Die vorliegende Arbeit setzt sich mit einer Vorgehensweise auseinander, die darauf abzielt, literarisches Lernen auszubilden und zu fördern. Durch intensive Recherche nach einer effizienten Methode bin ich auf das so genannte "Lesetagebuch" gestoßen. Im Folgenden gilt es diese Vorgehensweise hinsichtlich ihres Potenzials zu prüfen: Stellt das Lesetagebuch einen vielversprechenden und nachhaltigen Weg für die Vermittlung literarischen Lernens in der Primarstufe dar?
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Literarisches Lernen
Das Lesetagebuch
Der Beitrag des Lesetagebuchs im Kontext des literarischen Lernens im geöffneten Literaturunterricht
Das Lesetagebuch- eine handlungs- und produktionsorientierte Begegnung mit dem literarischen Text
Das Lesetagebuch richtet literarische Gespräche ein
Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Lesetagebuchs als methodisches Instrument, um literarisches Lernen in der Primarstufe effektiv zu fördern und Schülerinnen und Schüler nachhaltig für den Umgang mit Literatur zu motivieren.
- Förderung von Lesemotivation und Lesefreude
- Implementierung von literarischem Lernen im Grundschulunterricht
- Integration von handlungs- und produktionsorientierten Schreibanlässen
- Bedeutung des offenen Unterrichts für die individuelle Leseentwicklung
- Gestaltung und Moderation literarischer Gespräche
Auszug aus dem Buch
Das Lesetagebuch
Das Lesetagebuch ist ein Tagebuch, welches man simultan zu einer Lektüre eines meist literarischen Textes bearbeitet und in das Aufzeichnungen unterschiedlichen Charakters eingetragen werden können. Zumeist wird ein ausgewähltes Buch als Klassenlektüre gelesen, es besteht aber auch die Möglichkeit mehrere Bücher zur Auswahl zu stellen. In dem Lesetagebuch finden sowohl Zusammenfassungen von verschiedenen Textpassagen als auch individuelle Leseeindrücke, oder die Verschriftlichung von Leseproblemen Platz. Überdies gestattet es den SuS, ein persönliches Arbeitstempo beim Umgang mit Literatur zu finden. Das zentrale Ziel des Lesetagebuchs liegt darin, den SuS einen individuellen Zugang zum zu grundliegenden literarischen Text zu ermöglichen.
Ein Lesetagebuch wird von einem Einlegeblatt (siehe Anhang), welches verschiedene Aufgaben enthält, begleitet. Mit Hilfe dessen bekommen die SuS die Chance, die Inhalte des Textes in ihrem Lesetagebuch zu reflektieren. Dabei ist es wichtig, den SuS freizustellen, was sie in ihrem Lesetagebuch festhalten wollen bzw. welche Fragestellung sie behandeln möchten. Mit der Bearbeitung der Aufgaben des Einlegeblatts können die Kinder üben, sich mit einem Text auseinander zu setzen, sich in die Perspektive der Figuren hineinzuversetzen, intertextuelle Bezüge zu ziehen oder eigene Ideen aufzuschreiben. Ferner können sie Textstellen notieren, die ihnen besonders behaglich oder bedeutungsvoll erscheinen, Darlegungen zum Handeln der Figuren verfassen oder visuelle Gestaltungen zu einzelnen Passagen anfertigen. So fungiert das Lesetagebuch überdies als Dokumentation der Vorleseprozesse und ermöglicht, einen über den Text hinausgehenden Bezug zu eigenen Motiven herzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung begründet das Interesse an der Leseförderung und stellt das Lesetagebuch als Methode zur Vermittlung literarischen Lernens in der Grundschule vor.
Literarisches Lernen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des literarischen Lernens nach Kaspar H. Spinner und definiert dessen elf Teilkompetenzen sowie die Abgrenzung zur allgemeinen Lesekompetenz.
Das Lesetagebuch: Hier wird das Lesetagebuch als Instrument zur persönlichen Auseinandersetzung mit Lektüren beschrieben, das sowohl Zusammenfassungen als auch individuelle Eindrücke und kreative Gestaltungen ermöglicht.
Der Beitrag des Lesetagebuchs im Kontext des literarischen Lernens im geöffneten Literaturunterricht: Der Abschnitt verdeutlicht, wie ein offener Unterrichtsrahmen durch das Lesetagebuch zeitliche und organisatorische Freiräume für individuelle Lernprozesse schafft.
Das Lesetagebuch- eine handlungs- und produktionsorientierte Begegnung mit dem literarischen Text: Das Kapitel zeigt auf, wie das Lesetagebuch durch praktisches Handeln und Textproduktion die Lesemotivation sowie die Imaginationsfähigkeit der Schüler stärkt.
Das Lesetagebuch richtet literarische Gespräche ein: Es wird dargelegt, wie Lesetagebucheinträge als Basis für moderierte, offene literarische Gespräche dienen, um Leseerfahrungen und Verstehensprozesse zu verbalisieren.
Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einem resümierenden Rückblick, der die Vorteile des Lesetagebuchs hervorhebt, aber auch Herausforderungen hinsichtlich der Privatsphäre der Schüler thematisiert.
Schlüsselwörter
Lesetagebuch, literarisches Lernen, Primarstufe, Lesemotivation, offener Unterricht, handlungsorientierter Literaturunterricht, produktionsorientiertes Schreiben, Lesekompetenz, Kaspar H. Spinner, Textrezeption, Lesegespräch, Grundschule, Literaturdidaktik, Schullektüre, Imaginationsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Methode des Lesetagebuchs und deren Eignung, um literarisches Lernen im Deutschunterricht der Primarstufe nachhaltig zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind literarisches Lernen, Lesemotivation, offener Unterricht, produktionsorientiertes Schreiben und die Gestaltung literarischer Gespräche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Prüfung des Potenzials des Lesetagebuchs als Methode, um Schülern einen individuellen Zugang zu Texten zu ermöglichen und die elf Teilkompetenzen literarischen Lernens nach Spinner anzubahnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auseinandersetzung mit bestehenden didaktischen Konzepten (vor allem nach Kaspar H. Spinner) basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des literarischen Lernens, die Beschreibung des Lesetagebuchs als Instrument und die Verknüpfung der Methode mit offenem Unterricht und literarischen Gesprächen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lesetagebuch, literarisches Lernen, Primarstufe, Lesemotivation, offener Unterricht und Produktionsorientierung.
Wie unterscheidet sich das literarische Lernen von der reinen Lesekompetenz?
Während sich Lesekompetenz oft auf das reine Verstehen von Geschriebenem bezieht, umfasst das literarische Lernen auch auditive und visuelle Aspekte sowie die emotionale Auseinandersetzung mit Texten.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft beim Einsatz des Lesetagebuchs?
Die Lehrkraft übernimmt die Rolle des Anleitenden und Begleitenden, der Aufgaben strukturiert, die Buchauswahl trifft und durch die Moderation von Gesprächen Lernprozesse unterstützt.
Welche Bedenken hinsichtlich des Tagebuchschreibens werden in der Arbeit geäußert?
Es wird die Problematik zwischen dem vertraulichen Charakter eines privaten Tagebuchs und der öffentlichen oder schulischen Veröffentlichung der Einträge kritisch reflektiert.
- Citar trabajo
- Janina Anacker (Autor), 2011, Das Lesetagebuch - eine Unterstützung für das literarische Lernen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201605