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Übergang von der Kita zur Schule. Neue Herausforderungen an kommunale Netzwerkbildung

Title: Übergang von der Kita zur Schule. Neue Herausforderungen an kommunale Netzwerkbildung

Internship Report , 2011 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.sc Kira Knechtel (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Der Übergang von einer Kindertagesstätte (Kita) in die Grundschule ist in den vergangen Jahren zunehmend in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Infolge von PISA kam es zur Aufwertung des informellen und nonformalen Bildungsbegriffs. Auch der Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen ist verstärkt in den Fokus geraten und somit der Blick auf das vorschulische Lernen. Beim Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule hat das Kind Anpassungsleistungen zu erbringen, nicht nur emotionaler Art.

Auch der Aufbau neuer Kompetenzen, Beziehungen und Rollenerwartungen und Veränderungen im Tagesablauf kommen hinzu. Brüche bei diesen Übergängen können gravierende Folgen in der weiteren Biographie haben. Somit gilt es hier vermehrt passgenaue Unterstützung zu leisten. Bildungspolitisch wird eine verbindliche Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Schulen befürwortet. Dies soll eine strukturelle, inhaltliche und curriculare Anschlussfähigkeit erleichtern. Grundlage hierzu ist der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan. Lernen findet immer und überall statt.

Es gibt neben Kitas, Schulen und Familien eine Vielzahl unterschiedlicher Bildungsorte und -gelegenheiten (vgl. Olk, Hummel 2009, S.4). Dennoch reicht es nicht aus, nur die primären Akteure mit einzubeziehen. Hier setzt ein kommunales Bildungssystem an, das sich zum Ziel macht, ein erweitertes Netzwerk des gesamten sozialen Umfelds in der Kommune einzurichten, das andere Bildungsorte wie Vereine und auch andere Bildungsakteure wie z. B. Ärzte einbezieht, so dass alle am Bildungsprozess des Kindes beteiligten Personen einbezogen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Allgemeine Grundlagen

2.1 Forschung zur Gehirnentwicklung

2.2 Familienforschung

2.3 Resilienzforschung

2.4 Transitionsansatz

2.5 Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan

3 Netzwerke und Kooperationsstrukturen auf kommunaler Ebene

3.1 Voraussetzung einer erfolgreichen Gestaltung des Übergangs

3.2 Strukturelle Rahmenbedingungen

3.3 Faktoren die eine Zusammenarbeit erschweren

4 „Lernen vor Ort“ das Vorhaben

4.1 Übertragbarkeit

4.2 Meilensteine

4.3 Patenschaften des Projektes

4.4 Öffentlichkeitsarbeit

4.5 Organisationsmodell

4.6 Aktionsfelder

4.6.1 Bildungsberatung

4.6.2 Bildungsmonitoring

4.6.3 Elternarbeit / Familienbildung

4.6.4 Sprachförderung

4.6.5 Übergang Kita – Schule

4.6.6 Übergänge Schule – Beruf

5 Schnittstelle zwischen Praktikum und dem Modul Familie & Gesellschaft

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Übergangs von der Kindertagesstätte in die Grundschule und analysiert, wie kommunale Bildungsnetzwerke durch Programme wie „Lernen vor Ort“ dazu beitragen können, Bildungsprozesse strukturell besser aufeinander abzustimmen und kindgerecht zu gestalten.

  • Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die weitere Bildungsbiografie
  • Anwendung des Transitionsansatzes in der Übergangsgestaltung
  • Aufbau und Funktion kommunaler Bildungsnetzwerke am Beispiel von Frankfurt am Main
  • Rolle der Elternarbeit und Familienbildung als Unterstützungsinstanz
  • Herausforderungen in der Kooperation zwischen unterschiedlichen Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

2.4 Transitionsansatz

Übergänge sind Phasen beschleunigten Lernens und beinhalten komplexe Wandlungsprozesse, die jeder in der Auseinandersetzung mit seiner sozialen Umwelt durchläuft (vgl. Wassilios et al. 2007, S.94). Bei dem Transitionsansatz wird nicht nur die Perspektive des Übergangs des Kindes berücksichtigt, sondern auch die der gesamten Familie und weiteren am Übergangsprozess beteiligten Personen. Dementsprechend ziehen Veränderungen des Übergangs sowohl Veränderungen der betroffenen Person, als auch der anderen Akteure mit sich.

Der Transitionsansatz geht über eine vereinzelte Kooperation wie gemeinsame Informationsveranstaltungen hinaus. Es geht um eine Art Ko-Konstruktion, d. h. dass eine Kommunikation und Partizipation aller Akteure stattfindet, vor allem eine Übereinstimmung von Zielen, Inhalten der Übergangsgestaltung und ein wechselseitiger Lernprozess der Beteiligten (vgl. Diller et al. 2010, S.98).

Pädagogische Fachkräfte und das soziale Umfeld erfahren selbst keine Veränderung ihrer Identität. Anders sieht es bei den Familiemitgliedern aus. Sie sind aktive Gestalter des Übergangprozesses, welcher ihre Identität verändern (vgl. Reichmann 2010, S.13). Beispielsweise kommt eine neue Rollenerwartung der Betroffenen beim Schuleintritt hinzu (vgl. Reichmann 2010, S.11). Das Kindergartenkind wird zum Schulkind. Parallel dazu müssen auch die Eltern den neuen Anforderungen als Eltern eines Schul-kindes gerecht werden. Dabei kommt Eltern eine Doppelfunktion zu, denn sie stellen nicht nur eine unterstützende Funktion im Transitionsprozess dar, sondern müssen ebenso eine eigene Transition vollziehen (vgl. Reichmann 2010, S.13). Dabei gibt es drei Ebenen der Anpassungsleistungen die erbracht werden müssen. In der Ebene des individuellen Selbstbildes, der sozialen Interaktion und der Integration von Familie und Schule sind jeweils unterschiedliche Schwerpunkte der Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung vorschulischen Lernens und die Notwendigkeit einer strukturellen Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Schulen zur Bewältigung des Übergangs.

2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel liefert theoretische Fundamente aus der Gehirn-, Familien- und Resilienzforschung sowie dem Transitionsansatz, um die Bedeutung frühkindlicher Förderung zu begründen.

3 Netzwerke und Kooperationsstrukturen auf kommunaler Ebene: Hier werden Voraussetzungen und Hindernisse für eine gelungene Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen auf kommunaler Ebene diskutiert.

4 „Lernen vor Ort“ das Vorhaben: Dieses Kapitel stellt das Programm „Lernen vor Ort“ als Steuerungsmodell für ein integriertes kommunales Bildungswesen in Frankfurt am Main vor.

5 Schnittstelle zwischen Praktikum und dem Modul Familie & Gesellschaft: Der Autor setzt die praktischen Erfahrungen in Bezug zur theoretischen Modulveranstaltung und diskutiert Bildung als Bestimmungsfaktor für Lebenschancen.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu einer grenzüberschreitenden Bildungskette, um Bildungsbenachteiligungen durch nachhaltige Netzwerke abzubauen.

Schlüsselwörter

Bildungsnetzwerk, Übergang, Kindertagesstätte, Grundschule, Transitionsansatz, Lern vor Ort, Frühkindliche Bildung, Kommunale Bildungssteuerung, Elternarbeit, Familienbildung, Sprachförderung, Bildungsmonitoring, Chancengleichheit, Bildungsbiografie, Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an den Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule und der Rolle, die kommunale Bildungsnetzwerke bei der Gestaltung dieses Prozesses spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind der Transitionsansatz, die Kooperation von Bildungseinrichtungen, das kommunale Bildungsmanagement sowie die Einbeziehung von Familien als wichtige Sozialisationsinstanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch vernetzte Strukturen und gezielte Steuerungsmodelle ein anschlussfähiger Übergang zwischen Kita und Schule ermöglicht werden kann, um Bildungschancen für alle Kinder zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten zum kommunalen Bildungsmanagement, ergänzt durch die reflektierte Verknüpfung mit den Inhalten des Moduls „Familie & Gesellschaft“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (u.a. Resilienz- und Gehirnforschung), die Analyse notwendiger Kooperationsstrukturen und eine detaillierte Vorstellung des Programms „Lernen vor Ort“ in Frankfurt am Main.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsnetzwerk, Übergangsgestaltung, Transitionsansatz und kommunales Bildungsmanagement charakterisiert.

Welche Rolle spielt der „Transitionsansatz“ konkret?

Der Ansatz dient dazu, den Übergang nicht nur als punktuelles Ereignis des Kindes zu verstehen, sondern als komplexen Wandlungsprozess, der alle beteiligten Akteure (Kind, Eltern, Fachkräfte) mit einbezieht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der „Stiftung Polytechnische Gesellschaft“?

Die Autorin hebt die Stiftung als wichtigen Partner hervor, der nicht nur finanzielle Grundpatenschaften übernimmt, sondern durch beratende Funktionen und Netzwerke das Projekt „Lernen vor Ort“ aktiv mitgestaltet.

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Details

Title
Übergang von der Kita zur Schule. Neue Herausforderungen an kommunale Netzwerkbildung
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts- und Verbrauchsforschung)
Grade
1,3
Author
B.sc Kira Knechtel (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V202655
ISBN (eBook)
9783668338586
ISBN (Book)
9783668338593
Language
German
Tags
übergang kita schule neue herausforderungen netzwerkbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.sc Kira Knechtel (Author), 2011, Übergang von der Kita zur Schule. Neue Herausforderungen an kommunale Netzwerkbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202655
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