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Der Begriff der Lebenswelt in Edmund Husserls „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“

Titre: Der Begriff der Lebenswelt in Edmund Husserls „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Maik Wöhlert (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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In seinem Spätwerk „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“ macht Edmund Husserl den Begriff der Lebenswelt zu einem zentralen Gegenstand seiner Phänomenologie. Für Husserl ist die Lebenswelt der „eigentliche, der ursprungsechte Sinn“, der selbstverständliche , unbefragte Boden allen wissenschaftlichen und alltäglichen Handelns.
Husserl machte mit der Thematisierung des „Lebenswelt“ Begriffs „zum ersten Mal in der Geschichte der Philosophie etwas zum Problem, was bis dahin gar nicht gesehen wurde.“ Durch einen Versuch der Reduktion und der Einführung der Epoché gegenüber den positivistischen Wissenschaften, welche er durch ihre „Idealisierung“ für die Krisis in den Wissenschaften verantwortlich macht, weist er auf das radikale Problem hin, welches „wie eine solche Naivität tatsächlich als lebendige historische Tatsache möglich wurde und immerfort wird, wie eine Methode, die wirklich auf ein Ziel, die systematische Lösung einer unendlichen wissenschaftlichen Aufgabe, ausgerichtet ist und dafür immerfort zweifellos Ergebnisse zeitigt, je erwachsen konnte und dann durch die Jahrhunderte hindurch immerfort nützlich zu fungieren vermag, ohne daß irgendjemand ein wirkliches Verständnis des eigentlichen Sinnes und der inneren Notwendigkeit solcher Leistungen besaß.“
Die Lebenswelt und das damit inbegriffene Problem der Mathematisierung der Natur sowie die Analyse der Lebenswelt gehören zu den bekanntesten Untersuchungen Husserls und wurden auch außerhalb der Philosophie zum Beispiel in der Soziologie bekannt, unter anderen durch Niklas Luhmann und seine Kommunikation als Operation sozialer Systeme innerhalb der Systemtheorie.
Husserls Beschreibung der Krisis erhebt den Anspruch mit der „Geschichtlichkeit wissenschaftlicher Theorien und ihrem Verhältnis zum konkreten, historischen Leben“4 eine Beschäftigung zu betreiben, welche weit über eine rein empirische Analyse hinausgeht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Idee der Lebenswelt vor der „Krisisschrift“

a. Ideen I

b. Ideen II

2. Die Lebenswelt in der „Krisisschrift“

a. Die Konzeption der Lebenswelt

i. Die Krisis der europäischen Wissenschaften

ii. Die Besinnung zur Geschichte

iii.Die Mathematisierung der Natur

b. Die Lebenswelt als Ursprung der Wissenschaften

c. Unterscheidung zwischen Lebenswelt und idealisierter Welt

d. Vorwissenschaftliche Erfahrung versus wissenschaftliche Welt

3. Zugangsweisen der Lebenswelt

a. Die Epoché

b. Die transzendentale Reduktion

4. Probleme der Lebenswelt

5. Fazit/ Aussicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff der Lebenswelt in Edmund Husserls Spätwerk „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Husserl die Lebenswelt als Fundament der objektiven Wissenschaften begründet und welche methodischen Zugänge er entwickelt, um diese im Rahmen der Phänomenologie zu erschließen.

  • Historische Herleitung des Lebensweltbegriffs bei Husserl
  • Analyse der Krisis der europäischen Wissenschaften
  • Mathematisierung der Natur und Sinnentleerung
  • Methodik der Epoché und der transzendentalen Reduktion

Auszug aus dem Buch

iii. Die Mathematisierung der Natur

Die Mathematisierung der Natur stellt für Husserl das entscheidende Argument gegen den naturwissenschaftlichen Objektivismus dar. Husserl präsentiert seine These zuerst anhand der antiken Geometrie und dann später mit der Galileischen Naturkonzeption. Er kritisiert die Entwicklung von Messverfahren hin zu „rein geometrischen Denkoperationen, bis zu den Limesgestalten einer idealisierten Welt.“ Durch diese Limesgestalten und die Konstruktion einer objektiven, mathematisierbaren Welt, kommt es zu einem Verlust des lebensweltlichen Bezugs und damit, wie bereits in der Krisis der Wissenschaften erwähnten Unfähigkeit, den Menschen zu einer Daseinsform zu verhelfen. Vor allem aber seien es die qualitativen, subjektiven Füllen, welche bei der Entwicklung einer Maßmethode, welche es für jede einzelne Erfahrung geben muss, indirekt mitmathematisiert würden. Husserl hält die von Galilei gewählte Konzeption der Natur für eine naturwissenschaftliche Fundamentalhypothese. Die Hypothese der Naturwissenschaft bleibt für Husserl auch nach Jahrhunderte langer Bewährung für immer eine Hypothese. „Es ist das eigene Wesen der Naturwissenschaft, es ist apriori ihre Seinsweise, ins Unendliche Hypothese und ins Unendliche Bewährung zu sein.“

Neben der eigentlichen Mathematisierung der Welt, bedeutet für Husserl die „Arithmetisierung der Welt“ eine weitere Entleerung des Sinns, da durch den arithmetischen Formelsinn „die zu erwartenden empirischen Regelmäßigkeiten der praktischen Lebenswelt entworfen werden“ und somit a priori eine Weltbetrachtung anstrebt, welche nicht mehr die natürliche Einstellung als Grundlage hat. Es kommt mit anderen Worten zu einer Umstellung der vorwissenschaftlichen Doxa hin zu den theoretischen Epistemen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Idee der Lebenswelt vor der „Krisisschrift“: Dieses Kapitel vergleicht Husserls frühe Überlegungen zur „natürlichen Welt“ in den „Ideen I“ und „Ideen II“ mit seinem späteren Lebensweltbegriff.

2. Die Lebenswelt in der „Krisisschrift“: Hier wird der Kern von Husserls Analyse der Lebenswelt, ihre Bedeutung als Ursprung der Wissenschaften und der Konflikt mit der Mathematisierung der Natur erörtert.

3. Zugangsweisen der Lebenswelt: Dieses Kapitel stellt die methodischen Instrumente Epoché und transzendentale Reduktion als notwendige Voraussetzungen für die phänomenologische Untersuchung vor.

4. Probleme der Lebenswelt: Hier wird die Schwierigkeit behandelt, die Lebenswelt wissenschaftlich zu erfassen, ohne in die Naivität der objektivistischen Wissenschaften zurückzufallen.

5. Fazit/ Aussicht: Das Kapitel reflektiert die Aktualität von Husserls Phänomenologie und deren Bedeutung für die moderne Philosophie sowie die Bewältigung gegenwärtiger Krisen.

Schlüsselwörter

Edmund Husserl, Lebenswelt, Phänomenologie, Krisis, Mathematisierung der Natur, Epoché, Transzendentale Reduktion, Natürliche Einstellung, Wissenschaftstheorie, Sinnentleerung, Objektivismus, Subjektivität, Galilei, Philosophiegeschichte, Vorwissenschaftliche Erfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Lebensweltbegriff bei Edmund Husserl, insbesondere in dessen Spätwerk „Die Krisis der europäischen Wissenschaften“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik der objektiven Wissenschaften, dem Konzept der Lebenswelt, der Rolle der Geschichte und den phänomenologischen Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Begründung der Lebenswelt als Fundament der Wissenschaften sowie die methodischen Zugänge dazu bei Husserl herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse der Primärquellen von Husserl und relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Genese des Lebensweltbegriffs, der Konzeption der „Krisisschrift“, den Zugangsweisen (Epoché, Reduktion) und den damit verbundenen methodischen Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Phänomenologie, Lebenswelt, Mathematisierung der Natur, Epoché und transzendentale Reduktion.

Wie unterscheidet sich die Lebenswelt von der idealisierten Welt nach Husserl?

Die Lebenswelt ist der unmittelbar erfahrene, vorwissenschaftliche Boden, während die idealisierte Welt ein durch Theorien und mathematische Symbole konstruiertes „Ideenkleid“ darstellt.

Warum hält Husserl die Mathematisierung der Natur für problematisch?

Er sieht darin eine Entleerung des Sinns, da die unmittelbare, qualitative Erfahrung durch ein rein funktionales, mathematisches System ersetzt und verdeckt wird.

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Résumé des informations

Titre
Der Begriff der Lebenswelt in Edmund Husserls „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Philosophie)
Note
1,7
Auteur
Maik Wöhlert (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
20
N° de catalogue
V202048
ISBN (ebook)
9783656284840
ISBN (Livre)
9783656285984
Langue
allemand
mots-clé
begriff lebenswelt edmund husserls krisis wissenschaften phänomenologie eine einleitung philosophie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maik Wöhlert (Auteur), 2012, Der Begriff der Lebenswelt in Edmund Husserls „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202048
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Extrait de  20  pages
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