Die deutsche entwicklungspolitik griff relativ schnell in den Wiederaufbau in Afghanistan ein. diese Arbeit beleuchtet die deutschen Interessen an der Stabilität Afghanistans
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Afghanistans Lage vor dem 11.September 2001
3. Nach den Terroranschlägen vom 11.September 2001
4. Außenpoltische Interessen Deutschlands in Afghanistan
4.1. Die deutsche Haltung in den ersten Monaten nach dem 11.September 2001
4.2. Umdenken in der deutschen Außenpolitik
5. Entwicklungspolitische Partizipation Deutschlands in Afghanistan
5.1. Energie und Trinkwasserversorgung
5.2. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Grundbildung
5.3. Gute Regierungsführung
6. Die Verknüpfung zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die deutsche Entwicklungspolitik in Afghanistan unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und analysiert, inwieweit diese Maßnahmen von nationalen außenpolitischen Interessen geprägt waren.
- Wandel der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik nach 2001
- Verknüpfung von sicherheitspolitischen Strategien und zivilem Wiederaufbau
- Deutsche Beteiligung an der Stabilisierung Afghanistans
- Interessenvertretung und außenpolitische Neupositionierung Deutschlands
Auszug aus dem Buch
4.2. Umdenken in der deutschen Außenpolitik
Die Gefahr, die vom islamistischen Terrorismus ausging und auch weiterhin ausgeht, erzwang praktisch ein Umdenken in der Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und anderer Staaten. Die neue Bedrohung führte „[...] der zivilisierten Welt ihre Verletzlichkeit vor Augen.“35 Um dem islamistischen Terror den Nährboden zu entziehen mussten „[...] Strukturprobleme, Armut und unzureichende Bildung [...]“36 bekämpft werden. Die Entwicklungspolitik wurde also zum außen- und sicherheitspolitischen Mittel. Außerdem rückten die sogenannten failing states in den Fokus der Außenpolitik. Denn „[...] gescheiterte Staaten sind potenzielle Heimstätten für den internationalen Menschen-, Drogen- und Waffenhandel sowie den transnationalen Terrorismus.“37 Daher scheint es aus sicherheitspolitischen Gesichtspunkten ratsam, „[...] schwache, zerfallende oder zerfallene Staaten durch Entwicklungspolitik zu stabilisieren, um Zonen der Unordnung und Gewalt in der Weltpolitik einzuhegen.“38
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wendepunkt des 11. Septembers 2001 und die darauffolgende sicherheitspolitische Neuausrichtung.
2. Afghanistans Lage vor dem 11.September 2001: Dieses Kapitel beschreibt das Land als einen durch Bürgerkrieg und Taliban-Herrschaft zerrütteten Staat vor den Anschlägen.
3. Nach den Terroranschlägen vom 11.September 2001: Es wird die internationale Reaktion sowie der Beginn der militärischen und zivilen Intervention in Afghanistan dargestellt.
4. Außenpoltische Interessen Deutschlands in Afghanistan: Dieser Abschnitt analysiert den Übergang von der sogenannten Scheckbuch-Diplomatie hin zu einem aktiven außenpolitischen Engagement.
5. Entwicklungspolitische Partizipation Deutschlands in Afghanistan: Hier werden die konkreten deutschen Hilfsprojekte, unterteilt in vier Hauptsäulen, detailliert erläutert.
6. Die Verknüpfung zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik: Das Kapitel thematisiert die Abhängigkeit zwischen Sicherheit und zivilem Aufbau sowie das Konzept der Krisenprävention.
7. Fazit: Die abschließenden Betrachtungen fassen das Spannungsfeld zwischen humanitärer Hilfe und nationalen Sicherheitsinteressen zusammen.
Schlüsselwörter
Deutschland, Afghanistan, Entwicklungspolitik, Außenpolitik, Terrorismus, Sicherheitspolitik, Wiederaufbau, Internationale Politik, Scheckbuch-Diplomatie, Krisenprävention, failing states, Taliban, Wiederaufbauhilfe, Interessenvertretung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der deutschen Entwicklungspolitik in Afghanistan in der Zeit nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen den Wandel der deutschen Außenpolitik, die Verknüpfung von Sicherheit und Entwicklung sowie konkrete deutsche Hilfsmaßnahmen in Afghanistan.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit die deutsche Hilfe als rein humanitär einzustufen ist oder ob sie primär außenpolitischen Interessen und der Sicherheitspolitik diente.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Regierungsdokumenten sowie Berichten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die historischen Hintergründe, die sicherheitspolitischen Konsequenzen für Deutschland und die konkrete Ausgestaltung der Entwicklungshilfe in verschiedenen Sektoren analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem: Deutsche Außenpolitik, Sicherheitsrisiko, Afghanistan, Entwicklungspolitik und Scheckbuch-Diplomatie.
Warum wird die Rolle der Bundeswehr im Kontext der Entwicklungshilfe erwähnt?
Die Bundeswehr spielte eine zentrale Rolle bei der Absicherung der zivilen Projekte (PRT) und der Ausbildung der lokalen Polizei, was die Verschränkung von sicherheitspolitischen und entwicklungspolitischen Zielen verdeutlicht.
Was ist die Kernbotschaft bezüglich des "Nährbodens" für Terrorismus?
Der Autor argumentiert, dass Terrorismus nur durch die Stärkung staatlicher Strukturen und die Verbesserung der Lebensbedingungen langfristig bekämpft werden kann, da instabile Staaten Rückzugsräume bieten.
Wie bewertet der Autor das deutsche Engagement im Nachhinein?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das deutsche Handeln stark interessengebunden war, um sich als verlässlicher Partner der USA zu positionieren und internationale Verantwortung zu demonstrieren.
- Arbeit zitieren
- Magda Zwiesler (Autor:in), 2012, Die deutsche Entwicklungspolitik in Afghanistan in den ersten Jahren nach dem 11. September 2001 und die außenpolitischen Interessen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201526