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Das globale Währungs- und Finanzsystem: Risikofaktor oder Stabilitätsanker für die Weltwirtschaft?

Título: Das globale Währungs- und Finanzsystem: Risikofaktor oder Stabilitätsanker für die Weltwirtschaft?

Tesis (Bachelor) , 2012 , 55 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Fabian Lippold (Autor)

Economía - Finanzas
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Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre reiht sich in eine Abfolge von Krisen ein, deren Ursprünge möglicherweise in der Architektur des globalen Währungs- und Finanzsystems (GWFS) zu suchen sind.
Die allgemeinen Diskussionen beherrschen zumeist Thesen über die alleinige Verantwortung des internationalen Banken- und Finanzsektors sowie der Regulierungs- und Zentralbankpolitik großer Volkswirtschaften (VW) bei der Entstehung der Krise. Dabei wird oftmals außer Acht gelassen, dass die Beschaffenheit des GWFS möglicherweise erst selbst den Grundstein für die Exzesse des Finanzsektors und die fehlerhafte Zentralbankpolitik gelegt hat.

Diese Arbeit stellt aus diesem Grund die These auf,dass die Beschaffenheit des GWFS speziell seit Anfang der 1990er Jahre massiv zum Aufbau von Krisen beigetragen hat. Um diese These zu untermauern, verbindet die Arbeit verschiedene theoretische Überlegungen als auch statistische Analysen bezüglich der Architektur des GWFS, um anschließend konkrete Risikofaktoren für das GWFS benennen zu können.
Die Basis für diese Untersuchung bildet das erste Kapitel der vorliegenden Arbeit. Hier wird zunächst die Entstehung des Bretton-Woods-System (BWS)betrachtet. Aus der anschließenden Analyse wesentlicher Konstruktionsschwächen des BWS können sodann die Gründe für dessen Niedergang aufgearbeitet werden, um danach den Übergang zum sog. „non-system“ auf internationaler Ebene erklären zu können. Innerhalb dieses „non-system“ bestehen zwei Entwicklungsprozesse, die dieses System in besonderem Maße geprägt, dadurch aber auch die Zahl möglicher Risiken deutlich erhöht haben. Diese Prozesse sollen in ihrer Entwicklung und Wirkung genau untersucht werden.
Das zweite Kapitel überprüft anschließend die Wirkung des sog. "non-system" auf das Wachstum und die Stabilität der Weltwirtschaft.Hierbei wird vor allem die Entstehung konkreter Risikofaktoren für das GWFS analysiert.
Das dritte Kapitel stellt die Frage, inwiefern die Asienkrise und US-Finanzkrise seit dem Jahre 2007 untereinander verbunden waren und welchen Anteil die Risikofaktoren des GWFS an diesen Krisen hatten.
Der Ausblick am Ende dieser Arbeit versucht abschließend kurz verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das GWFS dauerhaft stabilisiert werden könnte.

Alles in allem soll sich diese Arbeit also mit einer Wirkungs- bzw. Schadensanalyse für das GWFS befassen, um zu verstehen, wie Krisen in einem globalisierten Wirtschaftssystem untereinander verbunden sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Das globale Währungs- und Finanzsystem

1.1. Bretton Woods und der Aufstieg des Dollars

1.2. Entwicklungen nach der Bretton-Woods Ära

1.2.1. Das „non-system“ und die globale Währungspolitik

1.2.2. Financial Globalization

1.2.3. Financial Development

2. Schwachstellen des globalen Währungs- und Finanzsystems

2.1. Autonomie der Geldpolitik ?

2.2. Abbau der Dominanz des US-Dollars im globalen Währungssystem ?

2.3. Flexible Wechselkurse als automatischer Stabilisator ?

2.4. Ausgleichende Wirkung der Wechselkurse auf Leistungsbilanzen ?

3. Entstehung und Wirkung der Risikofaktoren

3.1. Die Asienkrise

3.1.1. Ursachen

3.1.2. Schutzmaßnahmen nach der Krise

3.2. US-Finanzkrise

3.2.1. Ein exorbitantes Privileg

3.2.2. Kapitalflüsse in die USA

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die strukturelle Instabilität des globalen Währungs- und Finanzsystems (GWFS) als zentralen Krisenfaktor. Ziel ist es, mittels einer Synthese theoretischer Überlegungen zu analysieren, wie die Architektur des GWFS – insbesondere seit den 1990er Jahren – zur Entstehung globaler Finanzkrisen beigetragen hat, wobei die Asienkrise und die US-Finanzkrise als wesentliche Fallbeispiele dienen.

  • Architektur und Konstruktionsschwächen des globalen Währungs- und Finanzsystems
  • Mechanismen der Financial Globalization und Financial Development
  • Die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung und das Triffin-Dilemma
  • Auswirkungen nationaler Ungleichgewichte auf die globale Finanzstabilität
  • Interdependenzen zwischen Krisen in Emerging Markets und entwickelten Volkswirtschaften

Auszug aus dem Buch

1.1. Bretton Woods und der Aufstieg des Dollars

Im Jahre 1944 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges kamen die 44 wichtigsten Wirtschaftsnationen auf der „International Monetary and Financial Conference of the United and Associated Nations“ von Bretton-Woods zusammen, um über die Zukunft des globalen Finanzsystems zu entscheiden. Die Nationen waren sich untereinander im Wesentlichen einig, dass das etablierte System nach dem Ersten Weltkrieg, welches die Entstehung der Great Depression maßgeblich begünstigt hatte, durch eine liberale und multilaterale Ordnung abgelöst werden sollte, die in der Lage war, Stabilität und Wachstum des Weltwirtschaftssystems dauerhaft zu gewährleisten.

Maßgeblich geprägt wurde die Konferenz dabei von der Delegation der USA, die als einzige Nation wirtschaftlich und politisch gestärkt aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen war und der Delegation Großbritanniens. Grundsätzlich standen sich somit zwei Vorschläge zur Neugestaltung des GWFS gegenüber. Zum einen der Vorschlag der US-Delegation unter dem Vorsitz von Harry Dexter White, der für die Einführung eines Systems fester WK mit dem USD als dominierende Währung plädierte und zum anderen der Vorschlag der britischen Delegation, unter Vorsitz von John Maynard Keynes, sicherlich einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, der die Gründung einer Internationalen Clearing Union mit einer Weltleit- und Reservewährung namens „Bancor“ vorsah.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das globale Währungs- und Finanzsystem: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung des Bretton-Woods-Systems nach und analysiert den Übergang zum heutigen System flexibler Wechselkurse sowie die damit einhergehenden Prozesse der finanziellen Globalisierung und Entwicklung.

2. Schwachstellen des globalen Währungs- und Finanzsystems: Hier werden vier theoretische Annahmen über die Stabilität des Systems flexibler Wechselkurse kritisch auf ihre reale Anwendbarkeit geprüft, um strukturelle Mängel und Ungleichgewichte zu identifizieren.

3. Entstehung und Wirkung der Risikofaktoren: Anhand der Asienkrise und der US-Finanzkrise wird konkret untersucht, wie globale Ungleichgewichte und spekulative Kapitalströme zur Entstehung und Verbreitung systemischer Krisen führen.

Schlüsselwörter

Globales Währungs- und Finanzsystem, Bretton Woods, US-Dollar, Finanzkrise, Asienkrise, Kapitalströme, Leistungsbilanz, Wechselkurse, Financial Globalization, Financial Development, Geldpolitik, Weltreservewährung, Spekulation, Instabilität, Ungleichgewichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturellen Risikofaktoren des globalen Währungs- und Finanzsystems (GWFS) und deren Beitrag zur Entstehung globaler Finanz- und Wirtschaftskrisen in den letzten zwanzig Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Feldern gehören die Architektur des GWFS, die Auswirkungen der finanziellen Globalisierung, die Bedeutung des US-Dollars als Reservewährung und die Dynamik von Finanzkrisen in Emerging Markets sowie Industrienationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Strukturen innerhalb des GWFS als maßgeblichen Krisenfaktor zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese zur globalen Instabilität und zur Entstehung aufeinanderfolgender Krisen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Synthese sowie eine schadensanalytische Herangehensweise, indem sie theoretische Annahmen mit realen Mechanismen des GWFS vergleicht und durch Fallbeispiele wie die Asien- und US-Finanzkrise untermauert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen und Entwicklungsprozesse nach Bretton Woods dargestellt, gefolgt von einer kritischen Prüfung der Stabilitätsannahmen flexibler Wechselkurse und einer detaillierten Wirkungsanalyse konkreter Risikofaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Globales Währungs- und Finanzsystem, Finanzielle Globalisierung, Weltreservewährung, Leistungsbilanzungleichgewichte und systemische Stabilität.

Wie steht die Asienkrise mit der späteren US-Finanzkrise in Verbindung?

Die Arbeit argumentiert, dass die nach der Asienkrise einsetzende massive Reserveakkumulation der Emerging Markets und deren Suche nach sicheren Anlagen indirekt die US-Finanzkrise durch massive Kapitalzuflüsse und eine konsequente Suche nach Rendite in den USA befeuert hat.

Warum spielt der US-Dollar eine so zentrale Rolle für die Stabilität des Systems?

Der US-Dollar fungiert als dominierende Weltreservewährung. Dies zwingt die USA einerseits zur Bereitstellung von Dollarliquidität (Triffin-Dilemma) und beeinflusst durch die hohe Nachfrage nach "sicheren" Anlagen das Zinsniveau und die Risikowahrnehmung weltweit.

Final del extracto de 55 páginas  - subir

Detalles

Título
Das globale Währungs- und Finanzsystem: Risikofaktor oder Stabilitätsanker für die Weltwirtschaft?
Universidad
University of Erfurt
Curso
Internationale Ökonomie
Calificación
1,3
Autor
Fabian Lippold (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
55
No. de catálogo
V201787
ISBN (Ebook)
9783656301363
ISBN (Libro)
9783656302087
Idioma
Alemán
Etiqueta
Globale Finanz- und Wirtschaftskrise Bretton-Woods-System Emerging Markets Zentralbankpolitik Globales Währungs- und Finanzsystem Subprime-Krise Globale Integration Wechselkursmanagement Währungsreserven Precautionary Savings Globale Ungleichgewichte Exorbitant Privilege Non-System Greenspan´s Conundrum Securitization Safe-Asset-Demand Asienkrise Financial Development Financial Globalization Financial Market Integration Finanzmarkt Asset Bubbles
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Fabian Lippold (Autor), 2012, Das globale Währungs- und Finanzsystem: Risikofaktor oder Stabilitätsanker für die Weltwirtschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201787
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Extracto de  55  Páginas
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