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Legasthenie/ Dyslexie

Ursachen, Symptome und der Umgang mit ihnen in der Erwachsenenbildung

Título: Legasthenie/ Dyslexie

Trabajo , 2012 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jennifer Amft (Autor)

Pedagogía - Educación de adultos
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Unsere Sprache ist das wichtigste Medium unserer Gesellschaft. Mittels dieser können wir
mündlich oder schriftlich kommunizieren, uns verständigen und unendlich viele Botschaften
mit einer begrenzten Anzahl von Wörtern übermitteln. Der Mensch ist das einzige Lebewesen,
welches ein Sprechvermögen besitzt, was ihn von allen anderen unterscheidet. Die Forscherin
Sue Savage- Rumbaugh versuchte z.B. sogenannten Bonobos (Zwergschimpansen)
Sprache mithilfe von Symbolen beizubringen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Schimpansen
zwar den einzelnen Symbolen Bedeutungen zuordnen konnten, jedoch nicht dazu fähig
waren, grammatische Regeln o.Ä. zu erwerben. Weltweit gibt es ca. 8000 Sprachen, welche
jeweils von den ungefähr 70 existierenden Phonemen nur einen bestimmten Anteil verwenden.
So gebraucht die deutsche Sprache etwa 40 dieser Phoneme. Ist ein Kind dazu in der
Lage, die Laute seiner Muttersprache zu kategorisieren, hat es die Voraussetzungen zum Erlernen
einer Sprache erfüllt. Wenn es diese dann auch noch richtig anwendet und vertieft,
besitzt es die Grundlagen, welche für den Erwerb des Lesens und Schreibens notwendig sind.
Doch mit welchen Problemen sehen sich Personen konfrontiert, welche durch Störungen verschiedener
Art in ihrem Sprach- und Schriftspracherwerb beeinträchtigt sind? Worin liegen
die Ursachen dieser Störungen, welche typischen Symptome treten bei Legasthenikern oder
Dyslektikern auf und wie können sich speziell die Erwachsenenbildner auf die Bedürfnisse
der Betroffenen einstellen? Diese Fragen sollen im Laufe der Hausarbeit beantwortet werden.
Dabei sollen ausschließlich körperliche und genetische Ursachen im Fokus stehen und
Schwierigkeiten aufgrund emotionaler oder sozialer Probleme unberücksichtigt bleiben. Außerdem
ist in dieser Hausarbeit mit dem Begriff Sprache nur die gesprochene Sprache und
nicht etwa die Gebärdensprache gemeint. Ähnliches gilt für das Schreiben. Auch dabei wird
z.B. die Blindenschrift vernachlässigt. Zunächst wird ein Überblick über die Formen von Lese-
Rechtschreibschwächen gegeben, wobei insbesondere auf die Legasthenie und Dyslexie
eingegangen wird. Des Weiteren, werden sowohl die Ursachen als auch die Symptome der
Schwäche näher erläutert und kurz mögliche Therapieformen aufgezeigt. Nachdem an dieser
Stelle die Grundlagen für das Verständnis verdeutlicht wurden, soll dann besonderes Augenmerk
auf die Erwachsenbildung gelegt werden.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Legasthenie/ Dyslexie – Was ist das?

2.1. Begriffsklärungen und mögliche Ursachen

2.2. Symptome und deren Therapie

3. Wie können sich Erwachsenenbildner auf Legastheniker/ Dyslektiker einstellen?

4. Fazit

5. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Herausforderungen von Legasthenikern und Dyslektikern im Kontext der Erwachsenenbildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Dozenten und Kursleiter ihre Methoden und Lernumgebungen an die spezifischen Bedürfnisse dieser Personengruppe anpassen können, um den Lernerfolg trotz bestehender Einschränkungen zu gewährleisten.

  • Definition und neurologische Ursachen von Legasthenie und Dyslexie
  • Phänomenologie und Symptomatik in verschiedenen Lebensbereichen
  • Strategien zur didaktischen Gestaltung in der Erwachsenenbildung
  • Optimierung der Lernumgebung und Medienwahl für Betroffene
  • Förderung der Motivation und des Selbstwertgefühls erwachsener Lernender

Auszug aus dem Buch

2.1. Begriffsklärungen und mögliche Ursachen

Der Begriff „Legasthenie“ ist ein zusammengesetztes lateinisch- griechisches Wort. Der erste Teil kann von dem lateinischen Wort „legere“ abgeleitet werden, was dem Verb „lesen“ entspricht. Der zweite Part ist auf das griechische Wort „astheneia“ zurückzuführen und bedeutet: „die Schwäche“. Hierbei ist also die Rede von einer Schwäche beim Lesen. Der Begriff der Legasthenie wurde erstmalig 1916 durch Pål Ranschburg als Leseschwäche geprägt. Es handelt sich dabei nicht um eine Lernbehinderung im allgemeinen Sinn, sondern um eine Teilleistungsstörung. Dies bedeutet, dass bei den Betroffenen bestimmte Bereiche des Gehirns ausgefallen sind, sie ansonsten aber ein normales Leistungsniveau besitzen können. Legasthenie kann auch bei Kindern mit geringerer Intelligenz oder sogar in Kombination mit anderen Leistungsstörungen auftreten. Maria Lindner, eine schweizerische Legasthenieforscherin, definierte den Begriff wie folgt: „Unter Legasthenie verstehen wir demnach eine spezielle und aus dem Rahmen der übrigen Leistungen fallende Schwäche im Erlernen des Lesens (und indirekt auch des selbstständigen orthographischen Schreibens) bei sonst intakter oder [...] relativ guter Intelligenz.“ Es handelt sich dabei also nicht um eine Lese- Rechtschreibschwäche, deren Ursachen auf Schwachsinn, körperliche Behinderungen, mangelnde Übung, schlechte Schulmethoden oder eine gestörte Schüler- Lehrer- Beziehung zurückzuführen sind. 1951 hob Lindner hervor, dass ein Kind ein Legastheniker sei, wenn es offensichtlich ist, dass es „das Lesen und damit auch das Schreiben nicht oder nur mit größter Mühe erlernen kann, während in anderen Fächern keine entsprechenden Schwierigkeiten bestehen.“ Die Störungen, welche bei den betroffenen Personen auftreten, können unterschiedliche Ursachen besitzen. So können sie z.B. durch biologische, pädagogische oder psychische Probleme verursacht werden und sich im weiteren Verlauf sekundär auf beispielsweise das Selbstwertgefühl oder Selbstbewusstsein auswirken. Die Störungen treten meist auch in den Bereichen des Sehens, Hörens oder der Motorik auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sprache als Medium ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der Herausforderungen für Legastheniker sowie die Zielsetzung der Arbeit in der Erwachsenenbildung.

2. Legasthenie/ Dyslexie – Was ist das?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Legasthenie und Dyslexie, erläutert die neurologischen und genetischen Ursachen und beschreibt die damit verbundenen Symptome sowie Ansätze zur Therapie.

3. Wie können sich Erwachsenenbildner auf Legastheniker/ Dyslektiker einstellen?: Hier werden praktische Strategien für Dozenten erörtert, um Lerninhalte, Methoden und Räumlichkeiten so zu gestalten, dass sie den spezifischen Bedürfnissen betroffener Erwachsener gerecht werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Verständnis und Anpassungsfähigkeit im Bildungswesen, um Betroffenen trotz ihrer Schwächen eine erfolgreiche Weiterbildung zu ermöglichen.

5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete gedruckte und digitale Literatur auf, die zur Erarbeitung der Hausarbeit herangezogen wurde.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Dyslexie, Erwachsenenbildung, Leseschwäche, Rechtschreibschwäche, Teilleistungsstörung, Lernumgebung, Didaktik, Gehirnforschung, Inklusion, Fördermethoden, Lernpsychologie, Sprachverarbeitung, Unterrichtsgestaltung, Selbstwertgefühl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Legasthenie und Dyslexie und überträgt diese Erkenntnisse spezifisch auf den Bereich der Erwachsenenbildung.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Felder umfassen die medizinisch-psychologische Definition, die Ursachenforschung, die Symptomatik sowie didaktische Handlungsoptionen für Lehrende.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Dozenten ihre Lehre inklusiver gestalten können, damit Legastheniker und Dyslektiker trotz ihrer Beeinträchtigung Lernziele erreichen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis von Fachliteratur und Erkenntnissen aus der Hirnforschung sowie pädagogischen Studien erstellt wurde.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffs- und Ursachenanalyse sowie einen praxisorientierten Teil, der konkrete methodische Anpassungen für Seminare vorschlägt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Teilleistungsstörung, Erwachsenenbildung, methodische Differenzierung und neurologische Grundlagen beschreiben.

Warum ist das Thema gerade in der Erwachsenenbildung so relevant?

Da Betroffene im Erwachsenenalter oft noch unter den negativen Erfahrungen aus ihrer Schulzeit leiden und selten diagnostiziert wurden, ist eine sensible und fachkundige Unterstützung durch Kursleiter entscheidend.

Welche Rolle spielen audiovisuelle Medien in der Arbeit?

Der Autor diskutiert den Einsatz von Medien wie Flipcharts, PowerPoint oder Tonaufnahmen als hilfreiche Werkzeuge, weist aber auch auf deren spezifische Vor- und Nachteile bei der Arbeit mit Legasthenikern hin.

Was ist das zentrale Fazit für Dozenten?

Das Fazit lautet, dass auch ohne explizite Sonderpädagogik allein durch Empathie, Flexibilität in der Raumgestaltung und methodische Vielfalt eine inklusive und effektive Lernumgebung geschaffen werden kann.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Legasthenie/ Dyslexie
Subtítulo
Ursachen, Symptome und der Umgang mit ihnen in der Erwachsenenbildung
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Allgemeine Erziehungswissenschaften
Calificación
1,3
Autor
Jennifer Amft (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
19
No. de catálogo
V203386
ISBN (Ebook)
9783656302018
ISBN (Libro)
9783656302667
Idioma
Alemán
Etiqueta
Legasthenie Dyslexie Erwachsenenbildung Legastheniker Ursache Symptome Therapie Lesestörung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jennifer Amft (Autor), 2012, Legasthenie/ Dyslexie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203386
Leer eBook
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