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Außertropische Naturgefahren durch Windaktivität

Kategorisierung und Charakteristik, Gefahrenpotential, spezielle Auswirkungen durch Staubstürme, Präventionsforschung und -maßnahmen, besondere historische Ereignisse

Title: Außertropische Naturgefahren durch Windaktivität

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 22 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Martin Steger (Author)

Geography / Earth Science - Meteorology, Aeronomy, Climatology
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Atmosphärische Gefahren haben das Leben der Menschen auf der Erde schon immer stark beeinflusst. Über die letzten 20 Jahre jedoch haben die Intensität und die Häufigkeit von katastrophalen Naturereignissen stark zugenommen. Diese Zunahme wurde in den Statusberichten des Intergovernmental Panel on Climate Change von 2001 und 2007 in direkten Zusammenhang mit der voranschreitenden Klimaerwärmung gebracht (WEISCHET und ENDLICHER 2008: 295).

Obwohl der endgültige wissenschaftliche Beweis für diese These noch aussteht, konnte über die letzten vier Dekaden festgestellt werden, dass „die Häufigkeit großer Naturkatastrophe auf das Dreifache, die volkswirtschaftlichen Schäden – schon Inflationsbereinigt - auf das 8-fache und die versicherten Schäden sogar auf das 15-fache gestiegen (BERZ 2002: 9)“ sind.

Ursachen hierfür können unter Anderem in der Besiedlung von exponierten Lagen, wie Küstenregionen, sowie der bereits erwähnten Zunahme an Intensität und Häufigkeit von Naturkatastrophen, als auch dem Ansteigen der versicherten Werte gefunden werden (GEIPEL 1992: 198).

Da mehr als 66% Prozent der durch Naturkatastrophen verursachten Schäden auf atmosphärische Ereignisse, wie Stürme, zurückgehen, soll sich diese Arbeit mit den Gefahren durch außertropische Windaktivität beschäftigen (BERZ 2002: 9).

Bevor nun aber über das Gefahrenpotential, die speziellen Auswirkungen von Staubstürmen, die Präventionsforschung und – maßnahmen sowie besondere Historische Ereignisse gesprochen werden kann, sollte eine Charakterisierung und Kategorisierung von Starkwindereignissen vorgenommen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Kategorisierung und Charakterisierung

3. Gefahrenpotential

4. Spezielle Auswirkungen von Staubstürmen

5. Präventionsforschung und –maßnahmen

6. Besondere historische Ereignisse

6.1. Der Orkan Lothar und seine Auswirkungen

6.2. Die Hamburger Sturmflut von 1962

6.3. Der Pforzheimer Tornado von 1968

7. Zusammenfassung

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedrohungen durch außertropische Windaktivität, mit dem Ziel, die physikalischen Grundlagen, das Gefahrenpotenzial und präventive Strategien im Umgang mit diesen Naturereignissen fundiert darzustellen.

  • Kategorisierung und Charakterisierung von Starkwindereignissen
  • Analyse des Gefahrenpotenzials und der physikalischen Auswirkungen
  • Untersuchung spezieller Phänomene wie Staubstürme und deren Folgen
  • Darstellung von Präventionsforschung und Schutzmaßnahmen
  • Historische Einordnung anhand bedeutender Fallbeispiele

Auszug aus dem Buch

3. Gefahrenpotential

Das Gefahrenpotential von Stürmen entsteht grundsätzlich aus der Übertragung von kinetischer Energie. Hierbei wird die Energie des Windes auf Gegenstände oder Lebewesen abgegeben (ROTH 1993: 517). So können Orkane oder außertropische Tornados Bäume entwurzelt und Stromkabel, Autos oder Gebäude zerstören. Ist der Wind stark genug können sogar Autos umgestürzt und herumliegende Glasscherben zu tödlichen geschossen werden. Dabei können Personen verletzt oder gar getötet werden (ENDLICHER 2007: 234).

Besonders gefährlich ist jedoch meist nicht der anhaltende und gleichbleibende Starkwind, sondern die Böigkeit, bei der die Durchschnittsgeschwindigkeit des Sturmes um ein mehrfaches übertroffen werden kann. Da dies auf im Verhältnis kleinen zeitlichen Skalen, nämlich im Sekundenbereich, stattfindet, sind die Zerstörungskraft und die daraus resultierenden Schäden besonders hoch (DIKAU und WEICHSELGARTNER 2005: 37). Diese Spitzenböen können, wie im Falle des Orkans Lothar Höchstgeschwindigkeiten von um die150km/h über dem Land und in höheren Lagen über 200km/h erreichen (DWD 2000 II: 2-3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die Zunahme atmosphärischer Gefahren im Kontext des Klimawandels dar und begründet die Notwendigkeit, sich wissenschaftlich mit außertropischer Windaktivität zu befassen.

2. Kategorisierung und Charakterisierung: Hier erfolgt eine Einordnung von Sturmereignissen, insbesondere von außertropischen Wirbelstürmen, und die Einführung der Beaufort-Skala zur Bestimmung der Windstärke.

3. Gefahrenpotential: Das Kapitel erläutert die zerstörerische Wirkung kinetischer Energie bei Stürmen, wobei besonders die Böigkeit als entscheidender Faktor für das hohe Schadensausmaß hervorgehoben wird.

4. Spezielle Auswirkungen von Staubstürmen: Hier wird untersucht, wie durch Wind transportierte Partikel als Kondensationskerne fungieren und so Hagelbildungsprozesse maßgeblich beeinflussen können.

5. Präventionsforschung und –maßnahmen: Das Kapitel beschreibt die Rolle des Deutschen Wetterdienstes bei der Vorhersage sowie technische und bauliche Strategien zur Schadensminimierung.

6. Besondere historische Ereignisse: Anhand des Orkans Lothar, der Hamburger Sturmflut von 1962 und des Pforzheimer Tornados werden spezifische Gefahrenszenarien und deren Konsequenzen aufgearbeitet.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Naturgefahren durch Stürme vor allem aufgrund menschlicher Besiedlung und Wertakkumulation in gefährdeten Gebieten zunehmen, aber durch Prävention beherrschbar sind.

8. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen, die der Analyse zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Starkwindereignisse, Orkane, Naturgefahren, Klimawandel, Sturmböen, Präventionsforschung, Hagelbildung, Staubstürme, Orkan Lothar, Hamburger Sturmflut, Tornados, Waldschäden, Wettervorhersage, Katastrophenmanagement, Windaktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen außertropischer Windaktivitäten und deren Rolle als Naturgefahren für Mensch und Infrastruktur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die meteorologische Charakterisierung von Stürmen, die physikalischen Schadensursachen, spezielle Effekte wie Staubtransport und die Möglichkeiten der Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für das Gefahrenpotential von Starkwindereignissen zu schaffen und die Relevanz moderner Präventionsmaßnahmen in einem veränderten Klima aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literatur- und Dokumentationsanalyse, die auf aktuellen meteorologischen Berichten und historischen Fallstudien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die meteorologische Klassifizierung, die Analyse der physikalischen Gefahrenwirkung, die Untersuchung spezieller Wirkmechanismen sowie die detaillierte Betrachtung historischer Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Starkwindereignisse, Orkan Lothar, Katastrophenmanagement, Präventionsforschung und Windaktivität charakterisieren.

Wie beeinflussen Staubstürme die Hagelbildung?

Transportierte Staubpartikel dienen als Kondensations- oder Gefrierkerne, die es ermöglichen, dass Wassertropfen bereits bei höheren Temperaturen als ohne Kerne gefrieren und so das Wachstum großer Hagelkörner fördern.

Warum war der Orkan Lothar für die deutsche Forstwirtschaft so verheerend?

Aufgrund extremer Windgeschwindigkeiten wurden riesige Waldflächen zerstört, was zu einem massiven Holzüberangebot, einem Preisverfall und einer anschließenden Gefährdung durch Borkenkäfer führte.

Welche Lehren wurden aus der Hamburger Sturmflut von 1962 gezogen?

Die Flut verdeutlichte das Risiko mangelnden Risikobewusstseins und führte zu einer drastischen Notwendigkeit, Deichsysteme an moderne Gefahrenszenarien anzupassen.

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Details

Title
Außertropische Naturgefahren durch Windaktivität
Subtitle
Kategorisierung und Charakteristik, Gefahrenpotential, spezielle Auswirkungen durch Staubstürme, Präventionsforschung und -maßnahmen, besondere historische Ereignisse
College
LMU Munich  (Geographie)
Course
Hauptseminar Naturgefahren
Grade
1,5
Author
Martin Steger (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V201475
ISBN (eBook)
9783656274100
ISBN (Book)
9783656274339
Language
German
Tags
außertropische naturgefahren windaktivität kategorisierung charakteristik gefahrenpotential auswirkungen staubstürme präventionsforschung- ereignisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Steger (Author), 2010, Außertropische Naturgefahren durch Windaktivität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201475
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