In Zeiten einer globalen Krise und Verunsicherung, in dessen Zuge fortlaufende Zinssenkungen der Zentralbanken folgen und somit nur sehr geringe Renditechancen für Anleger im Sparbereich bleiben, gilt es Überlegungen nach Alternativanlagen anzustellen, um weiterhin attraktive Renditen zu erzielen.
Bei diesen Überlegungen kommen auch neben einer risikoreicheren Anlage in Einzelaktien oder Aktienfonds vermehrt die Gedanken zu Investitionen in Immobilien auf. Schließlich genießen diese den Ruf, werthaltige und inflationssichere Anlagen zu sein. Da der deutsche Immobilienmarkt allerdings seit Jahren keine hohen Renditen und Wertsteigerungen mehr verzeichnet, schweift der Blick über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Während unmittelbare Nachbarländer und große Industrienationen sich aufgrund ihres bereits ausgereiften Immobilienmarktes aus Renditegesichtspunkten kaum vom deutschen Immobilienmarkt unterscheiden, richtet sich der profitorientierte Blick der risikofreudigeren Investoren in Richtung der Vertreter der Emerging Markets. Zu diesen aufstrebenden Märkten zählen aus dem europäischen Raum insbesondere Länder wie Bulgarien, Rumänien, Russland und die Türkei.
Dabei bietet speziell die Türkei nicht nur als Urlaubsland einige hochinteressante Gründe für ein langfristiges Investment im dortigen Immobilienmarkt. Analysten titelten bereits „Turkey is the India of Europe“ und deuteten dabei auf eine aufstrebende Nation hin. Denn ein Land mit einer jungen und wachsenden Bevölkerung von über 70 Mio. Menschen, in dem die Städte stetig durch starke Zuwanderung wachsen und immer mehr Haushalte entstehen, und dessen Wirtschaft fortlaufend stabiler wird, bietet vielfache Chancen. Wie viel Potenzial wirklich in diesem Markt steckt und wo genau die Risiken versteckt sein könnten, soll im Rahmen dieser Arbeit geklärt werden. Neben den vielfachen Chancen und Möglichkeiten sollten die Risiken und Restriktionen gerade für deutsche Investoren nicht außer Acht gelassen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Geografie und Infrastruktur der Türkei
2.1 Geografische Lage
2.2 Infrastruktur
3 Wirtschaftliche Entwicklung der Türkei
3.1 Historischer Rückblick und makroökonomisches Umfeld
3.2 Politisches Umfeld
3.3 Wachstum
3.4 Inflation, Währung und Zinsen
4 Rahmenbedingungen der Immobilientransaktionen
4.1 Rechtliche Restriktionen
4.1.1 Abwicklung des Grunderwerbs
4.1.2 Investitionsbarrieren für Ausländer
4.2 Kosten und Steuern
4.2.1 Steuern beim Kauf einer Immobilie/ eines Grundstücks
4.2.2 Besteuerung des Besitzes
4.2.3 Steuern bei der Veräußerung
4.3 Finanzielle Rahmenbedingungen
4.3.1 Einführung und Funktionsweise von Mortgage
4.3.2 Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
5 Immobilienmarkt
5.1 Akteure
5.1.1 Inländische Akteure
5.1.1.1 Eigentümerstruktur
5.1.1.2 Demografische Entwicklung
5.1.1.3 Migration innerhalb der Türkei
5.1.1.4 Haushaltsgröße
5.1.2 Ausländische Investoren
5.1.3 Institutionelle Anleger
5.2 Immobilienstruktur und Preise
5.2.1 Wohnimmobilien
5.2.2 Grundstücke
5.2.3 Büroimmobilien
5.2.4 Einzelhandelsimmobilien
5.3 Potenzial des Marktes durch Vergleich zum spanischen Immobilienmarkt
5.3.1 Rahmendaten
5.3.2 Vergleich zum aktuellen türkischen Immobilienmarkt
5.3.3 Entstehung des spanischen Immobilienbooms
5.3.4 Schlussfolgerungen für den türkischen Immobilienmarkt
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den türkischen Immobilienmarkt hinsichtlich seiner Struktur, Chancen und Risiken, um deutschen Privatinvestoren einen fundierten Überblick und Entscheidungshilfen bei der Kapitalanlage zu bieten.
- Analyse der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen der Türkei.
- Untersuchung der rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für Immobilienerwerb durch Ausländer.
- Bewertung der Akteure und der Immobilienstruktur (Wohn-, Büro- und Einzelhandelsflächen).
- Vergleich zwischen dem türkischen Immobilienmarkt und dem historischen Boom in Spanien.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
In Zeiten einer globalen Krise und Verunsicherung, in dessen Zuge fortlaufende Zinssenkungen der Zentralbanken folgen und somit nur sehr geringe Renditechancen für Anleger im Sparbereich bleiben, gilt es Überlegungen nach Alternativanlagen anzustellen, um weiterhin attraktive Renditen zu erzielen.
Bei diesen Überlegungen kommen auch neben einer risikoreicheren Anlage in Einzelaktien oder Aktienfonds vermehrt die Gedanken zu Investitionen in Immobilien auf. Schließlich genießen diese den Ruf, werthaltige und inflationssichere Anlagen zu sein. Da der deutsche Immobilienmarkt allerdings seit Jahren keine hohen Renditen und Wertsteigerungen mehr verzeichnet, schweift der Blick über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Während unmittelbare Nachbarländer und große Industrienationen sich aufgrund ihres bereits ausgereiften Immobilienmarktes aus Renditegesichtspunkten kaum vom deutschen Immobilienmarkt unterscheiden, richtet sich der profitorientierte Blick der risikofreudigeren Investoren in Richtung der Vertreter der Emerging Markets. Zu diesen aufstrebenden Märkten zählen aus dem europäischen Raum insbesondere Länder wie Bulgarien, Rumänien, Russland und die Türkei.
Dabei bietet speziell die Türkei nicht nur als Urlaubsland einige hochinteressante Gründe für ein langfristiges Investment im dortigen Immobilienmarkt. Analysten titelten bereits „Turkey is the India of Europe“ und deuteten dabei auf eine aufstrebende Nation hin. Denn ein Land mit einer jungen und wachsenden Bevölkerung von über 70 Mio. Menschen, in dem die Städte stetig durch starke Zuwanderung wachsen und immer mehr Haushalte entstehen, und dessen Wirtschaft fortlaufend stabiler wird, bietet vielfache Chancen. Wie viel Potenzial wirklich in diesem Markt steckt und wo genau die Risiken versteckt sein könnten, soll im Rahmen dieser Arbeit geklärt werden. Neben den vielfachen Chancen und Möglichkeiten sollten die Risiken und Restriktionen gerade für deutsche Investoren nicht außer Acht gelassen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung durch das Suchen nach Alternativanlagen in Emerging Markets und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit fest.
2 GEOGRAFIE UND INFRASTRUKTUR DER TÜRKEI: Analysiert die geografische Lage sowie die regionale Infrastrukturbeschaffenheit als entscheidende Faktoren für Immobilieninvestitionen.
3 WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER TÜRKEI: Untersucht die makroökonomischen Rahmendaten, das politische Umfeld und die Auswirkungen der Finanzkrise auf das türkische Wachstum und die Währung.
4 RAHMENBEDINGUNGEN DER IMMOBILIENTRANSAKTIONEN: Erläutert die rechtlichen Restriktionen, Steuern, Transaktionskosten sowie die Einführung des Hypothekengesetzes für Ausländer.
5 IMMOBILIENMARKT: Untersucht Akteure, Immobilienstrukturen und das Marktpotenzial durch einen Vergleich mit dem spanischen Immobilienboom.
6 FAZIT: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine risikoadjustierte Handlungsempfehlung für deutsche Privatinvestoren ab.
Schlüsselwörter
Immobilienmarkt, Türkei, Privatinvestoren, Investitionsbarrieren, Hypothekengesetz, Renditechancen, Infrastruktur, demografische Entwicklung, Wohnimmobilien, Büroimmobilien, Einzelhandelsimmobilien, Spanien-Vergleich, Wirtschaftswachstum, Risiko, EU-Beitritt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den türkischen Immobilienmarkt als Ziel für Kapitalanlagen und bewertet dessen Chancen und Risiken speziell aus der Sicht deutscher Privatinvestoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit deckt die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei, rechtliche Rahmenbedingungen für den Grunderwerb, die Akteure des Marktes sowie einen fundierten Vergleich mit dem spanischen Immobilienmarkt ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, deutschen Privatinvestoren einen fundierten Überblick über den als undurchsichtig geltenden türkischen Markt zu geben, um ihnen Entscheidungshilfen gemäß ihrer individuellen Risikoneigung zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Es erfolgt eine deskriptive Marktanalyse, die durch einen theoretischen Vergleich mit historischen Daten des spanischen Immobilienbooms ergänzt wird, um Potenzial und Entwicklungsverläufe abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den geografischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, den rechtlichen Kauf- und Steuerhürden sowie einer Sektoranalyse der Immobilienarten (Wohnen, Büro, Einzelhandel).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Immobilienmarkt, Türkei, Investition, Risiko, Rendite, Hypothekengesetz, demografischer Wandel und EU-Beitrittsperspektive.
Warum ist die Analyse des spanischen Immobilienmarktes ein Bestandteil der Arbeit?
Der Vergleich dient als Modell, um Analogien bei der Marktentwicklung (Zinssenkungen, demografischer Druck, EU-Beitritt) aufzuzeigen und die künftigen Erfolgsaussichten des türkischen Marktes besser einschätzen zu können.
Welche Rolle spielt das neue Hypothekengesetz für den türkischen Markt?
Es fungiert als Katalysator für die Marktentwicklung, da es erstmals langfristige Finanzierungsmöglichkeiten schafft und somit die Zielgruppe für Immobilieneigentum sowie das Investitionsvolumen durch ausländische Fonds signifikant erweitert.
- Citation du texte
- Ulus Uyar (Auteur), 2009, Der türkische Immobilienmarkt: Die Perle aus dem Orient?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201727