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Konzepte situierten Lernens

Titre: Konzepte situierten Lernens

Dossier / Travail , 2011 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Fatih Özbay (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Phänomen des trägen Wissens und die Ergebnisse der PISA-Studie haben in den letzten Jahrzehnten für lebendige Diskurse bezüglich der Neugestaltung von Unterricht gesorgt. Auch wenn Ergebnisse aus Studien wie PISA offenkundig darlegen, welche Defizite und Leistungsschwächen einzelne Schüler/-innen haben, geben sie keine Antwort darauf, inwiefern diese Defizite aufzubessern oder aufzuheben sind. Das heißt, die PISA-Studie zeigt der Lehr-Lernforschung ihre Lücken auf, gibt ihr aber keine handlungsorientierten Hilfen, um diese Lücken adäquat zu schließen.
Bereits mit reformpädagogischem Bemühen wurden unterschiedliche Ansätze zur Prävention von trägem Wissen herausgearbeitet. Es wurde auch versucht Konsequenzen aus der PISA-Studie zu ziehen. Eine der Schlussfolgerungen ist, den Unterricht stärker verstehens- und anwendungsorientiert zu gestalten. Verschiedene „Ansätze zum situierten Lernen haben in den letzten zwanzig Jahren in der Lehr- Lernforschung breite Beachtung erfahren und kontroverse Diskussionen ausgelöst.“ Genauer gesagt versuchen Forschungsansätze, die auf das situierte Lernen zurückzuführen sind, genau auf diese Probleme der Lehr- Lernvermittlung zu antworten.
Dennoch scheiden sich einige Geister innerhalb dieses Forschungsgebietes. Zwei gefestigte Strömungen scheinen sich firmiert zu haben. Während die eine Strömung zur klassisch konstruktivistischen Bewegung gezählt wird, kann die andere als gemäßigt konstruktivistisch bezeichnet werden. Während radikale Konstruktivisten einen Paradigmenwechsel der Lehr- Lernforschung postulieren, befassen sich Wissenschaftler/-innen der gemäßtigen Bewegung mit unterschiedlichen Ansätzen zur Gestaltung von Lernumgebungen. Daraus resultiert, dass die Lernumgebung einen neuartigen Anspruch an die Unterrichtsgestaltung darstellt. In anbetracht dieser Forschungskontroverse wird der Schwerpunkt dieser Arbeit auf die Gestaltung von Lernumgebungen gelegt werden. Grund für diese Wahl ist nicht nur, dass die Mehrheit der Wissenschaftler/-innen sich mit diesem Ansatz beschäftigen, sondern auch, dass die Ergebnisse dieser Richtung folgeträchtiger und ertragreicher sind als die der anderen Bewegung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Situiertes Lernen und situierte Kognition – Definition, Forderung und Anspruch

III. Konzepte situierten Lernens

III.1. ,Anchored Instruction’ Modell

III.2. ,Cognitive Apprenticeship’ Ansatz

III.3. ,Cognitive Flexibility Theory’

IV. Kriterien situierten Lernens – Grundideen und Gestaltungsansätze

IV.1. Komplexität

IV.2. Authentizität und Situiertheit

IV.3. Multiple Perspektiven

IV.4. Artikulation und Reflexion

IV.5. Lernen im sozialen Austausch

V. Unterrichtsentwurf: Situiertes Lernen im Philosophieunterricht – Eine Idee unter Berücksichtigung des ,Anchored Instruction’ Modells

VI. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Ideensammlung für Unterrichtsentwürfe auf Basis der Methoden des situierten Lernens. Dabei wird untersucht, wie durch lebensnahe, komplexe und authentische Lernumgebungen träges Wissen vermieden und die Anwendungskompetenz von Schülern gesteigert werden kann, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie theoretische Prinzipien des situierten Lernens konkret in didaktische Konzepte überführt werden können.

  • Definition und theoretische Grundlagen des situierten Lernens
  • Analyse etablierter Modelle wie 'Anchored Instruction' und 'Cognitive Apprenticeship'
  • Identifikation zentraler Kriterien für die Gestaltung von Lernumgebungen
  • Anwendung der Erkenntnisse in einem praxisorientierten Philosophie-Unterrichtsentwurf

Auszug aus dem Buch

III.1. ,Anchored Instruction’ Modell

Entstehungshintergrund für das „Anchored Instruction Modell“ ist das Phänomen des trägen Wissens. Ausgangspunkt für träges Wissen wiederum ist in den meisten Fällen der Frontalunterricht, in dem der Lehrende zu abstraktes Wissen vermittelt. Von der Anwendungssituation unberücksichtigt bleibt dieses Wissen selten beständig und wiederanwendbar. Motive für die Gestaltung dieses Modells basieren also hauptsächlich darauf, träges Wissen weitestgehend zu verhindern und im Umkehrschluss Wissen zu konstruieren, das anwendbar ist.

Der wichtigste Bestandteil dieses Modells ist der „narrative Anker“. Mit narrativem Anker ist hier die Lernsituation, bzw. die Gestaltung der Lernumgebung gemeint. Allerdings werden Problemsituationen und Anwendungskontexte in erzählerischer Form dargeboten. Dabei besteht die Situation aus einem Geflecht von komplexen sowie nachvollziehbaren Inhalten. Die Aufmachung der Problemstellung wird in Form von erzählten Geschichten illustriert, ergänzend dazu werden multimediale Angebote als weitere „Anker“ herangezogen. Diese so genannten „Anker“ sollen dazu führen, Motivation und Interesse beim Lernenden für den jeweilige Inhalt zu erzeugen. Diese Motivation wird erzeugt, indem die Situationsbezüge mit der Realität und Lebenswirklichkeit der Lernenden verknüpft werden. Denn die Lernenden sollen mit authentischen Problemstellungen konfrontiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das Problem des trägen Wissens und die Herausforderungen der Lehr-Lernforschung nach der PISA-Studie, wobei der Fokus auf dem situierten Lernen als Lösungsansatz liegt.

II. Situiertes Lernen und situierte Kognition – Definition, Forderung und Anspruch: Hier werden der Begriff des situierten Lernens definiert und die Notwendigkeit einer Abkehr vom bloßen Wissenstransport hin zur Wissenskonstruktion im sozialen Kontext begründet.

III. Konzepte situierten Lernens: Dieses Kapitel stellt drei zentrale Modelle vor, namentlich das 'Anchored Instruction' Modell, den 'Cognitive Apprenticeship' Ansatz und die 'Cognitive Flexibility Theory'.

IV. Kriterien situierten Lernens – Grundideen und Gestaltungsansätze: In diesem Teil werden fünf didaktische Hauptkriterien abgeleitet: Komplexität, Authentizität, Multiple Perspektiven, Artikulation/Reflexion sowie sozialer Austausch.

V. Unterrichtsentwurf: Situiertes Lernen im Philosophieunterricht – Eine Idee unter Berücksichtigung des ,Anchored Instruction’ Modells: Das Kapitel bietet einen konkreten Praxisentwurf, bei dem narrative Anker wie Filme oder Bilder für den Philosophieunterricht genutzt werden.

VI. Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einer kritischen Reflexion über die Anwendbarkeit der Kriterien, die aufgrund ihrer inhaltlichen Überschneidungen und fehlenden Trennschärfe eine strikte praktische Isolierung erschweren.

Schlüsselwörter

Situiertes Lernen, situierte Kognition, träges Wissen, PISA-Studie, Anchored Instruction, Cognitive Apprenticeship, Cognitive Flexibility Theory, Wissenskonstruktion, Authentizität, Komplexität, soziale Interaktion, Unterrichtsgestaltung, Philosophieunterricht, Konstruktivismus, Lernumgebungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Konzept des situierten Lernens als didaktische Antwort auf das Phänomen des trägen Wissens im schulischen Kontext.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen konstruktivistische Lernmodelle, die Gestaltung authentischer Lernumgebungen und die Anwendung dieser Prinzipien auf den Philosophieunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung von theoretisch fundierten Ansatzpunkten für die Gestaltung von Unterricht, der durch situierte Methoden eine höhere Anwendungsrelevanz des Gelernten fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller didaktischer Forschung zum Konstruktivismus und situierten Lernen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung etablierter Modelle (wie 'Anchored Instruction'), die Herleitung zentraler Kriterien (wie Komplexität und Perspektivenvielfalt) und einen praktischen Anwendungsentwurf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere 'Situiertes Lernen', 'Wissenskonstruktion', 'Authentizität' und 'Handlungsorientierung'.

Warum wird gerade das 'Anchored Instruction' Modell für den Philosophieunterricht gewählt?

Das Modell wird gewählt, weil narrative Anker – wie Filme oder kontroverse Bilder – besonders gut geeignet sind, um komplexe philosophische Grundfragen in der Lebenswelt der Schüler zu verankern.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der praktischen Anwendung?

Der Autor stellt fest, dass die Kriterien zwar theoretisch fundiert sind, in der Praxis jedoch eine hohe Überschneidung aufweisen, was eine strikte, isolierte Anwendung einzelner Kriterien erschwert.

Fin de l'extrait de 15 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Konzepte situierten Lernens
Université
University of Paderborn  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,7
Auteur
Fatih Özbay (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
15
N° de catalogue
V202903
ISBN (ebook)
9783656292333
ISBN (Livre)
9783656294245
Langue
allemand
mots-clé
Situiertes Lernen Konzepte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fatih Özbay (Auteur), 2011, Konzepte situierten Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202903
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Extrait de  15  pages
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