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Das Koreanische Kino „A Tale of Two Sisters“

Psychoanalyse und Politik als Interpretationsebenen im Horrorfilm

Title: Das Koreanische Kino „A Tale of Two Sisters“

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 94 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Viktor Gasic (Author)

Communications - Movies and Television
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„A Tale of two sisters“ ist eine Geschichte von zwei kleinen Schwestern, die gewaltsam von einander getrennt wurden. Es ist ein Horror Film, der sowohl eine psychoanalytische als auch eine politische Interpretationsebene bietet. Der psychoanalytische Prozess ist der Hauptbestandteil des Films, eine Person wird in ihre Vergangenheit versetzt und versucht diese zu verarbeiten. Eine politische Interpretationsebene von „A Tale of two sisters“ öffnet sich, wenn man in die Geschichte den anderen Teil der politisch getrennten koreanischen Halbinsel (Süd und Nord Korea) miteinbezieht. Die folgende Filmanalyse bezieht sich auf die audio-visuelle Gestaltungspolitik in Bezug auf die psychoanalytische als auch politische Interpretationsebene.

Als Folge eines schweren Traumas aus ihrer Kindheit (Verlust der Mutter und der jüngeren Schwester) ist die Hauptprotagonistin Su-Mi (gespielt von Im Soo-Jung) psychisch erkrankt und befindet sich nun in einer psychiatrischen Klinik. Als der Arzt ihr ein Familienphoto zeigt, werden in Su-mi Erinnerungen wach und sie zeigt uns ihre innere Welt. Mit der Zeit wird klar, dass Su-mi an multipler Persönlichkeitsstörung leidet, denn sie kann sich mit dem Tod der Schwester nicht abfinden. Sie trägt sie weiterhin in ihrem Bewusstsein, als Teil einer eigenen gespaltenen Persönlichkeit. Auch der Elektrakomplex mit Eifersucht auf die Stiefmutter spielt dabei eine große Rolle. Mit der Hilfe von Psychoanalyse lernt sie das Trauma endlich loszulassen und ein neues Leben zu beginnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Dramaturgie und Spannungskurve 5

2 Mise en Scéne 13

2.1 Set Design 13

2.2 Bildkomposition 16

2.3 Einstellungsgrößen 21

2.4 Brennweiten 23

2.5 Schärfe und Unschärfe 25

2.6 Perspektive 27

2.7 Kamerabewegungen 29

2.8 Licht und Schatten 32

2.9 Farbe 34

3 Montage 37

4 Symbolik 42

5 Ton und Musik 46

6 PKS Modell nach Peter Wuss 49

7 Ein Vergleich mit Hitchcock und „Psycho“ 51

7.1 Das Sexuell-psychologische Thema 51

7.2 Architektur und Design 53

7.3 Isolation und Identitätsverlust 56

7.4 Kamera und Montage 57

7.5 Die Musik 59

8 Psychologische Hintergründe 60

9 Politische Hintergründe 72

10 Synopse 1. Exemplarische Stelle 83

11 Synopse 2. Exemplarische Stelle 89

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das südkoreanische Horrordrama „A Tale of Two Sisters“ aus filmwissenschaftlicher und psychoanalytischer Perspektive, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich mit Alfred Hitchcocks Werk „Psycho“ liegt, um die Mechanismen von Angst, Identitätsverlust und familialen Traumata filmisch zu ergründen.

  • Filmanalytische Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel (Mise-en-Scène, Kamera, Montage).
  • Psychoanalytische Interpretation der Erzählstruktur und Charakterdynamiken.
  • Vergleichende Analyse von Motiven und Symbolik mit Alfred Hitchcocks „Psycho“.
  • Einordnung der filmischen Darstellung in den sozio-politischen Kontext Südkoreas.

Auszug aus dem Buch

2.1 Set Design

Kim Jee Woon gehört neben Park Chan-wook (Old Boy, Sympathy for Mr. Vangance), Bong Joon-Ho (Memories of Murder), zu der neuen Generation Koreanischer Filmemacher. Geboren 1964 in Seoul arbeitet er erst einige Jahre im Theater. Sein Übergang zum Film beginnt 1987 als Drehbuchautor für Wonderful Season. Ein Jahr später dreht er „A Quiet Family“, seinen ersten Spielfilm. Als „A Tale of Two Sisters“ 2003 einen weltweiten Erfolg ereicht, ist er selbst überrascht. Der Film ist eher als Horrorfilm für Cineasten gedacht, doch dank seiner Suspense Qualitäten wird er bald als Geheimtip gehandelt.

Trotz einiger Kritiken, dass der Film unüberschaubar und unstrukturiert wirke, hat er sehr positives Echo, nicht nur bei dem Publikum bekommen, sondern auch Preise an verschiedenen Filmfestivals weltweit gewonnen. In Korea ist der Regisseur mittelweile zum Star gekrönt. Kim Jee Woon: „Dieser Film zeigt den Horror und das Chaos, dass durch Erinnerungen hervorgerufen wird. Die Geschichte entfaltet sich rückwärts. Ich wollte das Publikum einladen in das wahrhafte Drama und die Maskerade der Figur. Deshalb sind der Plot oder die Erzählstruktur etwas verwirrend. Ich glaube, die Verwirrung war sehr angemessen, um die schrecklichen Erinnerungen zu übermitteln“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Dramaturgie und Spannungskurve: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte chronologische Übersicht der Filmhandlung mit Einteilung in Exposition, Ereignis und Klärung.

2 Mise en Scéne: Untersuchung der visuellen Gestaltungselemente, darunter Set-Design, Bildkomposition, Einstellungsgrößen, Kameraarbeit und Farbgestaltung.

3 Montage: Analyse der Schnitttechnik und des Staccato-Rhythmus, der als Ausdruck der psychischen Zerrissenheit der Protagonistin fungiert.

4 Symbolik: Deutung wiederkehrender Symbole wie Hände, Spiegel, Uhren und Kreuze als Ausdruck von Verdrängung und familiärer Schuld.

5 Ton und Musik: Betrachtung der tongestalterischen Mittel, wie Windgeräusche und musikalische Leitmotive, zur Erzeugung von Atmosphäre und Angst.

6 PKS Modell nach Peter Wuss: Diskussion der Filmsprache unter Berücksichtigung perzeptiv geleiteter Filmstrukturen im Kontext des Horror-Genres.

7 Ein Vergleich mit Hitchcock und „Psycho“: Vergleichende Analyse der psychologischen Themen, architektonischen Motive und filmischen Techniken zwischen „A Tale of Two Sisters“ und „Psycho“.

8 Psychologische Hintergründe: Theoretische Fundierung der psychischen Prozesse der Charaktere unter Bezugnahme auf Freud, Jung und Reich.

9 Politische Hintergründe: Untersuchung der historischen und gesellschaftspolitischen Parallelen zwischen den familiären Konflikten im Film und der Geschichte Koreas.

10 Synopse 1. Exemplarische Stelle: Detaillierte Schuss-Gegenschuss-Analyse einer Schlüsselszene zur Veranschaulichung der Systematik des Schreckens.

11 Synopse 2. Exemplarische Stelle: Analyse einer zentralen Szene in der Heilanstalt, die die Unfähigkeit zur Kommunikation und Verarbeitung der Schuld verdeutlicht.

Schlüsselwörter

A Tale of Two Sisters, Filmanalyse, Psychoanalyse, Horrorfilm, Identitätsverlust, Hitchcock, Psycho, Familienpsychologie, Montage, Symbolik, Kinogeschichte, Südkorea, Trauma, Kameraarbeit, Filmgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den südkoreanischen Horrorfilm „A Tale of Two Sisters“ hinsichtlich seiner formalen Gestaltungsmittel, symbolischen Tiefe und psychoanalytischen Bedeutungsschichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die visuelle Umsetzung von Identitätsverlust, der Einfluss von familiären Traumata, die Bedeutung des „Mütterlichen“ sowie der vergleichende Blick auf Hitchcocks „Psycho“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexe Filmsprache des Werks zu entschlüsseln und aufzuzeigen, wie gestalterische Elemente wie Montage und Kameraführung den inneren, traumatischen Zustand der Hauptfigur spiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden filmwissenschaftliche Analysemethoden (u.a. PKS-Modell nach Peter Wuss) mit psychoanalytischen Theorien (Freud, Jung, Reich) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Analyse der Mise-en-Scène, der Kamera und Montage, eine symbolische Deutung der Bildsprache sowie eine fundierte psychologische und historische Einordnung des Stoffes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identitätsverlust, Psychoanalyse, Filmmontage, Familientrauma und den Einfluss des Kinos von Alfred Hitchcock geprägt.

Warum spielt das „Haus“ eine so zentrale Rolle?

Das Haus wird im Film als lebendiges Objekt der Begierde und als Spiegel des Unterbewusstseins inszeniert, dessen Architektur – etwa durch lange Flure und den geheimnisvollen Kleiderschrank – Isolation und klaustrophobische Zustände erzeugt.

Welche Rolle spielt die Farbe in der filmischen Erzählung?

Die Farbe dient der atmosphärischen Differenzierung: Während die Gegenwart in Heilanstalten und aktuellen Räumen durch kränkliche Grüntöne geprägt ist, erscheinen Erinnerungen in warmen Orange-Tabak-Tönen, um eine nostalgische, aber letztlich verfälschte Idylle darzustellen.

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Details

Title
Das Koreanische Kino „A Tale of Two Sisters“
Subtitle
Psychoanalyse und Politik als Interpretationsebenen im Horrorfilm
College
University of Applied Sciences Dortmund  (Studiengang Kamera)
Grade
1,0
Author
Viktor Gasic (Author)
Publication Year
2006
Pages
94
Catalog Number
V201619
ISBN (eBook)
9783656286530
ISBN (Book)
9783656287698
Language
German
Tags
A Tale of Two Sisters Kim Jee-Woon Yeom Jeong-Ah Im Soo-Jung Kim Kab-Su Moon Geun-Young Viktor Gasic Lee Mo-gae Ko Im-Pyo
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Viktor Gasic (Author), 2006, Das Koreanische Kino „A Tale of Two Sisters“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201619
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