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Die Entwicklung der Herrschaft der Athener im Ersten Delisch-Attischen Seebund von der Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen (478/77 v. Chr. bis 454 v. Chr.)

Título: Die Entwicklung der Herrschaft der Athener im Ersten Delisch-Attischen Seebund von der Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen (478/77 v. Chr. bis 454 v. Chr.)

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2010 , 80 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Heidi Köpp (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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In der vorliegenden Arbeit soll die Entwicklung der Herrschaft der Athener innerhalb des Ersten Delisch- Attischen Seebundes im zeitlichen Rahmen von der Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse untersucht werden. Dazu gliedert sich die Arbeit in mehrere Schwerpunkte, die sich in Form von übergreifenden Fragestellungen manifestieren und die es in 4 Kapiteln zu untersuchen gilt, um schließlich die erhaltenen Ergebnisse in einer abschließenden Betrachtung noch einmal zusammenzufassen.
Es wäre verfehlt, direkt bei der Gründung des Seebundes um 478/77 v. Chr. einzusetzen, denn vielerlei Faktoren, die bei der Darstellung der Entwicklung der Herrschaft der Athener in dieser Symmachie eine Rolle spielen, finden ihren Ursprung in den Jahren zuvor, während des Perserkrieges und während der Zeit des Hellenenbundes, dessen Mitglied auch Athen gewesen war. Aus diesem Grund erstreckt sich das erste Kapitel auf den Zeitraum von der Gründung des Hellenenbundes 481 v. Chr. bis zu den Gründungsjahren des Seebundes 478/77 v. Chr. Um die politische Stellung Athens bei der Gründung des Seebundes nachvollziehen und damit einen Entwicklungsstand für dessen herrschaftliche Macht herleiten zu können, ist es zunächst von Nöten, das erste Kapitel unter dem primären Gesichtspunkt der Entwicklung der politischen Stellung Athens innerhalb der Hellenensymmachie zu legen, wobei dieser stets in Hinblick auf die geschichtlichen Ereignisse des Perserkrieges gestellt werden. Hierbei dienen die Ausführungen von K.- W. Welwei (1999), H. D. Meyer (1963) und K. E. Petzold (1993) neben den später ausführlich zu besprechenden Primärquellen als Untersuchungsgrundlage.
(...)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte bis zur Gründung des Ersten Delisch- Attischen Seebundes

2.1. Der Hellenenbund und die Stellung Athens bei dessen Gründung

2.2. Ereignisse des Perserkrieges im Spiegel der inneren Vorgänge im Hellenenbund

2.2.1. Die Wiederaufnahme des Perserkrieges

2.2.2. Artemision und Salamis

2.2.3. Schlachten bei Plataiai und Mykale

2.3. Athens Alleingang weg von der Isolierung und neue Formierung innerhalb des Hellenenbundes

2.3.1. Die Konferenz von Samos im Herbst 479 v. Chr.

2.3.2. Der Zug gegen Sestos

2.3.3. Byzantion und Cypern

2.3.4. der Prozess der Übernahme der militärischen Führung durch Athen

2.3.5. Zusammenfassung: Athens politische Stellung um 478/77 v. Chr.

3. Gründungsjahre des Ersten Delisch- Attischen Seebundes

3.1. Gründung des Seebundes

3.2. Organisation und Aufbau des Seebundes

3.2.1. Gründungsmitglieder und ihre Interessenlage

3.2.2. Phoroi und Schiffe- die Beiträge der Mitglieder

3.2.3. Die Eidesformel

3.2.4. Delos als Versammlungsort und Bundesheiligtum

3.2.5. Athens Stellung im Seebund- Ein Übergewicht?

3.3. Ziele des Seebundes und Motive Athens

3.4. Vergleich des Seebundes mit den bestehenden Bündnissystemen im Jahr 477 v. Chr.

4. Beginn der Modifizierung des Seebundes (476- 462 v. Chr.)

4.1. Erste Unternehmungen der neuen Kampfgemeinschaft

4.1.1. Eion

4.1.2. Skyros

4.1.3. Karystos

4.2. Der Abfallversuch von Naxos

4.3. Kleinasienfeldzug: Die Doppelschlacht am Eurymedon

4.4. Der Abfallversuch von Thasos und die Folgen

4.5. Zusammenfassung: Neue Herrschaftsmittel Athens

5. Sicherung und offizielle Konstituierung der Vormachtstellung Athens im Seebund (462- 454 v. Chr.)

5.1. Athens Beziehungen zu Sparta vor dem Hintergrund der Ereignisse seit der Gründung des Seebundes

5.2. Die Ägyptische Expedition und die Folgen ihres Scheiterns

5.3. Die Verlegung der Bundeskasse von Delos nach Athen

5.4. Rückblick und Ausblick

5.4.1. Zusammenfassung: Der Seebund um 454 v. Chr.

5.4.2. Ausblick: Die weitere Modifizierung des Seebundes

5.5. Hat Athen schon seit der Gründungsphase das Ziel verfolgt, Alleinherrscher im Seebund zu werden?

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der athenischen Herrschaft innerhalb des Ersten Delisch-Attischen Seebundes von dessen Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Athen von seiner Rolle als Hegemonialmacht zu einer dominierenden Stellung gelangte und ob eine gezielte Alleinherrschaft von Beginn an geplant war.

  • Analyse der politischen Vorgeschichte und des Hellenenbundes
  • Untersuchung von Struktur, Organisation und Zielen des Seebundes
  • Herausarbeitung der neuen Herrschaftsmittel Athens im Zeitraum 476–462 v. Chr.
  • Betrachtung der Ägyptischen Expedition und der Festigung der Vormachtstellung bis 454 v. Chr.
  • Kritische Bewertung der athenischen Machtentfaltung und des Transformationsprozesses

Auszug aus dem Buch

3.2. Organisation und Aufbau des Seebundes

Eine Liste mit den Namen der Poleis, die zu den Gründungsmitgliedern des Seebundes gehörten, ist nicht überliefert. Aufgrund der Ereignisse, die der Gründung vorausgegangen sind, lassen sich jedoch Vermutungen aufstellen, wer zu den Gründungsmitgliedern gehört haben könnte. Es ist davon auszugehen, dass die Hellespontier, die Inselpoleis Chios, Samos, Lesbos und Amorgos dazu zählten. Des Weiteren Euboia (außer Karystos), Keos, Tenos, Naxos, Kythnos, Siphos, Mykonos, Iós, Syros, Delos, Paros, Lemnos, Imbros, Ikaros und Nisyros, die aiolischen und ionischen Küstenstädte von Sigeion bis Teichioussa und vermutlich auch das donische Byzantion.

Die Interessenlage der Ionier ist anhand der Quellen klar herauszulesen und insgesamt nachvollziehbar: Ihnen war mit dem Beitritt in den Seebund vor allem die Wahrung und Verwirklichung ihres Interesses an Sicherheit gegen das Perserreich sehr wichtig. Steinbrecher hebt dazu vor allem vor, dass es im Bund zu einer Übereinstimmung beiderseitiger Interessen kam, wobei er als Beispiel die Rede der Mytilenaier in Olympia um 428 anführt, die laut Thuk. 3, 12, 1 unter anderem davon sprechen, dass man der Symmachie mit Athen illusionslos entgegen sah. Dies impliziert, dass sich die Anhand dieses anfänglichen Misstrauens der Mytilenaier ist auch der Erwartungshorizont der Verbündeten abzulesen. Kurz: Die Verbündeten waren sich der Interessenlage der Athener durchaus bewusst, schließlich wurde der Seebund letztlich durch das persönliche Eigeninteresse der Verbündeten überhaupt zusammengehalten. H.D. Meyer zieht daraus den Schluss, dass die Verbündeten trotz Kenntnis der Absichten der Athener deswegen dennoch das Bündnis mit ihnen eingingen, weil ein Bündnis mit Athen im Vergleich zu der persischen Bedrohung immer noch das „kleinere Übel“ für sie bedeutete. Allerdings zieht er auch die Möglichkeit in Betracht, die Bundesgenossen könnten einer Irreführung über den Zweck des Bundes unterlegen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung der Herrschaft Athens im Seebund zu untersuchen und gliedert die Untersuchung in vier zentrale Schwerpunkte.

2. Vorgeschichte bis zur Gründung des Ersten Delisch- Attischen Seebundes: Das Kapitel analysiert die Entwicklung Athens vom Hellenenbund bis zur Entstehung des Seebundes, wobei die Rolle der Perserkriege und die Versuche Athens, aus der Isolation zu treten, hervorgehoben werden.

3. Gründungsjahre des Ersten Delisch- Attischen Seebundes: Hier werden die Gründung des Bundes, seine Struktur, die Interessen der Mitglieder sowie die Rolle Athens als Hegemon thematisiert.

4. Beginn der Modifizierung des Seebundes (476- 462 v. Chr.): Dieser Abschnitt beleuchtet die ersten Unternehmungen und die zunehmende Instrumentalisierung des Seebundes durch Athen als Herrschaftsinstrument.

5. Sicherung und offizielle Konstituierung der Vormachtstellung Athens im Seebund (462- 454 v. Chr.): Es wird die Festigung der athenischen Vorherrschaft bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen und der damit verbundene Transformationsprozess untersucht.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die athenische Machtentwicklung im Kontext der historischen Ereignisse.

Schlüsselwörter

Athen, Seebund, Hegemonie, Symmachie, Perserkriege, Thukydides, Bundeskasse, Aristeides, Kimon, Delos, Interessengemeinschaft, Machtpolitik, Ionier, Phoros, Autonomia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Machtentwicklung und die herrschaftliche Konsolidierung Athens innerhalb des Ersten Delisch-Attischen Seebundes von dessen Gründung bis ins Jahr 454 v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Vorgeschichte des Seebundes, die organisationelle Struktur, die Interessenlagen der beteiligten Poleis, die Rolle Athens als Hegemon sowie die Modifizierung und Sicherung der athenischen Vormachtstellung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie sich Athen als dominierende Macht etabliert hat und ob das Ziel der Alleinherrschaft innerhalb des Seebundes bereits seit der Gründungsphase von Athen aktiv verfolgt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Analyse antiker Primärquellen wie Thukydides, Herodot, Diodor, Plutarch und Aristoteles in reflektierender Wechselbeziehung zu moderner Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Blöcke: von der Vorgeschichte und Gründung des Seebundes über dessen erste Unternehmungen bis hin zur Krise nach der Ägyptischen Expedition und der Verlegung der Bundeskasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hegemonie, Symmachie, Phoros, Autonomie, Machtpolitik sowie spezifische Akteure wie Aristeides und Kimon.

Warum war die Verlegung der Bundeskasse von Delos nach Athen so bedeutsam?

Sie symbolisierte den Übergang der offiziellen Leitung auf Athen und gab der Polis die volle Verfügungsgewalt über die finanziellen Ressourcen des Seebundes, was einen entscheidenden Transformationsprozess einleitete.

Welche Rolle spielten die "Eidesformeln" für den Seebund?

Die Eide waren zeremonielle Schwurhandlungen, die die Basis des Seebundes bildeten. Sie banden die Verbündeten vertraglich an Athen und sollten den Zusammenhalt militärisch sichern.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entwicklung der Herrschaft der Athener im Ersten Delisch-Attischen Seebund von der Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen (478/77 v. Chr. bis 454 v. Chr.)
Universidad
Dresden Technical University
Calificación
2,0
Autor
Heidi Köpp (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
80
No. de catálogo
V203128
ISBN (Ebook)
9783656320005
ISBN (Libro)
9783656320524
Idioma
Alemán
Etiqueta
Athen Seebund Delisch- Attischer Seebund Athen Bundeskasse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Heidi Köpp (Autor), 2010, Die Entwicklung der Herrschaft der Athener im Ersten Delisch-Attischen Seebund von der Gründung bis zur Verlegung der Bundeskasse nach Athen (478/77 v. Chr. bis 454 v. Chr.), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203128
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