Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen


Hausarbeit, 2012
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit

2. Grundlagen zur Thematik psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz
2.1 Abgrenzung „Berufsbedingte“ und „Arbeitsbedingte Erkrankungen“
2.2 Definition Psychische Erkrankung
2.3 Psychische Belastungen und Beanspruchungen
2.4 Aktuelle Zahlen

3. Ursachen psychischer Belastungen

4. Folgen psychischer Fehlbelastung und ausgewählte psychische Erkrankungen
4.1 Folgen für den Arbeitnehmer
4.1.1 Fehlbeanspruchungen im Sinne des Arbeitsschutzes
4.1.2 Depression
4.1.3 Posttraumatische Belastungsstörung
4.1.4 Burnout
4.1.5 Sonstige Folgen für den Arbeitsnehmer
4.2 Folgen für den Arbeitgeber

5. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Belastungs-Beanspruchungs-Modell

Abbildung 2 - AU-Tage aufgrund psychischer Erkrankungen

Abbildung 3 - AU-Fälle aufgrund psychischer Erkankungen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

In den Medien wird man immer mehr mit Schlagzeilen wie „Arbeitsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen nimmt zu“, „Psychische Belastungen am Arbeitsplatz kosten Milliarden“ oder „Wenn Arbeit krank macht“ konfrontiert. Und auch man selbst erfährt von immer mehr Kollegen, die aufgrund von „Burnout“ längerfristig bei der Arbeit ausfallen. Es kommt die Frage auf, warum immer mehr Menschen aufgrund von psychischen Problemen arbeitsunfähig werden und welche Veränderungen der Arbeitswelt dazu geführt haben. Und vor allem wie wirkt sich diese Problematik auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus?

1.2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit

Diese Arbeit soll deshalb zum Ziel haben, die Auswirkungen arbeitsbedingter psychischer Erkrankungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber herauszukristallisieren. Dafür soll zunächst im zweiten Kapitel, unter Klärung und Abgrenzung der wichtigsten Begrifflichkeiten, die Relevanz des Themas anhand aktueller Zahlen dargestellt und ergründet werden. In Kapitel drei geht es dann um die Ursachenforschung für arbeitsbedingte psychische Erkrankungen. Unter Vorstellung einiger ausgewählter Krankheitsbilder werden die möglichen Folgen für Mitarbeiter und Unternehmen in Kapitel vier erarbeitet. Abschließend sollen eine kurze Zusammenfassung und ein abschließendes Fazit den Schluss dieser Arbeit bilden.

2. Grundlagen zur Thematik psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz

2.1 Abgrenzung „Berufsbedingte“ und „Arbeitsbedingte Erkrankungen“

Viele berufliche Belastungen und ungünstige Arbeitsbedingungen können zu zahlreichen berufsbedingten Erkrankungen und Beschwerden führen, von denen nur ein kleiner Teil als Berufskrankheit (derzeit 68) gelistet ist. Der größere, versicherungsrechtlich nicht anerkannte Teil gilt als „arbeitsbedingte Erkrankung“ im engeren Sinne.[1] Keine psychische Erkrankung ist jedoch als Berufskrankheit gelistet und gilt somit lediglich als arbeitsbedingte Erkrankung, wenn sie durch die Arbeitsumstände verursacht wurde.

2.2 Definition Psychische Erkrankung

Der Begriff P sychische Erkrankung“ wird in der Literatur sehr komplex definiert, da sich psychische Auffälligkeiten durch eine Vielzahl von Merkmalen auszeichnen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat festgelegt, dass laut ICD-10[2] folgende Merkmale für das Vorliegen einer psychischen Erkrankung gegeben sein müssen : Persönliches Leid, Abweichung von Normen (statistisch, gesellschaftlich), Funktionseinschränkung und/oder Behinderung und Selbst-/Fremdgefährdung. Größtenteils müssen mehrere dieser Elemente gleichzeitig erfüllt sein.

Im Zusammenhang mit dem Thema psychische Erkrankungen“ tauchen auch oft andere Begrifflichkeiten, wie „psychische Störung“, „psychische Fehlbelastung“, „Befindlichkeitsstörung“ etc. auf. In der Medizin und fachärztlich-psychiatrischen Diagnostik spricht man heute nur noch von „psychischen Störungen“.[3] Jedoch möchte ich der Einfachheit halber in der folgenden Arbeit die Begriffe synonym verwenden.

2.3 Psychische Belastungen und Beanspruchungen

Wenn es um psychische Erkrankungen geht, unterscheidet man im Arbeitsschutz zwischen „Psychischer Belastung “ und „ Psychischer Beanspruchung “.

Nach der DIN EN ISO 10075-1 [1a] wird Psychische Belastung folgendermaßen definiert: Psychische Belastung ist die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch einwirken.“[4] Mit dieser Definition wird deutlich, dass jede Tätigkeit mit einer psychischen Belastung einhergeht und damit „normaler und notwendiger Bestandteil der Arbeit“[5] ist. Psychische Belastungen werden daher in der Arbeitswissenschaft als neutral betrachtet[6] und wirken sich auf alle Mitarbeiter aus.

Wichtig ist dazu die Abgrenzung zur „Psychischen Beanspruchung“, die nach DIN EN ISO 10075-1 [1a] definiert wird als die „[…] Auswirkung der psychischen Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien.“[7] Das bedeutet, dass die Auswirkungen einer psychischen Belastung davon abhängen, über welche Bewältigungsmöglichkeiten ein Mensch verfügt. RIECHERT nennt dabei u. a. die Fähigkeiten, Erfahrungen, das Selbstvertrauen und die innere Haltung eines jeden Menschen als Individuum, aber auch der gegenwärtige Gesundheitszustand des Einzelnen.[8] „Psychische Beanspruchung“ ist also immer konkret an eine Person gebunden.

Diese komplexen Zusammenhänge zwischen individuellen Voraussetzungen, Arbeitsanforderungen und deren Bewertung sind dargestellt im sogenannten „Belastungs-Beanspruchungs-Modell“, welches von ROHMERT und RUTENFRANZ entwickelt wurde.[9] Das Modell zeigt, dass Einflüsse aus der Arbeit auf den Menschen mit seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen und seinen Bewältigungsstrategien einwirken. Ebenso zeigt es die „Doppelgesichtigkeit“ der psychischen Beanspruchung, also die positiven als auch negativen Folgen.[10] Denn psychische Beanspruchung oder Belastung kann sowohl anregend (Aufgabe als Herausforderung), als auch beeinträchtigend (z. B. Überforderung) sein.[11] Eine Darstellung des Modells ist im Anhang unter Abb. 1 zu finden.

2.4 Aktuelle Zahlen

Der Trend ist ungebrochen. Deutsche Arbeitnehmer fehlen immer häufiger aufgrund von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz, denn die Anzahl der Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen.

[...]


[1] Vgl. Buchter, A.: Diagnostik arbeitsbedingter Erkrankungen und arbeitsmedizinisch-diagnostische Tabellen, 2011, S. 11.

[2] ICD: International Classification of Diseases - ein von der WHO herausgegebenes Manual aller anerkannter Krankheiten und Diagnosen; ICD-10, Version 2006 heißt die heute gültige Version.

[3] Vgl. Riechert, I.: Psychische Störungen bei Mitarbeitern: Ein Leitfaden für Führungskräfte und Personalverantwortliche, 2011, S. 20.

[4] Kauffeld, S.: Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie: für Bachelor, 2011; S. 11.

[5] DIN EN ISO 100 75-1: Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung. Teil 1: Allgemeines und Begriffe, 2000.

[6] Ebd.

[7] DIN EN ISO 100 75-1, 2000.

[8] Vgl. Riechert, 2011, S. 22.

[9] Vgl. Rohmert, W./Rutenfranz, J.: Arbeitswissenschaftliche Beurteilung der Belastung und Beanspruchung an unterschiedlichen industriellen Arbeitsplätzen, Bonn: Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 1975, S. 15.

[10] Vgl. Riechert, 2011, S. 23.

[11] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
BWL 55 - Personalmanagement Vertiefung
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V203222
ISBN (eBook)
9783656297659
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Psychische Erkankungen, Burnout, Personalmanagement, BWL55
Arbeit zitieren
Mareike Gerdes (Autor), 2012, Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203222

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