Der Convenience Store

Erstellung und Durchführung eines Konzeptionsprozesses


Masterarbeit, 2012

182 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Aufbau und Methodik
1.4 Begriffsdefinitionen und Einordnung
1.4.1 Convenience
1.4.2 Einzelhandel
1.4.3 Convenience Store
1.4.4 Einordnung in die Einzelhandelslandschaft

2 Trends und Rahmenbedingungen
2.1 Der Konsument bzw. die Konsumentin
2.1.1 Individualisierung
2.1.2 Neo-Ökologie
2.1.3 Zeitknappheit
2.1.4 Spontaneinkäufe
2.1.5 Bevölkerungsalterung
2.1.6 Bedeutung des Preises
2.1.7 Vernetzter Verbraucher bzw. vernetze Verbraucherin
2.2 Politisch-rechtliche Einflussfaktoren
2.3 Zusammenfassung

3 Bausteine des Systems Convenience Store
3.1 Baustein Standort
3.2 Baustein Sortiment
3.3 Baustein Atmosphäre
3.4 Baustein Zeit
3.5 Zusammenfassung

4 Convenience Store-Konzepte
4.1 „Costcutter Express“ (Dublin)
4.1.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.1.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.1.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.1.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.2 „Emmas Enkel“ (Düsseldorf)
4.2.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.2.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.2.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.2.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.3 „Merkur Mini-Markt“ (Wien)
4.3.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.3.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.3.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.3.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.4 „Preis-Schocker“ (München)
4.4.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.4.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.4.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.4.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.5 „Elfi’s Kreativecke“ (Ulmerfeld-Hausmening)
4.5.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.5.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.5.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.5.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.6 „SPAR“ (Dublin)
4.6.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.6.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.6.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.6.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.7 “Thos. J. Coleman & Co.” (Dublin)
4.7.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.7.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.7.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.7.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.8 „DB ServiceStore“ (deutschlandweit)
4.8.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.8.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.8.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.8.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.9 „Avia“ (Nürnberg)
4.9.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.9.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.9.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.9.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.10 „Come In“ (Wuppertal)
4.10.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.10.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.10.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.10.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.11 „Lawson“ (Japan)
4.11.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
4.11.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
4.11.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
4.11.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit
4.12 Zusammenfassung

5 Implikationen aus den Recherchen

6 Konzeption eines Convenience Stores
6.1 Vorgehensweise
6.2 Wahl und Analyse des Standorts
6.2.1 Hintergrund und Vorgehensweise
6.2.2 Festlegung des Standorts
6.2.3 Erstellung einer Umgebungskarte
6.2.4 Ermittlung soziodemographischer Daten
6.2.5 Ergebnisse aus Beobachtung
6.3 Generierung von Ideen
6.3.1 Beschreibung der Vorgehensweise
6.3.1.1 Zusammensetzung der Gruppe
6.3.1.2 Dokumentation der Ergebnisse
6.3.1.3 Durchführung des Ideen-Workshops
6.3.1.4 Einführung in das Thema
6.3.1.5 Brainstorming
6.3.1.6 Kopfstandmethode
6.3.2 Top-Ideen
6.4 Clusterung der Ideen zu Konzepten
6.4.1.1 Konzept „Der Grätzl-Markt“
6.4.1.2 Konzept „Schnelles Sackerl“
6.4.1.3 Konzept „Dein Kistl“
6.4.1.4 Konzept „Fremdhausg’macht“
6.4.1.5 Konzept „Ökokauftreff“
6.5 Analyse und Evaluierung der Konzepte
6.5.1 Analyse der Konzepte nach Nutzwert
6.5.1.1 Beschreibung der Methode
6.5.1.2 Festlegung der Zielkriterien und Zielwertausprägungen
6.5.1.3 Bewertung der Konzepte anhand der Zielkriterien
6.5.1.3.1 Neuartigkeit
6.5.1.3.2 Erweiterbarkeit
6.5.1.3.3 Einbeziehung der Kundschaft
6.5.1.3.4 Konkurrenz am Standort
6.5.1.3.5 Akzeptanzrisiken
6.5.1.4 Errechnung der Nutzwerte
6.5.2 Evaluierung der Konzepte mittels einer Fokusgruppe
6.5.2.1 Methodik der Fokusgruppe
6.5.2.2 Auswahl der Teilnehmenden
6.5.2.3 Dokumentation der Fokusgruppe
6.5.2.4 Ablauf der Fokusgruppe
6.5.2.5 Erkenntnisse aus der Fokusgruppe
6.5.2.5.1 „Der Grätzl-Markt“
6.5.2.5.2 „Schnelles Sackerl“
6.5.2.5.3 „Fremdhausg‘macht“
6.5.2.5.4 „Ökokauftreff“
6.6 Anpassung des finalen Konzepts
6.6.1 Ausgestaltung des Bausteins Standort
6.6.2 Ausgestaltung des Bausteins Sortiment
6.6.3 Ausgestaltung des Bausteins Atmosphäre
6.6.4 Ausgestaltung des Bausteins Zeit

7 Resümee

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Haushaltsgrößen in Deutschland 2000 und 2015

Abbildung 2: Bedeutung aggregierter Kauftreiber

Abbildung 3: Überblick über die Ladenöffnungszeiten in Europa

Abbildung 4: “Costcutter Express” in Dublin

Abbildung 5: „Emmas Enkel“ in Düsseldorf

Abbildung 6: „Merkur Mini-Markt“ im Wiener Westbahnhof

Abbildung 7: „Preis-Schocker“ in München

Abbildung 8: „Elfi’s Kreativecke“ in Ulmerfeld-Hausmening

Abbildung 9: „SPAR“ in Dublin

Abbildung 10: “Thos. J. Coleman & Co.“ in Dublin

Abbildung 11: „DB ServiceStore“

Abbildung 12: „Avia“ in Nürnberg

Abbildung 13: „Come In“ in Wuppertal

Abbildung 14: „Lawson“ in Japan

Abbildung 15: Vorgehensweise bei der Konzepterstellung

Abbildung 16: Umgebungskarte des Standorts

Abbildung 17: Nutzwertanalyse

Abbildung 18: Ideen aus dem Brainstorming

Abbildung 19: Ideen aus der Kopfstandmethode (1)

Abbildung 20: Ideen aus der Kopfstandmethode (2)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Soziodemographische Daten des Standorts im Jahr 2009

Tabelle 2: Haushaltsgrößen am Standort im Jahr 2009

Tabelle 3: Kaufkraft Österreich 2010, Top Ten nach Bezirken

Tabelle 4: Ideen mit mindestens drei Bewertungspunkten

Tabelle 5: Zielkriterien und Zielwertausprägungen

Tabelle 6: Ideen aus dem Brainstorming

Tabelle 7: Ideen aus der Kopfstandmethode

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Convenience“ – der Begriff, der im Deutschen für Komfort und Bequemlichkeit steht, gewinnt als Trend im der Konsumgüterindustrie und im Speziellen im Lebensmitteleinzelhandel international immer größere Bedeutung.[1]

„Convenience ist eine typische Zeiterscheinung und Ausdruck unseres modernen Lebensstils“, so der Konsum- und Trendforscher David Bosshart[2].

Convenience Shopping zeigt sich heutzutage als eine Herausforderung für den Einzelhandel. Waren es einst Entwicklungen wie die Entstehung großer Warenhäuser, die Verbreitung von Discountern und der Trend hin zu Ökoprodukten, so ist es heute die Zunahme der Mobilität, der demographische Wandel oder die soziokulturelle Entwicklung der Konsumenten und Konsumentinnen, die den Handel zwingen, neuartige Konzepte zu entwickeln, um konkurrenzfähig zu sein.[3]

Die Handelsform, die genau auf diese Entwicklungen aufbaut und in den 80er Jahren aus den Tankstellen-Shops entstanden ist, ist der Convenience Store. Dabei handelt es sich heutzutage um eine ernstzunehmende Weiterentwicklung im Einzelhandel, die heute verschiedene andere Handelsformen ergänzt[4] und Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie und Out-of-Home-Markt zusammenführt.[5]

Obwohl 2008 bereits 14 Prozent des Jahresumsatzes im Lebensmitteleinzelhandel im Convenience-Bereich generiert wurden[6], wird Deutschland noch als „Convenience-Wüste“ bezeichnet[7] und liegt im europäischen Vergleich lediglich vor Kroatien.[8] So habe sich der deutsche Einzelhandel bislang eher auf Innovationen im Bereich der Logistik konzentriert, weniger aber auf das Schaffen besserer Einkaufserlebnisse mit Berücksichtigung von Emotionen und Frische, stellt Constanze Freienstein von der Unternehmensberatung A.T. Kerarney fest.[9]

In verschiedenen anderen Ländern sind in Punkto Convenience Stores konträre Entwicklungen zu beobachten. Die erfolgreiche Convenience Store-Kette „7-Eleven“ beispielsweise konnte von 2005 auf 2006 ihren Umsatz um 11,6 Prozent von 13,8 auf 14,4 Milliarden Euro steigern.[10]

„Der Convenience-Handel hat weltweit viele Gesichter, er verändert sich schneller als andere Märkte“[11], so Mark Wohltmann, Senior Manager des Convenience Centers bei Nielsen. Eine einfache, allgemein gültige Definition des Gedankens ist also nicht möglich, es gibt keinen einheitlichen Prototyp.[12]

1.1 Zielsetzung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zum einen das Konzept des Convenience Store mit allen Aspekten zu ergründen und im Anschluss daran das erworbene Wissen dazu anzuwenden, selbstständig Konzepte zu entwickeln.

Die Beschreibung der Vorgehensweise mit allen Schritten sowie die tatsächliche Durchführung bis hin zum fertigen Konzept soll der Leserin oder dem Leser eine mögliche Vorgehensweise an die Hand geben, mit der ein Ladenkonzept erstellt werden kann, sofern ein Standort für den Convenience Store feststeht.

1.2 Forschungsfragen

In der vorliegenden Arbeit werden folgende Forschungsfragen beantwortet:

1. Welche Trends und Rahmenbedingungen nehmen Einfluss auf den Einzelhandel?
2. Was sind die elementaren Konzeptbausteine eines Convenience Stores?
3. Welche Bedürfnisse kann ein Convenience Store befriedigen?
4. Wie werden bereits existierende Convenience Store-Konzepte umgesetzt?
5. Welche Implikationen ergeben sich hinsichtlich der Erstellung eines Convenience Store-Konzeptes und wie kann ein solcher Prozess gestaltet sein?

1.3 Aufbau und Methodik

Um zu verstehen, was Convenience im Handel bedeutet, ist es zunächst wichtig, die Rahmenbedingungen und Trends bei der Zielgruppe sowie die rechtliche Gegebenheiten hinsichtlich dieser Entwicklungen zu betrachten. Auf diese Fragestellungen wird im zweiten Kapitel eingegangen.

Da eine allgemeine Darstellung des Convenience-Konzepts anhand eines Prototyps nicht möglich ist, gilt es, darstellbare Gemeinsamkeiten zu finden – also Bausteine, die bei der Konzeption Berücksichtigung finden müssen, damit es sich tatsächlich um einen Convenience Store handelt. Diese Bausteine werden im dritten Kapitel definiert.

Bei der Bearbeitung dieser beiden Kapitel wird die Methode der Literaturrecherche verwendet, wobei Studien, Fachliteratur und -zeitschriften sowie Internetquellen ausgewertet werden.

Zur Illustration der Theorie soll ein facettenreicher Überblick über existierende Convenience Store-Konzepte gegeben werden, um zu verdeutlichen, wie die individuelle Ausgestaltung der Bausteine mit Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten aussehen kann. Dies geschieht im vierten Kapitel. Die hierbei verwandte Methode ist die Beobachtung.

Das fünfte Kapitel fasst die Implikationen, die sich aus den Recherchen ergeben, zusammen.

Die praktische Anwendung des erworbenen Wissens erfolgt im sechsten Kapitel dieser Arbeit. Es werden hier eigene Convenience Store-Konzepte entwickelt. Im Zuge dessen wird zunächst ein Prozess festgelegt und im Anschluss darauf konkret durchgeführt. Werden zuerst mittels eines Ideen-Workshops Konzepte entwickelt, werden diese später im Rahmen einer Nutzwertanalyse bewertet. Die übriggebliebenen Konzepte werden anschließend zur Evaluierung mittels eines Fokusgruppeninterviews freigegeben. Schließlich wird ein Konzept als Gewinner selektiert und mittels der Erkenntnisse über die Consumer Insights, die ebenfalls im Fokusgruppeninterview ermittelt werden, weiter adaptiert.

Dieser Prozess stellt einen Leitfaden für eine mögliche Konzepterstellung abhängig von einem spezifizierten Standort dar und bietet den Abschluss dieser Arbeit.

1.4 Begriffsdefinitionen und Einordnung

Im Folgenden werden für das Thema relevante Begriffe definiert und in Zusammenhang gebracht.

1.4.1 Convenience

Der Begriff Convenience steht wörtlich übersetzt für Komfort, Einfachheit oder Bequemlichkeit. Im Kontext mit dem Handel steht der Begriff für die Bequemlichkeit für den Verbraucher und die Verbraucherin. Diese ist bis dato meist durch den Faktor der Zeitersparnis oder der Multifunktionalität realisiert.[13] Convenience findet bis heute verstärkt Einsatz in der Lebensmittelbranche, in welcher vorgefertigte Produkte für den schnellen Konsum als Convenience-Produkte oder als Convenience Food bezeichnet werden.[14]

Die Convenience-Orientierung der Verbraucherinnen und Verbraucher kann neben den schon erwähnten Convenience-Produkten wie beispielsweise Fertiggerichte auch auf zwei weitere Ebenen übertragen werden: Dienstleistungen und Handel. Convenience-Dienstleistungen wären beispielsweise sämtliche Food-Zustelldienste, während im Handel der Convenience Store (siehe Definition im Kapitel 1.4.3) immer stärker an Bedeutung gewinnt.[15]

1.4.2 Einzelhandel

Laut der Klassifikation von Ahler, Blut und Evanschitzky[16] lassen sich die Einzelhandelsformate folgendermaßen einteilen:

- Cash & carry stores and warehouses
- Convenience and forecourt stores
- Discount stores
- Hypermarket and superstore operators
- Supermarket and neighborhood store operators

Die Definition von Einzelhandel laut dem Gabler Wirtschaftslexikon[17] lautet wie folgt:

„1. Institutionelle Interpretation: Absatz von Waren an Letztverbraucher durch Einzelhandelsunternehmungen
2. Funktionale Interpretation: Absatz von Waren und sonstigen Leistungen an Letztverbraucher, zum Beispiel direkter Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeuger, industrieller Hersteller, Groß- oder Einzelhändler an Konsumenten“.

1.4.3 Convenience Store

Bei einem Convenience Store handelt es sich somit um eine Einzelhandelsform, welches den Ansatz der Bequemlichkeit für die Kundschaft implementiert hat.

Erst seit einem Jahrzehnt existiert der Begriff Convenience Store in Deutschland. Zuvor wurden derartige Geschäfte mit dem Term „Alternative Vertriebskanäle“ bezeichnet. Das Bundesverfassungsgericht stellte 1995 folgende Definition auf:

„Der Convenience Store [Nachbarschaftsladen] ist ein kleinflächiger Einzelhandelsbetrieb [Einzelhandel im industriellen Sinne], der ein begrenztes Sortiment an Lebensmittel sowie gängigen Haushaltswaren zu einem eher hohen Preisniveau anbietet. Teilweise können eine Tankstelle und Dienstleistungsangebote [zum Beispiel Schnellrestaurant, Reinigung] angeschlossen sein. In Ländern, in denen dies zulässig ist, sind lange Öffnungszeiten [zum Beispiel in den USA und Japan bis zu 24 Stunden] üblich. In der Bundesrepublik Deutschland sind Nachbarschaftsläden kleinflächige Lebensmittel- oder Gemischtwarengeschäfte mit wohnungsnahem, frequenzintensivem Standort.“[18]

Auer und Koidl[19] definieren den Convenience-Store wie folgt:

“Ein Convenience Store ist ein Einzelhandelsgeschäft unter 400 m², dessen Hauptmerkmal die räumliche Nähe zum Konsumenten, also sein vorteilhafter Standort ist, an welchem eine breite Palette von Angeboten mit Sofortkonsum-Charakter aus Handel, Gastronomie und Dienstleistung verkauft wird und bei dem der Vertrieb von Lebensmitteln oder eines ausgewählten Frequenzsortiments im Vordergrund steht.”

Die Definition von Ahlert, Blut und Evanschitzky[20] lautet:

„The convenience store is a small self-service-based format sited in highly frequented locations and has long opening times. The focus is on convenience products such as ready-to-serve food and fast food, but in most cases a small selection of regular food and nonfood product is also offered.”

Den Definitionen gemein sind Eigenschaften wie die Nähe zu den Kunden und Kundinnen, das ausgewählte Sortiment auf einer verhältnismäßig kleinen Ladenfläche, zusätzliche Dienstleistungen, Gastronomie oder wenn möglich auch die langen Öffnungszeiten. Mit diesen Eigenschaften wird der Begriff Convenience auf den Einzelhandel umgelegt, wodurch sich Zeitersparnis und Multifunktionalität für die Kundschaft ergeben.[21] Wie die Ausgestaltung dieser Eigenschaften am Ende aussieht, bleibt dem Händler überlassen, wodurch sich verschiedene Möglichkeiten ergeben, wie ein Convenience Store schlussendlich genau aussehen kann.

1.4.4 Einordnung in die Einzelhandelslandschaft

Die Entwicklung der Einzelhandelslandschaft in den letzten Jahrzehnten führte neben dem Aufkommen des E-Commerce verstärkt hin zu riesigen Einkaufszentren und Supermärkten. Mit dieser Entwicklung ging auch die Anzahl an kleineren Einzelhandelsbetrieben deutlich zurück. In den Jahren von 1970 bis 1990 reduzierte sich somit auch die Anzahl an Lebensmittelgeschäften von 154.000 auf 60.400 Betriebe. Gleichzeitig stieg ebenfalls die durchschnittliche Handelsfläche von 53 auf 283 Quadratmeter.[22]

Die zunehmende Bedeutung von kleinflächigen Stores mit Convenience-Konzepten wird keinen Rückwärtstrend nach sich ziehen. So werden auch in den nächsten Jahren Supermärkte und Lebensmitteldiscounter eine bedeutende Rolle spielen.[23] Der Convenience Store ist vielmehr als ein neues Handelsformat zu betrachten. Es wird zusätzlich zu bereits existierenden und erfolgreichen Handelsformaten bestehen und durch eine sinnvolle Ergänzung von bereits Bestehendem andere Bedürfnisse der Konsumenten und Konsumentinnen befriedigen können.[24]

2 Trends und Rahmenbedingungen

In diesem Kapitel soll das Fundament für die Erstellung der Convenience-Konzepte dargelegt werden. Um diese Konzeptionen durchführen und verstehen zu können, ist das Wissen über den theoretischen Hintergrund unumgänglich. Deshalb wird in diesem Kapitel ein Überblick über aktuelle Trends und gesellschaftlicher Entwicklungen gegeben.

2.1 Der Konsument bzw. die Konsumentin

Der Einkauf wurde in den vergangenen Jahren immer komplexer. Dies ist nicht nur eine Auswirkung immer größer werdender Verkaufsflächen und stetig wachsender Angebotszahlen, auch die Produkte selbst wurden immer komplizierter. Seien es neue Technologien, welche den Markt überströmen, oder einfach nur Nahrungsmittel, die durch Aufkommen von Bio-Produkten, gentechnisch veränderten Obst und Gemüse sowie unzähligen Skandalen in der Lebensmittelindustrie immer mehr Komplexität annahmen. Dabei sind diese Veränderungen lediglich Reaktionen auf den Konsumenten bzw. die Konsumentin, welcher bzw. welche ebenfalls immer komplexere Züge annimmt. Es wird heute nicht mehr nach Bedürfnissen, sondern nach individuellen und persönlichen Wünschen konsumiert. Doch im Gegensatz zu Bedürfnissen sind Wünsche endlos und können nicht befriedigt werden.[25]

Wünsche müssen geködert werden. Doch in der Praxis reagiert der Handel meist mit dem gleichen Schema, und zwar mit einem „Mehr“. Mehr Ladengröße, mehr Sortiment, mehr Komplexität. Doch um den Kunden künftig wirklich mehr bieten zu können, bedarf es Vereinfachungsleistungen. Die Kundschaft will Einfachheit. Der Konsum soll schnell und unaufwändig erfolgen, um Erwartungen zu befriedigen oder sogar zu übertreffen.[26]

Für den Konsumenten und die Konsumentin sind dabei drei Werte von zentraler Bedeutung: „Comfort“, „Convenience“ und „Connectivity“. Mit „Comfort“ ist die Atmosphäre gemeint. Die Kundschaft möchte sich wohlfühlen, will alles im Griff haben und nicht beeinflusst werden, geschweige denn von diversen Faktoren abhängig sein. „Convenience“ beschreibt hierbei die Bequemlichkeit bzw. Schnelligkeit des Einkaufens in Bezug auf Nähe und Sortiment. „Connectivity“ deutet auf den ständigen Wunsch der Menschen hin, an die Gesellschaft angeschlossen zu sein, und zwar in kontrollierter Form an bestimmte Communities.[27]

Bosshart[28] nennt Convenience veraltet, „(…) da heute tendenziell alles Convenience geworden ist“. Demnach stehen Convenience-Anbieter vor der Herausforderung, sich entsprechend zu differenzieren. Tatsächlich verwenden Wenzel, Haderlein und Mijnals[29] bereits den Begriff „Convenience 2.0“. Dieser definiert sich nicht nur über Attribute wie Nähe, Zeit oder „One stop shopping“, sondern bedient individuelle Lebensstile. Demnach differenziert sich Convenience 2.0 stark über Attribute wie Vertrautheit und Atmosphäre, die, verbunden mit der einfachen Erreichbarkeit und der Überschaubarkeit und dies alles zu einer hohen Qualität den Mehrwert für die Kundschaft bilden. Der Convenience Store der Zukunft ist also mehr als nur ein plumper Tankstellen-Laden. Es gilt, aus der Masse herauszustechen: Atmosphäre zum Wohlfühlen zu schaffen und zum „convenienten“ Vertrauenspartner für den täglichen Einkauf zu werden.[30]

In den folgenden Kapiteln werden Trends beschrieben, welche für die Entwicklung und Ausgestaltung von Convenience Stores von Bedeutung sind.

2.1.1 Individualisierung

Der neue Konsument bzw. die neue Konsumentin ist individuell. Während noch immer viele Produkte aus der Massenproduktion gekauft werden, wird gleichzeitig das Bedürfnis nach Unterschiedlichem, also individuellen Produkten oder individuellen Erlebniswelten, immer größer.[31]

Konsumentinnen und Konsumenten wollen individuell sein und streben über diese Art der Differenzierung Selbstverwirklichung an.[32] Es werden Produkte oder Möglichkeiten gesucht, welche in der Lage sind, den Lebensgenuss oder den Erlebniswert zu steigern und die in das Schema des angestrebten Lebensstils passen. Freundlichkeit, Kontaktfreudigkeit, Service und Atmosphäre sind demnach bedeutende Stichworte.[33] Individueller Konsum bzw. das individuelle Einkaufserlebnis hilft dem Kunden bzw. der Kundin, sich von anderen abzuheben und liefert ihm bzw. ihr die Möglichkeit, die eigenen Werte auszuleben und dies nach außen zu zeigen.[34]

2.1.2 Neo-Ökologie

Nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in vielen anderen Branchen wird der Megatrend Neo-Ökologie in den nächsten Jahren von hoher Bedeutung sein. Shopping wie wir es kennen wird sich immer mehr verändern. Dabei übernimmt der „bewusste Konsument“ bzw. die „bewusste Konsumentin“ mehr Verantwortung und verlangt nach ökologischer Herkunft der Produkte und nach Nachhaltigkeit. Gleichzeitig zeigt auch die steigende Anzahl an LOHAS, das bedeutet Konsumenten und Konsumentinnen, deren Lebensweise von Gesundheitsbewusstsein und Nachhaltigkeit geprägt ist, dass die Menschen immer mehr über ihren Konsum nachdenken und bewusster einkaufen.[35]

Doch Neo-Ökologie ist mehr als nur der Wunsch nach Ökologie und Nachhaltigkeit und ist sehr eng an das Bedürfnis nach Individualisierung gekoppelt. Konsumentinnen wie Konsumenten sehnen sich nach individuellem Wohlfühlen, genauer nach Produkten, welche für sie und ihn besonders wichtig sind und somit ihre Befindlichkeit und ihre Lebensqualität steigern können. Dazu zählen auch verstärkt gesunde Produkte, wie zum Beispiel jene des „zweiten Gesundheitsmarktes“. Darunter werden Produkte wie Functional Food, Fitness- und Wellnessprodukte, Bio-Lebensmittel und ähnliche Produkte zusammengefasst. Das Einkaufsverhalten im Sinne der Umwelt und der Konsum authentischer und nachhaltiger Produkte bestimmen dabei den Individualismus. Der bewusste Konsum wird also nicht nur im Sinne der Umwelt, sondern auch im Sinne gesellschaftlicher und persönlicher Aspekte durchgeführt.[36],[37],[38]

Wenzel, Haderlein und Mijnals[39] beschreiben den bewussten und individuellen Konsumenten wie folgt:

„Mehr denn je suchen die Konsumenten im Shopping-Erlebnis nach ihrer eigenen Identität und nach Handlungsautonomie. Shopping soll intensiver denn je die eigene Befindlichkeit und Identität spiegeln (…). Die bewussten Konsumenten kaufen mit Lust, gerne auch impulsgesteuert. Sie verkörpern darüber hinaus eine neue Anspruchselite, denn sie verlangen vom Handel Erlebnisse, Individualität und Convenience. Als „Gegenleistung“ lassen sie sich gerne auf eine langfristige Beziehung mit Unternehmen und Marken ein. (…) Sie sind zweifellos treue Anhänger des sinnlich-kommunikativen Klein- und Innenstadt-Shoppings, lassen sich aber auch immer mehr von einer „neogrünen Konsum-Logistik“ begeistern, die im Internet und via Web 2.0 stattfindet. Bewusste Konsumenten gehen mit sich und ihrer Umwelt achtsamer um. Sie wollen Erfahrungen machen und Veränderungen zulassen, statt in Routinehandlungen zu erstarren.“

Ein besonderer Trend der letzten Jahre, welcher stark mit jenen Trends der Neo-Ökologie oder des Individualismus einhergeht, ist der Bio-Boom. Bio-Artikel befriedigen sowohl den Wunsch einer der Umwelt gegenüber verantwortungsbewussten Produktion, als auch Bedürfnisse am zweiten Gesundheitsmarkt. Trotz einer Minderung des Umsatzes im Jahr 2011 um 0,6 Prozent konnten Bio-Produkte in Österreich seit 2007 einen Umsatzanstieg von fast 30 Prozent verzeichnen. Letztes Jahr machten Bio-Produkte immerhin 6,4 Prozent der gesamten Frischwarenausgaben aus.[40]

Parallel zum Bio-Boom existiert ebenfalls der Trend hin zu regionalen Produkten. Laut einer Studie der DLG in Deutschland wird Regionalität noch mindestens zehn bis 15 Jahre eine große Rolle im Einzelhandel spielen. Laut der Studie spielt Regionalität bei Verbrauchern und Verbraucherinnen eine größere Rolle als Bio oder Nachhaltigkeit. Begründet wird das Verlangen nach regionalen Produkten durch den Wunsch nach Identifikation, Authentizität und höherer Qualität. Während das globale Produkt über den Globus geschifft werden muss, bietet eine regionale Herstellung die Chance auf mehr Transparenz, was das Vertrauen der Konsumenten und Konsumentinnen steigert. Auch resultiert aus der nahgelegenen regionalen Produktion mehr Frische und Gesundheit, was, wie bereits in diesem Kapitel diskutiert, von den Konsumenten und Konsumentinnen verlangt wird.[41],[42]

2.1.3 Zeitknappheit

Konsumentinnen und Konsumenten von heute klagen darüber, nicht über genügend Zeit zu verfügen, um alle von ihr und ihm verlangten Dinge zu erledigen, was zu einem Stressempfinden führt. Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten die Arbeitszeiten abnahmen, nehmen sie nun wieder zu. Während es 1973 noch 26 Stunden Freizeit pro Woche waren, reduzierte sich dieser Wert bis 2003 auf nur noch 17 Stunden[43]. Dennoch herrscht oft nur empfundener Freizeitmangel, welcher aufgrund immer mehr werdender Möglichkeiten die eigene Freizeit zu gestalten entsteht. Durch eine wachsende Erlebnis- und Freizeitorientierung wird aus einer gleichbleibenden Menge an Freizeit plötzlich eine empfundene Zeitnot. Die Erlebnisdichte der Freizeit soll so hoch wie möglich sein, was zu Freizeitstress führt. Die Konsequenz des Freizeitstress ist Konsumstress, was wie bereits erwähnt, immer häufiger zu Spontaneinkäufen führt.[44],[45]

Der Einkauf belastet somit das Zeitkonto der Freizeit, deshalb muss der Einkauf so schnell wie möglich ablaufen. Die Prinzipien „One stop shopping“ und „Food on the move“ (Außer-Haus-Verzehr) sind in der Lage, für mehr Freizeit zu sorgen und haben somit einen wertvollen Nutzen für den Konsumenten und die Konsumentin.[46]

Aus diesem Konsumstress resultierten früh erste Convenience-Konzepte wie Tankstellenshops, Kioske oder Shops in Bahnhöfen, die als bequemer Nahversorger fungieren. Die Charakteristika waren unter anderem längere Öffnungszeiten (auch am Wochenende), eine zentrale Lage, die Zeitersparnis durch Kombination verschiedener Services (beispielsweise Lotto oder Paketdienste) und ein enges Sortiment, welches Kundenwünsche bestmöglich befriedigt.[47],[48]

Im Rahmen der Zeitknappheit sollte auch die hohe Anzahl an Single- und so genannten DINK-Haushalten, bestehend aus zwei erwerbstätigen Personen, in unserer Gesellschaft Erwähnung finden.[49] Der Anteil der Einpersonenhaushalte in Deutschland wird für 2015 auf 45 Prozent geschätzt, während dieser Wert im Jahr 2000 noch bei 35 Prozent aller Haushalte lag. Bei den DINK-Haushalten hingegen zeichnet sich ein kleiner Rückgang ab. Ein Anteil von 30 Prozent aller Haushalte (im Jahr 2000 waren es 33 Prozent) zeigt jedoch ihre immense Bedeutung. Damit werden Single- und DINK-Haushalte im Jahr 2015 circa 73 Prozent aller deutschen Haushalte ausmachen (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Haushaltsgrößen in Deutschland 2000 und 2015[50]

Beide Haushaltsgruppen charakterisieren sich durch den zeitlichen Engpass, ausgehend von beruflicher Struktur und fehlender Entlastung im Haushaltsbereich. So gibt es keine Personen, welche den Haushalt bzw. die notwendigen Einkäufe übernehmen. Diese Aufgaben minimieren also zusätzlich zur beruflichen Belastung das Freizeitkonto. Der Einkauf muss also in den wenigen Stunden erfolgen, die abseits der Arbeitszeit noch zur Verfügung stehen. Dieser soll so einfach und schnell wie möglich erfolgen, bestenfalls am Heimweg erledigt werden können, um das Freizeitkonto nicht weiter zu belasten.

Gleichzeitig besitzen beide Gruppen eine relativ hohe Kaufkraft. Vor allem für DINK-Haushalte ergibt sich durch die Doppelfinanzierung ein höherer finanzieller Spielraum.[51],[52]

Aufgrund des zeitlichen Engpasses werden aus geringer frequentierten Großeinkäufen immer höher frequentierte Spontaneinkäufe. Dabei soll in kurzer Zeit alles Notwendige erledigt werden, weshalb „One stop shopping“-Konzepte für diese Zielgruppe, besonders in Kombination mit möglichen längeren Öffnungszeiten, Vorteile birgt.[53]

2.1.4 Spontaneinkäufe

Die wachsende Bedeutung der Spontaneinkäufe ist sehr eng gekoppelt mit Zeitknappheit und Freizeitstress. „One stop shopping“ spart Zeit, „Notfallkäufe“ werden schnell beim Nahversorger durchgeführt und wenn man unterwegs ist, werden zunehmend Produkte für den Sofortkonsum gekauft. Es etablieren sich so genannte „Unterwegsmärkte“. In der immer schneller werdenden Gesellschaft ist oft keine Zeit mehr, sich an anbieterseitige Gegebenheiten anzupassen. Der neue Point of Sale ist unterwegs zu finden, dort, wo sich der Konsument bzw. die Konsumentin befindet. Kaufentscheidungen fallen immer situativer und je nach der jeweiligen Lebenssituation. Sie geschehen nicht mehr zwingend an Orten, an denen traditionell konsumiert wird. Kaufentscheidungen können beim Vorübergehen und beim Warten getroffen werden. Diese Entwicklung fordert auch die Weiterentwicklung Angeboten, die über ein Mobiltelefon genutzt werden können. Diese stellen den Zugang zu den mobilen Konsumenten und Konsumentinnen dar.[54]

Unterstützt wird dieser mobile Konsumtrend durch zunehmende Globalisierung und Connectivity. Durch sie steigt die Angebotszahl ins Unermessliche. Es können verstärkt Angebote rund um den Globus wahrgenommen werden. Den Schlüssel dazu stellt die Connectivity dar. Die globalen Märkte sind vernetzt und somit von überall aus erreichbar. Damit werden Kundinnen und Kunden mit einer Vielzahl an Optionen, aber auch gleichzeitig mit einer enormen Komplexität konfrontiert, was wiederum den Wunsch nach Vereinfachung des Angebots nach sich zieht.[55]

Der Spontaneinkauf muss aber nicht immer nur aus einer Zeitnot heraus entstehen. Ein Spontaneinkauf kann auch geschehen, um die Lebensqualität kurzfristig anzuheben. Menschen planen ihr Leben kurzfristiger. Anstatt Vorratseinkäufe zu tätigen, kaufen Menschen kurzfristig und spontan ein, um die Produkte dann direkt zu Hause zu konsumieren. Dazu eignet sich am besten der Nahversorger um die Ecke, welcher ein überschaubares Sortiment an hochwertigen Produkten bietet und dazu noch rund um die Uhr.[56]

2.1.5 Bevölkerungsalterung

Die Weltbevölkerung altert stetig. In Österreich lag der Anteil der Personen mit einem Alter von über 60 Jahren im Jahr 2011 bereits bei 23,3 Prozent. Bei momentaner Entwicklung werden dies im Jahr 2030 31,2 Prozent und im Jahr 2075 sogar 34,5 Prozent sein, was bedeutet, dass mehr als jede dritte Person über 60 Jahr alt sein wird.[57] Das Grundmuster dieser Entwicklung ist weltweit gleich: Rückgang der Geburtenrate bei gleichzeitigem Anstieg der Lebenserwartung.[58]

Aufgrund des allgemein hohen Altersdurchschnitts und der erhöhten Lebenserwartung wird sich in naher Zukunft auch der Anteil an Hochbetagten (80+ Jahre) weiter nach oben verschieben. Diese Bevölkerungsalterung ist auch für den Einzelhandel von Bedeutung. Steigende Zahlen älterer Menschen bedeuten auch steigende Zahlen mobilitätseingeschränkter Personen. Große Entfernungen können allgemein für ältere Gruppen zum entscheidenden Hindernis werden.[59]

Die heranwachsende Generation an Senioren und Seniorinnen unterscheidet sich jedoch sehr von vorangegangenen Generationen. Sie zeigt ein höheres Selbstbewusstsein, eine höhere geistige Frische, hat andere Interessen und vor allem andere bzw. höhere Erwartungen an das Leben im höheren Alter. So stiegen auch die Ansprüche an Qualität und Genuss. Der neue Senior bzw. die neue Seniorin will auch seinen bzw. ihren letzten Lebensabschnitt in vollsten Zügen genießen.[60] Gleichzeitig liegt das durchschnittliche liquide Vermögen der 50- bis 64-jährigen – laut einer von der GfK in Deutschland durchgeführten Studie – bei 25.000 Euro pro Person und damit nur knapp unter der kaufkräftigsten Altersgruppe der 40- bis 49-jährigen.[61]

2.1.6 Bedeutung des Preises

Lange Jahre war es die „Geiz ist geil“-Mentalität unserer Gesellschaft, welche enormen Druck auf das Preismanagement des Einzelhandels ausübte. Qualität war dem Preis gegenüber nachrangig. „Hauptsache billig!“ – der Preis schien zum Gigatrend im Einzelhandel zu werden. Wie nun eine Studie von McKinsey[62] zeigt, ist es nicht mehr der Preis, der das Hauptkriterium der Einkaufsstättenwahl darstellt. Die im Jahr 2010 durchgeführte Studie zeigt, dass für Konsumentinnen und Konsumenten mittlerweile andere Kriterien von höherer Bedeutung sind. Wie in Abbildung 2 ersichtlich ist, werden der Qualität der Produkte und dem Sortiment mehr Bedeutung als dem Preis zugemessen. Als wichtigstes Kriterium wird aber Convenience genannt, also die Bequemlichkeit oder Unkompliziertheit. Natürlich wird der Preis auch in Zukunft eine starke Rolle im Einzelhandel spielen, für das Einkaufsverhalten der Zukunft sind jedoch andere Faktoren von höherer Bedeutung.[63]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Bedeutung aggregierter Kauftreiber[64]

Laut Thomas Middelhoff[65] wird zunehmend hybrides Kaufverhalten den „Geiz ist geil“-Trend ablösen. So werden der Konsument und die Konsumentin sowohl Discount- als auch Luxusgüter konsumieren. Dabei ist es vom Konsumenten und von der Konsumentin selbst abhängig, bei welchen Gütern sie in Bezug auf Qualität, Service, Image und Design, einen höheren Preis akzeptieren. Dabei wollen die Konsumentinnen und Konsumenten vor allem weg von schwer verständlichen und vergleichbaren Leistungen. Produkte sollen anwenderfreundlich sein und ein ansprechendes Design bieten. Gleichzeitig wird aber auch der Discounter, in Hinblick auf die Güter des täglichen Bedarfs bzw. auf Standardprodukte, immer höher geschätzt werden.

Shopping hat auch längst eine situative Form angenommen. Unser Leben wird von wechselnden Lebenslagen und einer fortschreitenden Wandlung geprägt, wodurch wir unsere Art und Weise Einzukaufen an unsere individuellen Lebenssituationen anpassen. Die Mobilität in unserer Gesellschaft steigt, und so auch die Einkäufe aus einer situativen Not heraus, sogenannte Notfallkäufe. Allerdings wird aus dem Notfallkauf immer mehr „Shopping in transition“, denn schon längst sind aus Notfallkäufen praktische und in den Tagesablauf eingeplante Einkäufe unterwegs geworden. Laut einer Studie von McKinsey entfallen bereits 14 Prozent der Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels auf diese Art des Einkaufens, was auch immer mehr Anbieter dazu veranlasst, situationsadäquate Konzepte zu entwickeln.[66]

Dass die Konsumenten und Konsumentinnen für solche Konzepte bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen, zeigte bereits eine Studie aus dem Jahr 1998, in welcher die Gründe für das Einkaufen in Tankstellenshops erforscht wurden. Hauptkriterium war schon damals Convenience, die zusätzliche Preissteigerung war dabei kein Grund, auf Convenience zu verzichten. Natürlich lässt sich hierbei der Preis nicht beliebig nach oben schrauben, eine Preissteigerung von bis zu 25 Prozent über dem Supermarktpreis zeigte jedoch keine Auswirkung auf die durchschnittliche Tankstellenshop-Kundschaft. Auch höhere Preisdifferenzen bis zu 50 Prozent über dem Supermarktpreis wirkten sich nur in geringer Art und Weise auf die Akzeptanz aus.[67]

2.1.7 Vernetzter Verbraucher bzw. vernetze Verbraucherin

Informationen sind heute leichter und schneller zugänglich als es früher der Fall war. Bei gleichzeitig immer weiter steigenden Angeboten und Auswahlmöglichkeiten ist die gegebene Informationsvielfalt ein schnelles Auswahlkriterium. Der neue Konsument bzw. die neue Konsumentin macht sich diese Möglichkeiten zu Nutzen und vergleicht bestehende Optionen nach Produktmerkmalen, Qualität und Preis.[68]

Besonders in der heutigen Zeit, in der das Internet ubiquitär zur Verfügung steht und Smartphones zum dauerhaften Begleiter geworden sind, können so gut wie alle Menschen Informationen mit Leichtigkeit auch unterwegs recherchieren. Laut einer 2010 in Deutschland von DB Research[69] durchgeführten Studie war bei 60 Prozent aller Einkäufe hochwertiger Produkte eine Internetrecherche vorgelagert. Mit Smartphones sind diese Informationen nun nicht mehr vom Rechner oder Notebook aus erreichbar, sondern sie können während des Shoppings abgerufen werden.

Hierbei sind nicht nur Informationen zu Produkten relevant, sondern auch Informationen über Einkaufsstätten. Durch die Einfachheit der Informationsbeschaffung für den Konsumenten bzw. die Konsumentin steigen gleichzeitig die Herausforderungen einer geeigneten Profilierung, um neue Konsumwünsche befriedigen zu können.

Doch nicht nur die dem Einkauf vorgelagerte Information ist für den stationären Handel von Relevanz, sondern auch steigende Zahlen von Verkäufen über das World Wide Web. So zeigt die Studie auch, dass Internetshopping längst zur Normalität geworden ist. Der Studie nach kauften 2010 bereits über 60 Prozent der deutschen Bevölkerung online ein, wenngleich der damit erzielte Umsatz „nur“ bei sechs Prozent des gesamten Umsatzes des Einzelhandels lag. Auch ältere Menschen werden durch digitales Shopping immer mehr angesprochen, denn wie die Studie beweist, kauften 2010 78 Prozent der 45- bis 64-jährigen und 63 Prozent der über 65-jährigen Personen online ein.[70]

2.2 Politisch-rechtliche Einflussfaktoren

Rahmenbedingungen mit hoher Auswirkung auf die Konzeptausgestaltung von Convenience Stores sind die gesetzlich erlaubten Öffnungszeiten. Diese werden auf nationaler Ebene reguliert, wodurch sich für unterschiedliche Länder unterschiedliche Möglichkeiten ergeben.

Die „MetroGroup“ hat in einem Report 21 europäischer Länder bezüglich des Ladenschlussgesetzes analysiert.[71]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Überblick über die Ladenöffnungszeiten in Europa[72]

Die Karte in Abbildung 3 gibt einen Überblick über die nationalen Ladenöffnungsgesetze und inwiefern sie den Handel einschränken. Die Händler in den grün gefärbten Ländern dürfen 24 Stunden und sieben Tage die Woche geöffnet haben. In Portugal (gelb eingefärbt) gibt es minimale Einschränkungen an Sonntagen. Die orange gefärbten Länder haben sehr großzügige Ladenschlusszeiten, während in den rot gefärbten Ländern sehr starke Einschränkungen herrschen.[73]

Österreich ist eines der betrachteten Länder, das die größten Einschränkungen aufweist. So dürfen österreichische Händler von Montag bis Freitag von 6 Uhr bis 21 Uhr und am Samstag bis 18 Uhr geöffnet haben. An Sonntagen und Feiertagen darf generell nicht geöffnet werden.[74] Da verlängerte Öffnungszeiten oft ein wichtiges Element von Convenience Stores sind[75], haben Händler in Ländern mit gesetzlichen Einschränkungen wie in Österreich wenig Spielraum. Doch es gibt dennoch Möglichkeiten, auf legale Weise längere Öffnungszeiten anbieten zu können. In Österreich funktioniert das beispielsweise oft über die Standortpolitik.

So findet sich im aktuell gültigen österreichischen Bundesgesetz vom 3. Feber 1983 über die wöchentliche Ruhezeit und die Arbeitsruhe an Feiertagen[76] im Paragraph 18 folgende Passage:

„Für den Verkauf von Lebensmitteln, Reiseandenken und notwendigem Reisebedarf (Reiselektüre, Schreibmaterialien, Blumen, Reise-Toiletteartikel, Filme und dergleichen) und Artikeln des Trafiksortiments dürfen Arbeitnehmer auch während der Wochenend- und Feiertagsruhe in Verkaufsstellen in Bahnhöfen und Autobusbahnhöfen, auf Flughäfen und an Schiffslandeplätzen beschäftigt werden. Die dem Verkauf dieser Waren gewidmete Fläche darf pro Verkaufsstelle 80 Quadratmeter nicht übersteigen (…).“

Demnach ist es beispielsweise möglich, durch Platzierung in einem Bahnhof in eine längere Öffnungszeitenregelung zu fallen. Um diesen Vorteil zu nutzen, muss auch das Sortiment den gesetzlichen Auflagen entsprechen. Beispiele für diese Art der Standortpolitik werden bei den Konzeptbeschreibungen im 4. Kapitel angeführt.

2.3 Zusammenfassung

Die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und Kundinnen wandeln sich, und so auch das Einkaufsverhalten. Die Wahl unseres Einkaufsstandortes erfolgt nicht nur aufgrund der Preisstruktur der Einkaufsstätten. Heute achten der Konsument und die Konsumentin auf andere Faktoren bzw. Kauftreiber wie beispielsweise die Einfachheit, den Convenience-Faktor des Einkaufes, das Sortiment und die Qualität. Die Menschen sind bereit, mehr für den Einkauf zu zahlen als noch vor mehreren Jahren, wenn dafür „conveniente“ Angebote feilgeboten werden.

Die Gründe hierfür sind in verschiedenen Trends und Entwicklungen unserer Gesellschaft zu suchen.

Zum einen sucht der Kunde bzw. die Kundin nach einer Simplifizierung des Einkaufs. Das angestrebte Ziel des Einkaufes soll möglichst schnell und einfach erreicht werden können. Besonders die Geschwindigkeit eines Einkaufs wird durch die steigende Schnelllebigkeit in unserer Gesellschaft zu einem immer wichtiger werdenden Faktor. Immer weniger Freizeit führt zu einem Freizeitmangel der Menschen. Menschen konsumieren immer spontaner und überall dort, wo es möglich ist.

Aber es ist nicht nur die Schnelligkeit, die einen „convenienten“ Einkauf ausmacht. Zum anderen existiert auch der Wunsch nach persönlicher Atmosphäre und einem individuellen Einkaufserlebnis. Der Trend der Individualisierung beschreibt den Wunsch nach Produkten, die das eigentliche Wohlfühlen steigern können. Gleichzeitig zeigen der steigende Konsum von Bio-Produkten und regionalen Produkten sowie die steigende Anzahl an LOHAS, dass auch der Wunsch nach nachhaltigen und gesunden Produkten eine zunehmende Bedeutung in der heutigen Gesellschaft hat.

3 Bausteine des Systems Convenience Store

Im vergangenen Kapitel wurden die Einflussfaktoren beschrieben, welche zur Entstehung des Convenience-Gedankens und den in der Folge auftretenden Convenience Stores beigetragen haben. Doch woraus genau besteht nun das System Convenience Store und was sind die Eigenschaften, die es von anderen Handelsformen unterscheidet?

Für ein Verständnis des Systems Convenience Store ist die Erkenntnis essenziell, dass der Bequemlichkeitsgedanke aus Sicht der Kundinnen und Kunden die oberste Maxime einnimmt. Der Handel muss es hier schaffen, dass der Kunde und die Kundin höhere Preise als beispielsweise im Supermarkt akzeptiert. Hierzu ist es notwendig, das Konzept mit äußerster Präzision zu planen und auszugestalten. Es ist hierbei nicht ausreichend, bei bisherigen Verkaufsstellen einfach nur die Öffnungszeiten zu verlängern[77] – vielmehr müssen mehrere Faktoren oder Bausteine so justiert werden, um der Kundschaft zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort die richtigen Produkte anzubieten.[78]

Auer und Koidl[79] definieren acht „K“. Es handelt sich um die Anforderungen, die die Konzepte erfüllen müssen, um dem Gedanken „Convenience“ als „Versprechen an den Kunden“ gerecht zu werden:

- Kundenorientiert
- Korrekt
- Komplett
- Konsistent
- Klar
- Kommunikativ
- Kreativ
- „Kurios“

Hierbei muss festgehalten werden, dass kein ultimativer Prototyp eines Convenience Stores existiert, welcher stets und überall funktioniert[80], da es gilt, sich in gesättigten und noch nicht gesättigten Märkten stets auf die individuellen Kunden- und Kundinnenbedürfnisse einzustellen und sich gesetzliche Rahmenbedingungen überall unterscheiden.[81]

Als „4 Gebote“ werden von Auer und Koidl[82] diejenigen Ebenen – im Folgenden als Bausteine bezeichnet – beschrieben, die die Voraussetzung für Convenience Stores-Konzepte darstellen. Innerhalb dieser vier Bausteine wird eine Justierung vorgenommen, mittels derer die Bequemlichkeit für die Kundschaft gewährleistet wird.

Bei den vier Bausteinen handelt es sich um Standort, Sortiment, Atmosphäre und Zeit.

3.1 Baustein Standort

Die Basis für das jeweilige Convenience Store-Konzept bildet der Standort. Durch die optimale Standortwahl soll dem Convenience-Aspekt Nähe entsprochen werden.

Diese Nähe zum Konsumenten und zur Konsumentin kann nicht nur durch eine Niederlassung an Standorten mit einer hohen Passanten- und Passantinnenfrequenz erreicht werden. Es muss sich im Generellen um Orte handeln, an denen der Kunde und die Kundin sowieso vorbeikommen, etwa auf dem Weg zur Arbeit, abends beim Ausgehen oder auch direkt bei ihm oder ihr zu Hause. Die gute Erreichbarkeit, wie zum Beispiel das Vorhandensein von Parkplätzen oder kurze Anfahrtswege, sind hier sehr essentiell.[83]

Es ist folglich wichtig, sich mit dem Store der Kundschaft zu nähern und nicht zu erwarten, dass Kundinnen und Kunden sich dem Store nähen. Alleine durch das Offerieren eines „convenienten“ Sortiments kann ein schlechter Standort noch nicht aufgewertet werden. Was möglich ist, ist die Erhöhung des Anteils der Passantinnen und Passanten, die letztendlich im Store einkaufen („Capture Rate“) und die Maximierung des durchschnittlichen Umsatzes pro Einkauf.

Die im Kapitel 2.1.3 beschriebene zunehmende Zeitknappheit bei den Konsumenten und Konsumentinnen resultiert in dem Verlangen nach der Möglichkeit des „One stop shopping“, also dem gleichzeitigen Abwickeln mehrerer Tätigkeiten am selben Ort. Dieser Anforderung kann ein Convenience Store gerecht werden – befindet er sich eben am passenden Standort.[84]

Die Standortwahl ist folglich auch die Orientierung an eine bestimmte Kunden- und Kundinnengruppe, die sich an dem gewählten Standort befindet.[85] Die individuellen Bedürfnisse dieser gilt es mit den weiteren Bausteinen des Systems Convenience Store optimal zu bedienen.

3.2 Baustein Sortiment

Die durch die Standortwahl erfolgte Festlegung auf eine bestimmte Kunden- und Kundinnengruppe bietet die Basis für die Selektion des geeigneten Sortiments. Zentral ist hierbei, dass das Sortiment für den individuellen Standort ausgewählt wird – den individuellen Wünschen der Kundschaft vor Ort entsprechend. Zudem muss das Sortiment interdisziplinär aufgebaut werden. Der Fokus liegt nicht nur auf Handelsware, sondern auch auf Gastronomie und Dienstleistungen.[86]

Wurde in den 1980er und frühen 1990er Jahren von den Einzelhändlern noch angenommen, eine möglichst große Sortimentsbreite würde dazu führen, die Kunden- und Kundinnenbedürfnisse besser treffen zu können, hat sich mittlerweile herausgestellt, dass dies eben nicht immer der Fall ist. Vielmehr geht es darum, ein optimales Sortiment anzubieten – und zwar individuell angepasst an mehrere Aspekte im Marketing-Mix: den Preis, die Distanz zwischen verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten, die Ladengestaltung sowie regionale Aspekte.[87]

Besonders für Convenience Stores, also Einzelhandelskonzepte mit beschränktem Raum, besteht die Aufgabe darin, ein im Vergleich zu anderen Handelsformen kleines, überschaubares Produktangebot möglichst klar darzustellen, um für die Kundschaft „convenient“ zu sein. Dies wiederum führt dazu, dass Kunden und Kundinnen den Einkauf als entspannter wahrnehmen, wenn er oder sie nicht mit zu vielen Eindrücken und Entscheidungen bei der Auswahl der Produkte konfrontiert ist. Nicht die Sortimentsbreite ist daher das Ziel bei der Sortimentszusammenstellung, sondern die „intelligente Vielfalt“. Man unterscheidet hier zwischen dem Kernsortiment, das Produkte wie beispielsweise zum Verzehr fertige Lebensmittel, Getränke und Presseartikel umfasst und dem Zusatzsortiment, das je nach Region und Standort variiert. Die Devise für das Kernsortiment ist dabei „intelligente Breite und Tiefe“ und für das Zusatzsortiment „intelligente Schmalheit“.[88]

Laut McKinsey griffen Konsumentinnen und Konsumenten im Jahr 2009 bereits in 14 Prozent aller Spontan- oder Vergesslichkeitseinkäufe zu Convenience-Produkten.[89] Dabei werden meist Produkte hoher Qualität zum sofortigen Verzehr oder zum schnellen Konsum zu Hause oder unterwegs erwartet.

Aufgrund der demographischen Entwicklung spielen auch Verpackungsgrößen eine bedeutende Rolle. Vor allem in Bezug auf Convenience-Produkte besteht die Möglichkeit, sich diesen Entwicklungen und den sich verändernden Einkaufsgewohnheiten anzupassen und abgestimmte Verpackungsgrößen anzubieten.[90]

Basis für die Auswahl des für die individuellen Kunden- bzw. Kundinnenbedürfnisse passenden Sortiments ist stets eine gründliche Standortanalyse.

Procter & Gamble unterscheidet bei der Sortimentsselektion drei Gruppen. Zum einen beinhaltet die „Muss-Gruppe“ die Produkte aus dem Kernsortiment, wobei es sich vorrangig um so genannte Impulsprodukte oder Notkaufprodukte handelt. Zum anderen werden Produkte, die vom Konsumenten als Ergänzung zum eigentlich geplanten Kauf mitgenommen werden oder solche Produkte, die die Attraktivität des Stores als Einkaufsort steigern, zu der „Sollte-Gruppe“ gezählt. Eine dritte Kategorie, die „Besser-nicht-Gruppe“, bilden Produkte, die entweder zu beratungsintensiv oder zu teuer sind oder durch andere Artikel im Angebot ersetzt werden können.[91]

3.3 Baustein Atmosphäre

Zentral für die Handelsform des Convenience Stores steht die starke Orientierung an Kunden- bzw. Kundinnenbedürfnissen.[92] Im Zuge dessen ist es wichtig, einen Customer Insight – also die Erkenntnis der Probleme der Kunden – zu gewinnen.

Diesen ermittelten Problemen kann der Convenience Store als Problemlöser gegenüberstehen und den ermittelten Bedürfnissen entsprechende Lösungen anbieten – mit direkter Relevanz der am Standort vorhanden Probleme der Kundschaft. Somit präsentiert sich der Convenience Store dann diesbezüglich mit einem Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Handelsformen.[93]

Als eines der Probleme ist die Zeitknappheit zu nennen. Zu dieser speziellen Problemlösung zeigt sich ein Alleinstellungsmerkmal, das der speziellen Handelsform des Convenience Stores inne ist: Das Ermöglichen eines schnellen und bequemen Einkaufs bzw. das schnelle Nutzen von Dienstleistungen und somit die effiziente Ausnutzung des vorhandenen Zeitbudgets.

Als weiterer Gesichtspunkt ist der der Persönlichkeit im Convenience Store zu nennen, wobei man darunter nicht nur die Freundlichkeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sondern auch die Individualität versteht. Der Convenience Store vermag es, die Anonymität, die bei einem Einkauf über andere Handelsformen oftmals die Basis für Kaufverweigerungen ist, zu kompensieren. Durch das Vorhandensein eines so genannten „Frequenz-Sortiments“, also einem Produktangebot, das zum einen eine hohe Frequenz an Kunden sicherstellt, zum anderen aber auch eine hohe Frequenz von Stammkunden und -kundinnen gewährleistet. Da hinter dieser immer wiederkehrenden Kundschaft und dem Personal Individuen stecken, die aufgrund ihrer Persönlichkeiten harmonieren und in persönlichen Kontakt treten, entstehen Kunden- und Kundinnenbeziehungen, die eine besondere Atmosphäre schaffen, die den Convenience Store auszeichnet. Dieser Vorteil dieser persönlichen Beziehungen kann schließlich auch für die Sortimentsbestimmung gewinnbringend genutzt werden.[94] Des Weiteren kann der Convenience Store der Kommunikation im Umfeld der Konsumenten zuträglich sein[95] und sogar zum sozialen Treffpunkt für die Konsumenten und Konsumentinnen werden. Laut Ergebnissen einer Fokusgruppe, durchgeführt von Malschinger und Grimm[96], handelt es sich dabei auch um ein zentrales Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten, jedoch muss die Durchführung angemessen in das Gesamtkonzept integriert werden.

Auer und Koidl erwähnen weiterhin den Aspekt der Sicherheit als Teil des Bausteins „Atmosphäre“. Durch die Größe der entsprechenden Läden und die dadurch gewährleistete Übersichtlichkeit können sich Kundinnen wie Kunden sicher fühlen. Es gibt keine großen und dunklen Parkplätze und das Kassenpersonal ist stets im Blickfeld.[97]

3.4 Baustein Zeit

Als letzter der vier Bausteine des Convenience Stores ist „Zeit“ zu nennen

Hierbei ist zu beachten, dass es nicht vordergründig um die Öffnungszeiten des Convenience Stores geht. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Öffnungszeiten wurden bereits im Kapitel 2.2 diskutiert. Limitierte Öffnungszeiten in bestimmten Regionen oder Ländern führen jedoch nicht automatisch dazu, dass kein Markt für Convenience Stores existiert. Vielmehr haben diese Rahmenbedingungen eine Auswahl auf die Standortwahl.

Generell wird unter dem Baustein „Zeit“ jedoch ein weitaus größeres Feld verstanden als lediglich die möglichst lange Öffnung der Läden: Die bereits diskutierte Zeitknappheit der Konsumentinnen und Konsumenten ist die Ausgangsbasis für das Entstehen von Convenience Stores. Hierauf aufbauend gilt für die Konzeptionierung des Ladens das Angebot kundenfreundlicher Öffnungszeiten, gute und schnelle Erreichbarkeit, schnelle Orientierung im Laden, übersichtliches Sortiment sowie schnelle Abwicklung des Kaufs und der Bezahlung.

Werden diese einzelnen Bestandteile des Bausteins „Zeit“ optimal vereint, entsteht für den Kunden ein „Zusatznutzen durch Freizeitgewinn“ – ein Alleinstellungsmerkmal des Convenience Stores.[98]

3.5 Zusammenfassung

Je nach Abstimmung der vier diskutierten Bausteine kann es der Convenience Store schaffen, verschiedenste Bedürfnisse zu befriedigen.

Der Convenience Store bringt das Einkaufserlebnis direkt zu seiner Kundschaft. Er positioniert sich dort, sich Kunden und Kundinnen ohnehin befinden. Durch die Nähe zur Zielgruppe und durch die auf angepasste Ausgestaltung der vier Bausteine schafft es der Convenience Store, ein bequemes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. In Kombination mit etwaiger Gastronomie oder verschiedenen Dienstleistungsangeboten bietet der Convenience Store die Möglichkeit zum „One stop shopping“ und wird dadurch zum Problemlöser.

Darüber hinaus schafft es der Convenience Store, auch Bedürfnisse nach mehr Persönlichkeit, besserem Service oder stärkerer sozialer Interaktion zu befriedigen und die Anonymität, welche in Supermärkten vorherrscht, aufzuheben. Zusätzlich kann er von der Möglichkeit profitieren, sich aufgrund der engen Beziehung zur standortsansässigen Kundschaft besser auf individuelle Sortimentswünsche anzupassen.

4 Convenience Store-Konzepte

Convenience ist seit den 80er Jahren in Deutschland ein Thema. Damals entstanden an Tankstellen kleine Verkaufs-Outlets. Zu dieser Zeit wurde die Nah- und Notversorgung noch durch Nachbarschaftsläden und Betriebe an Bahnhöfen abgedeckt. Durch die Absenkung der Margen beim Treibstoffverkauf und die Umgestaltung der kleinen Tankstellen zu größeren und beeindruckenden Stationen und es folgte Implementierung immer weiterer Produktsortimente wie Getränke und Bäckereiprodukte.

In den 90er Jahren ging die Entwicklung der Tankstellenläden hin zu Einzelhändlern weiter. An Wochenenden und Feiertagen war es ausschließlich möglich, an Tankstellen oder Bahnhofsgeschäften einzukaufen – teilweise über 80 Prozent der Kundinnen und Kunden suchten die Tankstellen am Wochenende lediglich zum Einkauf und nicht zum Tanken auf. In größeren Städten waren 24-Stunden-Öffnungszeiten keine Seltenheit mehr. International erfolgreiche Tankstellekonzepte wurden ohne Rücksichtnahme auf die regionalen Eigenheiten oder ethnischen Hintergründe auch in Deutschland umgesetzt. Durch Joint Ventures aus Mineralöl- und Großhandelsunternehmen veränderten sich die Strukturen, sodass dem Tankstellenbetreiber immer kleinere Margen blieben. Ein verstärkter Wettbewerb der Mineralölkonzerne setzte ein und es ging darum, möglichst große und imposante Filialen aufzubauen. Doch die neu geschaffenen Einzelhändler wurden als solche, vor allem wegen der hohen Preise, von den Konsumenten und Konsumentinnen nicht in ausreichendem Maß akzeptiert. Dies hatte einen Rückbau zahlreicher Filialen zur Folge.

In den 2000er Jahren hatten diese damals entstandenen Convenience Stores damit zu kämpfen, dass die für den Lebensmitteleinzelhandel zuvor stark beschränkten Ladenöffnungszeiten liberalisiert wurden. Des Weiteren spürte man den verstärken Preisdruck der Discounter und in Folge wurden zahlreiche Verkaufsflächen in den Tankstellenshops reduziert, das Gastronomieangebot stattdessen aber erweitert. Durch den erfolgreichen Verkauf von Kaffeeprodukten konnten verlorene Margen jedoch wieder wettgemacht werden. Nach und nach näherten sich die Branchen Out-of-Home, Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie weiter an und zahlreiche neue Konzepte wurden geboren. In diesen Convenience Stores wurden zudem immer mehr Dienstleistungen wie einfache Bank- oder Postservices integriert.[99]

International gesehen ist der Convenience-Boom bereits im Jahr 1994 entstanden, als die britische Handelskette „Tesco“ einen ersten „Tesco Express“ in London eröffnete. Ein überschaubares Sortiment, die zentrale Lage und die bequemen Öffnungszeiten waren damals wie heute die Bestandteile des Konzepts. 750 Filialen dieser Art betrieb „Tesco“ im Jahr 2008. Der international tätige Konzern „7-Eleven“ folgte dem Beispiel und ist mehr als 30.000 Filialen mittlerweile die größte Convenience Store-Kette der Welt.[100]

Auch in Japan konnten Convenience Store-Konzepte über die letzten Jahre ein enormes Wachstum verspüren. Dasselbe gilt für Länder, die von jeher ein hohes Maß an Serviceorientierung innehaben, wie zum Beispiel Großbritannien und die Vereinigten Staaten. In Deutschland hingegen herrscht ein starker Preisdruck und die Anzahl der Discounter-Supermärkte nahm stark zu. Der jetzt eintretende Sättigungsgrad der Discounter sowie eine absehbare Liberalisierung der bislang noch strengen Öffnungszeitenregulierungen können dazu führen, dass Convenience Stores auch in Deutschland immer populärer werden.[101]

Um einen Überblick über den aktuellen Stand über Convenience Store-Konzepte – im deutschsprachigen Raum sowie international – zu geben, werden in diesem Kapitel beispielhaft einzelne Konzepte beschrieben.

Durch diese systematische Darstellung soll vermittelt werden, dass auf den ersten Blick komplett unterschiedliche Laden- bzw. Einzelhandelskonzepte jedoch hinsichtlich ihrer individuellen Ausgestaltung der vier Bausteine, die im vorhergehenden Kapitel beschrieben wurden, immer die Convenience für den Kunden als Basis implementiert haben.

Es ist zu beachten, dass die Beschreibungen der einzelnen Konzepte rein auf der jeweiligen Soll-Positionierung der Betreiber und Betreiberinnen basieren, die durch Feldbeobachtung oder Auswertung von Zeitschriftenartikeln bzw. Eigendarstellungen ermittelt wurden. Eine empirische Untersuchung, inwieweit die Soll-Positionierungen der tatsächlichen Positionierungen entsprechen, wurde nicht durchgeführt.

[...]


[1] Vgl. Amann 2007

[2] Kuhn-Spogat 2010

[3] Vgl. SevenOne Media GmbH 2007, S. 23

[4] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 13

[5] Vgl. Open End 2011, S. 29

[6] Vgl. Netzwerk Ladenbau 2008

[7] Vgl. Oliver Wyman 06.12.2007

[8] Vgl. Convenience: Stein der Weisen wird noch gesucht 2011

[9] Vgl. Amann 2007

[10] Vgl. Oliver Wyman 06.12.2007

[11] Convenience hat viele Gesichter 2011, S. 1

[12] Vgl. Heiermann 2011, S. 26

[13] Vgl. Eggert 1999a, S. 195

[14] Vgl. SevenOne Media GmbH 2007, S. 5

[15] Vgl. Zentes und Swoboda 1998, S. 7

[16] Ahlert et al. 2010, S. 338

[17] Gabler Verlag 2012

[18] SevenOne Media GmbH 2007, S. 23

[19] Auer und Koidl 1997, S. 69

[20] Ahlert et al. 2010, S. 338

[21] Vgl. Eggert 1999a, S. 195–196

[22] Vgl. Universität Trier, Fachbereich VI Geographie/Geowissenschaften - Raumentwicklung & Landesplanung 2012, S. 8

[23] Vgl. Kuhn-Spogat 2010, S. 10–11

[24] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 13

[25] Vgl. Bosshart 2003, S. 13

[26] Vgl. Bosshart 2003, S. 13; 16

[27] Vgl. Bosshart 2003, S. 16–17

[28] Bosshart 2003, S. 16

[29] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 40

[30] Vgl. Bosshart 2003, S. 18

[31] Vgl. Lewis 2003, S. 9–10

[32] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 87 f.

[33] Vgl. Wenzel et al. 2009, S. 43

[34] Vgl. Buchner 2008, S. 20 f.

[35] Vgl. Wenzel et al. 2009, S. 42–43

[36] Vgl. Wenzel et al. 2009, S. 43

[37] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 39

[38] Vgl. Buchner 2008, S. 20 f.

[39] Wenzel et al. 2007, S. 35

[40] Vgl. Wiener Zeitung Online 2012

[41] Vgl. DLG e.V. 2012

[42] Vgl. Großsteinbeck 2012, S. 61

[43] Vgl. Lewis 2003, S. 11

[44] Vgl. Eggert 1999b, S. 283

[45] Vgl. Eggert 1995

[46] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 86

[47] Vgl. Eggert 1999b, S. 283 f.

[48] Vgl. Eggert 1995

[49] Vgl. Effert 2004, S. 281

[50] Eigene Darstellung nach Eggert 2011, S. 30

[51] Vgl. Eggert 1999a, S. 135 ff.

[52] Vgl. Hörschgen et al. 1996, S. 129

[53] Vgl. SevenOne Media GmbH 2007, S. 29 f.

[54] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 71 ff.

[55] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 68 f.

[56] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 87

[57] Vgl. Statistik Austria 2011b

[58] Vgl. Trommsdorff 2009, S. 22 f.

[59] Vgl. SevenOne Media GmbH 2007, S. 29

[60] Vgl. Eggert 2011, S. 29

[61] Vgl. Convenience hat viele Gesichter 2011

[62] Vgl. Baumgartner et al. 2010, S. 12

[63] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 20, 25

[64] Eigene Darstellung nach Baumgartner et al. 2010, S. 12

[65] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 22

[66] Vgl. Wenzel et al. 2007, S. 17, 26

[67] Vgl. Zentes und Swoboda 1998, S. 8–9

[68] Vgl. Lewis 2003, S. 8

[69] Vgl. Dapp 2011, S. 4

[70] Vgl. Dapp 2011, S. 1, 4

[71] Vgl. Inacker und Meisel 2010, S. 74 f.

[72] Eigene Darstellung, erstellt mit StepMap GmbH

[73] Vgl. Inacker und Meisel 2010, S. 74f

[74] Vgl. Baumgartner et al. 2010

[75] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 222

[76] Bundeskanzleramt 2012

[77] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 210

[78] Vgl. SevenOne Media GmbH 2007, S. 23

[79] Auer und Koidl 1997, S. 211

[80] Vgl. Heiermann 2011, S. 26

[81] Vgl. Convenience hat viele Gesichter 2011, S. 1

[82] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 211

[83] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 221

[84] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 24

[85] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 221

[86] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 25

[87] Vgl. Broniarczyk und Hoyer 2010, S. 225; 235-237

[88] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 215–216

[89] Vgl. Open End 2011

[90] Vgl. Grimm und Malschinger 2010, S. 134

[91] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 215–221

[92] Vgl. Grimm und Malschinger 2010, S. 134

[93] Vgl. brainmates - product management people 2010

[94] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 212–214

[95] Vgl. Heiermann 2011, S. 26

[96] Vgl. Grimm und Malschinger 2010, S. 134

[97] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 212–214

[98] Vgl. Auer und Koidl 1997, S. 222–224

[99] Vgl. Open End 2011

[100] Vgl. Netzwerk Ladenbau 2008

[101] Vgl. Ahlert et al. 2010, S. 306

Ende der Leseprobe aus 182 Seiten

Details

Titel
Der Convenience Store
Untertitel
Erstellung und Durchführung eines Konzeptionsprozesses
Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt
Veranstaltung
Marketingmanagement
Note
1,0
Autoren
Jahr
2012
Seiten
182
Katalognummer
V203409
ISBN (eBook)
9783656319955
ISBN (Buch)
9783656320463
Dateigröße
22165 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Convenience Store, Convenience Shopping, Convenience Shop, Einzelhandel, Nahversorgung, Ladenkonzept, Geschäftskonzept, Shopping, Lebensmitteleinzelhandel, Ladenöffnungszeiten, Einzelhandelstrends, One stop shopping, Shoppingtrends, Konzepterstellung, Kreativitätsmethoden
Arbeit zitieren
M. A. Benjamin Wanninger (Autor)M. A. Martin Wurm (Autor), 2012, Der Convenience Store, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203409

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