Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht

Der Vertrag von Maastricht und die Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion

Titel: Der Vertrag von Maastricht und die Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thilo Trost (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die offizielle Gründung der Europäischen Union wird auf den 07. Februar 1992, auf die Unterzeichnung des „Vertrages von Maastricht“, datiert. Dieser schaffte große Veränderungen in wirtschaftlichen, wie auch politischen Dimensionen der Union von zu diesem Zeitpunkt zwölf Staaten. Eine Stärkung der politischen Integrität und des Europäischen Parlaments, des Binnenmarktes, die Einführung einer gemeinsamen Währung, Verteidigungspolitik und neuer Dimensionen der Zusammenarbeit in juristischen Dingen waren das Ziel der Vertragsunterzeichnung. Heute – 20 Jahre nach Vertragsunterzeichnung und inzwischen dreier Revisionen durch die Verträge von Amsterdam (1997), den Vertrag von Nizza (2001) und den Vertrag von Lissabon (2007) - stellt dieser Vertrag einen der wichtigsten Meilensteine der Europäischen Integrationsgeschichte nach dem zweiten Weltkrieg dar.
In dieser Arbeit werde ich zuerst 1) auf die historische Herkunft des Vertrags eingehen, kurz 2) den Aufbau des Vertrages umreißen und 3) im Hauptteil primär auf wichtige wirtschaftspolitische Inhalte des Vertrages sowie sekundär auf die essentiellen politische Aspekte des Vertrages und die „Säulenarchitektur“ der durch den Vertrag geschaffenen Strukturen eingehen. Als weiterer Schwerpunkt werden 4) die Konvergenzkriterien für den Beitritt zur Währungsunion und die Einführung der Währungsunion behandelt. Letztlich wird 5) eine kritische Würdigung des Vertrages vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Meilensteine bis zur Vertragsunterzeichnung

3. Schematischer Aufbau des Vertrages

4. Wichtige Inhalte des Vertrages und „die drei Säulen der Europäischen Union“

4.1. Kohärenz des Handelns und Subsidiaritätsprinzip

4.2. Die Drei Säulen der Europäischen Union

4.2.1. Erste Säule: Die Europäischen Gemeinschaften

4.2.2. Zweite Säule: Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik GASP

4.2.3. Dritte Säule: Die Justizielle Zusammenarbeit

5. Implementierung der Währungs- und Wirtschaftsunion

5.1. Die Konvergenzkriterien für den Beitritt

5.2. Die Einführung des Euro in drei Stufen

6. Folgen und kritische Würdigung des Vertrags

7. Folgerevisionen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Vertrag von Maastricht als zentralen Meilenstein der europäischen Integration. Ziel ist es, den Aufbau und die wesentlichen Inhalte des Vertragswerks zu beleuchten, insbesondere die Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion sowie die neue Säulenarchitektur, und diese kritisch im Hinblick auf ihre politische Legitimation und ökonomische Stabilität zu würdigen.

  • Historische Herkunft und Genese des Maastrichter Vertrags
  • Die drei Säulen der Europäischen Union als neue Struktur
  • Konvergenzkriterien und Implementierung der Währungsunion
  • Kritische Analyse der Regulierungs- und Marktintegration
  • Haftungsfragen und Rolle der Europäischen Zentralbank

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Zweite Säule: Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik GASP

Der zweite wichtige Aspekt (nach EUV 1992, Art. B) war die Schaffung einer „Identität auf internationaler Ebene“, die sich in erster Linie durch eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ausprägen und langfristig in einer Festlegung auf eine gemeinsame Verteidigungspolitik resultieren sollte, die im Ernstfall zu einer gemeinsamen militärischen Verteidigungsaktion führen könnte. Im fünften Titel des Vertrages wird über die Neueinführung dieses politischen Instruments und dessen Mechanismen entschieden. Die GASP sei "darauf gerichtet, auf krisenhafte Entwicklungen in Europa und in der Welt mit den Mitteln der Diplomatie aktiv einzuwirken und nicht erst auf Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen zu reagieren" (Mickel 1994, S.325).

Die Ziele dieses gemeinsamen Politikfeldes sind die Wahrung der gemeinsamen Werte, die Stärkung der Sicherheit der Union, die Wahrung des Friedens, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit (in diesem Fall primär auf politischer Ebene) und die Entwicklung und Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit (EUV 1992, Titel V, Art. J1, Abs. 2). Es wird eine regelmäßige Zusammenarbeit, Unterstützung, Unterrichtung und Abstimmung in Fragen der Politikfelder angestrebt, die mit Hilfe der „Festlegung gemeinsamer Grundsätze [...] übereinstimmendes Handeln von Mitgliedsstaaten und Kommission“ gewährleistet (EUV 1992, Titel V, Art. J2).

Dieses koordinierte Handeln – dessen spezifischer Inhalt und Form nicht explizit im Vertragswerk geregelt sind - soll wiederum einer einheitlichen Außenerscheinung dienen. In weiteren Artikeln des fünften Titels werden Bestimmungen über militärische Interventionen und deren Zustandekommen („Gemeinsame Aktionen“ nach Art. J3), der gemeinsamen Verteidigungspolitik (mit deren Inkrafttreten „zu gegebener Zeit“ nach Art. J4), der Vertretung der Union nach außen (durch Ratsvorsitzenden nach Art. J5), Beteiligung des Parlaments (Art. J7), der Organisationsstruktur (Art. J8), Stellung und Rolle der Kommission in der GASP (Art. J9) und Finanzierung des Unterfangens (Art. J11) getroffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Maastrichter Vertrag als Gründungsakt der Europäischen Union und skizziert den Aufbau sowie die zentralen Untersuchungsschwerpunkte der Arbeit.

2. Meilensteine bis zur Vertragsunterzeichnung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Nachkriegszeit über die Montanunion bis hin zur Einheitlichen Europäischen Akte nach.

3. Schematischer Aufbau des Vertrages: Hier wird die formale Struktur des Vertragswerks mit seiner Präambel und den sieben Titeln kurz dargestellt.

4. Wichtige Inhalte des Vertrages und „die drei Säulen der Europäischen Union“: Das Kapitel behandelt die Stärkung der demokratischen Legitimität, das Subsidiaritätsprinzip und die detaillierte Beschreibung der drei Säulen (Europäische Gemeinschaften, GASP, Justizielle Zusammenarbeit).

5. Implementierung der Währungs- und Wirtschaftsunion: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Rahmenbedingungen, die Konvergenzkriterien und den Drei-Stufen-Plan zur Einführung des Euro.

6. Folgen und kritische Würdigung des Vertrags: Hier erfolgt eine kritische Analyse der politischen Legitimität der Union, der regulatorischen Defizite in der Bankenaufsicht und der Problematik der Verschuldungspolitik.

7. Folgerevisionen: Der letzte inhaltliche Teil zeigt auf, wie der Vertrag Spielräume für spätere Reformen wie die Verträge von Amsterdam, Nizza und Lissabon schuf.

Schlüsselwörter

Vertrag von Maastricht, Europäische Union, Währungsunion, Konvergenzkriterien, Säulenarchitektur, Europäische Integration, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Subsidiarität, Demokratische Legitimität, Binnenmarkt, Finanzstabilität, Euro, EZB, No-bail-out, Fiskalpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vertrag von Maastricht als grundlegendem Dokument für die moderne Europäische Union und dessen Auswirkungen auf Politik und Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der neuen Säulenarchitektur, der Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion sowie den Fragen der politischen Legitimation und Stabilität innerhalb der EU.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Aufbau und die Inhalte des Vertrags zu erläutern und eine kritische Würdigung vorzunehmen, ob die geschaffenen Strukturen den Anforderungen an ein vereintes Europa gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse des Vertragstextes sowie eine Auswertung relevanter Fachliteratur zu den Integrationsprozessen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Drei-Säulen-Struktur, die detaillierte Erläuterung der Konvergenzkriterien für den Euro sowie eine kritische Hinterfragung von Sanktionsmechanismen und Stabilitätsregeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Europäische Union, Maastricht, Währungsunion, Konvergenz, Säulenmodell, politische Legitimität und Fiskalpolitik.

Welche Bedeutung hat das Subsidiaritätsprinzip im Kontext des Vertrags?

Das Prinzip besagt, dass Entscheidungen auf die jeweils niedrigste organisatorische Ebene gelegt werden sollen, um die Bürgernähe zu wahren und Kompetenzstreitigkeiten zu minimieren.

Was besagt die „No-bail-out-Klausel“?

Sie untersagt die monetäre Finanzierung von Haushaltsdefiziten durch Notenbanken und schließt eine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten einzelner Mitgliedstaaten aus.

Warum wird die „Säulenarchitektur“ in der Arbeit kritisch beleuchtet?

Die Arbeit untersucht, wie diese Struktur trotz des Ziels einer engeren Union Probleme bei der Durchsetzung einheitlicher Politiken und der politischen Transparenz verursachte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Vertrag von Maastricht und die Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion
Hochschule
Zeppelin University Friedrichshafen
Note
1,3
Autor
Thilo Trost (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V202643
ISBN (eBook)
9783656287209
ISBN (Buch)
9783656287872
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maastricht Vertrag Gründung EU EU Europäische Union Maastricht Drei Säulen der Union GASP
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thilo Trost (Autor:in), 2012, Der Vertrag von Maastricht und die Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202643
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum