Die theoretische Teil befasst sich mit den Definitionen von Werbung, Phraseologie und Modifikation. Der praktische Teil besteht aus 15 Beispielen, die anhand der im theoretischen Teil gewonnenen Erkenntnisse analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Phraseologie
1. Phraseologiebegriff und Phraseologismus
1.1 Die Phraseologieforschung
1.2 Terminologie
1.3 Definition
1.4 Phraseologismen im engeren / weiteren Sinne
2. Phraseologische Merkmale
2.1 Polylexikalität
2.2 Festigkeit
2.2.1 Strukturelle Festigkeit
2.2.1.1 Relativierung der strukturellen Festigkeit
2.2.2 Psycholinguistische Festigkeit
2.2.3 Pragmatische Festigkeit
2.3 Idiomatizität
2.4 Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit
3. Klassifikation
3.1 Semantische Klassifikation
3.2 Strukturell-syntaktische Klassifikation
3.3 Stilistische Klassifikation
3.4 Mischklassifikation
3.4.1 Verbale Phraseologismen
3.4.2 Nominale Phraseologismen
3.4.3 Adverbiale Phraseologismen
3.4.4 Modellbildungen
3.4.5 Kollokationen
3.4.6 Sprichwörter
3.4.7 Geflügelte Worte
3.4.8 Routineformeln
4. Semantik
4.1 Die Lesarten phraseologischer Wortverbindungen
4.2 Polysemie und Synonymie
4.3 Expressivität und Konnotationen
II. Variation
1. Motivation
1.1 Mechanismen des Bedeutungswandels
1.1.1 Metapher
1.1.2 Metonymie
1.1.3 Taxonomische Innovationen: taxonomische Inklusion
1.2 Das Prinzip der doppelten semantischen Übertragung (nach Gévaudan)
1.3 Subordinierende Wortkombinationen
2. Varianten und Variantenbildung
2.1 Definition
2.2 Voraussetzungen für die Variantenbildung
2.3 Arten von Varianten
2.3.1 Morphologische Varianten
2.3.2 Veränderung der Wortkategorie und der syntaktischen Struktur
2.3.3 Lexikalische Varianten
3. Modifikation
3.1 Begriffsbestimmung
3.1.1 Definition und Abgrenzung
3.1.2 Grundlagen zur Bildung modifizierter Phraseologismen
3.1.3 Das Gelingen phraseologischer Modifikationen
3.1.3.1 Voraussetzungen seitens des Textproduzenten
3.1.3.2 Voraussetzungen bezüglich der Form
3.1.3.3 Voraussetzungen seitens des Rezipienten
3.2 Funktionen
3.2.1 Stilistische Funktionen
3.2.2 Pragmatische Funktionen
3.3 Modifikationsverfahren
3.3.1 Strukturelle Modifikation
3.3.1.1 Substitution
3.3.1.2 Expansion
3.3.1.3 Reduktion
3.3.1.4 Grammatische Modifikation
3.3.2 Kontextuell-semantische Modifikation
3.3.2.1 Typ 1
3.3.2.2 Typ 2
3.3.2.3 Typ 3
3.4 Deautomatisierung
III. Werbung
1. Begriffsbestimmung
1.1 Definition
1.2 Aufgaben und Ziele der Werbung
1.3 Werbebotschaft und Werbewirkung
1.3.1 Gestaltung der Werbebotschaft
1.3.2 Modelle der Werbewirkung
1.4 Werbemedien
1.5 Werbesprache
2. Werbung als Kommunikationsprozess
3. Die Anzeigenwerbung
3.1 Aufbau einer Anzeige
3.2 Merkmale der Textsorte ‚Anzeigenwerbung‘
4. Werbung und Konsument
4.1 Motivation und Wahrnehmung
4.2 Aktivierung und Aufmerksamkeit
4.3 Involviertheit
5. Phraseologismen in der Werbung
5.1 Funktionen modifizierter Phraseologismen in der Werbung
5.2 Auftreten der Phraseologismentypen und Modifikationsverfahren
IV. Praktischer Teil
1. Strukturelle Modifikation
1.1 Substitution
1.1.1 Anzeige (1)
1.1.2 Anzeige (2)
1.1.3 Anzeige (3)
1.1.4 Anzeige (4)
1.1.5 Anzeige (5)
1.2 Erweiterung
1.2.1 Anzeige (6)
1.2.2 Anzeige (7)
1.3 Reduktion
1.3.1 Anzeige (8)
1.3.2 Anzeige (9)
1.4 Grammatische Modifikation
1.4.1 Anzeige (10)
1.4.2 Anzeige (11)
1.5 Mischform
1.5.1 Anzeige (12)
2. Kontextuell-semantische Modifikation
2.1 Typ 1
2.1.1 Anzeige (13)
2.2 Typ 2
2.2.1 Anzeige (14)
2.3 Typ 3
2.3.1 Anzeige (15)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Phraseologismen und Werbung, wobei der Fokus auf modifizierten Phraseologismen in spanischen Werbeanzeigen liegt, um deren Beitrag zu erfolgreicher und aufmerksamkeitsstarker Kommunikation zu analysieren.
- Theoretische Grundlagen der Phraseologie und ihrer Merkmale
- Mechanismen der phraseologischen Variation (Variantenbildung und Modifikation)
- Kommunikation und Wirkung in der Werbung
- Funktionen und Analyse modifizierter Phraseologismen in der Anzeigenwerbung
- Praktische Untersuchung anhand von 15 spanischen Werbebeispielen
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Grundlagen zur Bildung modifizierter Phraseologismen
Die Fähigkeit fester Wortverbindungen, modifiziert zu werden, ist durch die in Punkt I.2 bereits besprochenen phraseologischen Merkmale bedingt. So sind v. a. Polylexikalität, Idiomatizität und Festigkeit für die Möglichkeit zur spielerischen, okkasionellen Variation von Phraseologismen verantwortlich. Polylexikalität stellt eine Voraussetzung für die Veränderung im Komponentenbestand dar, die Idiomatizität für die doppelte Aktualisierung der Phraseologismen und Festigkeit für das Variieren. Phraseologische Modifikationen können laut Burger (1991) überhaupt erst auf Grundlage des letztgenannten Kriteriums entstehen; weder zerstören die Modifikationen die Identität phraseologischer Einheiten noch heben sie deren Fixiertheit auf. Festigkeit und der Gegenpol Variabilität sind untrennbar und stehen in einer Wechselwirkung zueinander, da der Sprecher gerade durch die Festigkeit dazu provoziert wird, diese phraseologischen Wortverbindungen zu variieren und zu modifizieren, ein Umstand, der wiederum zu einer Lockerung der Verbindung führt. Die relative Festigkeit besteht folglich darin, dass die Phraseologismen im Kommunikationsprozess ihre Fixiertheit beibehalten, in einem konkreten Sprachakt ihr Modifikationspotential jedoch realisieren können.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Phraseologie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Phraseologismus, untersucht Merkmale wie Polylexikalität und Idiomatizität und stellt verschiedene Klassifikationsansätze vor.
II. Variation: Hier werden Mechanismen der phraseologischen Variation, insbesondere die Abgrenzung zwischen Variantenbildung und Modifikation sowie deren Funktionen und Verfahren, intensiv behandelt.
III. Werbung: Dieses Kapitel beleuchtet Werbung als Kommunikationsprozess, analysiert den Aufbau von Anzeigenwerbung und erörtert, warum modifizierte Phraseologismen hier ein effektives Gestaltungsmittel darstellen.
IV. Praktischer Teil: Der praktische Teil wendet die theoretischen Erkenntnisse auf 15 konkrete Beispiele der spanischen Anzeigenwerbung an und erläutert die jeweiligen Modifikationsverfahren und deren Mehrwert.
Schlüsselwörter
Phraseologie, Phraseologismus, Werbung, Modifikation, Variation, Idiomatizität, Festigkeit, Werbesprache, Anzeigenwerbung, Sprachspiel, Semantik, Pragmatik, Deautomatisierung, Kommunikation, Mehrwert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen Phraseologismen und der Werbesprache, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Phänomen der phraseologischen Modifikation in spanischen Werbeanzeigen liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der Phraseologie (Merkmale, Klassifikation), die Mechanismen der phraseologischen Variation (Variantenbildung, Modifikation) sowie die Rolle der Werbung als Kommunikationsprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welchem Maße modifizierte Phraseologismen in der Werbung eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen und einen Mehrwert für die beworbene Marke oder das Produkt zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch linguistische Literatur und führt eine qualitative Analyse von 15 ausgewählten Beispielen aus der spanischen Printwerbung durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur Phraseologie und Variation erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Werbesprache und der speziellen Funktionen modifizierter Phraseologismen in diesem Kontext.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Phraseologismus, Modifikation, Werbesprache, Idiomatizität, Text-Bild-Beziehung und kommunikative Strategien charakterisiert.
Warum spielen gerade modifizierte Phraseologismen in der Werbung eine so wichtige Rolle?
Sie dienen als kreatives Stilmittel, um Aufmerksamkeit zu erregen, den Rezipienten zu einer aktiven Auseinandersetzung (Rätsellösung) einzuladen und durch den Witz des Modifikationsprozesses eine positive emotionale Bindung zum beworbenen Produkt aufzubauen.
Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "Variantenbildung" und "Modifikation"?
Die Abgrenzung ist essenziell: Während die Variantenbildung oft kodifiziert ist und keine Sinnänderung bewirkt, ist die Modifikation okkasionell, zielgerichtet und verändert die Bedeutung oder den Sinn, um einen spezifischen Überraschungseffekt oder Mehrwert zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- Julia Messerer (Autor:in), 2012, Phraseologische Modifikation in der spanischen Werbung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201555