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Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

Title: Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

Research Paper (undergraduate) , 2011 , 25 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author)

Social Work
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Die Thematik gewalttätiger Kinder und Jugendlicher ist in den letzten Jahren immer häufiger in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses gerückt. In den Medien wird oft von am Boden liegenden Opfern berichtet, welche den rücksichtslosen Gewaltakten von Jugendlichen hilflos ausgeliefert sind. Zudem wird von einer Zunahme der Brutalität gesprochen, welche sich in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen verbreitet. Die steigende gesellschaftliche Aktualität haben mich zu der Auseinandersetzung mit dieser Thematik gewogen. Im Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit steht vorrangig die physisch angewendete Gewalt von Kindern und Jugendlichen, da diese für Außenstehende schnell ersichtlich wird. Im gesellschaftlichen Kontext wird hauptsächlich über die Folgen für die Täter diskutiert. Die Ursachen der Gewalttaten werden ausschließlich einzelfallspezifisch untersucht.
Die vorliegende Studienarbeit wird sich vorrangig mit physischer Gewalt von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Unter Berücksichtigung spezieller biologischer, psychischer und soziologischer Umstände werden Risikofaktoren der Entstehung einer gewalttätigen Persönlichkeit erklärt und transparent gemacht.
Zu Beginn werden Unterschiede bei dem Einsatz physischer Gewalt bei Jungen und Mädchen begründet, da statistische Erhebungen eine signifikant höhere Anzahl männlicher Gewalttäter belegen. Wissenschaftler versuchen seit Jahrzehnten, Theorien zur Entstehung von Gewalt zu entwickeln. Von zahlreichen Theorien werden zwei erläutert. Der anschließende Gliederungspunkt befasst sich mit biologischen Risikofaktoren. Im Mittelpunkt stehen dabei spezielle Bereiche des Gehirns, welche für die Entstehung und Steuerung von Emotionen essentiell sind. Anschließender Gliederungspunkt behandelt den Zusammenhang von Spiegelneuronen und Empathie als Grundlage prosozialen Verhaltens. Sowohl die Frage, inwieweit Spiegelneuronen menschliches Gewaltverhalten beeinflussen können, als auch die These „Empathie ist von signifikanter Relevanz für die Ausprägung einer prosozialen Persönlichkeit und der erheblichen Reduzierung gewalttätiger Verhaltensweisen“ stehen dabei im Mittelpunkt. Die folgenden sozialen Risikofaktoren stellen den wesentlichsten Abschnitt der Studienarbeit dar. Beginnend mit verschiedenen Erziehungsstilen, werden die bekanntesten sozialen Risikofaktoren als etwaige Auslöser von Kinder- und Jugendgewalt untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschied: Jungen - Mädchen

3. Theorien zur Entstehung von Jugendgewalt

3.1 Triebtheorie

3.2 Frustrations- Aggressions- Theorie

4. Biologische Faktoren

4.1 Limbisches System

4.2 Präfrontaler Cortex

4.3 Neuroaktive Substanzen

5. Empathie als Grundlage prosozialen Verhaltens

5.1 Spiegelneuronen

5.2 Empathie

6. Soziale Risikofaktoren

6.1 Erziehungsstile

6.1.1 Verwöhnung

6.1.2 Antiautoritäre Erziehung

6.1.3 Autoritäre Erziehung

6.1.4 Inkonsequente Erziehung

6.2 Gewalt in der Familie

6.3 Arbeitslosigkeit

6.4 Migration

6.5 Medien

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielfältigen Ursachen von physischer Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, durch eine Analyse biologischer, psychischer und soziologischer Faktoren ein tiefes Verständnis für die Entstehung gewalttätiger Persönlichkeiten zu entwickeln und die zentrale These zu prüfen, dass Gewalt in diesem Kontext ausschließlich im Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren entsteht.

  • Unterschiede in der Gewaltausübung zwischen Jungen und Mädchen
  • Wissenschaftliche Theorien zur Entstehung von Aggression und Gewalt
  • Biologische Grundlagen (Gehirnstrukturen und Neurobiologie)
  • Die Rolle von Empathie und Spiegelneuronen für prosoziales Verhalten
  • Soziale Risikofaktoren: Erziehungsstile, familiäre Gewalt, Arbeitslosigkeit, Migration und Medien

Auszug aus dem Buch

3.2 Frustrations- Aggressions- Theorie

Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens eine Vielzahl an frustrierenden Ereignissen. Frustration wird als ein Erlebnis definiert, welches sich dem Mensch beim Erreichen eines bestimmten Ziels in den Weg stellt. Das Ziel wird vom Mensch als wichtig eingestuft und mit hoher Motivation zu erreichen versucht (vgl. Hurrelmann/ Bründel 2007, S. 37). Wird die Zielerreichung verhindert, ist nach der Frustrations- Aggressions- Theorie die Frustration umso größer, je höher die entsprechende Motivation war (vgl. Hurrelmann/ Bründel 2007, S. 37). Folglich steigt Aggression und die damit verbundene Gewaltausübung, je größer die Frustration ist (vgl. Gugel 2011, S. 25). Kinder und Jugendliche werden ständig mit frustrierenden Ereignissen konfrontiert. Konfliktsituationen gehören zum Leben dazu. Ab dem zweiten Lebensjahr beginnen Kinder zu erkennen, dass ihr eigenes Handeln bei ihrer Umwelt Reaktionen hervorruft (vgl. Reinberger 2008, S. 14). Die Kinder beginnen ihre Grenzen auszutesten und geraten dabei häufig in Konfliktsituationen, beispielsweise mit den Eltern. Grenzsetzungen verhindern die Durchsetzung verschiedener Ziele des Kindes. Dadurch entsteht Frustration, welche sich in Schreien äußern kann. Es ist wahrscheinlich, dass ständiges Frustrationserleben bei älteren Kindern und Jugendlichen zu Gewalt führen kann.

Da besonders in diesen Altersgruppen Angst vor den Eltern oder anderen Autoritäten vorhanden ist, richtet sich die angestaute Aggression auf Schwächere, beispielsweise Frauen oder Randgruppen (vgl. Zeltner 1993, S. 76). Daher ist die Frustrations- Aggressions- Theorie ein geeignetes Erklärungsmodell für rechtsradikale Gewalt. In diesem Zusammenhang sei auf die besondere Brauchbarkeit der Theorie als „Langzeitmodell“ (Gugel 2011, S. 25) hingewiesen, da junge Erwachsene, bei welchen Kindheit und Jugend dauerhaft durch frustrierende Ereignisse geprägt war, besonders häufig ein erhöhtes Gewaltpotential besitzen (vgl. Gugel 2011, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende physische Gewalt bei Kindern und Jugendlichen und benennt die Zielsetzung, biologische, psychische und soziologische Risikofaktoren transparent zu machen.

2. Unterschied: Jungen - Mädchen: Hier werden Unterschiede in der Gewaltausübung erläutert, wobei Jungen eher physische Gewalt und Mädchen eher indirekte oder soziale Formen der Aggression zeigen.

3. Theorien zur Entstehung von Jugendgewalt: Es werden die Triebtheorie sowie die Frustrations- Aggressions- Theorie vorgestellt und hinsichtlich ihrer Erklärungskraft für Jugendgewalt diskutiert.

4. Biologische Faktoren: Dieses Kapitel behandelt das limbische System, den präfrontalen Cortex sowie neuroaktive Substanzen als biologische Einflussfaktoren auf aggressives Verhalten.

5. Empathie als Grundlage prosozialen Verhaltens: Es wird die Bedeutung von Spiegelneuronen und Empathie als grundlegende Voraussetzungen für gewaltfreies Verhalten untersucht.

6. Soziale Risikofaktoren: Die Arbeit analysiert zentrale soziale Einflüsse wie Erziehungsstile, Gewalt im familiären Umfeld, Arbeitslosigkeit, Migrationshintergrund und Medienkonsum als Auslöser für Gewalt.

7. Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden gebündelt und die zentrale These bestätigt, dass Jugendgewalt aus einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren resultiert.

Schlüsselwörter

Jugendgewalt, physische Gewalt, Aggression, Risikofaktoren, Sozialisation, Erziehungsstile, Empathie, Spiegelneuronen, Frustrations- Aggressions- Theorie, limbische System, Medienkonsum, Migration, Prävention, Verhaltensauffälligkeiten, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen von physischer Gewalt bei Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung biologischer, psychischer und soziologischer Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind geschlechtsspezifische Unterschiede bei Gewalt, biologische Hirnfunktionen, die Bedeutung von Empathie sowie verschiedene soziale Risikofaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entstehung einer gewalttätigen Persönlichkeit zu erklären und zu belegen, dass Gewalt durch ein Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Studienarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Theorien zur Gewaltentstehung, biologische Grundlagen, die Wichtigkeit von Empathie sowie eine detaillierte Untersuchung sozialer Risikofaktoren wie Erziehungsstile und Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Jugendgewalt, Aggression, Sozialisation, Erziehungsstile, Empathie, Spiegelneuronen und Risikofaktoren.

Wie beeinflussen Erziehungsstile das Gewaltpotenzial?

Unterschiedliche Erziehungsstile wie Verwöhnung, antiautoritäre, autoritäre oder inkonsequente Erziehung können die Entwicklung gewalttätiger Verhaltensweisen begünstigen, da sie die emotionale Bindung und Orientierung des Kindes stören.

Welche Rolle spielen Medien bei der Gewaltentstehung?

Medien, insbesondere gewalttätige Computerspiele, fungieren als Verstärker oder Auslöser, da sie durch Desensibilisierung und Modelllernen die Empathiefähigkeit verringern und Gewalt als Lösungsstrategie vermitteln.

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Details

Title
Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen
College
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Grade
2,5
Author
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V203186
ISBN (eBook)
9783656296638
ISBN (Book)
9783656297062
Language
German
Tags
aggression kinder jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author), 2011, Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203186
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