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Ein Tod auf Raten? Perspektiven und Bedeutung des Journalismus im Internetzeitalter

Título: Ein Tod auf Raten? Perspektiven und Bedeutung des Journalismus im Internetzeitalter

Tesis (Bachelor) , 2012 , 64 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniel Seehuber (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Braucht die Gesellschaft heutzutage noch (traditionellen) Journalismus oder nimmt dessen Bedeutung ab? Inwiefern muss er sich neu definieren? Und welche Chancen und Gefahren ergeben sich für ihn im Internetzeitalter? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Zunächst beschäftige ich mich mit dem traditionellen Modell des Journalismus, wobei sowohl auf dessen Funktionen und Selbstverständnis als auch auf Dimensionen journalistischer Qualität und deren Sicherung eingegangen wird. Danach werden die Umbrüche im Web 2.0-Zeitalter erläutert, ehe mit der Weblog-Kommunikation eine zentrale Erscheinungsform dieser Ära vorgestellt wird. Hierbei stelle ich auch dar, in welchem Verhältnis Weblogs zum Journalismus stehen und welche Konsequenzen deren Präsenz für ihn haben. Im Hauptteil geht es zunächst um die veränderten Anforderungen an den Journalismus, ehe auf dessen Finanzierung eingegangen wird. In einem weiteren Schritt wird der Stellenwert von Watchblogs bei der journalistischen Qualitätssicherung erörtert; danach betrachte ich die Internetauftritte von zwei regionalen Tageszeitungen im Hinblick auf Partizipationsangebote für Rezipienten. Schließlich geht es um die gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus im Internetzeitalter, wobei Denkansätze des Philosophen Michel Foucault als Hauptgrundlage dienen. Abgerundet wird der Hauptteil mit empirisch gewonnenen Einschätzungen aus der journalistischen Praxis. In einer Schlussbetrachtung werte ich die Ergebnisse aus.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Einleitung

Kapitel 2: Das traditionelle Modell des Journalismus

2.1 Funktionen und Selbstverständnis

2.2 Journalistische Qualität und deren Sicherung

Kapitel 3: Das Internetzeitalter

3.1 Umbrüche in der Ära des Web 2.0

3.2 Das Phänomen Weblog

Kapitel 4: Journalismus im Internetzeitalter

4.1 Abkehr vom traditionellen Verständnis

4.2 Finanzierung

4.3 Watchblogs und Qualitätssicherung

4.4 Internetauftritte: Oberhessische Presse und Zeitungsgruppe Lahn-Dill

4.5 Gesellschaftliche Bedeutung

4.6 Einschätzungen aus der journalistischen Praxis

Kapitel 5: Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen des Journalismus im Internetzeitalter und analysiert, inwieweit das traditionelle journalistische Produktionsmodell durch das Web 2.0 und partizipative Angebote unter Druck gerät oder transformiert wird.

  • Wandel journalistischer Selbstverständnisse und Arbeitsweisen
  • Herausforderungen der Finanzierung von Online-Journalismus
  • Die Rolle von Weblogs und Internetauftritten für die Qualitätssicherung
  • Gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus unter Rückgriff auf die Machttheorie von Michel Foucault

Auszug aus dem Buch

Kapitel 1: Einleitung

Über Jahrzehnte hinweg galt die Zeitung als zentrale Instanz bei der öffentlichen Meinungsbildung, ehe sie in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verlor. Zugespitzt hat sich die Lage insbesondere in den USA, wo bereits zahlreiche Zeitungen eingestellt wurden und selbst die renommierte New York Times ins Straucheln geriet. In den Schlagzeilen stand das hochverschuldete Blatt insbesondere im Jahr 2009, als es vom Milliardär Carlos Slim finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Millionen Dollar erhielt. Waren es zunächst vorwiegend Auflagenrückgänge, die den Verlegern Sorgen bereiteten, so befinden sich – wie Weichert u.a. (2009: 8) anmerken – „Vertriebserlöse, Werbeumsätze und Aktienwerte spätestens seit 2008 im freien Fall“. Dagegen geht es dem deutschen Verlagswesen noch gut – Qualitätsblätter wie die Süddeutsche Zeitung vermeldeten jüngst sogar einen Anstieg bei den verkauften Exemplaren. Dies kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Zeitungen auch hierzulande in eine Notlage geraten sind. Zwar genießen sie nach wie vor hohes Ansehen, doch deren Gesamtauflage nahm im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich ab. Betrug sie im Jahr 2001 noch 30,2 Millionen (vgl. Pasquay 2001), so lag der Wert zehn Jahre später bei nur noch 23,8 Millionen (vgl. Pasquay 2011).

In Anbetracht dessen setzen sich Experten kritisch mit der Zukunft der gedruckten Zeitungen auseinander. So ist Jarvis (2009 a: 118) der Ansicht, dass sich Verleger einen festen Termin setzten sollten, „an dem sie ihre Druckerpressen anhalten werden“, während Eumann (2011: 83) das Zeitungswesen zwar nicht am Abgrund sieht, aber anmerkt: „Statt montags bis samstags […] gibt es möglicherweise ein- oder zweimal pro Woche eine auf Papier gedruckte Ausgabe“.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Krisensituation der Printmedien ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Relevanz und Neudefinition des Journalismus im Internetzeitalter.

Kapitel 2: Das traditionelle Modell des Journalismus: Hier werden die normativen und funktionalen Grundlagen des Journalismus sowie die Herausforderungen bei der Definition und Sicherung journalistischer Qualität beleuchtet.

Kapitel 3: Das Internetzeitalter: Dieses Kapitel erläutert die technologischen und sozialen Veränderungen durch das Web 2.0 sowie die Entstehung der Weblog-Kultur.

Kapitel 4: Journalismus im Internetzeitalter: Der Hauptteil analysiert die veränderten Anforderungen an den Journalismus, die Finanzierungsproblematik, die Rolle von Watchblogs, lokale Internetauftritte sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Mediums.

Kapitel 5: Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven des Journalismus im Hinblick auf seine gesellschaftliche Integrationsfunktion.

Schlüsselwörter

Journalismus, Internetzeitalter, Web 2.0, Weblogs, Partizipation, Qualitätssicherung, Finanzierung, Online-Journalismus, Meinungsbildung, Gatekeeping, Gatewatching, Michel Foucault, Machttheorie, digitale Transformation, Medienwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Journalismus durch die Digitalisierung und der Frage, wie sich journalistische Akteure in diesem veränderten Medienumfeld positionieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel der Nachrichtenproduktion, die Finanzierung von Online-Angeboten, das Aufkommen partizipativer Web-Formate und die gesellschaftliche Macht des Journalismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob der traditionelle Journalismus im Internetzeitalter an Bedeutung verliert oder ob er sich durch eine Neuausrichtung erfolgreich behaupten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse führt der Autor eine empirische Untersuchung durch, bei der 100 Tageszeitungsredaktionen zu ihrer Einschätzung der Lage befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Finanzierungsmodellen, zur Qualitätssicherung durch Watchblogs, zum Partizipationsgrad bei lokalen Zeitungen und einer theoretischen Fundierung durch Foucaults Machttheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Journalismus, Web 2.0, Partizipation, Qualitätssicherung, Online-Medien und gesellschaftlicher Wandel.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis zwischen professionellen Journalisten und Webloggern?

Der Autor konstatiert, dass Weblogs den klassischen Journalismus nicht ersetzen, sondern eher in einem komplementären Verhältnis zu diesem stehen und als wertvolle Ergänzung oder Korrektiv fungieren können.

Welche Rolle spielt Michel Foucault für die Argumentation des Autors?

Foucaults Konzepte von Macht, Diskurs und Gouvernementalität dienen dazu, die gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus als Steuerungs- und Orientierungsinstanz in einem fragmentierten digitalen Raum zu analysieren.

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Detalles

Título
Ein Tod auf Raten? Perspektiven und Bedeutung des Journalismus im Internetzeitalter
Universidad
University of Marburg  (Institut für Medienwissenschaft)
Calificación
1,3
Autor
Daniel Seehuber (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
64
No. de catálogo
V201972
ISBN (Ebook)
9783656293880
ISBN (Libro)
9783656294689
Idioma
Alemán
Etiqueta
raten perspektiven bedeutung journalismus internetzeitalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Seehuber (Autor), 2012, Ein Tod auf Raten? Perspektiven und Bedeutung des Journalismus im Internetzeitalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201972
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