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Arbeitersiedlungsbau in Sachsen, eine Betrachtung im nationalen Kontext

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Arbeiter- und Werkssiedlungen

Title: Arbeitersiedlungsbau in Sachsen, eine Betrachtung im nationalen Kontext

Master's Thesis , 2012 , 130 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Rau (Author)

Business economics - General
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In Deutschland finden sich unzählige mittlerweile denkmalgeschützte Wohnsiedlungen, die seit etwa 1830 von Unternehmern oder Unternehmen errichtet wurden. Diese haben teilweise im Laufe der Zeit unterschiedliche Besitzer erlebt, wurden der jeweiligen Erfordernissen angepasst und stehen zum jetzigen Zeitpunkt als kulturhistorische Denkmale sehr gut da. Andererseits gibt es aber auch Werkssiedlung, die zum heutigen Tag von hohen Leerständen geprägt sind. So finden sich auch in Sachsen einige sehr differenzierte Beispiele für solche Bauten. Von beson-derem Interesse ist bei deren Analyse auch der Kopplung von Wohn- und Arbeitssituation, also die Bindung des Angestellten an seinen Arbeitgeber über die Bereitstellung von Wohnraum. Letztlich lassen sich aus der Gesamtanalyse der derzeitigen Situation Schlüsse auf die Entwick-lung von Arbeiter- und Werkswohnsiedlungen ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung deutscher Arbeitersiedlungen in den europäischen Kontext

1.1 Ursprünge

1.1.1 Entstehung von Arbeitersiedlungen im Zuge der Industriellen Revolution, Exzerpt: Großbritannien

1.1.2 Anfänge des Arbeitersiedlungsbaus in Deutschland

1.2 Höhepunkte der Entwicklung des Arbeitersiedlungsbaus in Deutschland anhand realisierter Beispiele

1.2.1 Kuchen (Baden-Württemberg)

1.2.2 Kammgarnquartier Augsburg (Bayern)

1.2.3 Hannover-Körtingsdorf (Niedersachsen)

1.2.4 Siemensstadt Berlin (Berlin)

1.2.5 Hafenviertel Emden (Niedersachsen)

1.2.6 Kruppstadt/ Margarethenhöhe Essen (Nordrhein-Westfalen)

1.2.7 Kolonie Frankfurt am Main (Hessen)

1.2.8 Limburgerhof (Rheinland-Pfalz)

1.2.9 Werkssiedlung Piesteritz (Sachsen-Anhalt)

1.2.10 Daimler-Werkssiedlung Ludwigsfelde (Brandenburg)

1.2.11 Zechenkolonien (deutschlandweit)

1.2.12 Eisenbahnersiedlungen (deutschlandweit)

1.2.13 Postsiedlungen (deutschlandweit)

1.2.14 Genossenschaftlicher Siedlungsbau (deutschlandweit)

1.2.15 Arbeiterstädte wie Wolfsburg, Neue Stadt Wulfen und Eisenhüttenstadt (deutschlandweit)

1.3 Abklang des Arbeitersiedlungsbaus in Deutschland und dessen Folgen

2. Prinzip der Kopplung von der Wohnsituation an die Erwerbstätigkeit

2.1 Wohnraum im Eigentum des Unternehmers

2.1.1 Werksdienstwohnung

2.1.1 Werksmietwohnung

2.2 Wohnraum im Eigentum des Arbeitnehmers

2.3 Erbbaurechtsmodelle

3. Werks- und Arbeitersiedlungsbau in Sachsen

3.1 Charakteristik sächsischer Arbeiter- und Werkssiedlungen von der Industriellen Revolution bis 1949

3.2 Charakteristik sächsischer Arbeiter- und Werkssiedlungen in der Deutschen Demokratischen Republik

3.3 Charakteristik sächsischer Arbeiter- und Werkssiedlungen nach 1990

3.4 Realisierte Beispiele für Arbeiter- und Werkssiedlungen

3.4.1 Krochsiedlung (Leipzig-Gohlis)

3.4.2 Gartenstadt Marienbrunn/ Nibelungenring (Leipzig-Marienbrunn)

3.4.3 Erla-Siedlung (Leipzig-Thekla)

3.4.4 Siedlung der Landessiedlungsgesellschaft Sachsen/ Siedlung der Vereinigten Strohstoff-Fabriken (Coswig)

3.4.5 Siedlung „Eisoldsche Häuser“ (Radebeul)

3.4.6 Gartenstadt Hellerau (Dresden-Hellerau)

3.4.7 Gartenstadt Lauta-Nord (Lauta)

4. Zusammenfassung und Ausblick

4.1 Typologische Muster: Festgestellte Bautypen und Siedlungstypen

4.2 Bedeutung der Arbeitersiedlungen in Sachsen /Vergleich mit der Situation in Gesamtdeutschland

4.3 Zukunft der Arbeiter- und Werkssiedlungen in Deutschland

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die heutige Bedeutung sowie die zukünftigen Perspektiven von Arbeiter- und Werkswohnsiedlungen in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf den Freistaat Sachsen. Ziel ist es zu erörtern, inwiefern das historische Prinzip der Kopplung von Wohn- und Arbeitsplatz auch unter heutigen Bedingungen als Lösungsansatz für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren fungieren kann.

  • Historische Einordnung des Arbeitersiedlungsbaus in Europa und Deutschland.
  • Analyse der verschiedenen Eigentums- und Rechtsmodelle (z.B. Werksdienstwohnungen, Erbbaurecht).
  • Detaillierte Fallstudien zu spezifischen Arbeitersiedlungen in Sachsen (u.a. Leipzig, Dresden, Radebeul).
  • Vergleich der sächsischen Entwicklung mit der gesamtdeutschen Situation.
  • Diskussion über die zukünftige Rolle von Werkswohnungen in Zeiten von Wohnungsknappheit und Stadtumbau.

Auszug aus dem Buch

1.2.4 Siemensstadt Berlin (Berlin)

Ein weiteres noch heute weltweit tätiges Industrieunternehmen mit entsprechenden Ambitionen im Bau von Unterkünften für ihre Werksangehörigen ist die im Jahr 1847 unter dem Namen „Telegraphen Bauanstalt von Siemens & Halske“ und heute als Siemens AG bekannte Unternehmung, mit ihrem Firmensitz in Berlin. Die Geschichte von Siemens begann in Person von Werner von Siemens als kleine Werkstatt, und entwickelte sich bis zum heutigen Tag hin zu einem weltweit agierenden Elektronikunternehmen.

Siemens Aufstieg ist eng mit dem Beginn des Kommunikationszeitalters verbunden. Die Produkte, die Siemens zu einem wohlhabenden Unternehmen machten, waren vor allem der Bau von Telegraphenlinien und Atlantikkabeln. Da sich das Geschäftsfeld damals wie heute in einem stetigen Wandel befand, wurde das Berliner Werk bereits in der Anfangsjahren mehrmals verlegt und anschließend erweitert.

Mit der Zeit ging Siemens über die Grenzen Deutschlands hinaus, wurde zum multinationalen Unternehmen und war mit Niederlassungen in allen aufkeimenden Industrienationen (Japan, China, Russland, England etc.) präsent. Dies sei nur erwähnt um folgenden Sachverhalt näher zu beschreiben: aufgrund der vielfältigen Erfahrungen auch aus ausländischen Märkten entwickelte sich eine stark sozialausgerichtete Ausrichtung des Gesamtunternehmens, wodurch Arbeiterwohnen schon frühzeitig eine tragende Rolle im Gesamtkonzept spielte. Umgesetzt wurde es in der Siemensstadt im Norden Berlins, wo sich bis zum heutigen Tag die Hauptzentrale befindet.

Verortet im Bezirk Berlin-Spandau besteht die Siemensstadt aus den Siemenswerken sowie großflächige Arbeitersiedlungen auf der Spandauer Nonnenwiese. Noch heute sind die Siemens-Werke annähernd vollständig erhalten und spiegeln weitläufige Industrie- und Werksanlagen durchmischt mit grünen Arbeiterwohnensembles wider. Zu Hochzeiten verrichteten auf dem Gelände 25.000 Arbeiter ihre Aufgaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung deutscher Arbeitersiedlungen in den europäischen Kontext: Dieses Kapitel stellt die historische Entwicklung der Arbeitersiedlungen dar, indem es britische Einflüsse (Industrielle Revolution) und deutsche Beispiele sowie die Gartenstadtidee analysiert.

2. Prinzip der Kopplung von der Wohnsituation an die Erwerbstätigkeit: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Eigentumsformen von Werkswohnungen und deren Abhängigkeit vom Arbeitsverhältnis erläutert.

3. Werks- und Arbeitersiedlungsbau in Sachsen: Dieses Kapitel liefert einen Einblick in die sächsische Industriegeschichte und untersucht spezifische sächsische Siedlungen sowie deren Entwicklung nach 1990.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die typologischen Muster zusammen, vergleicht Sachsen mit Gesamtdeutschland und diskutiert die Zukunftsfähigkeit des Konzepts Werkswohnung.

Schlüsselwörter

Arbeitersiedlung, Werkssiedlung, Industrialisierung, Sachsen, Wohnungsbau, Gartenstadt, Werkswohnung, Siemensstadt, Kruppstadt, Genossenschaft, Stadtentwicklung, Denkmalschutz, Wohnungsmangel, Erbbaurecht, Stadtumbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und Struktur von Arbeitersiedlungen und Werkssiedlungen, primär in Deutschland mit einem Fokus auf Sachsen, und beleuchtet deren soziologische und ökonomische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Wohnformen für Arbeiter im Zuge der Industrialisierung, die verschiedenen Bautypen sowie die rechtlichen Koppelungen zwischen Erwerbstätigkeit und Wohnsituation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob das historische Modell der Werkswohnung als Instrument zur Bindung von Fachkräften und zur Entschärfung des Wohnungsmangels in modernen Boom-Regionen wieder an Bedeutung gewinnen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, Literaturrecherche sowie einer Fallstudienbetrachtung verschiedener Arbeitersiedlungen, unterfüttert durch Daten zur Stadt- und Industriegeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die Einordnung deutscher Siedlungen in den europäischen Kontext, die Untersuchung rechtlicher Modelle wie Werksmietwohnungen oder Erbbaurecht, als auch eine detaillierte Analyse sächsischer Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Arbeitersiedlung, Werkssiedlung, Industrialisierung, Gartenstadt, Genossenschaftsbau sowie die rechtliche Verknüpfung von Arbeit und Wohnen.

Welche Rolle spielten die sächsischen Metropolregionen bei der Industrialisierung?

Leipzig, Dresden und Chemnitz entwickelten sich aufgrund ihrer starken industriellen Basis (Textil, Maschinenbau) zu Knotenpunkten, was den Bau zahlreicher Siedlungen für die wachsende Arbeiterschaft notwendig machte.

Warum ist das Beispiel der Gartenstadt Hellerau so besonders?

Hellerau gilt als herausragendes, denkmalgeschütztes Flächendenkmal, das als erste deutsche Gartenstadt nach englischem Vorbild gegründet wurde und hohe architektonische sowie kulturelle Bedeutung genießt.

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Details

Title
Arbeitersiedlungsbau in Sachsen, eine Betrachtung im nationalen Kontext
Subtitle
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Arbeiter- und Werkssiedlungen
College
University of Leipzig  (Institut für Grundlagen des Bauens und Planungsmanagements)
Course
Bau- und Planungsmanagement
Grade
1,3
Author
Christian Rau (Author)
Publication Year
2012
Pages
130
Catalog Number
V202139
ISBN (eBook)
9783656335603
ISBN (Book)
9783656336242
Language
German
Tags
arbeitersiedlungsbau sachsen betrachtung kontext vergangenheit gegenwart zukunft arbeiter- werkssiedlungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Rau (Author), 2012, Arbeitersiedlungsbau in Sachsen, eine Betrachtung im nationalen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202139
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