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Die Wiener Schulreform - Das wichtigste Reformprojekt in der ersten Hälfte des 20. Jhd. in Österreich

Title: Die Wiener Schulreform - Das wichtigste Reformprojekt in der ersten Hälfte des 20. Jhd. in Österreich

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Johannsen (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten sich europaweit verschiedenste Reformideen des Bildungswesens. Die Frage, wie die Pädagogik durch eine „geplante und zielstrebige Verbesserung der gegebenen Verhältnisse“ dazu beitragen könnte, die Bildung zu reformieren, beschäftigte nicht nur Peter Petersen (Jena-Plan-Schule) oder Maria Montessori in Deutschland, sondern auch Otto Glöckel in Österreich, dessen (pädagogisches) Werk hier vorgestellt wird.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der historische Hintergrund

2.1 Das Schulwesen

2.2 Zur Person Otto Glöckels

3. Die Bildungsreform in Wien

3.1 Die Ziele der Schulreform

3.2 Die Umsetzung und Erfolge der Schulreform

3.3 Widerstand und Ende der Reform

4. Resümee

4.1. Die Wiener Schulreform als „Reform ihrer Zeit“

4.2. Die Wiener Schulreform als „revolutionäre Bewegung“

4.3. Fazit

4.4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Wiener Schulreform als bedeutendstes österreichisches Reformprojekt der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei wird untersucht, inwiefern das von Otto Glöckel initiierte Modell eine notwendige Antwort auf gesellschaftspolitische Umbrüche darstellte oder als revolutionäres pädagogisches Bestreben zu werten ist.

  • Historische Rahmenbedingungen und das Schulwesen der Monarchie
  • Biografie und reformpädagogische Intentionen von Otto Glöckel
  • Demokratisierung der Bildung und Chancengleichheit
  • Widerstände gegen die Reform und deren historisches Ende

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Ziele der Schulreform

Die Ziele der Neustrukturierung der Schule können durch zwei Hauptpunkte charakterisiert werden. Die Grundstruktur war maßgeblich durch die Situation der Arbeiterkinder und die der Lehrerschaft geprägt, aber auch nicht zuletzt durch die Erfahrungen Glöckels aus seiner Tätigkeit als Lehrer.

Zunächst ist eine Grundsatzforderung erkennbar: Das absolutistisch geprägte Schulsystem konnte, nach Auffassung der Reformer, mit Beginn der 1.Republik nicht mehr bestehen, denn diese erfordere eine Bildung, die den Einzelnen befähigen sollte, sich innerhalb der veränderten Bedingungen zurechtzufinden und zu entfalten. Das Ziel der Bildung konnte nicht länger ein loyaler, gehorsamer Untertan sein, sondern musste zwingend zu einem freien, selbsttätigen Bürger führen. Jetzt sollte ein stolzes, arbeitsfreudiges und kluges Volk gebildet werden, „daß von seinen Rechten den richtigen Gebrauch macht“. Die Bildung sollte „jeden Einzelnen befähig[en], ein gut[es] Stück der Verantwortung zu tragen.“ Um dies zu erreichen sollte die Schule demokratisiert und die Chancen auf höhere Bildung für jeden Schüler gleichermaßen gestaltet sein.

Die erste Forderung galt der Demokratisierung der Schule. Eine neue Gesellschaftsstruktur erfordere auch eine neue Struktur der Bildungseinrichtungen und der Bildungsvermittlung. Die Bildung war derzeit noch in allen Punkten auf die Ziele der vorher bestehenden monarchistischen Ordnung ausgerichtet. Anstatt Klassenzüge frontal zu unterrichten, sollten nun u.a. Klassengemeinschaften, Eltern – und Lehrerversammlungen alle Beteiligten am Schulalltag organisatorisch und inhaltlich teilhaben lassen, um diesen gemeinsam und aktiv zu gestalten. Die Arbeitsbedingungen und die Ausbildung der Lehrer sollten verbessert werden und die Zusammenarbeit aller Beteiligten sollte den Schulalltag transparent werden lassen, um Erziehungsunzulänglichkeiten, z.B. Gewalt, Benachteiligung oder einem nicht effektivem Unterricht, vorzubeugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die reformpädagogischen Ambitionen Anfang des 20. Jahrhunderts dar und skizziert die Fragestellung zur Wiener Schulreform im Kontext politischer Umbrüche.

2. Der historische Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die sozioökonomischen Bedingungen, die Industrialisierung Wiens und die bildungspolitische Ausgangslage in der Monarchie.

2.1 Das Schulwesen: Es wird die strikte Hierarchie und die soziale Selektion des damaligen Schulwesens dargelegt, welches auf Gehorsam und Untertanenerziehung ausgerichtet war.

2.2 Zur Person Otto Glöckels: Hier wird der Lebensweg Glöckels nachgezeichnet, dessen persönliche Erfahrungen in der Arbeiterschicht seine Vision einer reformierten Schule maßgeblich prägten.

3. Die Bildungsreform in Wien: Das Kapitel beschreibt die Umsetzung des Reformprogramms im „Roten Wien“ als Teil eines umfassenden sozialen Gesellschaftsentwurfs.

3.1 Die Ziele der Schulreform: Es werden die Kernforderungen der Reform erläutert, insbesondere die Demokratisierung der Schule und die Abkehr vom Untertanengeist.

3.2 Die Umsetzung und Erfolge der Schulreform: Hier werden pädagogische Neuerungen wie der Gemeinschaftsunterricht und die Professionalisierung der Lehrerausbildung detailliert dargestellt.

3.3 Widerstand und Ende der Reform: Das Kapitel analysiert die politischen Konflikte mit konservativen Kräften und der Kirche, die 1934 zum Ende der Reform führten.

4. Resümee: Eine abschließende Einordnung der Reform in den Spannungsfeld zwischen zeitgemäßer Anpassung und revolutionärem Anspruch.

4.1. Die Wiener Schulreform als „Reform ihrer Zeit“: Die Reform wird als notwendige pädagogische Antwort auf die Anforderungen der neu gegründeten Republik interpretiert.

4.2. Die Wiener Schulreform als „revolutionäre Bewegung“: Die radikale Abkehr von autoritären Strukturen wird als revolutionäres Element der Bildungsreform hervorgehoben.

4.3. Fazit: Die Zusammenfassung der Argumentation verdeutlicht, dass die Reform gerade durch die Unvereinbarkeit mit konservativen Wertvorstellungen ihren Charakter als revolutionärer Prozess erhielt.

4.4. Schlussbemerkungen: Ein Ausblick auf die Bedeutung der Wiener Schulreform für das heutige Schulsystem und die Nachhaltigkeit der reformpädagogischen Ideen.

Schlüsselwörter

Wiener Schulreform, Otto Glöckel, Reformpädagogik, Rotes Wien, Demokratisierung der Schule, Bildungspolitik, Chancengleichheit, Gemeinschaftsunterricht, 1. Republik, Schulwesen, Lehrerausbildung, SPÖ, Sozialgeschichte, Bildungsreform, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wiener Schulreform als bedeutendem reformpädagogischen Projekt in Österreich zwischen 1919 und 1934.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der historische Kontext der Industrialisierung, das Leben und Wirken von Otto Glöckel sowie die pädagogischen und politischen Aspekte der schulischen Umgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse der Frage, ob die Reform lediglich ein Produkt des damaligen Zeitgeistes war oder ob sie einen revolutionären Charakter besaß.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und einen historischen Überblick, der die politische Entwicklung mit pädagogischen Reformkonzepten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Ziele der Reform, die praktische Umsetzung im Wiener Schulwesen und die daraus resultierenden politischen Widerstände, die schließlich zum Ende des Projekts führten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben der Wiener Schulreform Begriffe wie Chancengleichheit, Demokratisierung, Reformpädagogik und das politische Umfeld des Roten Wiens.

Welche Rolle spielte Otto Glöckel bei der Umsetzung der Reform?

Glöckel fungierte als zentraler Reformer, der durch seine Tätigkeit als Lehrer und Politiker die notwendigen Veränderungen initiierte und in den Wiener Schulrat brachte.

Warum wird die Reform im Text als „revolutionär“ bezeichnet?

Sie wird als revolutionär bezeichnet, weil sie radikal mit den autoritären Strukturen des monarchistischen Schulsystems brach und eine demokratische Gemeinschaftsstruktur anstrebte.

Welchen Einfluss hatte der Otto-Glöckel-Erlass konkret?

Der Erlass führte unter anderem dazu, dass der Religionsunterricht freiwillig wurde und das tägliche Morgengebet an Schulen abgeschafft wurde.

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Details

Title
Die Wiener Schulreform - Das wichtigste Reformprojekt in der ersten Hälfte des 20. Jhd. in Österreich
College
University of Flensburg
Grade
1,7
Author
Melanie Johannsen (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V203569
ISBN (eBook)
9783656303220
ISBN (Book)
9783656303749
Language
German
Tags
wiener schulreform reformprojekt hälfte österreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Johannsen (Author), 2007, Die Wiener Schulreform - Das wichtigste Reformprojekt in der ersten Hälfte des 20. Jhd. in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203569
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