Der Kampf der Geschlechter

Und seine wissenschaftliche Lösung


Wissenschaftliche Studie, 2012
23 Seiten

Leseprobe

INHALT

Kampf der Geschlechter und seine wissenschaftliche Lösung…5

1. Ein wissenschaftlich basierter Lösungsansatz des Intergender Rapports

2. From 90° Synergy to 360° Diversity-Based Synergy

DER KAMPF DER GESCHLECHTER UND SEINE WISSENSCHAFTLICHE LÖSUNG

What is the nature of the mind that corrupts the nobility of human intergender relationships

And what can restore the primal integrity of that fundamental relationship?

1.Ein wissenschaftlich basierter Lösungsansatz des Intergender Rapports

Sollte man diese Frage eher ignorieren, weil man nur Wasser auf das sich endlos fortdrehende Mühlrad eines Scheinproblems gießen und ihm so unnötig Nahrung geben und es somit verstärken würde? Gibt es andererseits eine Tiefe der Einsicht und eine Weite des menschlichen Horizontes, die diesem überzeitlichen Problem mit seinen endlosen Verkettungen gerecht würde?

Wenn der Mensch über Äonen dieses zentrale kulturelle Problem bis in unsere Tage hinein nicht zu lösen vermochte, obwohl es die natürliche evolutionsbiologische und psychologische Komplementarität der beiden von der dieser Schöpfung zugrundeliegenden Intelligenz vorgesehen ist, so ist das ein schlechtes Omen für die Lösung der weiteren kulturellen Herausforderungen, die sich insbesondere im Zuge der Globalisierung ergeben. Denn diese kulturellen Probleme scheinen von der Natur nicht so zwingend zur Integration und interkulturellen Kooperation bestimmt zu sein. Der ersteren Lösung ist im Bereich der fundamental, existenziell relevanten Have-to-Haves (zwingend erforderlich), während die Lösung der letzteren im Bereich der Nice-to-Haves (wünschenswert) ist, obschon sie mit der Globalisierung an Bedeutung gewonnen haben und dieser Trend sich fortzusetzen scheint. Jedenfalls sind beide Probleme im Bereich der kulturellen Diversität angesiedelt. Das haben sie gemeinsam. Und das eigentliche Problem für die Menschheit besteht eben darin, dass, wenn die letzteren ebensoviel Zeit und menschlichen Aufwand in Anspruch nehmen sollten, dass dann der Weg in die Zukunft noch während unüberschaubarer Zeiträume mit ebenso unlösbaren interkulturellen Problemen gepflastert sein wird.

Indes, der sinnlose und bodenlose Hass zwischen kulturell, ethnisch und ideologisch diversen Gruppen und Individuen begleitet den Menschen eigentlich schon ebenso lange, wie das Gender Problem, wie es die Anglos nennen, die die Gender Forschung bereits vor Jahrzehnten in ihren akademischen Lehr- und Forschungskontexten eingeführt haben.

Die beiden haben jedoch, obschon sie im Grunde genommen uralte Herausforderungen sind, im Zuge der Liberalisierung und Globalisierung unserer Epoche, eine völlig neue Qualität erlangt. Der Unterschied hinsichtlich der Zukunftsperspektiven der beiden besteht eben darin, dass die Probleme der Gender Diversität über die Erkenntnis der natürlichen biologischen Komplementarität der beiden Geschlechter leichter lösbar sein sollten, während Herausforderungen, die mehr durch kulturell erworbene Diversität bedingt sind, als durch biologische Unterschiede, wenn man von der rassisch-ethnisch Dimension der Diversität absieht, wahrscheinlich eher durch eine rational-ethisch basierte inter- und transkulturelle Intelligenz lösbar scheinen. Beide haben kontextspezifische biologische und geistige Komponenten in diversen Graden und erfordern somit eine geistig-biologisch erweiterte, das herkömmliche reduktive und ausschließliche Bewusstsein transzendierende integrative Bewusstsein, sofern der Mensch den kulturpolitischen Willen ihrer Lösung als hohen, wenn nicht als höchsten kulturellen Wert priorisiert und diesen Willen in die Praxis umzusetzen vermag. Die Lösung der kulturellen Probleme ist, wie die Menschheitsgeschichte zeigt, kein Automatismus. Zyklisch bersten hehre Hoffnungen wenn sie nicht von einem nachhaltigen Bewusstseinswandel begleitet sind. Viele Caveats sind einem daher einem überzogenen Optimismus vorgelagert. Die gesamtstrukturelle dualistische, physiologisch ebenso wie psychologische Gesamtkonstitution des Menschen erfordert solange unerbittlich und quasi deterministisch ihren Zoll, bis dieser so strukturierte Bewusstseinsbereich erkannt, integriert, gesteuert und transzendiert werden kann. Diesem Zweck gilt dieses Exposé.

Wenn der Mensch in der Gesamtheit seiner Geschichte, die von kulturellen Konflikten bis in deren extremste Version in den Weltkriegen geprägt ist, die mit der biologischen und kulturellen Diversität einhergehenden Konflikte nicht zu lösen vermochte, so heißt dies, dass der Mensch mit seiner bislang beobachtbaren Bewusstseinsprägung offenbar überhaupt nicht die Voraussetzungen zu haben scheint, biologisch und kulturell bedingte Diversitätsherausforderungen nachhaltig lösen zu können.

Die Frage, ob die Befassung mit dieser Frage ohne Lösung, die ich eingangs stellte, Wasser auf die ewige individuelle und soziokulturelle Konfliktmühle gießt, ist angebracht, weil das Problem so nur Nahrung erhält und am Leben erhalten wird, während es vielleicht hilfreicher wäre, diesem Scheinproblem die Aufmerksamkeit zu verweigern und ihm somit die Basis zu entziehen und damit seine Konfliktpotentiale zu reduzieren und seine Quelle versiegen zu lassen. Alsdann wäre der Strom, der von dieser Quelle ausgeht, irgendwann ausgetrocknet. Es darf als ein Scheinproblem betrachtet werden, weil der Mensch es entgegen der Intention der Natur in seiner gegenwärtigen Bewusstseinsevolutionsphase artifiziell kreiert und es ansonsten keinen Bestand hätte. Teil des strukturell-funktionell konstitutiven Dualismus scheint auch zu sein, dass man oft das Gegenteil dessen bewirkt, was man wünscht. Es ist ein Gang auf Messers Schneide. Einerseits säht man, was man erntet. Andererseits erntet man den Sturm, wenn man den Wind sät. Je mehr man den Frieden sucht, desto mehr findet man den Krieg, wurde gesagt. Deshalb propagieren einige Weltanschauungen die Transzendierung dieser Aktions-Reaktionsdynamik in der Gestalt der Wunschlosigkeit, die den dialektischen Mentalbereich mit seiner Gegenreaktionsdynamik außer Kraft setzt. Doch die Verweigerung des Kampfes führt häufig zum materiellen Rückschritt der Kulturen. Der wahre Interkulturalist ist ein Friedensstifter. Doch diese Attitude ist nur im authentischen religiösen Bewusstsein zugegen und dessen Relativierung in unseren Tagen ist daher mitverantwortlich für den Verlust des sozialen Friedens im allgemeinen und des kulturellen im besonderen. Die Frage nach dem rechten Weg ist also brisanter denn je. Diese Frage wird später noch konstruktiv kulturübergreifend thematisiert werden, denn das Bewusstsein, soviel haben wir bereits erkennen können, ist ein zentraler Schlüssel für die Lösung menschlicher Fragen. Die Externalisierung der inneren Lösung ist Konfliktlösung in einem interdependenten Feld oder Kontinuum.

Wie kommt es, dass der Mensch kulturübergreifend, mit interkulturellen Nuancen, die komplementären und die antagonistischen Aspekte der konstitutiven Interdependenz der Geschlechter nicht umfassend integrativ zu lösen vermag und dass die antagonistischen Aspekte der geistig-biologischen Interdependenz der Geschlechter das komplementäre Verständnis der konstitutiven Einheit unter zwei Gestalten des Menschlichen überwiegen? Es ist diese Differenz zugunsten der antagonistischen Lesart der menschlichen Natur, die den Konflikt verursacht? Es wäre also erforderlich, die Konstitution - die nicht zuletzt auch in jedem Individuum und somit in der Menschheitsfamilie als untrennbare Animus-Anima Komplementarität und Erfordernis menschlichen Gleichgewichtes erfahrbar, wenn auch mehr oder weniger bewusst zugegen ist - des Menschen ausgewogener und ganzheitlicher lesen zu lernen. Diese ausgewogene Lesart würde die Wurzel des Gender Konfliktes von der Wurzel her lösen. Die objektivere Lesart der konstitutiven menschlichen internen und externen Gender Interdependenz ist aber vor allem über die Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Natur und der Evolution möglich.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Der Kampf der Geschlechter
Untertitel
Und seine wissenschaftliche Lösung
Veranstaltung
Diversitätsmanagement
Autor
Jahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V201582
ISBN (eBook)
9783656287124
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Forschung, Intergender Rapport/Bewusstsein/Problem/Studien, Sexuelle Konkorrenz/Wettbewerb, Geschlechter Kampf, Dilemma Theorie, Komplementaritätsprinzip, Unsc härferelation, strukturell-funktionelle Integration, Animus-Anima., Geschlechter Komplementarität-Antagonismus
Arbeit zitieren
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor), 2012, Der Kampf der Geschlechter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201582

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