Einführung in die Arbeitspsychologie
Erläuterung der historischen Entwicklung der Arbeitswissenschaft:
Die historische Entwicklung der Arbeitswissenschaft kann man in folgende drei Stufen einteilen:
- Individualwissenschaftliche Stufe
- Gruppenwissenschaftliche Stufe
- Aktionswissenschaftliche Stufe
(Wobei man beachten muss, dass der amerikanische Ingenieur F.W.Taylor (Um 1900) auch eine wichtige Rolle für die Arbeitswissenschaft gespielt hat. )
F.W. Taylor (1856 – 1915) fing 1878 eine Lehre in einem Stahlwerk an und arbeitete sich langsam zum Chefingenieur hoch. 1889 wurde er sogar als Berater für andere Stahlwerke hinzugezogen. Anfang 1900 publizierte er wissenschaftliche Bücher über Arbeitswissenschaft: 1903- „Shop Management“, 1911- „The principles of scientific
Management“.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Erläuterung der historischen Entwicklung der Arbeitswissenschaft
1.1 Die individualwissenschaftliche Stufe
1.2 Die Gruppenwissenschaftliche Stufe
1.3 Die Aktionswissenschaftliche Stufe
2. Das Konzept Anforderung/Belastung
2.1 Entscheidungsanforderungen
2.2 Kooperationsanforderungen
2.3 Regulationshindernisse/ Regulationsüberforderungen
3. Die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die historische Entwicklung der Arbeitswissenschaft sowie in zentrale Konzepte der Arbeitspsychologie. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Anforderungen und Belastungen das menschliche Handeln im Betrieb prägen und welche Rolle die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation für die Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeit spielt.
- Historische Phasen der Arbeitswissenschaft
- Differenzierung von Anforderungen und Belastungen
- Bedeutung von Handlungsregulation im Arbeitsprozess
- Gestaltungskriterien für gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen
Auszug aus dem Buch
Die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation
Volpert geht davon aus, dass man Arbeit als Handeln bezeichnen kann und hat zu diesem Zweck ein Modell eines Handlungsablaufs ausgearbeitet- Die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation.
Ein Handeln wird hier als eine zielgerichtete Veränderung gekennzeichnet und damit ergibt sich auch ein Handlungsziel und einen Weg zu diesem Ziel, auch ein Aktionsprogramm genannt. Volpert hat dann den Handlungsablauf in einzelne Phasen aufgeteilt:
- Bildung des Ziels/Zielbildung
- Entscheidung über den Weg/Generieren
- Verwirklichung des Aktionprogramms/Durcharbeiten
- Überprüfung ob das Ziel erreicht wurde/Rückmeldung (ist das nicht der Fall, so wird die Handlung wieder von vorne - vielleicht in veränderter Form- aufgenommen)
Als Beispiel für einen solchen Handlungsablauf benutzt Volpert den Vorgang „Ein Bild aufhängen“. Somit wären die Ziele:
- Nagel in die Wand schlagen
- Bild zur Wand transportieren
- Bild an den Nagel hängen
Diese drei Ziele sind alle in einander verschachtelt und Teil eines übergeordneten Ziels, nämlich „Bild aufhängen“. Diese können aber auch weiter in andere Handlungen unterteilt werden- z.B. mit dem Hammer ausholen, zuschlagen usw.) Alle diese Ziele werden bis zur Überprüfung des Ziels durchgearbeitet, bis das Gesamtziel zufriedenstellend erreicht wurde (Das Bild hängt sicher an seinem Platz).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erläuterung der historischen Entwicklung der Arbeitswissenschaft: Dieses Kapitel skizziert den geschichtlichen Werdegang von F.W. Taylors wissenschaftlicher Betriebsführung bis hin zur sozio-technischen Systembetrachtung in drei Entwicklungsstufen.
2. Das Konzept Anforderung/Belastung: Hier werden die zentralen Dimensionen psychischer Belastung und Anforderung definiert sowie deren Einfluss auf die psychische Gesundheit und Handlungsspielräume beleuchtet.
3. Die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation: Das abschließende Kapitel erläutert Volperts Modell zur Strukturierung menschlicher Arbeit als zielgerichtetes Handeln und dessen Regulationsebenen.
Schlüsselwörter
Arbeitspsychologie, Arbeitswissenschaft, F.W. Taylor, Anforderung, Belastung, Handlungsregulation, Entscheidungsspielraum, Kooperationsanforderungen, Regulationshindernisse, Regulationsüberforderungen, sozio-technische Systeme, Handlungsablauf, Arbeitsorganisation, Gesundheitsgerechte Arbeit, Volpert
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Arbeits- und Organisationspsychologie, insbesondere mit der historischen Entwicklung des Fachbereichs und den psychologischen Mechanismen, die menschliches Arbeiten definieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Arbeitskonzepten, der Differenzierung von psychischen Anforderungen und Belastungen sowie der theoretischen Modellierung des Handlungsablaufs am Arbeitsplatz.
Was ist das primäre Ziel dieser Ausführungen?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen, indem dargelegt wird, welche Faktoren Arbeitsabläufe hemmen oder fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle der Arbeitswissenschaft, insbesondere auf die Ansätze von Volpert zur Handlungsregulation und die Konzepte der sozio-technischen Systemgestaltung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Stufen der Arbeitswissenschaft, definiert die Begriffe Anforderung und Belastung und stellt das Modell der hierarchisch-sequentiellen Handlungsorganisation detailliert vor.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben der Arbeitspsychologie vor allem Handlungsregulation, Entscheidungsspielraum, Regulationshindernisse und die sozio-technische Systemoptimierung.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Regulationshindernissen und -überforderungen?
Regulationshindernisse sind motorische oder informatorische Erschwernisse, die den Arbeitsfluss stören, während Regulationsüberforderungen Aspekte wie Monotonie und Zeitdruck umfassen, die die Leistungskapazität indirekt überlasten.
Warum ist das Modell des "Bild aufhängens" für Volpert relevant?
Es dient als praxisnahes Beispiel, um die Verschachtelung von Teilzielen innerhalb eines übergeordneten, komplexen Handlungsablaufs zu illustrieren und die Notwendigkeit von Feedbackschleifen bei der Zielerreichung zu verdeutlichen.
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- Heidi Sand (Author), 2002, Einführung in die Arbeitspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2024