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Die Marktstellung der Deutschen Post AG

Eine ökonomische Analyse

Titre: Die Marktstellung der Deutschen Post AG

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diana Jasiczek (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique de compétition
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Résumé Extrait Résumé des informations

Unter dem Motto „Die Post für Deutschland“ wirbt die Deutschen Post AG mit ihrer Vormachtstellung im deutschen Briefmarkt. Diese Vormachtstellung wurde der Post bis vor ca. 15 Jahren auch durch das staatliche Briefmonopol in Deutschland gesichert. Die Bestrebungen der Bundesrepublik und der Europäischen Union (EU) den Wettbewerb zu fördern, führten zu einer sukzessiven Öffnung des Briefmarktes. Ziel ist es seither den Postmarkt in Europa bis 2013 vollständig zu liberalisieren.

Aus diesem Grund wurde von der Europäischen Union 1992 das sogenannte „Grünbuch über die Entwicklung des Binnenmarktes für Postdienste“ herausgegeben. Die Übergangsfrist zur Öffnung des Briefmarktes in Deutschland wurde über Gewichtsgrenzen der Briefe festgesetzt. Der Markt wurde 1998 zum ersten Mal, für Sendungsgewichte über 200 Gramm, für den Wettbewerb freigegeben und bis zum Jahr 2008 wurden alle Sendungsgrößen und –gewichte für andere Konkurrenten zugänglich gemacht. Durch die frühe vollständige Öffnung des Briefmarktes in Deutschland, nimmt die Bundesrepublik eine Vorreiterrolle im liberalisierten Briefmarkt Europas ein.

Wie hat sich die Marktstellung seit der Öffnung des Briefmarktes in Deutschland entwickelt? Diese Frage soll in der Arbeit beantwortet werden. Ob die Öffnung des Marktes zum gewünschten Wettbewerb geführt hat oder ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Briefmarkt den Wettbewerbern zugänglich zu machen, wird hierbei ebenfalls betrachtet.
Um die Leitfrage zu beantworten wird im 2. Kapitel zunächst der relevante Markt, in diesem Fall der Briefmarkt in Deutschland, abgegrenzt und eine allgemeine Definition zur marktbeherrschenden Stellung gegeben.
Danach wird, im 3. Kapitel dieser Arbeit, die Entwicklung der Marktstellung der DPAG vor bzw. im Laufe der Liberalisierung dargestellt und es werden Prognosen zur möglichen Entwicklung des Briefmarktes in den nächsten Jahren gegeben.

Da auch die DPAG nun ein im Wettbewerbsmarkt agierendes Unternehmen ist, wird im 4. Kapitel dargestellt, welche Möglichkeiten von der DPAG genutzt werden, um ihre Marktstellung zu halten. Als Beispiel wird hierbei der Mindestlohn betrachtet, den die DPAG zum Jahr 2010 durchsetzte, der aber mittlerweile vom Bundesverwaltungsgericht als rechtswidrig erklärt wurde. Im 5. Kapitel werden die Ergebnisse noch einmal kurz zusammengetragen, bevor ein Fazit gezogen wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Deutsche Post AG im Briefmarkt

2.1 Die Theorie des relevanten Marktes

2.2 Marktstellung

2.3 Das Postgesetz und die staatlichen Regulierungen im Postmarkt

3. Entwicklung der Marktstellung der Deutschen Post AG

3.1 Entwicklung vor der Liberalisierung des Briefmarktes

3.2 Entwicklung nach der Liberalisierung des Briefmarktes

4. Maßnahmen der Deutschen Post AG zur Sicherung ihrer Marktstellung

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert die Entwicklung der Marktstellung der Deutschen Post AG (DPAG) nach der sukzessiven Liberalisierung des deutschen Briefmarktes. Ziel ist es zu untersuchen, ob der Wettbewerb durch die Marktöffnung erfolgreich gefördert wurde und welche Strategien das Unternehmen anwendet, um seine Vormachtstellung gegen neue Wettbewerber zu behaupten.

  • Theoretische Grundlagen zur Marktbeherrschung und zum relevanten Markt
  • Die Auswirkungen staatlicher Regulierungen wie des Postgesetzes
  • Entwicklung und Dynamik des Wettbewerbs vor und nach der vollständigen Liberalisierung
  • Strategische Maßnahmen der DPAG zur Kundenbindung und Abwehr von Konkurrenten

Auszug aus dem Buch

2.2 Marktstellung

Der für die Arbeit abgegrenzte relevante Markt ermöglicht es, die Marktstellung eines Unternehmens näher zu analysieren (Vgl. Europa 2011a). Die in dieser Arbeit verwendete Definition zur Marktstellung eines Unternehmens bzw. deren Marktbeherrschung findet man im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB).

Nach §19 Absatz 2 Satz 1 und 2 GWB ist ein Unternehmen dann marktbeherrschend bzw. übt eine Marktmacht aus, wenn es auf dem räumlich relevanten Markt: […] 1. „ohne Wettbewerber ist oder keinem wesentlichen Wettbewerb ausgesetzt ist“ oder 2. „eine im Verhältnis zu seinen Wettbewerbern überragende Marktstellung hat […]“ (Bundesministerium der Justiz 2011a).

Um eine überragende Marktstellung nach den § 19 Abs. 2 Satz 2 GWB festzustellen, sind u. a. der Marktanteil, die Finanzkraft und der Zugang zu Beschaffungs- oder Absatzmärkten ausschlaggebend (Vgl. Bundesministerium der Justiz 2011a)2.

Laut GWB §19 Abs. 3 ist ein Unternehmen dann marktbeherrschend, wenn es im relevanten Markt mindestens einen Marktanteil von 33 Prozent hat (Vgl. Bundesministerium der Justiz 2011a). Die Konsequenzen aus einer marktbeherrschenden Stellung sind, dass das Unternehmen die Fähigkeit hat Preise oder auch Entscheidungen über einen längeren Zeitraum unabhängig von den Preisen anderer Unternehmen zu setzen bzw. Entscheidungen unabhängig von den Strategien der anderen Unternehmen treffen zu können (Vgl. Bundeskartellamt 2011, S. 2f.). Durch die Reduktion der angebotenen Menge, in dem Fall weniger Anbieter, können ebenso die Preise über die Grenzkosten gehoben werden (Vgl. Gey 2004, S. 32). Das Unternehmen würde dann trotzdem noch in der Lage sein, seine Kunden und dementsprechend seinen Marktanteil zu behalten (Vgl. Motta 2009, S. 115).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Historie der Marktöffnung des deutschen Briefmarktes ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Die Deutsche Post AG im Briefmarkt: Das Kapitel befasst sich mit der ökonomischen Abgrenzung des relevanten Marktes sowie den gesetzlichen Regulierungen, die zur Förderung des Wettbewerbs im Postsektor eingeführt wurden.

3. Entwicklung der Marktstellung der Deutschen Post AG: Hier wird der historische Prozess der Postreformen dargestellt und die tatsächliche Marktentwicklung der DPAG im Vergleich zu ihren Wettbewerbern analysiert.

4. Maßnahmen der Deutschen Post AG zur Sicherung ihrer Marktstellung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Strategien, von der Kundenreputation bis hin zu neuen Geschäftsfeldern wie dem E-Postbrief, mit denen die DPAG ihre Position verteidigt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die DPAG trotz 13 Jahren Liberalisierung ihre marktbeherrschende Stellung im Wesentlichen behaupten konnte.

Schlüsselwörter

Deutsche Post AG, Briefmarkt, Liberalisierung, Postgesetz, Marktbeherrschung, Wettbewerb, Price-Cap-Regulierung, Exklusivlizenzen, Marktzutritt, Universaldienst, E-Postbrief, Hybridpost, Marktanteile, Wettbewerbsrecht, Postreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomische Analyse der Marktstellung der Deutschen Post AG nach der schrittweisen Liberalisierung des deutschen Briefmarktes.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Marktöffnung, die ökonomische Definition der Marktbeherrschung, die Entwicklung der Marktanteile sowie die strategische Positionierung der DPAG.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu beantworten, wie sich die Marktstellung der DPAG nach der Öffnung des Marktes entwickelt hat und ob der angestrebte Wettbewerb durch die getroffenen Regulierungen erfolgreich initiiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Marktdaten der Bundesnetzagentur und wirtschaftswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Phasen der Liberalisierung, die Entwicklung der Wettbewerber und spezifische Unternehmensstrategien der DPAG zur Sicherung ihrer Dominanz.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten charakterisieren?

Zu den Kernbegriffen gehören Briefmarkt, Liberalisierung, Wettbewerbsrecht, Marktbeherrschung und Regulierungsstrategien.

Welche Rolle spielt die Price-Cap-Regulierung im Postmarkt?

Diese Regulierung dient dazu, das marktbeherrschende Unternehmen zu disziplinieren, indem Preisobergrenzen für Dienstleistungskörbe festgelegt werden, um überhöhte Preise trotz fehlendem Wettbewerb zu verhindern.

Warum konnte die DPAG ihre Marktstellung trotz Liberalisierung so gut halten?

Die Arbeit nennt Faktoren wie eine hohe Konsumentenloyalität, die Ausnutzung von Verbundvorteilen sowie die Implementierung neuer, für Konkurrenten schwer zu kopierender Produkte wie des E-Postbriefs.

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Résumé des informations

Titre
Die Marktstellung der Deutschen Post AG
Sous-titre
Eine ökonomische Analyse
Université
University of Göttingen  (Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung)
Cours
Netz- und Verkehrsökonomie
Note
1,3
Auteur
Diana Jasiczek (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
24
N° de catalogue
V203257
ISBN (ebook)
9783656298830
ISBN (Livre)
9783656299332
Langue
allemand
mots-clé
Deutsche Post Marktstellung relevanter Markt Wettbewerb Marktliberalisierung Briefmarkt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diana Jasiczek (Auteur), 2011, Die Marktstellung der Deutschen Post AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203257
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Extrait de  24  pages
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