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Die Gerechtigkeit - Voraussetzung für Staaten?

Lektüregespräch anhand der Textgrundlage Cicero de officiis

Titel: Die Gerechtigkeit - Voraussetzung für Staaten?

Essay , 2012 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Domenic Schäfer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Dieser Essay geht von der These aus, dass Gerechtigkeit eine fundamentale Voraussetzung für die Existenz von Staaten ist. Eingehend ist eine ausführliche Definition und Erläuterung zum Begriff Gerechtigkeit eingebaut.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegungen

2.1 Was ist Gerechtigkeit?

2.2 Was macht einen Staat aus?

3. Der gerechte Herrscher

3.1 Die Auswahl des Herrschers

3.2 Das wahre Wesen des Herrschers

3.3 Übertragbarkeit auf nicht-monarchische Staatsformen

4. Recht und Gesetz

5. Das Vertrauen

5.1 fides und Gerechtigkeit

5.2 Vertrauen als Grundlage eines Staates

6. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale These, dass Gerechtigkeit eine unabdingbare Voraussetzung für den dauerhaften Bestand und das reibungslose Funktionieren eines Staates darstellt, wobei Ciceros Werk "de officiis" als maßgebliche theoretische Textgrundlage dient.

  • Die fundamentale Bedeutung von Gerechtigkeit für staatliche Strukturen.
  • Die Notwendigkeit eines gerechten Herrschers für die Stabilität politischer Systeme.
  • Das essenzielle Verhältnis zwischen Recht, Gesetz und Gerechtigkeit.
  • Die Rolle von "fides" und gegenseitigem Vertrauen als Basis des sozialen Zusammenlebens.
  • Die Analyse von Herrschaftsformen und deren Legitimation durch gerechtes Handeln.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Auswahl eines Herrschers

Ich gehe von folgender selbstevidenten Prämisse aus: Jeder Mensch hat Eigeninteressen, die bisweilen mit den Eigeninteressen seiner Mitmenschen kollidieren. Damit diese Situation nicht in anarchistischen Zuständen des bellum omnium inter omnes im Hobbesschen Sinne entartet, unterwerfen sich die Menschen einem Souverän, jemandem also, den sie zum Herrscher auserkoren haben. Ihre Motivation dazu ist die communio utilitatis (siehe Kapitel 2.2): Lieber Gemeinsamkeit des Nutzens als Anarchie! Es entsteht ein Staat. Dessen Herrscher muss notwendigerweise den Ruf haben, gerecht zu sein. Die Menschen erhoffen sich nämlich von Seiten ihres Herrschers eine gerechte Behandlung – nämlich das suum cuique. Diese Argumentation offeriert uns auch Cicero:

„Also ist dies wenigstens offensichtlich, dass für gewöhnlich diejenigen zum Herrschen ausgewählt werden, von deren Gerechtigkeit die Menge eine hohe Meinung hat.“

Menschen unterordnen sich, wie gesagt, einem Herrscher, den sie für gerecht halten. Diskussionsbedürftig ist allerdings, ob ein Herrscher, der gerecht erscheint, auch wirklich gerecht ist. Dies soll im Folgenden eingehender untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Problemstellung ein, ob ein Staat ohne Gerechtigkeit überhaupt Bestand haben kann, und definiert Cicero als primäre Textquelle.

2. Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Gerechtigkeit und das Wesen eines Staates unter Rückgriff auf klassische Definitionen erörtert.

3. Der gerechte Herrscher: Das Kapitel analysiert die Notwendigkeit eines gerechten Herrschers für die staatliche Stabilität und die Diskrepanz zwischen bloßem Anschein und tatsächlicher Gerechtigkeit.

4. Recht und Gesetz: Hier wird das notwendige fundamentale Verhältnis von Recht und Gesetz zur Gerechtigkeit untersucht und kritisch hinterfragt.

5. Das Vertrauen: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung von "fides" und gegenseitigem Vertrauen als notwendige Konstanten für das Bestehen eines funktionalen Staates.

6. Schlusswort: Die Arbeit fasst die zentralen Thesen zusammen und bestätigt, dass ein Staat nur bei fundierter Gerechtigkeit dauerhaft existieren kann.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Cicero, Staat, Herrschaft, suum cuique, fides, Recht, Gesetz, communio utilitatis, Vertrauen, Anarchie, Gemeinwohl, soziale Ordnung, politische Philosophie, Tugend.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung der Gerechtigkeit als elementare Bedingung für die Existenz und Stabilität eines Staates.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Rolle des Herrschers, die Beschaffenheit von Gesetzen und die Bedeutung von gegenseitigem Vertrauen und Redlichkeit innerhalb einer politischen Gemeinschaft.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob und inwiefern Gerechtigkeit eine condicio sine qua non für das reibungslose Funktionieren und den dauerhaften Bestand eines Staates ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textkritischen und analytischen Auswertung des Werkes "de officiis" von Cicero sowie weiterer ergänzender philosophischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Auswahl und das Wesen des Herrschers, das Verhältnis von Recht zu Gerechtigkeit sowie die Funktion von Vertrauen als soziale Bindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gerechtigkeit, Staat, Herrschaft, Cicero, fides, Recht, Gesetz und Vertrauen sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen einem gerechten Herrscher und einem Tyrannen?

Der Autor argumentiert, dass ein Staat nur unter einem wirklich gerechten Herrscher Bestand hat, während eine auf Gewalt und Despotie gegründete Tyrannenherrschaft historisch gesehen zwangsläufig scheitert.

Welche Rolle spielt der Begriff "fides" für das Staatsverständnis?

Fides wird als eine innere Einstellung und Beständigkeit definiert, die das gegenseitige Vertrauen zwischen Bürgern erst ermöglicht und somit als Basis für ein funktionierendes Zusammenleben dient.

Warum hält der Autor Gesetze für notwendig, auch wenn diese nicht immer perfekt sind?

Obwohl Gesetze nicht immer in jeder Hinsicht gerecht sind, müssen sie laut dem Autor zumindest den generellen Anspruch auf Gerechtigkeit erheben, um eine staatliche Ordnung jenseits der Anarchie zu gewährleisten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Gerechtigkeit - Voraussetzung für Staaten?
Untertitel
Lektüregespräch anhand der Textgrundlage Cicero de officiis
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Philosophie)
Veranstaltung
Lektüregespräch
Note
1,7
Autor
Domenic Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V202714
ISBN (eBook)
9783656292449
ISBN (Buch)
9783656293460
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cicero de officiis Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Domenic Schäfer (Autor:in), 2012, Die Gerechtigkeit - Voraussetzung für Staaten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202714
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Leseprobe aus  10  Seiten
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