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Strategische Neuorientierung nach M&As: Erfolgsfaktoren und Erfolgsauswirkungen

Title: Strategische Neuorientierung nach M&As: Erfolgsfaktoren und Erfolgsauswirkungen

Essay , 2009 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Konrad Liebig (Author)

Business economics - General
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Durch die fortschreitende Globalisierung und durch neue, aufstrebende Unternehmen aus ehemaligen Entwicklungsländern entsteht ein immer größer werdender Konkurrenzdruck.Der so entstandene Kampf um vorteilhafte Marktpositionen verschärft sich mehr denn je. „Mergers and Acquisitions“ (M&As) scheinen für viele Unternehmen die Antwort darauf zu sein. Mit deren steigender Popularität steigt jedoch auch die Rate an gescheiterten M&As.
Fakt ist, dass 60 bis 80% der Versuche, mithilfe einer Unternehmensübernahme den Unternehmenswert zu steigern, fehlschlagen . Beispielhaft dafür stehen Fusionen großer Unternehmen wie beispielsweise der anfangs gefeierte Zusammen-schluss von Daimler-Benz und Chrysler im Jahr 1998.
Warum aber scheitert die Mehrheit der durchgeführten M&As?
Im Gegensatz zu den 60er Jahren, in denen umfassend aufgestellte Mischkonzerne häufig das Idealbild eines Unternehmens verkörperten, wurde in den 80er und Anfang der 90er Jahre beispielsweise die Meinung vertreten, dass eine diversifizierende M&A-Politik den Unter-nehmenswert eher negativ beeinflusst, während man heute auch wieder die durch die Diversi-fikation entstehenden Vorteile und die dadurch hervorgerufene Krisenbeständigkeit des Un-ternehmens betont (vgl. Hungenberg, Wulf, 2007, S. 141f.), zumal es einige Beispiele für sehr erfolgreiche Konglomerate gibt, General Electric oder auch Siemens.
Einig sind sich die Autoren jedoch darüber, dass oft überstürzte Unternehmenseinkäufe aus reinem Opportunismus oder Aktionismus, Fehleinschätzungen der Marktlage oder Überbe-wertung des Erfolgspotenzials dazu führen, dass die Fusion oder Übernahme als unsicher einzustufen ist. Aber letztendlich liegen die Gründe für das Scheitern nicht nur in deplazier-tem Vertrauen in das Management oder falschen Anreizen (vgl. Sorescu, Chandy, Prabhu, 2007, S. 2). Erst die strategische Vorgehensweise nach Abschluss des Vertrags zeigt, ob die neue Verbindung im Wettbewerb mit anderen Anbietern durch die Schaffung von neuen Wettbewerbsvorteilen Erfolg hat.
Das Management des akquirierenden Unternehmens sollte demnach eine strategische Neu-ordnung anstreben. Diese Neugestaltung sollte neben der Analyse der strategischen Aus-gangslage der Unternehmen die Erstellung eines sinnvollen Geschäftsfeldportfolios und die Optimierung und Abstimmung der Wettbewerbsstrategien für die neu entstandenen Geschäftsfelder enthalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitorische Grundlagen

2.1 Analyse der strategischen Ausgangslage als Basis der Strategiegestaltung

2.2 Grundlagen der Strategiegestaltung

2.3 Strategiegestaltung auf Unternehmensebene

2.3.1 Portfolioplanung

2.3.2 Akquisitionen als Instrument der Portfolioänderung

2.3.3 Diversifikation als Folge der Portfolioplanung

2.4 Strategiegestaltung auf Geschäftsfeldebene

2.5 Rückschluss zum Thema M&As

3 Hypothesen

3.1 Die Notwendigkeit einer strategischen Neuorientierung nach einem M&A

3.2 Die Notwendigkeit von Kernkompetenzen für einen erfolgreichen M&A

3.3 Erstrebenswerter Grad an Diversifikation

4 Fallstudien

4.1 Fallstudie zur Fusion von Daimler-Benz und Chrysler

4.2 Fallstudie zur Übernahme von Serono durch Merck

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die wesentlichen Erfolgsfaktoren für eine strategische Neuorientierung nach einer Fusion oder Übernahme (M&A) zu identifizieren und aufzuzeigen, warum diese für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sind. Dabei wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen strategische Anpassungen sinnvoll sind, welche Rolle die Integration von Kernkompetenzen spielt und wie eine Diversifikationsstrategie zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

  • Grundlagen der strategischen Unternehmens- und Geschäftsfeldgestaltung.
  • Analyse der Notwendigkeit einer strategischen Neuorientierung nach M&As.
  • Bedeutung der Identifikation und Übertragung von Kernkompetenzen bei Akquisitionen.
  • Einfluss des Diversifikationsgrads auf den Unternehmenswert und die Krisenbeständigkeit.
  • Vergleichende Fallstudien (Daimler-Benz/Chrysler vs. Merck/Serono).

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Notwendigkeit einer strategischen Neuorientierung nach einem M&A

Obwohl die große Mehrzahl der Unternehmen, die beabsichtigen, einen M&A durchzuführen, im Vorfeld und während der Integration des übernommenen Unternehmens einen enormen Aufwand an Ressourcen betreiben um den M&A erfolgreich abzuschließen, scheitern letztendlich 60-80% der M&As bei dem Versuch, neue Werte für das Unternehmen zu schaffen (vgl. Marks, Mirvis, 2001, S. 1f.). Einer der wesentlichen Gründe hierfür ist unserer Meinung nach in vielen Fällen die fehlende strategische Neuorientierung des entstehenden Gesamtunternehmens, folglich formulieren wir folgende These:

Hypothese 1: Wenn sich zwei Unternehmen zusammenschließen, kann das neu entstehende Unternehmen auf Dauer nur dann erfolgreich sein, wenn es eine strategische Neuorientierung vornimmt, die die strategischen Ausgangssituationen beider Unternehmen berücksichtigt.

Zunächst müssen wir uns hierbei mit der Frage befassen, was eine strategische Neuorientierung im Wesentlichen ausmacht. Unserer Meinung nach setzt sie sich zum einen aus einer Neubewertung der strategischen Ausgangslage des entstehenden Gesamtunternehmens und zum anderen einer darauf basierenden strategischen Neuausrichtung des Unternehmensportfolios und der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist das Erkennen und Verstehen der Kernkompetenzen des Unternehmens bzw. der strategischen Geschäftseinheit sowie deren Nutzung zur Erreichung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber den Konkurrenten. Nur durch den Aufbau und Erhalt von Wettbewerbsvorteilen kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein und seinen Wert steigern (vgl. Barney, 1991, S. 1ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den hohen Konkurrenzdruck durch die Globalisierung und die daraus resultierende Beliebtheit von M&As, kontrastiert mit einer hohen Scheiternsquote, und legt die Relevanz einer strategischen Neuorientierung dar.

2 Definitorische Grundlagen: Das Kapitel definiert grundlegende Konzepte der Strategiegestaltung auf Unternehmens- und Geschäftsfeldebene, erläutert die Bedeutung der Portfolioplanung sowie der Akquisitionen und thematisiert verschiedene Formen der Diversifikation.

3 Hypothesen: Hier werden drei zentrale Erfolgsfaktoren formuliert: die Notwendigkeit einer strategischen Neuorientierung, die Bedeutung des Hinzugewinnens von Kernkompetenzen und die Bedingungen unter denen eine Diversifikation sinnvoll ist.

4 Fallstudien: Anhand der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler sowie der Übernahme von Serono durch Merck werden die theoretischen Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren und strategischer Neuausrichtung in der Praxis veranschaulicht.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit der strategischen Anpassung bei M&As und leitet daraus drei praxisrelevante Handlungsratschläge ab.

Schlüsselwörter

Mergers and Acquisitions, M&A, Strategische Neuorientierung, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteile, Kernkompetenzen, Portfolioplanung, Diversifikation, Unternehmensstrategie, Geschäftsfeldstrategie, Integrationsrisiko, Synergieeffekte, Daimler-Chrysler, Merck Serono, Shareholder-Value.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Erfolgsfaktoren für das Management von Mergers & Acquisitions (M&A) mit einem spezifischen Fokus auf die notwendige strategische Neuorientierung nach dem Zusammenschluss von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die strategische Planung auf Unternehmens- und Geschäftsfeldebene, die Identifikation von Kernkompetenzen, die Herausforderungen bei der Integration von Unternehmen und die ökonomische Bewertung von Diversifikationsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, warum viele M&As scheitern und welche strategischen Maßnahmen (insbesondere die Neuausrichtung des Portfolios und die Nutzung von Kernkompetenzen) notwendig sind, um nach einem M&A erfolgreich zu sein.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Literaturanalyse sowie einem fallstudienbasierten Vergleich, bei dem die Erfahrungen aus den M&A-Prozessen von Daimler-Chrysler und Merck-Serono gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die definitorischen Grundlagen der Strategieentwicklung, die Formulierung von drei zentralen Hypothesen zur strategischen Neuorientierung und deren praktische Validierung anhand von konkreten Fallstudien aus der Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mergers and Acquisitions, Strategische Neuorientierung, Kernkompetenzen, Diversifikation, Wettbewerbsvorteile und Shareholder-Value.

Warum wird das Scheitern der Fusion von Daimler und Chrysler als zentrales Beispiel gewählt?

Daimler-Chrysler dient als prominentes Negativbeispiel für einen fehlgeschlagenen M&A, da trotz des Zusammenschlusses keine signifikante strategische Neuorientierung stattfand und die Kernkompetenzen beider Unternehmen nicht synergetisch verknüpft wurden.

Wie unterscheidet sich der Fall Merck und Serono davon?

Im Gegensatz zu Daimler-Chrysler zeigt Merck eine klare strategische Neuorientierung durch die Übernahme von Serono, indem gezielt Kernkompetenzen in der Biotechnologie integriert und nicht zum Portfolio passende Sparten veräußert wurden.

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Details

Title
Strategische Neuorientierung nach M&As: Erfolgsfaktoren und Erfolgsauswirkungen
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,3
Author
Konrad Liebig (Author)
Publication Year
2009
Pages
25
Catalog Number
V201892
ISBN (eBook)
9783656278269
ISBN (Book)
9783656281078
Language
German
Tags
strategische neuorientierung m&as erfolgsfaktoren erfolgsauswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konrad Liebig (Author), 2009, Strategische Neuorientierung nach M&As: Erfolgsfaktoren und Erfolgsauswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201892
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