Kinder in Institutionen. Einfluss und Aufgaben von Familie, Kita und Schule.


Hausarbeit, 2012

13 Seiten, Note: 2.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Institution Familie

Die Institution Kindertageseinrichtung

Institutionelle und familiäre Erziehung im Spannungsverhältnis

Die Institution Schule

Fazit

Quellen

Einleitung

Unter Institutionen versteht man in der Soziologie soziale Einrichtungen, die das Handeln der Menschen grundlegend bestimmen. Diese schränken Willkür und Beliebigkeit ein und geben den Menschen somit Verhaltenssicherheit oder auch Handlungskompetenz. Umgangssprachlich betrachtet sind es öffentliche Einrichtungen, die dem Wohl bzw. dem Nutzen der Allgemeinheit dienen. (vgl. http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/konzepte/l52/l5210.htm) Aufgrund der heutigen sozialen Gegebenheiten und der Karriere der Eltern verbringen Kinder von klein auf einen bedeutenden Teil des Tages bzw. ihres Lebens in solchen öffentlich organisierten Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen. Sie befinden sich also schon frühzeitig in Institutionen, wie Krippe, Kita, Schule, Hort, Verein u.Ä., in denen sie auf dafür ausgebildete Erwachsene mit pädagogischem Know-how treffen. Der Direktor des Deutschen Jugendinstituts beschreibt die Konsequenzen dieser Politik für den Alltag von Kindern mit dem Begriff der „Institutionenkindheit“ . Auf den folgenden Seiten werde ich mich mit dieser Erscheinung auseinandersetzen. Ich werde mich mit den wohl 3 wichtigsten Institutionen im Leben eines Kindes beschäftigen und das Verhältnis derer zueinander untersuchen.

Die Institution Familie

Die Familie ist eine der wichtigsten sozialen Institutionen im Leben eines Kindes, wenn nicht sogar die wichtigste, denn in ihrer Obhut beginnt das Leben eines Kindes. Sie ist die erste Institution, der ein Kind überhaupt beitritt. Auch heute, in einer hoch individualisierten und mobilen Welt des 21. Jahrhunderts kommt der Familie eine zentrale Bedeutung für den Menschen zu. Für etwa 90 Prozent der Bevölkerung steht sie an erster Stelle ihrer persönlichen Prioritäten und auch junge Menschen schätzen sie sehr. Rund 72 Prozent der Zwölf bis Fünfundzwanzigjährigen sind davon überzeugt, eine Familie zum Glücklichsein zu brauchen (s. http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/de/gesellschaft/main-content-08/familie-als-wichtige-soziale-institution.html).

Allerdings haben sich die Vorstellung davon, wie eine Familie auszusehen hat und ihre Struktur aufgrund des sozialen Wandels sehr verändert. Die traditionelle, bürgerliche Familie gibt ein Bild eines langjährig verheirateten Ehepaars mit mehreren Kindern vor. Wobei eine strikte Rollentrennung besteht. Der Vater tritt als berufstätiger Ernährer der Familie auf und die Mutter als Hausfrau. Dieses Bild besteht auch heute noch, aber nicht mehr unbedingt als vorherrschende Lebensform. Heute sind die Formen des Zusammenlebens vielfältiger. Man hat mehr Freiräume, sich zwischen verschiedenen Familienformen oder aber gänzlich gegen eine Familie zu entscheiden. Das liegt unter anderem an der Gleichberechtigung und gewandelter Rolle der Frau. Circa 65 Prozent der Mütter führen einen Beruf aus. Außerdem sind die Familien kleiner geworden; Familien mit mehreren Kindern treten seltener auf als Ein-Kind-Familien und ebenso üblich ist ein Leben ohne Kinder- ob nun als Paar oder allein. So ist zum Beispiel 2008 jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren kinderlos geblieben. (alle Angaben s. http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/de/gesellschaft/main-content-08/familie-als-wichtige-soziale-institution.html)

Betrachtet man die Aufgaben der Familie, so stellt sich die Produktion von Nachkommen als ihre Kernaufgabe heraus. Sie ist Reproduktionsgemeinschaft. Außerdem erbringt sie wesentliche Leistungen für die Erhaltung und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft und ist somit als Stütze der Gesellschaft anzusehen. 4

Des Weiteren hat sie auch ökonomische Aufgaben, da sie für ihre Mitglieder sorgt, um sie unabhängig von staatlichen Transferleistungen zu machen. Beginn einer Familie ist die Elternschaft als eine enge soziale Beziehung, die lebenslang halten soll. Die Familie ist also der zentrale Ort für Kindererziehung, da hier die Kinder aufwachsen und von den Eltern bei ihrer Entwicklung unterstützt werden. Eltern sind meist die verlässlichsten Bezugspersonen für Kinder. Sie sind für die Pflege des Neugeborenen verantwortlich, bringen ihrem Baby die grundlegendsten Dinge bei, geben ihrem Kind Halt und führen es an Bildung heran. Eltern haben daher von Anfang an einen großen Anteil an der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und geben ihnen materielle, sowohl als auch nicht-materielle Werte mit. In der Familie sammeln Kinder erste elementare Erfahrungen. Außerdem spielt die Vermittlung von Liebe spielt hier eine besondere Rolle. Ein Familiensystem funktioniert durch Zusammenhalt der Mitglieder und emotionale Zuwendung, die sie, insbesondere die Kinder, erfahren. Die Chancen eines Individuums in der Gesellschaft positiv zu agieren sind wesentlich höher wenn eine intakte Familie hinter ihm steht. Doch ist nicht nur emotionale Hilfe wichtig, sondern auch Unterstützung im Sinne der Arbeitsteilung. Jedes Familienmitglied sollte eigene Aufgaben zu erledigen haben, damit der Einzelne entlastet ist. In Anbetracht des Generationenvertrages sorgen zunächst die Eltern für die Kinder und später ist es umgekehrt. Stellt die Familie eine Alltagshilfe da, so hat dies auch positive Auswirkungen auf die Gesellschaft, da regenerierte Menschen produktiver sind. (vgl. http://www.match-patch.de/ratgeber/familie/die-aufgaben-der-familie/)

Die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Senioren findet inzwischen allerdings oftmals außerhalb einer Familie statt, da sie auf ein doppeltes erwerbliches Einkommen angewiesen ist. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine besondere Herausforderung und prägt die Kinder stark. Die Zeit, die sie in ihrer Familie verbringen ist für ihre Entwicklung nämlich von großer Bedeutung. Dabei Steht die Qualität der verbrachten Zeit mit den Eltern vor der Quantität, denn diese Qualität steht im Zusammenhang mit der anderer Beziehungen, die Kinder in ihrem Leben haben. Familie und Beruf dürfen also nicht zum Gegensatz werden, sondern müssen sich ergänzen. Daher sind andere qualitativ hochwertige Institutionen nötig. Auf solche gehe ich im Folgenden ein.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Kinder in Institutionen. Einfluss und Aufgaben von Familie, Kita und Schule.
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Stendal
Note
2.3
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V202555
ISBN (eBook)
9783656288763
ISBN (Buch)
9783656289272
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinder, institutionen, einfluss, aufgaben, familie, kita, schule
Arbeit zitieren
Michelle Zander (Autor), 2012, Kinder in Institutionen. Einfluss und Aufgaben von Familie, Kita und Schule., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202555

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