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Schreiben als Kulturtechnik und dessen didaktische Vermittlung im Fremdsprachenunterricht

Título: Schreiben als Kulturtechnik und dessen didaktische Vermittlung im Fremdsprachenunterricht

Trabajo , 2010 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Agnes Thiel (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, den Schriftspracherwerb im
Fremdsprachenunterricht mit jungen Erwachsenen anhand des Freien Schreibens zu erläutern.
Daneben wird anhand der Inszenierungsform des Lernkreises eine Unterrichtseinheit
skizziert, die auf das Schreiben unter den neuen Rahmenbedingungen eines vermehrt
handlungsorientierten Unterrichts mit dem Ausgangspunkt der multikulturellen Biographien
von jungen Erwachsenen beruht.
Nicht nur das Schreiben selbst ist bekanntlich ein vielseitiger und komplexer Vorgang,
sondern die Didaktik des Schreibens, also der professionelle Versuch, unter
Unterrichtsbedingungen jungen Erwachsenen Schreiben (in der Fremdsprache) beizubringen,
sie dazu zu animieren und zu motivieren und deren Schreibfertigkeiten zu verbessern und
verschiedene Schreibanlässe zu schaffen, ist ein diffiziles Unterfangen. Insbesondere die
Didaktik des so genannten Freien Schreibens erweist sich hier als schwierig, weil die
Kreativität der Schüler und ein bisher relativ starrer didaktischer Schreiblernablaufplan
miteinander konfligieren können. Deshalb gab es kaum Verfahren „den Schreibprozeß in
seiner Komplexität bisher ganzheitlich zu erfassen“. Immer klarer in der Forschung wurde,
dass weniger die Barriere „Fremdsprache“ das Hindernis beim Schreiben ist, sondern
vielmehr der Schreibprozess selber, d.h. das Schreiben können. Deshalb strebte man gerade in
den letzten 20 Jahren danach, das WIE des Schreibens zu untersuchen und in didaktisch
vermittelbare Form zu bringen. Um dieses WIE soll es in der vorliegenden Arbeit gehen, aber
neben den bisher erbrachten (starren) Vorschlägen soll über die konstruktive Kritik hinaus ein
den modernen Schulbedingungen angepasstes Modell vorgestellt werden.
In einem ersten Schritt werden
wir die historischen Grundlagen und Wurzeln der okzidentalen Schriftkultur vorstellen und
fragen, inwieweit eine Kontinuität zur heutigen postliteralen Gesellschaft besteht (1. Kap.).
Im Anschluss daran (2. Kap.) zeigen wir die Bedeutung auf, die der Schreiberwerb gerade im
Fremdsprachenunterricht hat. In der Folge (Kap. 3) stellen wir ein klassisches Modell dieses
Schriftspracherwerbs vor. Abschließend werden wir in einem letzten Schritt der Arbeit (Kap. 4) diverse Vorschläge für einen optimierten Schriftspracherwerb beleuchten. Da die
Forschung hier noch in Bewegung ist, verstehen sich die Vorschläge nur als
Momentaufnahme. Die Schlussbemerkungen fassen die Ergebnisse zusammen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die okzidentale Schriftkultur

1.1 Der historische Hintergrund

1.2 Buch, Schrift und Schreiben in der Moderne

2. Schreiben und Schreibfertigkeit

2.1 Die Bedeutung des Schreibens im Fremdsprachenunterricht

2.2 Das Verhältnis zwischen Schreiben und Schreibprozess

2.3 Textmodelle zum Schreiben-Lernen

3. Das Freie Schreiben im Fremdsprachenunterricht

3.1 Was ist Freies Schreiben?

3.2 Freies Schreiben im Fremdsprachenunterricht

4. Neue Unterrichtsmethoden und Freies Schreiben

4.1 Der Schreibprozess unter neuen schulischen Rahmenbedingungen

4.2 Funktionen von Methoden

4.3 Stationen lernen bzw. Lernkreis und Freies Schreiben

Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Schriftspracherwerb bei jungen Erwachsenen im Fremdsprachenunterricht mit einem besonderen Fokus auf das „Freie Schreiben“. Ziel ist es, ein prozessorientiertes Schreibmodell zu skizzieren, das modernen handlungsorientierten Anforderungen entspricht und individuelle multikulturelle Biographien der Lernenden einbezieht.

  • Historische Grundlagen der okzidentalen Schriftkultur
  • Kognitive und didaktische Aspekte des Schreibprozesses
  • Methodik des „Freien Schreibens“ im Fremdsprachenunterricht
  • Einsatz des Lernkreises bzw. Stationenlernens zur Schreibförderung
  • Integration individueller Erfahrungen in den Schreibprozess

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Verhältnis zwischen Schreiben und Schreibprozess

Ein Schreiber braucht zunächst ein Wissen darum, wer der Adressat seines Schreibens ist. Diese Stoßrichtung der Forschung hat mehr den Leser als den Verstehensprozess im Adressaten vor Augen, was in der klassischen Rhetorik seit der Antike auch beachtet wurde. Die neuere Forschung wendete sich aber zunehmend dem bewusstseinsimmanenten Denkprozess während des Schreibprozesses im Schreibenden zu. Es geht also hierbei um die Wechselwirkung zwischen dem Autor und seinem eigenen Text während des Textproduzierens. Was passiert also im Bewusstsein desjenigen, der schreibt? Der Prozess der Textproduktion kann grob gefasst als „Problemlöseprozess“ betrachtet werden.

Grundsätzlich kann durch das Aufschreiben von Gedanken über das Schreiben der Schreibprozess selber transparent gemacht werden. Das setzt einen systematischen Zusammenhang zwischen Schreiben und Denken voraus: Das Denken hilft dabei, das Gedächtnis zu entlasten und neue, innovative Zusammenhänge zu fixieren. Diese können verschriftlicht werden. In der Forschung erkannte man zunehmend die Vorteile dieser Methode des lauten Denkens, wobei die Schreiber beim Schreibprozess beobachtet und analysiert worden, mit dem Ziel, typische Problemlösungsstrategien zu eruieren. Andererseits entwickelte sich eine Richtung, die das Schreiben als Lerntechnik in den Mittelpunkt stellte. Allen Untersuchungen gemein ist, dass es während des Schreibvorgangs eine „Schreib-Lese-Rückkopplung“ so wie eine „reflexive Planung“ gibt, die jeweils auf mehreren Ebenen und permanent vonstatten geht. Die verschiedenen kognitiven Teilprozesse bilden so eine dialektische Einheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die okzidentale Schriftkultur: Dieses Kapitel erläutert die historischen Wurzeln der Schrift und die Entwicklung von einer oralen Kultur hin zum heutigen Gutenberg-Zeitalter und modernen digitalen Medien.

2. Schreiben und Schreibfertigkeit: Hier werden die kognitiven Aspekte des Schreibens sowie die Bedeutung des „process writing“ gegenüber der klassischen Rhetorik thematisiert.

3. Das Freie Schreiben im Fremdsprachenunterricht: Das Kapitel definiert das Freie Schreiben als kreativen Prozess, der die Motivation steigert und die Kompetenz in der Fremdsprache durch spielerisches Improvisieren festigt.

4. Neue Unterrichtsmethoden und Freies Schreiben: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung des Freien Schreibens durch methodische Inszenierungsformen wie den Lernkreis bzw. das Stationenlernen, um Binnendifferenzierung und Individualität zu fördern.

Schlüsselwörter

Schriftkultur, Freies Schreiben, Fremdsprachenunterricht, Schreibprozess, prozessorientierte Didaktik, Lernkreis, Stationenlernen, Schriftspracherwerb, Kreatives Schreiben, Schreibkompetenz, kognitive Teilschritte, Sprachfertigkeiten, Handlungsorientierung, Binnendifferenzierung, Medienwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Didaktik des Schriftspracherwerbs bei jungen Erwachsenen im Fremdsprachenunterricht, insbesondere durch die Methode des Freien Schreibens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Schriftkultur, die kognitiven Prozesse während des Schreibens und die didaktische Gestaltung von Schreibunterricht durch neue Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein prozessorientiertes didaktisches Modell für das Freie Schreiben zu präsentieren, das an die heutigen schulischen Rahmenbedingungen und die Lebenswelten junger Erwachsener angepasst ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf die Auswertung aktueller schreibdidaktischer Forschungsliteratur, um theoretische Konzepte (wie das „process writing“) mit praktischen Unterrichtsmethoden (wie dem Lernkreis) zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Schreiben zu Schreibprozess, die theoretischen Grundlagen des Freien Schreibens sowie die konkrete methodische Umsetzung durch Stationenlernen im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schriftkultur, Freies Schreiben, Schreibprozess, prozessorientierte Didaktik und Stationenlernen.

Was versteht die Autorin unter dem „Freien Schreiben“?

Es wird als kreativer und spielerischer Ansatz definiert, bei dem die inhaltliche wie formale Freiheit der Lernenden im Vordergrund steht, um ohne Leistungsdruck die Schreibkompetenz in der Fremdsprache zu fördern.

Wie unterscheidet sich der Lernkreis vom klassischen Frontalunterricht?

Der Lernkreis verlagert den Schwerpunkt von der lehrerzentrierten Durchführung hin zur Planung von individuellen Lernarrangements, die selbstverantwortliches Arbeiten und Binnendifferenzierung ermöglichen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Schreiben als Kulturtechnik und dessen didaktische Vermittlung im Fremdsprachenunterricht
Universidad
University of Heidelberg
Calificación
1,0
Autor
Agnes Thiel (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
21
No. de catálogo
V202575
ISBN (Ebook)
9783656288718
ISBN (Libro)
9783656289333
Idioma
Alemán
Etiqueta
Didaktik Fremdsprache Schriftkultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Agnes Thiel (Autor), 2010, Schreiben als Kulturtechnik und dessen didaktische Vermittlung im Fremdsprachenunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202575
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