Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Relationships and Family

Wie mächtig sind Männer wirklich? - Die Auswirkungen evolutionär-biologischer Machtverhältnisse zur Entstehung kultur-soziologischer Muss-Stereotypen

Title: Wie mächtig sind Männer wirklich? - Die Auswirkungen evolutionär-biologischer Machtverhältnisse zur Entstehung kultur-soziologischer Muss-Stereotypen

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 36 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Hoyer (Author)

Sociology - Relationships and Family
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

Ausgehend vom theoretischen Begriff der Macht, möchte ich in dieser Arbeit den Versuch starten, aufzeigen zu können, dass die einzigst wirkliche Macht der Männer im Kampf der Geschlechter nur die sexuelle Macht über die Frau sein kann und dass dieses biologische Argument in die Soziologie übertragen werden kann, vielleicht sogar muss, weil diese wohl einen wichtigen sozialisatorischen Aspekt ausmacht. Zumindest in der gesamten bisherigen Menschheitsgeschichte bis zum jetzigen Zeitpunkt! Dabei möchte ich einige verschiedene Facetten ansprechen, welche zeigen können, dass wirkliche Macht nicht Macht im gesellschaftlichem Sinne ist. Denn das, was wir oft als Macht bezeichnen, ist meist lediglich nur eine Ausprägung sozialer Stereotypen, welche sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte entwickelt haben und manchmal ist diese verstandene Macht auch einfach nur Machtlosigkeit und damit ein gravierendes, oftmals männliches Problem. Als Weiterführung dieser wirklichen Macht möchte ich dann versuchen, auf die Ursprünge der Stereotypen zurückgehen, weil vielleicht nur so, ein für mich entscheidender Grad der Männlichkeit und ihrer gesellschaftlichen Pflichten erklärt und verstanden werden kann. Es wird quasi ein rückläufiger Versuch unternommen, heutige, moderne, (machtlose) Männlichkeit zu erklären, indem wir uns heutige Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen anschauen und dann langsam über die vorher entstandenen Stereotypen zu einer Frage zurück kommen sollten: Was war die erste wirkliche Macht und wer hatte sie? Vor allem: Wer hat sie heute?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie mächtig sind Männer wirklich?

2.1. Was ist wirkliche Macht?

2.2. Warum können Frauen ihre geschlechtsspezifischen Stereotypen besser ausnützen als die Männer?

2.3. Der eindeutige Sieg der Frauen?

2.4. Warum konkurriert der Mann eigentlich mit sich selbst?

2.5. Vom möglichen Verständnis einer postmodernen Vorstellung von Liebe!

2.6. Was macht den sexuellen Unterschied der Geschlechter aus?

3. Fazit

4. Abschließende Worte

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sozialen Konstruktion von Männlichkeit, evolutionär-biologischen Machtverhältnissen und der Entstehung von kulturellen "Muss-Stereotypen", um die vermeintliche Ohnmacht des modernen Mannes zu hinterfragen.

  • Analyse des theoretischen Machtbegriffs im Kontext des Geschlechterkampfes
  • Untersuchung der Unterschiede zwischen männlichen "Muss-Stereotypen" und weiblichen "Kann-Stereotypen"
  • Erörterung des Wandels von Liebeskonzepten und Intimsystemen in der Moderne
  • Diskussion der biologischen Anatomie als Ausgangspunkt für soziale Machtstrukturen

Auszug aus dem Buch

2.1. Was ist wirkliche Macht?

Michel Crozier und Erhard Friedberg¹ charakterisieren Macht als ein strategisches Spiel. Für sie ist jede soziale Interaktion eine Verhandlungsbeziehung mit meist unterschiedlichem Ausgang, unterschiedlich aber nur, von den jeweiligen Parteien aus gesehen. Das allein hat aber noch nichts Mächtiges an sich. Es kommt hierbei auf das Verhalten der einzelnen Interaktionspartner an, auf das: ‚Wie komme ich an mein Ziel in jeder einzelnen Verhandlungsbeziehung?’. Das dabei mehrere Verhandlungsbeziehungen erst einen Kontext machen, spielt nur dann eine Rolle, wenn die verschiedenen Interaktionspartner ihre Strategien zu wechseln versuchen und Erfolg dabei haben.

Genau hier kann man die Wichtigkeit einer jeweiligen Strategie erkennen. ‚Viele Wege führen nach Rom!’ – doch mit welchem Weg rechnet man nicht? Genau darauf kommt es an. Macht definiert sich nach den o. g. Autoren daraus, dass mein Gegenüber nicht damit rechnet, dass ich eine Strategie verfolgen könnte, welche er nicht oder nur schwer vorhersehen kann. Das Ziel ist allen klar. Die Strategie nicht. Doch genau aus diesem Umstand heraus, dass mein Gegenüber sich nun auf diese für ihn unerwartete Situation einstellen muss, also nicht so reagieren kann, wie er das vielleicht schon geplant hat, ergibt sich mein strategischer Vorteil.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der These, dass die Macht der Männer heute primär in der sexuellen Komponente liegt, während soziale Machtmuster oft auf Männlichkeitsstereotypen basieren.

2. Wie mächtig sind Männer wirklich?: Theoretische Durchleuchtung von Macht als strategisches Handeln und Vergleich der geschlechtsspezifischen Spielräume bei der Anwendung von Stereotypen.

3. Fazit: Eingeständnis des Scheiterns des Beweisversuchs für eine direkte biologische Kausalität, aber Bestätigung der Beobachtung, dass der Mann in der sozialen Hierarchie der Stereotypen weiterhin eine Sonderrolle einnimmt.

4. Abschließende Worte: Reflexion über den wissenschaftlichen Rahmen der Arbeit und den notwendigen Spagat zwischen soziologischer Theorie und anschaulicher Praxis.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Machtverhältnisse, Geschlechterkampf, Soziale Konstruktion, Muss-Stereotypen, Kann-Stereotypen, Intimsystem, Anatomie, Strategisches Handeln, Geschlechterhierarchie, Moderne, Emanzipation, Rollenbilder, Biologie, Liebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die traditionelle männliche Machtstellung in modernen Gesellschaften noch Bestand hat oder ob sie durch den technischen Fortschritt und die Emanzipation der Frau lediglich ein Konstrukt aus "Muss-Stereotypen" ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind Machttheorien (nach Crozier/Friedberg), die Differenzierung zwischen männlichen und weiblichen Geschlechterrollen sowie die soziologische Analyse von Liebe und Sexualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die "wirkliche Macht" des Mannes heute weniger auf gesellschaftlicher Dominanz basiert, sondern ein historisch-biologisch geprägtes Rollenbild ist, das den Mann eher in seiner Flexibilität einschränkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen soziologischen Aufsatz, der primär auf theoretischen Diskursen, Literaturanalysen und der Verknüpfung von biologischen Argumenten mit sozialwissenschaftlichen Konstrukten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Machtbegriffe definiert, die unterschiedliche Ausnutzung von Geschlechterstereotypen beleuchtet und der Wandel von Liebe und Partnerschaft im Kontext von "Intimsystemen" diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Muss-Stereotypen", "Macht", "Geschlechterkampf", "Anatomie" und "Soziale Konstruktion" charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Technik für das Frauenbild laut Autor?

Der technische Fortschritt, insbesondere die Erfindung der Antibabypille und Haushaltsgeräte, hat laut Autor Frauen die Freiheit gegeben, ihre Rollen neu zu definieren und Machtpotenziale strategisch besser als Männer zu nutzen.

Wie definiert der Autor das Dilemma des modernen Mannes?

Das Dilemma besteht darin, dass der Mann an traditionellen "Muss-Stereotypen" festhalten will, während die moderne Gesellschaft keine praktischen Anwendungsbereiche mehr für diese veralteten Vorstellungen bietet, was den Mann "machtlos" macht.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Wie mächtig sind Männer wirklich? - Die Auswirkungen evolutionär-biologischer Machtverhältnisse zur Entstehung kultur-soziologischer Muss-Stereotypen
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie/Sonderforschungsbereich SFB 560)
Course
Männlichkeit - Zur sozialen Konstruktion eines Geschlechtes
Grade
2,0
Author
Oliver Hoyer (Author)
Publication Year
2003
Pages
36
Catalog Number
V20190
ISBN (eBook)
9783638241427
Language
German
Tags
Männer Auswirkungen Machtverhältnisse Entstehung Muss-Stereotypen Männlichkeit Konstruktion Geschlechtes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Hoyer (Author), 2003, Wie mächtig sind Männer wirklich? - Die Auswirkungen evolutionär-biologischer Machtverhältnisse zur Entstehung kultur-soziologischer Muss-Stereotypen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20190
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint