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DDR-Sport und Olympia

Title: DDR-Sport und Olympia

Seminar Paper , 2002 , 8 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jonathan Kern (Author)

Sport - Miscellaneous
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In den letzten Wochen war in den Nachrichten und Zeitungen immer wieder von einem neuen Gesetz die Rede – dem Doping-Opfer-Hilfe-Gesetz (DOHG). Am 14. Juni 2002 wurde es vom Bundestag beschlossen und sieht die Entschädigung von Betroffenen des geheimen, staatlich verordneten Dopings in der ehemaligen DDR seit den siebziger Jahren, vor (APuZ 2002). Das Gesetz und die Zahlungen von insgesamt 2 Millionen Euro erheben „nicht den Anspruch einer Wiedergutmachung für erhebliche gesundheitliche Schäden (...)“ , sondern vielmehr ein Zeichen für „humanitäre und soziale Hilfe“ (APuZ 2002).
Aus diesem aktuellen Anlass, möchte ich das Thema DDR-Sport und Olympia zum Inhalt meines Referats machen. Das Thema der vorliegenden Arbeit stellt zudem eine Parallele zum Thema meiner Kommilitonin, dar, die über Sport und Olympia während der Zeit des Nationalsozialismus referiert hatte. Auch in meiner Arbeit geht es um den Sport in einer Diktatur – nämlich der sozialistischen Diktatur in der ehemaligen DDR.
Zunächst werde ich verdeutlichen, wie eng die Vermischung von Sport und Politik in der SED-Diktatur war. Weiterhin gehe ich auf die Trennung des deutschen Leistungssports und die Geschichte des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der DDR ein. Als einen dritten Punkt möchte ich am Beispiel der Kugelstoßerin Heide Krieger die menschenverachtende Praxis des „staatlich verordneten“ Dopings in der DDR aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Sport und Politik in der DDR

III. DDR-Sport und Olympia (1956 – 1988)

IV. Doping in der DDR

V. Fazit

VI. Quellen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die instrumentelle Nutzung des Sports durch das diktatorische System der ehemaligen DDR, insbesondere im Kontext der Olympischen Spiele, und beleuchtet die menschenverachtende Praxis des staatlich verordneten Dopings.

  • Die enge ideologische Vermischung von Sport und Politik in der DDR.
  • Die Rolle des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und die olympische Geschichte der DDR.
  • Der Sport als Instrument des Klassenkampfes und zur internationalen Anerkennung.
  • Die systematische Doping-Praxis und ihre physischen sowie psychischen Folgen für die Athleten.

Auszug aus dem Buch

Doping in der DDR

Der Begriff Doping wird als „(unerlaubte) Anwendung von Anregungsmitteln zur vorübergehenden Steigerung der sportlichen Leistung“ definiert (Drosdowski 1990, 198). Seinen Ursprung hat der Begriff vermutlich bei dem „südostafrikanischen Kaffernstamm der Zulus“ (Lünsch 1995, 57). „Ihr hochprozentiger selbstgebrannter Schnaps (...) wurde als „Dop“ bezeichnet“, und die Buren übernahmen diesen Begriff (Lünsch 1995, 57).

Erst nach dem Zusammenbruch der DDR, als die Stasi-Akten auftauchten, kamen viele der Fälle von ohne ihr Wissen gedopten Sportlern ans Tageslicht. So auch der Fall der ehemaligen Weltrekordlerin im 4*100m Staffellauf, Ines Geipel, die zu den „10 000 Leistungssportlern der DDR gehörte, die „ohne ihr Wissen gedopt worden waren“ (Goebel 2002).

Der Sportmedizinische Dienst (SMD) war für das „staatliche Doping“ zuständig. Ohne ethisch-moralischen Bedenken wurde das systematische Dopen von Athleten perfektioniert. Ohne das Wissen der Eltern oder der Kinder wurden SportlerInnen Anabolika und andere Dopingmittel verabreicht. Auch Gesundheitsrisiken wurden ignoriert und ohne Hemmungen wurde immer wieder die ärztliche Schweigepflicht massiv verletzt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des staatlich verordneten Dopings in der DDR ein und stellt die Ziele der vorliegenden Arbeit dar.

II. Sport und Politik in der DDR: Das Kapitel erläutert die Instrumentalisierung des Sports als politisches Werkzeug und Waffe im Klassenkampf durch das SED-Regime.

III. DDR-Sport und Olympia (1956 – 1988): Es wird die Geschichte der olympischen Teilnahme der DDR, von der Anerkennung bis zu den Boykottjahren, detailliert nachgezeichnet.

IV. Doping in der DDR: Dieses Kapitel analysiert das systematische, staatlich organisierte Dopingsystem und dessen verheerende gesundheitliche Folgen für die betroffenen Sportler.

V. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die grausamen Praktiken des DDR-Sports und kritisiert die moralische Verharmlosung der SED-Diktatur.

VI. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und elektronischen Quellen zur fundierten Analyse des Themas.

Schlüsselwörter

DDR, Sport, Olympia, Politik, SED, Doping, Leistungssport, Klassenkampf, Staatssicherheit, IOC, Anabolika, Menschenrechte, Instrumentalisierung, Honecker, Medaillenspiegel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Sports in der ehemaligen DDR, wobei der Fokus auf der engen Verzahnung von Sport und SED-Ideologie liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die politische Instrumentalisierung des Sports, die olympische Geschichte der DDR und die systematische Praxis des Staatsdopings.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das diktatorische System der DDR den Sport für eigene Zwecke missbrauchte und dabei das Wohl von Athleten opferte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, historischen Dokumenten und Berichten über die DDR-Sportgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Politisierung des Sports durch die DDR-Führung, die olympische Anerkennung des NOK der DDR und das staatlich gelenkte Doping-System thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind DDR-Sport, staatliches Doping, SED-Diktatur, Olympia und politische Instrumentalisierung.

Warum war der Sport für die DDR-Führung so wichtig?

Sportliche Erfolge dienten der DDR als Beleg für die vermeintliche Überlegenheit des Sozialismus über das kapitalistische System.

Welche Rolle spielte der Fall Heide Krieger?

Heide Krieger dient als prägnantes Beispiel für die grausamen körperlichen Folgen des unfreiwilligen Dopings, das systematisch an jungen Athleten angewendet wurde.

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Details

Title
DDR-Sport und Olympia
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Sportpädagogik und Sport)
Course
Olympia und der Sport
Grade
1
Author
Jonathan Kern (Author)
Publication Year
2002
Pages
8
Catalog Number
V20163
ISBN (eBook)
9783638241243
Language
German
Tags
DDR-Sport Olympia Sport Thema Sommerolympiade 2012
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Kern (Author), 2002, DDR-Sport und Olympia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20163
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