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Die deutschen Nordseehäfen zwischen Kooperation und Konkurrenz

Titel: Die deutschen Nordseehäfen zwischen Kooperation und Konkurrenz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Sebastian Lucius (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“Die deutschen Nordseehäfen zwischen Kooperation und Konkurrenz”. Dies ist ein Thema, dass Politik und Wirtschaft schon viele Jahre beschäftigt. Es gilt die lokalen und regionalen Interessen der Bundesländer einerseits, andererseits Deutschlands als Wirtschaftsstandort insgesamt einander näherzubringen und möglichst miteinander zu vereinbaren. In einigen Bereichen gab es bereits in den vergangenen Jahrzehnten Ideen und sogar Pläne, wie Kooperationen im Detail aussehen könnten, kumuliert und inzwischen realisiert sind diese Vorschläge in einem neuen und Deutschlands ersten Tiefwasserhafen. Ein Wechsel der Akteure auf politischer Ebene hat allerdings immer wieder zu Verzögerungen bei der weiteren Verfolgung dieses Projektes geführt.
In den letzten Jahrzehnten ist die weltweite Wirtschaft, besonders getragen durch die Globalisierung, und damit einher der maritime Aspekt des Seetransports, äußerst stark gewachsen. Neue Techniken wie der Container und politischer Wandel wie die Öffnung Osteuropas haben die Märkte, und damit auch die Häfen, zu großem Wachstum verholfen, damit einhergehend aber auch vor neue Herausforderungen gestellt. Dies alles führte zu einer verstärkten Diskussion über weitere und tiefgreifende Kooperationen zwischen den deutschen Nordseehäfen.
In dieser Arbeit kann das äußerst umfangreiche Thema nicht in der notwendigen Tiefe vollständig aufgearbeitet werden. Vielmehr sollen zunächst die Entwicklungen, die zur heutigen Situation bei den deutschen Häfen geführt haben, aufgezeigt werden. Zudem wird dargestellt, wer die einzelnen entscheidungsfähigen Akteure bei der Frage nach Kooperation oder Konkurrenz sind. Abschließend zum ersten Teil werden die verschiedenen Kooperationsformen vorgestellt.
Über viele Jahrzehnte ging es in der Frage nach Kooperation oder Konkurrenz in erster Linie um Deutschlands große Nordseehäfen mit ihren vielen Terminals zum Containerumschlag, namentlich um Hamburg und die bremischen Häfen. In den letzten Jahren hat sich in dieser Frage allerdings noch ein weiterer Bereich und zukünftig sicherlich wichtiger Wirtschaftszweig aufgetan: Die neuen Offshore-Windkraftanlagen. Seit erneut die Energiewende politisch gefordert und nun auch vermehrt unterstützt wird, gibt es viele zum Teil auch schon umgesetzte Ideen für die Schaffung und den Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematische Eingrenzung und Fragestellung

1.2 Forschungsstand und Quellenlage

2. Entwicklung des Welthandels

2.1 Die Nordrange

2.2 Das Projekt Tiefwasserhafen

3. Akteure in der deutschen Hafenwirtschaft

4. Formen der Kooperation

4.1 horizontale Kooperation

4.2 vertikale Kooperation

5. Kooperationen bei der deutschen Offshore-Wirtschaft

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Kooperation und Konkurrenz der deutschen Nordseehäfen vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und der spezifischen Anforderungen durch den Containerverkehr sowie die aufstrebende Offshore-Windenergiebranche.

  • Analyse der historischen und aktuellen Entwicklung des Welthandels und deren Auswirkungen auf die Hafenwirtschaft.
  • Untersuchung der Akteursstrukturen in der deutschen See- und Hafenwirtschaft.
  • Differenzierung zwischen horizontalen und vertikalen Kooperationsformen.
  • Betrachtung der Kooperationsbedarfe und -beispiele im Kontext der Offshore-Windkraftindustrie.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Nordrange

In Nordwesteuropa gibt es die höchste Dichte an Seehäfen für den internationalen Seeverkehr. Als Nordrange werden die Häfen bezeichnet, die in Nordwest-Europa an der Nordsee- und Atlantikküste liegen. Dazu zählen in Deutschland vornehmlich Hamburg und die Bremischen Häfen, seit der Einweihung des Tiefwasserhafens in Wilhelmshafen auch der Jade-Weser-Port. Als größte Konkurrenten der deutschen Häfen gelten die sogenannten ARA-Häfen, dazu zählen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen. Über die Nordrange werden ca. 80% des europäischen Im- und Exports abgebildet. Unter die Bezeichnung Nordrange werden in mancher Literatur auch weitere kleinere Häfen zusammengefasst, so in Deutschland zum Beispiel auch Emden und Nordenham, in Frankreich z.B. Le Havre und verschiedene englische Häfen.

Die Häfen der Nordrange sind in besonderer Konkurrenz zueinander, da sie auf engstem Raum das gleiche Hinterland bedienen. Alle Häfen sind überwiegend als Universalhäfen geprägt. Um sich voneinander abzugrenzen und Kunden an sich zu binden wird zum Teil aber versucht, sich zu spezialisieren. Wilhelmshaven z.B. ist schon lange ein Spezialhafen für Öl, Amsterdam für Kohle und Zeebrügge für den Ro-Ro-Verkehr. Allerdings gibt es kaum Möglichkeiten der Spezialisierung im Verkehr mit Containern. Hierbei können sich Häfen allerdings voneinander abgrenzen durch die Möglichkeit, größere Schiffe abfertigen zu können als andere (Stichwort Tiefwasserhafen) und / oder durch eine bessere Infrastruktur, was eine schnelle Abfertigung der ein- und ausgehenden Container anbelangt (Stichwort Hinterlandverkehr). Gerade was diese beiden letzten Punkte betrifft, sind oftmals nationale, regionale und lokale Interessen und besonders ihre jeweiligen politischen Vertreter von Bedeutung, die entsprechende Maßnahmen voranbringen können (so war der Jade-Weser-Port nur aufgrund der Zusammenarbeit von Niedersachsen und Bremen möglich, so wie sich bei der Elbvertiefung Niedersachsen und Hamburg einigen mussten und immer wieder müssen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Konkurrenz und Kooperation deutscher Nordseehäfen ein und umreißt die Fragestellung sowie den aktuellen Forschungsstand.

2. Entwicklung des Welthandels: Hier wird der Anstieg des globalen Warenhandels, die Bedeutung des Containers sowie die spezifische Rolle der Nordrange und des Tiefwasserhafens beleuchtet.

3. Akteure in der deutschen Hafenwirtschaft: Das Kapitel identifiziert die zentralen Entscheidungsträger aus Politik, Terminalbetreibern und Reedereien, die das Zusammenspiel der Häfen beeinflussen.

4. Formen der Kooperation: Diese Sektion differenziert zwischen politischen Absichtserklärungen sowie horizontalen und vertikalen Kooperationen von Unternehmen zur Effizienzsteigerung.

5. Kooperationen bei der deutschen Offshore-Wirtschaft: Der Fokus liegt hier auf dem neuen Markt der Offshore-Windkraft und den Bemühungen zur Vernetzung von Häfen für diesen Sektor.

6. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Kooperationen zwar stattfinden, jedoch oft an regionalen Interessen und dem Vermeiden von Nachteilen für den eigenen Standort scheitern.

Schlüsselwörter

Nordseehäfen, Kooperation, Konkurrenz, Welthandel, Containerisierung, Tiefwasserhafen, Nordrange, Jade-Weser-Port, Offshore-Windenergie, Hafenwirtschaft, Hinterlandverkehr, Logistik, Terminalbetreiber, Strukturpolitik, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik zwischen Zusammenarbeit und Wettbewerb der deutschen Nordseehäfen im Kontext globaler Handelsströme und veränderter technischer Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Welthandels, der Kooperation zwischen Häfen und Unternehmen sowie der Rolle neuer Industriesektoren wie der Offshore-Windkraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die deutsche Hafenlandschaft in einem Umfeld von Konkurrenz behauptet und welche Möglichkeiten für Kooperationen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Forschungsstandes, die Auswertung von Studien und Dokumentationen sowie die Betrachtung aktueller Entwicklungen und politischer Akteure.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entwicklung des Welthandels, die Rolle von Tiefwasserhäfen, Akteurskonstellationen und verschiedene Formen der horizontalen und vertikalen Kooperation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Kooperation, Konkurrenz, Nordseehäfen, Containerisierung, Tiefwasserhafen und Offshore-Windenergie.

Warum ist das Projekt Tiefwasserhafen für die Häfen so relevant?

Aufgrund stetig wachsender Containerschiffe mit größerem Tiefgang ist ein Tiefwasserhafen essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Standorten wie Rotterdam.

Welche Rolle spielt der Ausstieg Hamburgs aus dem Jade-Weser-Port?

Der Ausstieg verdeutlicht den Konflikt zwischen regionalen Interessen (Elbvertiefung) und einer bundeslandübergreifenden Kooperationsstrategie.

Inwiefern unterscheidet sich die Offshore-Kooperation von klassischen Hafenkooperationen?

Bei der Offshore-Wirtschaft besteht die Chance, von vornherein Parallelstrukturen zu vermeiden und durch eine funktionale Aufteilung der Häfen Synergien effizienter zu nutzen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutschen Nordseehäfen zwischen Kooperation und Konkurrenz
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
1,9
Autor
Sebastian Lucius (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V202942
ISBN (eBook)
9783656288442
ISBN (Buch)
9783656289456
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nordseehäfen Offshore Seefahrt Maritimer Handel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Lucius (Autor:in), 2012, Die deutschen Nordseehäfen zwischen Kooperation und Konkurrenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202942
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Leseprobe aus  21  Seiten
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