York.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: John Roberts 1969 [Quelle: http://focusfeatures.com/ uploads/image/mediafile/1250 280106-72143b373e8f64a7eac 188 97ad36eab7/950.jpg]

John Roberts, geboren 1945, stammte aus einer jüdischen Familie. Seinem Großvater mütterlicherseits gehörte ein großer, millionenschwerer Pharmazie-Konzern. Durch den Tod seiner Mutter, erbte Roberts eine beachtliche Summe und war mit 21 Jahren schlagartig reich. 1966 absolvierte er sein Studium in Geschichte an der University of Pennsylvania, leider nur mittelmäßig. Seine Jobchancen standen daher eher schlecht, doch mit einem schlechten Job als Millionär konnte er sich nicht zufrieden geben. Roberts ließ sich deshalb an der Annenberg School of Communications einschreiben, um nicht Nichts zu tun. Doch auf Dauer wurde ihm klar, dass er sein Leben nicht nur mit Faulenzen verbringen kann. Durch das Kennenlernen mit Joel Rosenman, spürte er die Chance auf eine anstehende Veränderung und startete die Zusammenarbeit mit Joel in New York.[13]

4.1 Die Idee

Als Michael Lang in Woodstock auf Artie Kornfeld traf, war er Manager der Gruppe Train und mitten in Verhandlungen über deren Plattenvertrag mit einem Label in New York. Angelockt von der einzigartigen Musikerkolonie in Woodstock, entdeckten Lang und Kornfeld schnell ihre gemeinsamen Interessen und entwickelten eine enge Freundschaft. In ihrer Fantasie erträumten sie sich ein Tonstudio in Woodstock. Es erschien ihnen als eine sehr rentable Investition. Doch ihr Projekt schien an der Finanzierung zu scheitern. Die Idee, mehrere Konzerte mit bekannten Talenten der Region, oder sogar ein Festival zu organisieren, um mit dem Gewinn das Tonstudio zu finanzieren, war gleichermaßen mit einer größeren Summe Geld verbunden. Der Teufelskreis schien keine schwache Stelle zu besitzen – was fehlte war etwas Kapital. Zeitgleich schrieben Joel Rosenman und John Roberts an einer Fernsehserie über zwei junge Männer mit mehr Geld als Verstand. Allerdings fehlte ihnen eine außergewöhnliche Geschäftsidee, welche diese zwei Männer in ihrer Fernsehserie haben könnte. Sie kamen auf die absurde Idee, im Wall Street Journal folgende Anzeige zu schalten:[14]

„JUNGER MANN mit unbegrenztem Kapital sucht legitime Investitionsmöglichkeiten und Geschäftsideen.

Chiffre B-331, The Wall Street Journal”[15]

Die Anzeige sollte eigentlich nur ein Scherz sein, doch wider Erwarten erhielten Rosenman und Roberts zahlreiche Antworten. Darunter eine Geschäftsidee über ein Tonstudio in New York mit dem Namen Media Sound, die Idee von Lang und Kornfeld. Michael Langs Anwalt kannte Rosenman und Roberts zufällig und organisierte ein Treffen. Somit konnten Lang und Kornfeld auch ihre Idee eines Festivals in Woodstock den beiden Geschäftsmännern Rosenman und Roberts unterbreiten. Schnell wurden sich die vier jungen Männer einig und Rosenman und Roberts investierten in die Vierer-Partnerschaft Woodstock Ventures mit einer Summe von 500 000 US-Dollar (USD). Michael Lang war somit der Visionär mit dem größten Verständnis für die Gegenkultur und schenkte, durch seine Idee zum Woodstock-Festival, allen gegenkulturellen Anhängern ein öffentliches Sprachrohr zur Verbreitung ihrer Werte.[16]

Als Nächstes galt es, sich um die Zusammenstellung eines professionellen Teams für Woodstock Ventures zu kümmern. Die Hauptkompetenzen teilten sich die vier jungen Männer wie folgt auf: Roberts und Rosenman waren für die Finanzierung, Administration, juristische Betreuung, Versicherungen, Ticket- und Programmherstellung , Vorverkauf und Abendkasse zuständig, Lang für die Produktion mit den weiteren Aufgaben der Suche und Adaption des Festivalgeländes, Bühnenbau, Beleuchtung, Tonanlage sowie die Verpflichtung der Künstler und Kornfeld kümmerte sich um die Öffentlichkeitsarbeit, auch Public Relations (PR) genannt, und alle Werbemaßnahmen. Für jegliche juristische und gesetzliche Belange wurden mehrere Anwälte zur Unterstützung hinzugezogen. Lang engagierte Stanley Goldstein als Headhunter[17] , welcher sich auf die Suche verschiedener Technikexperten begab. Goldstein arbeitete bereits beim Miami-Pop-Festival an Langs Seite. Auch schon in Miami vertreten war Mel Lawrence – er wurde Geländemanager und kümmerte sich um die Anlage, die Gestaltung und die Koordination aller baulichen Elemente. Mit den baulichen Bühnenentwürfen, dem Bühnenmanagement sowie den zahlreichen Umbauten zwischen den Auftritten befasste sich allerdings Steve Cohen. Er wurde als Produktionsbühnenmanager engagiert. Chris Langhart, Gestalter des naheliegenden Musiktheaters Fillmore East, wurde technischer Leiter für Woodstock . Seine Aufgaben beinhalteten zudem die Bühnengestaltung, elektrische Anlagen und einige Klempnerarbeiten. Lang stellte Chip Monck als Beleuchtungsexperte ein, welcher John Morris als Produktionskoordinator empfahl. Morris war für die Kontaktpflege und das Booking der Künstler zuständig. Durch zahlreiche Empfehlungen der bereits bestehenden Teammitglieder, wuchs das Team von Woodstock Ventures rasant. Zuständig für das New Yorker Büro wurde Joyce Mitchell, Peter Goodrich war verantwortlich für alle Konzessionen und Jim Mitchell kümmerte sich um den Einkauf. Tisha Bernuth wurde Langs persönliche Assistentin und gemeinsam verpflichteten sie den Sicherheitsexperten Wes Pomeroy. Tonspezialist wurde Bill Hanley, auf Empfehlung von Stan Goldstein.[18]

„Es war das von mir zusammengestellte Team, das Woodstock möglich machte. Viele hielten uns für überbesetzt oder kopflastig, aber deshalb haben wir die Sache unbeschadet überstanden. Das waren die besten ihres Fachs, und sie haben alles gegeben. Die Leute der ersten Stunde, der harte Kern, das war eine wunderbare Truppe.“ Michael Lang [19]

4.2 Die Zielgruppe

Das Woodstock-Festival 1969 sprach vor allem die jugendliche Gegenkultur an. Diese entstand in den Sechzigerjahren und wurde auch als Hippiebewegung bezeichnet, welche sich an den Lebensstil der Hipster[20] in den Fünfzigerjahren anlehnte. Die vorwiegend Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellten sich gegen die elterliche Generation, welche als konservativ und materialistisch betitelt wurde. Zudem warfen sie der Nachkriegsgeneration vor, politisch erstarrt zu sein und sich nur am Wohlstand zu orientieren. Doch für die Jugendbewegung galten völlig andere Werte – immaterielle Werte wie Liebe, Frieden und Glück. Doch die Gegenkultur blieb weiterhin politisch interessiert und protestierte gegen die aktuellen Geschehnisse der Sechzigerjahre. Auch die damalige Musikszene demonstrierte in ihren Songtexten ihre Ablehnung der Politik gegenüber. Viele der Hippies identifizierten sich mit dieser Musik und nach Bekanntgabe des Woodstock-Festivals mit angesagten Bands dieser Zeit, strömten zahlreiche Anhänger der gegenkulturellen Jugendbewegung zu diesem Festival, um der Regierung zu zeigen, dass ein friedliches Zusammensein aller Kulturen ohne Krieg möglich war.[21]

4.3 Ziele

Die Organisatoren Lang und Kornfeld hatten eigentlich nur ein spezifisches Ziel: Durch den Gewinn des Woodstock-Festivals ihr geplantes Tonstudio in Woodstock zu finanzieren. Rosenman und Roberts waren lediglich offen für neue Geschäftsideen und suchten neue Herausforderungen, um sich nach ihrem Studium sinnvoll zu engagieren und dadurch möglicherweise etwas Geld zu verdienen. Ihr Vorschlag war es, das Festival auf zwei oder drei Tage auszuweiten, um ihr investiertes Kapital und das benötigte Geld für das Tonstudio auch definitiv zu erwirtschaften. Rosenman und Roberts stellten ein großzügiges Budget von 250 000 USD zur Verfügung. Nach ihren Berechnungen sollten bei 100 000 Besuchern bereits an zwei Tagen mit einem Ticketpreis von fünf USD, zwischen 250 bis 300 000 USD Reingewinn erzielbar sein. Somit wäre das Startkapital für Langs und Kornfelds Tonstudio bereits gesichert. Schlussendlich einigten sich die vier Männer auf ein dreitägiges Festival mit erwartenden 200 000 Besuchern und Rosenman und Roberts investierten letztendlich 500 000 USD.[22]

4.4 Logistische Voraussetzungen

„Logistik beinhaltet die ganzheitliche Koordination und Durchführung aller Informations- und Güterflüsse von der Quelle bis zur Senke.“[23]

4.4.1 Veranstaltungsort und Zeitraum

Das Festivalgelände in Woodstock, welches als eigentlicher Veranstaltungsort vorgesehen war, konnte wegen Protesten der Anwohner nicht genutzt werden. Die Veranstalter mussten demnach in kürzester Zeit einen neuen Ort für ihr Festival finden. Dies erwies sich als sehr schwierig, da in den meisten Orten wie z.B. Saugerties und Wallkill, welche als Ausweichmöglichkeit in Betracht kamen, erneut die Anwohner enorme Einwände gegen eine Veranstaltung dieser Art hatten.[24]

Durch einen Anruf eines 34-jährigen Innenarchitekten namens Elliot Tiber, welcher Grundstückbesitzer in der kleinen Gemeinde White Lake war, ergab sich für die vier jungen Männer von Woodstock Ventures eine Lösung. Als Präsident der Handelskammer besaß Tiber eine Dauergenehmigung für Open-Air-Festivals. Seine Idee das Woodstock-Festival nach White Lake und Bethel zu holen, war natürlich nicht ganz uneigennützig. Das angeschlagene Motel seiner Eltern sollte, durch die Unterbringung der Künstler, einen finanziellen Aufschwung erleben. Da sein Grundstück für die erwartende Besucheranzahl jedoch zu klein war, stellte Tiber Lang den Besitzer der anliegenden Felder vor, den Farmer Max Yasgur. Für 50 000 USD mieteten die Organisatoren ein Stück Land von Yasgur, und für 5 000 USD weitere anliegende Flächen in Bethel, 75 Kilometer von Woodstock entfernt.[25] Das gesamte Festivalgelände betrug 242 Hektar.[26] Als Zeitraum für die Durchführung des Festivals wählten die vier jungen Männer ein Wochenende mitten im Sommer. Die drei Tage des Friedens und der Musik sollte vom 15. bis 17. August 1969 stattfinden.[27]

4.4.2 Technik – Bühnenbau, Ton und Beleuchtung

Die Bühnenkonstruktion bestand überwiegend aus Holz, nur die zwei Lautsprechertürme neben der Hauptbühne waren aus Metallgerüsten, um das Gewicht der Tonanlage und der Beleuchtungsinstallationen stand zu halten. Die Bühne maß ungefähr 20 mal 15 mal fünf Meter. Hinter der Bühne wurde ein Backstage-Bereich als Aufenthaltsort für die Künstler und das Veranstaltungsteam eingerichtet. Vor der Bühne wurde eine drei Meter hohe Holzwand errichtet. Der Platz zwischen Holzwand und Bühne, wurde den Medien zur Verfügung gestellt. Auf der Bühne selbst wurde eine Rundbühne installiert, welche den Wechsel zwischen den Bands erleichtern sollte. Das Podium bestand aus zwei Hälften, für je eine Band. Um zeitaufreibende Umbauarbeiten zwischen den Auftritten zu vermeiden, sollte das Podium einfach nur um 180 Grad gedreht werden, damit die nächste Band direkt dem Publikum zugewandt war und mit ihrer Show beginnen konnte. Doch durch das extreme Gewicht der kompletten Technik und des Equipments der Band, brachen die Rollen schon nach der ersten Band ab und die Idee der Rundbühne musste verworfen werden.[28]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Woodstock-Bühne [Quelle: http://elwood1.free.fr/scene.jpg]

Bill Hanley war engagiert als Tonspezialist. Er kümmerte sich um die Installation der gesamten Tonanlage. Sein Beschallungssystem beinhaltete folgendes Equipment: spezielle Lautsprecherreihen auf den Hügeln des Geländes in Richtung der Bühne und 16 Lautsprecherbereiche neben der Bühne auf den 21 Meter hohen Türmen, welche die Hügel beschallen sollten. Die Tonlage war für 200 000 Leute ausgerichtet. Das Equipment stammte von der Audiofirma Altec Lansing und war folgendermaßen aufgestellt: die Lautsprecherboxen wogen eine halbe Tonne und waren einen Meter achtzig hoch, einen Meter tief und neunzig Zentimeter breit. Die Lautsprecher für den Niedrigfrequenzbereich bestanden aus je vier Lansing-D-140 -Lautsprechern und waren jeweils dreißig Zentimeter groß. Die Hochtonlautsprecher bestanden aus vier zweizelligen und zwei zehnzelligen Altec Horns. Angetrieben wurde die gesamte Anlage von drei Transformatoren hinter der Bühne, welche 2 000 Ampere produzierten.[29] Die Gesamtkosten für Ton und Bühnenbeleuchtung betrugen 200 000 USD.[30]

4.4.3 Verkehrsinfrastruktur

Da die Veranstalter mit 50 000 bis 200 000 Leuten, verteilt über drei Tage, gerechnet hatten, hielten sie die fünf Zufahrtsstraßen zum Festivalgelände in Bethel für ausreichend. Doch bereits vor Beginn der Veranstaltung waren 200 000 Menschen auf dem Weg nach Bethel. Der Verkehr auf dem Highway Richtung Bethel stand still, alle Zufahrtsstraßen waren blockiert und es staute sich bis zu 27 Kilometer. Die Zufahrt zum Gelände war nicht mehr möglich. Doch weitere 100 000 Menschen waren unterwegs zum Woodstock-Festival. Zahlreiche Künstler steckten im Stau fest oder wären aufgrund des Verkehrschaos nie am Woodstock-Festival angekommen. Deshalb ließen die Organisatoren die meisten Künstler einfliegen. Die Besucher ließen letztendlich ihre Pkws an den Straßen stehen und liefen den restlichen Weg zum Gelände. Die Polizei versuchte die Automassen umzuleiten, um das Chaos einzudämmen, ohne Erfolg. Keiner rechnete mit solch einem Andrang.[31]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Stau zum Woodstock-Festival

[Quelle: http://information2share.files.wordpress.com/2011/11/0225-generation-zero-woodstock_full_600.jpg]

4.4.4 Verpflegung

Um die Verpflegung kümmerte sich hauptsächlich die Kommune Hog Farm. Sie wurde von Stan Goldstein engagiert. Die Hog Farm war eine der ersten Kommunen der Hippie-Bewegung und war zum Zeitpunkt des Woodstock-Festivals in New Mexico angesiedelt. Goldstein ließ 80 Bewohner der Hog Farm als Helfer per Jet einfliegen. Für die Mitarbeiter wurde auf dem Festival eine Küche eingerichtet, um dort das Essen für die Festivalbesucher vorzubereiten. Lisa Law, Helferin bei der Hog Farm, entwickelte einen Versorgungsplan mit fünf Essensständen und kümmerte sich um den Einkauf der benötigten Küchenutensilien und der Lebensmittel. Das Essen war für die Besucher kostenlos. Die Organisatoren fanden, dass jedem diese Versorgung zustand und keiner verhungern sollte, nur weil er kein Geld hatte sich etwas zu Essen zu kaufen.[32] Doch das Essen der Hog Farm reichte nicht für eine halbe Million Menschen. Max Yasgur, der Besitzer des Festivalgrundstücks, erkannte die Unterversorgung der Besucher schnell und verteilte an seiner Farm kostenlos Wasser, Brot, Butter und Milch an die Menschen.[33] Zusätzlich wurden Einsatzhubschrauber eingeschaltet und flogen 600 Kilogramm Konserven, Sandwiches und Obst zum Festivalgelände. Auch der Frauenkreis des jüdischen Gemeindezentrums in Monticello schickte ihre Schwestern der Abtei St. Thomas zum Festival, welche 30000 Sandwiches gratis verteilten.[34]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Hog Farm Essensstand

[Quelle: http://d2rvtpubbwmp0b.cloudfront.net/imw/wp-content/

uploads/2009/08/picture-67.png]

4.4.5 Sanitäre Anlagen

Für das Woodstock-Festival standen den Besuchern insgesamt 600 Toilettenhäuschen auf dem Gelände zur Verfügung. Der an Max Yasgurs Land angrenzende Teich, nutzen die Besucher für ihre körperliche Hygiene.[35]

4.4.6 Künstler

1969 spielten die angesehensten Künstler der damaligen Musikszene auf dem Woodstock-Festival: Richie Havens, Sri Swami Satchidananda, Sweetwater, Bert Sommer, Tim Hardin, Ravi Shankar, Melanie, Arlo Guthrie, Joan Baez, Quill, Country Joe McDonald, John Sebastian, The Keef Hartley Band, Santana, The Incredible String Band, Canned Heat, Mountain, Grateful Dead, Creedence Clearwater Revival, Janis Joplin, Sly & The Family Stone, The Who, Jefferson Airplane, Joe Cocker & The Grease Band, Country Joe & The Fish, Ten Years After, The Band, Johnny Winter, Blood Sweat & Tears, Crosby Stills Nash & Young, Paul Butterfield Blues Band, Sha na na und Jimi Hendrix. Ganze 32 Künstler, wurden von Woodstock Ventures engagiert. Das eigentliche Budget für das Artistmanagement inklusive Gage, Unterbringung, An- und Abreise war mit 155 000 USD angesetzt. Doch durch die zahlreichen Probleme, wie der kurzfristige Locationwechsel von Wallkill nach Bethel und die verstopften Straßen rund um das Festivalgelände, wodurch die Künstler teilweise mit Hubschraubern eingeflogen werden mussten um pünktlich aufzutreten, schossen die Kosten explosionsartig in die Höhe.[36]

4.4.7 Ticket Management

Die Tickets kosteten im Vorverkauf sieben USD pro Veranstaltungstag. Ein Zweitagesticket 13 USD und ein Dreitagesticket 18 USD im Vorverkauf.[37] Der Preis für ein Tagesticket Vorort kostete bereits acht USD und ein Dreitagesticket 24 USD.[38] John Roberts und 40 Mitarbeiter kümmerten sich um das Ticketgeschäft. Roberts koordinierte das Ticketdesign, den Ticketdruck, die Versandstelle im Büro und organisierte Vertriebspartner für den Vorverkauf. Die Tickets wurden mit Codes und Mustern aus Sternen, Halbmonden und Regenbogen fälschungssicher gemacht. Zudem konnte man alle Fragen zur Haftung dem Ticket entnehmen. Die Vorverkaufsstellen erhielten fünf Prozent des Verkaufserlöses.[39] Es wurden im Vorverkauf insgesamt 186 000 Tickets verkauft. Die Gesamteinkünfte von 1,4 Millionen US-Dollar bestanden größtenteils aus dem Ticketvorverkauf.[40] Durch die Anzahl der verkauften Tickets ließ sich die erwartete Besucherzahl errechnen, doch wegen der Nichtfertigstellung der Bauzäune, die das Gelände eingrenzen sollten, strömten bereits vor Beginn des Festival auch Besucher ohne Ticket auf das Festivalgelände. Die Veranstalter verloren den Überblick und sahen zu, wie weitaus mehr als 200 000 erwartete Besucher bereits freitags das Festivalgelände stürmten. Sie wussten, dass eine Einhaltung der 200 000 Besucher nicht mehr möglich war und sahen sich gezwungen das Festival als kostenlos zu erklären, denn wer nicht bezahlt hatte, war bei dieser Menschenmasse definitiv nicht mehr ausfindig zu machen.[41]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Woodstock-Dreitagestickets [Quelle: www.cookhimes.us/dennis/images/wstix0.gif]

Insgesamt 4062 Ticketbesitzer, die das Festival nicht mehr erreichen konnten, bekamen den Ticketpreis zurückerstattet.[42]

4.5 Die Randbedingungen

Um das Woodstock-Festival überhaupt realisieren zu können, mussten einige Genehmigungen eingeholt, Versicherungen abgeschlossen, gesetzliche Auflagen befolgt und Verträge mit den Künstlern aufgesetzt werden. Woodstock Ventures benötigte für die Bühne, und für alle Zelte, z.B. Sanitätszelt oder Backstage-Zelte, jeweils eine Baugenehmigung. Für die Ausgabe von Essen und Getränke war eine Genehmigung der New York State Department of Health erforderlich. Zur Absicherung bei Schäden bezüglich des genutzten Grundstücks, wurde eine Versicherung abgeschlossen.[43] Die vier jungen Veranstalter engagierten fünf Rechtsanwälte, welche sich zusätzlich diesen Aufgaben widmeten. Drei Anwälte waren in New York City ansässig. Einer war für alle Angelegenheiten rund um Woodstock Ventures zuständig, ein weiterer Anwalt für Film- und Plattenverträge und der Dritte zwecks politischer Einflussnahme. In Wallkill arbeitete ein weiterer Anwalt zwecks Klagen, die zu führen waren und der letzte Anwalt arbeitete in Liberty zwecks Angelegenheiten bezüglich des Veranstaltungsgeländes.[44]

4.6 Sicherheit – die Helfer bei Woodstock

Das Woodstock-Festival war ein organisiertes Chaos und lief Gefahr in einer Katastrophe zu enden. Da die Behörden wegen dem Verkehrschaos von außerhalb nicht eingreifen konnten, wurde das Gebiet zum Katastrophengebiet erklärt. Doch dass es dennoch so friedlich und ohne jegliche Gewalteinwirkung ablief, war ausschließlich den fleißigen Helfern für Sicherheit zu verdanken.[45]

Die Hog Farm, welche sich zum Teil um die Verpflegung der Besucher kümmerten, wurde auch für die Sicherheit zugeteilt, da nicht genügend Polizisten zur Verfügung standen.[46] Sie sorgten durch ihre ruhige und freundliche Art für Ordnung. Die Helfer der Hog Farm richteten extra ein Drogenentzugszelt ein. Dort wurde allen Patienten mit übermäßigem Drogenkonsum oder Halluzinationen von den Hog Farm Helfern betreut. Im Sanitätszelt behandelte man währenddessen medizinische Notfälle jeder Art, ob Unterkühlungen, Schnittwunden, Schwerverletzte oder Leute, die ihre Medikamente vergessen hatten. Zu Beginn des Festivals waren 18 Ärzte und 36 Krankenschwestern auf dem Gelände. Bereits samstags ließen die Veranstalter weitere 50 Ärzte sowie benötigte Medikamente einfliegen. Zu den anfangs 36 New Yorker Polizisten engagierten die Veranstalter weitere 150 freiwillige Polizisten, 100 lokale Sheriffs, 100 Soldaten der Nationalgarde und Hilfssheriffs aus 12 Ländern. Alle sollten unbewaffnet sein, um die friedliche Stimmung nicht zu gefährden. An oberster Stelle stand die verbale Konfliktlösung.[47]

Ohne Zwischenfälle lief das Festival jedoch nicht ab. Das Unwetter am Sonntagnachmittag machte den Besuchern und den Organisatoren schwer zu schaffen. Die Besucher wurden gebeten sich von den Beleuchtungstürmen fern zu halten und auch sonst sich, in irgendeiner Art, Unterstand zu suchen.[48] Die Bühnentechnik wurde weitgehend mit Planen abgedeckt. Aus Sicherheitsgründen spielte keine Band, sondern die Musik lief vom Band. Nach fast drei Stunden Dauerregen lockerte die Wolkendecke wieder auf. Ohne schlimme Schäden konnte das Festival weitergehen.[49] Während des gesamten Festivals gab es einen Todesfall infolge einer Heroinüberdosis, ein Besucher wurde von einem Traktor überfahren, mehr als 6 000 Patienten mit verschiedenen Symptomen mussten ärztlich behandelt werden, es wurden zwei Kinder auf dem Festival geboren und es gab vier Fehlgeburten.[50]

4.7 Marketingmaßnahmen

Artie Kornfeld, einer der vier jungen Veranstalter, war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Doch auch Michael Lang wirkte bei der Vermarktung des Festivals mit. Er engagierte Rona Elliot als PR-Assistentin, welche bereits für das Miami-Pop-Festival 1968 in diesem Bereich tätig war und somit Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit hatte. Rona Elliot kümmerte sich hauptsächlich um die regionale PR. Sie rief bei allen örtlichen Radio- und Fernsehsendern an, schrieb an Zeitungen und an regionale Unternehmen, um das Festival zu vermarkten. Auf ihre freundliche Art vermittelte sie der Region, welchen Nutzen sie durch das Festival haben werden, vor allem in finanzieller Hinsicht. Lang dachte jedoch auch an eine überregionale Bewerbung des Festivals, am besten landesweit. Er und Kornfeld, welcher gute Kontakte zu vielen Radiosendern pflegte, stellten Kontakt zu den Radiosendern her und verteilten an jeder Universität Flyer, um die Zielgruppe spezifischer anzusprechen.[51] Für die Gestaltung eines Plakats wurde der Künstler Arnold Skolnick beauftragt. Zusammen mit einem befreundeten Texter erstellte er das Woodstock Werbeplakat, Flyer und Anzeigen. Das Ergebnis wurde ohne Einwände oder mögliche Korrekturen von Lang und seinen Partnern abgenommen.[52]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Woodstock-Poster [Quelle: www.woodstockstory.com /images/woodstock-poster-for-sale.jpg]

Durch die engagierte Werbeagentur Wartoke, welche Kontakte zur Gegenkultur pflegte, wurden in zahlreiche Untergrundzeitungen Anzeigen für das Festival geschaltet und die Journalisten zum Festival eingeladen. Die Agentur bewarb das Festival auch in Hochburgen der gegenkulturellen Bewegung, denn ihnen erschien dieses Publikum als perfekte Zielgruppe. Zudem wurden Pressekonferenzen und Diskussionen veranstaltet, um über das Festival aufzuklären und Anregungen aus dem Volk zum Festival zu bekommen. Für jegliche Werbemaßnahmen entstanden Kosten in Höhe von 200 000 USD. Um das Festival zu dokumentieren, wurden zahlreiche Fotografen und ein Filmteam angeheuert, um alles in Bild und Ton festzuhalten. Die Filmcrew, welche auf eigene Kosten filmte, bestand aus 80 Leuten und 15 Kameras plus zusätzliches Ton- und Technikequipment. Der entstandene Film Woodstock: Three Days of Peace and Music, wurde vom Filmemacher Michael Wadleigh und seinem Partner Bob Maurice im Jahr 1970 zum Kassenschlager und zeigte der ganzen Welt die Ereignisse auf dem Woodstock-Festival. Bis 1999 spielte der Film mehr als 100 Millionen USD ein.[53]

4.8 Budgetierung

Dass das Festival möglicherweise ein finanzielles Debakel werden könnte, wurde Samstagsabend auch dem letzten Bandmanager so langsam klar. So wollten einige Bands schon vor ihrem Auftritt ihre Gage und zwar in Bar, sonst gäbe es keinen Auftritt. Die Veranstalter wussten allerdings, dass die Menschenmasse nur so friedlich bleibt, solange sie mit Musik beschäftigt wurde. Einen oder mehrere Ausfälle könnten die Stimmung kippen. Also kontaktierte Rosenman den Bankmanager Charlie Prince, welcher Samstagsabend um Mitternacht das nötige Geld in Höhe von 50 000 USD schnellstmöglich beschaffen musste. Da die Straßen weiterhin gesperrt waren, musste Prince per Hubschrauber abgeholt und zur Bank geflogen werden. Prince organisierte die Checks und flog zum Festivalgelände. Die Bands spielten nach Plan, doch dieser Einsatz gehörte zu vielen weiteren, die Woodstock Ventures finanziell enorme Probleme bereiteten.[54] Abbildung 10 zeigt eine Kostenaufstellung bei dem Woodstock-Festival.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Gewinn- und Verlustrechnung September 1969 [Quelle: Evans/Kingsbury 2009, S. 251]

Nach dem Festival war völlig unklar wie hoch die Gesamtkosten ausfielen und ob Woodstock Ventures überhaupt Gewinne verzeichnen konnte. Nach wenigen Tagen und der Erarbeitung einer kompletten Kostenaufstellung mussten die Organisatoren Verluste in Höhe von 1,6 Millionen USD einräumen (vgl. Abbildung 10). John Roberts war bereit für alle Schulden mit seinem persönlichen Vermögen zu bürgen. Dafür nahm er einen Kredit von mehr als einer Million USD auf. 1970 betrug der Schuldenberg trotzallem noch 1,2 Millionen USD. Doch Woodstock Ventures setzte auf den Umsatz des anstehenden Films und die Alben. Und diese Rechnung sollte aufgehen. Da der Woodstock Film Bruttoeinkünfte von mehr als 100 Millionen USD einbrachte, war Woodstock Ventures elf Jahre nach dem legendären Festival schuldenfrei.[55]

4.9 Konzeptkontrolle

Die Idee ein Festival dieser Art zu veranstalten war etwas Neues, vor allem in dieser Größenordnung. Die vier jungen Männer waren in ihren Aufgabenbereichen keineswegs unerfahren, trotzdem wussten sie, dass zu einer reibungslosen Durchführung einer solchen Veranstaltung, eine stabile und detaillierte Organisation gehörte. Ihr erarbeitetes Konzept, von der Idee über jegliche Voraussetzungen bis hin zur Budgetierung, war in der Theorie gut durchdacht. Sie definierten klar ihre Ziele, analysierten andere bereits veranstaltete Festivals, um die dortigen Fehler bei ihrer Festivalorganisation zu vermeiden. Ihr Konzept sprach die damalige Gegenkultur explizit an, welche ihre Hauptzielgruppe war. Das Festival sollte für die Besucher und für die Organisatoren von Nutzen sein. Doch in der Praxis fruchtete ihr Konzept nicht. Die so wichtige Organisation lief komplett schief. Durch enorme Zeitprobleme kamen alle Abläufe in Vollzug und ein großer Teil der Produktionsprozesse konnte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Das größte Problem, die große Menschenmasse, wurde von den Veranstaltern selbst erzeugt. Die komplette Geländeabsperrung aus Bauzäunen war instabil oder teilweise noch nicht vorhanden, wodurch jedermann den Zutritt zum Gelände erhielt. Zusätzlich wurden von hunderten Kassenhäuschen lediglich nur wenige aufgestellt. Der Ticketverkauf konnte deshalb nicht vollzogen werden und die Kontrolle über die Besucheranzahl entglitt den Veranstaltern vollständig. Alle Besucher ohne Ticket ausfindig zu machen und zum Ticketkauf zu bewegen, wäre eventuell in Gewalt ausgeartet und war bei diesen Menschenmassen unmöglich. Auch die Behörden tragen eine gewisse Verantwortung, denn ihnen entglitt die Verkehrssituation. Zu wenig Sicherheitsleute, Straßenordner und Polizisten bekamen den Andrang auf den Zufahrtsstraßen nicht in den Griff.[56] Durch diese fatalen Fehler entstanden Woodstock Ventures im Nachhinein enorme Kosten.

[...]


[1] Vgl. Event. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/81537/event-v8.html

[2] Vgl. Ebd.

[3] Vgl. Ebd.

[4] Vgl. Ebd.

[5] Nufer, Gerd: Event-Marketing und –Management. Theorie und Praxis unter besonderer Berücksichtigung von Imagewirkungen. Wiesbaden 2007, Seite (S.) 21

[6] Vgl. Ebenda (Ebd.), S. 22

[7] Ebd., S. 24 (zitiert nach Goldblatt, J.J. und McKibben, Carol F.: The Dictionary of Event Management, New York u.a. 1996, S. 62)

[8] Goldblatt/ McKibben 1996, S. 62

[9] Vgl. Evans, Mike / Kingsbury, Paul: Woodstock: Die Chronik. Deutschsprachige Ausgabe. München 2009, S. 14

[10] Vgl. Lang, Michael / George-Warren, Holly: The Road to Woodstock. New York 2009, S. 7-34;

“Michael Lang: Woodstock Co-Creator & Producer”, www.woodstockstory.com/michaellang.html

[11] Vgl. “Artie Kornfeld, Father of Woodstock”, www.woodstockstory.com/artiekornfeld.html

[12] Vgl. Rosenman, Joel / Roberts, John / Pilpel, Robert: Making Woodstock. Deutsche Erstausgabe. Freiburg 2009, S. 14ff.

[13] Vgl. Ebd., S. 13-14

[14] Vgl. Evans/Kingsbury, am angegebenen Ort (a.a.O.), S. 36

[15] Ebd., S. 36

[16] Vgl. Ebd., S. 36

[17] Wörtlich: „Kopfjäger“; Personalberater, welcher auf das Abwerben von Fachkräften spezialisiert ist. http://www.onpulson.de/lexikon/2021/headhunter/

[18] Vgl. Ebd., S. 39

[19] Ebd., S. 59

[20] Angehörige einer Subkultur in den Zwanziger- und Dreißigerjahren. http://www.urbandictionary.com/define.php?term=hipster

[21] Vgl. Dominik Lengl: „Die Hippiebewegung“, www.geschi.de/artikel/hippies.shtml

[22] Vgl. Peter Tschmuck: „40 Jahre Woodstock – Wirtschaftsdebakel und Mythos“, http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2009/08/14/40-jahre-woodstock-%E2%80%93-wirtschaftsdebakel-und-mythos

[23] Logistik (Definitionen), www.verkehrsrundschau.de/logistik-definitionen-694333-vkr_lexikon.html

[24] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 40

[25] Vgl. Ebd., S. 43f., 251

[26] Vgl. Rosenman/Roberts/Pilpel, a.a.O., S. 175

[27] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 41

[28] Vgl. Ebd., S. 56-61

[29] Vgl. Ebd., S. 56f.

[30] Vgl. Ebd., S. 251

[31] Vgl. Ebd., S. 62ff., 226; Banard L. Collier: 200,000 Thronging To Rock Festival Jam Roads Upstate – In: The New York Times, 16. August 1969. http://graphics8.nytimes.com/packages/pdf/topics/Woodstock/ 19690816Woodstock.pdf

[32] Vgl. Stefan Morawietz: „Woodstock – Wie der Mythos entstand“. Dokumentation 2009. WDR

[33] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 124f.

[34] Vgl. Ebd., S. 226

[35] Vgl. Ebd., S. 186ff., 226

[36] Vgl. Ebd., S. 251

[37] Vgl. Banard L. Collier: 300,000 at Folk-Rock Fair Camp Out in a Sea of Mud. – In: The New York Times, 17. August 1969. http://graphics8.nytimes.com/packages/pdf/topics/Woodstock/19690817Woodstock.pdf

[38] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 226, 251

[39] Vgl. Rosenman/Roberts/Pilpel, a.a.O., S. 69ff., 91

[40] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 226, 251

[41] Vgl. Stefan Morawietz, a.a.O., Dokumentation 2009

[42] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 251

[43] Nähere Ausführungen sind Anhang I auf Seite XIX zu entnehmen.

[44] Vgl. Rosenman/Roberts/Pilpel, a.a.O., S. 115

[45] Vgl. Ebd., S. 136f.

[46] Vgl. Collier. a.a.O., 16. August 1969

[47] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 226; Stefan Morawietz, a.a.O., Dokumentation 2009.

[48] Vgl. Wadleigh, Michael/ Scorsese, Martin: Woodstock – Three Days of Peace and Music. Erweiterte Version. Warner Brothers Inc. New York. 1970

[49] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 183ff.; Collier. a.a.O., 17. August 1969.

[50] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 226; Collier. a.a.O., 17. August 1969.

[51] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 50f.

[52] Vgl. Ebd., S. 52f.;

Vgl. Stefan Morawietz, a.a.O., Dokumentation 2009

[53] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 50f., 244-249, 251; Stefan Morawietz, a.a.O., Dokumentation 2009; Wadleigh,/ Scorsese, a.a.O., Warner Brothers Inc. 1970

[54] Vgl. Evans/Kingsbury, a.a.O., S. 158f.

[55] Vgl. Ebd., S. 250f.; Rosenman/Roberts/Pilpel, a.a.O., S. 265f.; Stefan Morawietz, a.a.O., Dokumentation 2009

[56] Vgl. Collier, a.a.O., 16. August 1969; Michael Lang: Ich habe keinen Pfennig verdient. www.focus.de/kultur/musik/woodstock/tid-15158/michael-lang-ich-habe-keinen-pfennig-verdient_aid_425172.html

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Woodstock 2012 - ein realistisches Eventkonzept oder reine Illusion?
Untertitel
Die Entwicklung des Eventmarketings
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Veranstaltung
Angewandte Medienwirtschaft
Note
1,5
Autor
Jahr
2012
Seiten
96
Katalognummer
V201434
ISBN (eBook)
9783656292081
ISBN (Buch)
9783656294207
Dateigröße
5607 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Woodstock, Eventkonzept, Entwicklung des Eventmarketings, Eventmarketing, Eventmanagement, Woodstock 2012, Virales Marketing, Cross Media, Marketing, Vergleich Woodstock Rock am Ring, Rock am Ring, Eventorganisation
Arbeit zitieren
Janine Weber (Autor), 2012, Woodstock 2012 - ein realistisches Eventkonzept oder reine Illusion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201434

Kommentare

  • Gast am 28.1.2013

    Interessantes Thema...durchaus. Habe die Arbeit noch nicht gelesen, sehe aber schon von vornherein das Problem...es werden Äpfel mit Birnen verglichen. Die beiden Open Air - Festivals haben eine vollkommen unterschiedliche Zielgruppe. Auch die Motivation, der Grund der Durchführung ist gegensätzlich und nicht zu vergleichen.

    Ich erlaube mir keine Bewertung der Arbeit von Janine Weber, dafür müsste ich die Arbeit natürlich lesen. Aber ganz grundsätzlich hätte dieser Vergleich Woodstock - Festival damals, zu einem heutigen Festival, nur standgehalten wenn eine vergleichbare Veranstaltung (die es durchaus gibt in Deutschland) mit vergleichbaren Gästen und der vergleichbaren Idee für die Veranstaltung zum Tragen kommen würde.

    Beste Grüße
    Torsten Starke

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