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Buchrezension zu Raphael Lutz "Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart"

Title: Buchrezension zu Raphael Lutz "Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart"

Literature Review , 2012 , 6 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Joe Majerus (Author)

World History - General and Comparison
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Kritische Bewertung von Raphael Lutz' historiographischer Überblicksdarstellung über die Entwicklung der Geschichtswissenschaften im 20. und frühen 21. Jahrhundert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Das vorliegende Dokument enthält kein explizites Inhaltsverzeichnis. Die Analyse der Struktur basiert auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Werk von Lutz Raphael durch den Autor der Rezension.

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Rezension hat zum Ziel, die historiographische Analyse von Lutz Raphael kritisch zu beleuchten und dessen Darstellung der Entwicklung der Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert zu würdigen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich wissenschaftliche Paradigmen durch interdisziplinäre Einflüsse, Professionalisierung und internationale Vernetzung gewandelt haben.

  • Entwicklung der Geschichtswissenschaft im "Zeitalter der Extreme"
  • Wechselwirkungen zwischen historischen Teildisziplinen und Nachbarwissenschaften
  • Der Prozess der Professionalisierung und institutionellen Autonomie
  • Bedeutung der Internationalisierung für die methodische Diversifikation
  • Kritik am Paradigmenmodell der historischen Forschung

Auszug aus dem Buch

Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme

Das Werk „Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme“ des deutschen Historikers Raphel Lutz ist eine im Münchener Beck Verlag erschienene, historiographische Überblickdarstellung, welche über die allgemeinen Hauptströmungen und internen Entwicklungen im Bereich der historischen Geschichtswissenschaften während der letzten einhundert Jahre informiert. Dabei bewegt sich der Autor durchaus auf ihm bestens vertrauten Pfaden, wovon nicht zuletzt die im Rahmen seiner Habilitationsarbeit erfolgte Beschäftigung mit dem Wirken und Einfluss der französischen „Annales-Schule“ in der Nachkriegszeit sowie seine leitende Beteiligung am Projekt „Atlas of the institutions of European Historiography 1800-2005“ ein überzeugendes Zeugnis ablegen.

In der Tradition vorheriger Arbeiten liegt der Hauptakzent des Buches allen voran auf einer ausführlichen, thematisch strukturierten Abfassung über die allgemeine Entwicklung und interne Umorientierung einzelner historischer Fachdisziplinen im Laufe der letzten Jahrzehnte. Alleine schon aufgrund der chronologischen Anordnung des Buches entlang der internen Entwicklung verschiedener historischer Teildisziplinen, insbesondere den von ihnen auf andere historische Fachrichtungen ausgehenden Impulsen sowie umgekehrt den von diesen auf sie einwirkenden Einflüssen, wird deutlich, dass sich für den Autor die historiographische Entwicklung prinzipiell nicht über ein Paradigmenmodell universeller, fächerübergreifender Interpretationsschemata definieren lässt, mit anderen Worten also nicht im Sinne einer über „Brüche [und] radikale Veränderungen der Deutungsmuster“ gekennzeichneten „Abfolge dominanter Paradigmen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Hinweis: Da das Originaldokument als fortlaufende Rezension verfasst ist und kein strukturiertes Inhaltsverzeichnis mit Kapiteln besitzt, fasst diese Übersicht die zentralen Argumentationsstränge der Rezension zusammen.

Methodische Einordnung: Der Rezensent analysiert zunächst das Anliegen des Autors, die Geschichtswissenschaft nicht als Abfolge starrer Paradigmen, sondern als wetteiferndes Feld von Ansätzen darzustellen.

Strukturelle Analyse: Im zweiten Teil wird beleuchtet, wie Professionalisierung und interdisziplinärer Austausch zu einer Ausdifferenzierung des Faches und zur Aufwertung neuerer Disziplinen wie der Kulturgeschichte führten.

Synthese und Bewertung: Abschließend würdigt der Rezensent die Arbeit als kohärente historiographische Synthese, die insbesondere den Einfluss internationaler Vernetzung und neuerer Medien auf die Geschichtsschreibung hervorhebt.

Schlüsselwörter

Geschichtswissenschaft, Lutz Raphael, Historiographie, Annales-Schule, Paradigmenwechsel, Professionalisierung, Interdisziplinarität, Sozialwissenschaften, Kulturgeschichte, Global History, Methodenkontroversen, Wissenschaftsgeschichte, Zeitalter der Extreme, Historische Teildisziplinen, Forschungslandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Rezension grundsätzlich?

Die Rezension befasst sich mit dem Werk „Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme“ von Lutz Raphael, das die Entwicklung der Geschichtsforschung in den letzten einhundert Jahren nachzeichnet.

Was sind die zentralen Themenfelder der analysierten Arbeit?

Zentrale Themen sind der Wandel historiographischer Methoden, die Auswirkungen politischer Umwälzungen auf die Forschung und die zunehmende Spezialisierung innerhalb der Geschichtswissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung von Lutz Raphael?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass sich die historische Forschung nicht durch eine einfache Abfolge dominanter Denkschulen definieren lässt, sondern durch eine dynamische Konkurrenz verschiedenartiger Erklärungsmodelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Werk verwendet?

Raphael wählt eine thematisch strukturierte, historiographische Überblickdarstellung, die den wechselseitigen Austausch zwischen historischen Teildisziplinen und benachbarten Sozialwissenschaften analysiert.

Was wird im Hauptteil der Rezension primär behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die strukturelle Öffnung der Geschichtswissenschaft hin zu multiplen, interdisziplinären Ansätzen und die Rolle der Internationalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie historiographische Entwicklung, interdisziplinärer Wissensaustausch, Professionalisierung und die Diversifikation der Forschungslandschaft geprägt.

Wie bewertet der Rezensent die Bedeutung der Annales-Schule?

Die Annales-Schule wird als ein Beispiel für die Initiative einzelner Persönlichkeiten angeführt, die maßgeblich dazu beitrugen, starre Erklärungsmodelle zu überwinden und neue methodische Impulse zu setzen.

Welche Rolle spielt die Globalisierung laut der Analyse für die Geschichtswissenschaft?

Die Globalisierung und akademische Internationalisierung führten zu einer Angleichung von Mindeststandards und einer weltweiten Pluralisierung der historischen Forschungslandschaft.

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Details

Title
Buchrezension zu Raphael Lutz "Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart"
College
University of Luxembourg
Grade
2,7
Author
Joe Majerus (Author)
Publication Year
2012
Pages
6
Catalog Number
V202285
ISBN (eBook)
9783656316008
Language
German
Tags
Raphael Lutz Historiographie Geschichtswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joe Majerus (Author), 2012, Buchrezension zu Raphael Lutz "Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202285
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