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Basel III - Die Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition für Banken

Titre: Basel III - Die Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition für Banken

Thèse de Bachelor , 2012 , 61 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Gaschler (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Reformpaket von Basel III in den Auswirkungen und Konsequenzen für die Stabilität der Banken und die finanziellen Strategien der Banken, zu untersuchen. Dazu werden die Inhalte von Basel III auf die mit den Reformen angestrebte Stabilität des Bankensektors bezogen und in ihren Rahmenbedingungen untersucht. Ausgeführt werden dabei die sich für die Banken ergebenden strukturellen Veränderungen, die im Zusammenhang mit Basel III als Reaktion auf die angesichts der Finanzkrise deutlich werdenden Unzulänglichkeiten des regulatorischen Gerüsts zu verstehen sind. Dazu wird eine Abgrenzung der Inhalte von Basel III zu Basel I und Basel II vorgenommen. Die Arbeit verdeutlicht vor diesem Hintergrund, wie zentral die Inhalte von Basel III auf eine Verbesserung der Kapitalbasis der Banken ausgerichtet ist.
Zentraler Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist, wie sich die Inhalte von Basel III auf die finanziellen Grundlagen von Banken auswirken. Zu diesem Zweck wurde ein Fokus auf Veränderungen der Kapitalbasis, eine Bilanzrestrukturierung und die Auswirkungen der Veränderungen auf das Geschäftsmodell gelegt. Aufgezeigt werden damit Maßnahmen und Regelungen zur Überwindung und künftigen Verhinderung von Problemen, wie sie in der Finanzkrise zum Ausdruck kamen. Die Arbeit verweist auf die sich für die Banken ergebenden strukturellen Veränderungen und Umstrukturierungen, die mit der Umsetzung der Regularien von Basel III verbunden sind.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Umsetzung der Inhalte von Basel III auf deutlich restriktivere Kapital- und Liquiditätsvorschriften abzielt, die grundlegende Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Banken hat. Die Arbeit fragt vor dem Hintergrund dieser weitreichenden Auswirkungen auch, ob sich negative Konsequenzen für die Kreditvergabe, vor allem an KMUs, ergeben. Insgesamt kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Inhalte von Basel III zwar zu einer fundamentalen Verbesserung der Kapitalbasis von Banken führt, aber offen bleibt, ob sich damit zukünftige Finanzkrisen vermeiden lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Methodisches Vorgehen

2 Definition und Grundlagen des Eigenkapitals

2.1 Eigenkapital – Definition

2.2 Eigenkapital – Qualität

2.3 Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals

3 Von Basel I zu Basel II

3.1 Basel I

3.2 Basel II und die Regulierung des Bankensystems

4 Basel III und die Stabilität des Bankensektors

4.1 Rahmenbedingungen im Überblick

4.1.1 Verstärkung der Eigenkapitalbasis

4.1.1.1 Modifizierte Abgrenzung des Eigenkapitals

4.1.1.2 Verschärfung der Mindestanforderungen an Eigenkapital

4.1.2 Einschränkung des Verschuldungsgrades

4.1.2.1 Höchstverschuldungsquote

4.1.2.2 Performance Kennzahl

4.1.3 Die neuen Liquiditätsanforderungen und Liquiditätskennziffern

4.1.3.1 Mindestliquiditätsquote (LCR)

4.1.3.2 Strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio)

4.1.3.3 Beobachtungsinstrumente

4.1.4 Die Verstärkung der Regelungen zum Gegenparteirisiko

4.1.5 Systemstabilisierende Maßnahmen

4.1.5.1 Eindämmung der systemischen Risiken durch Reduktion der Prozyklität

4.1.5.2 Instrumente: Der Kapitalhaltungspuffer und der antizyklische Puffer

4.1.5.3 "Systemisches Risiko" und die Thematik des "Too-Big-To-Fail"

4.1.5.4 Behandlung der systemisch relevanten Finanzinstitute (SiFis)

4.2 Veränderungen bei den Banken

4.2.1 Anpassungsstrategien bei gegebener Kapitalbasis

4.2.1.1 Kapitalmanagementstrategien

4.2.1.2 Liquiditäts- und Finanzierungsstrategien

4.2.2 Bilanzrestrukturierung

4.2.2.1 Verbesserung der Kapitalqualität

4.2.2.2 Anpassung von Umfang und Fokus des Bilanzmanagements

4.2.2.3 Bilanzrestrukturierungsmaßnahmen zur Erfüllung der neuen Liquiditätskennziffern

4.2.3 Auswirkung der Veränderungen auf das Geschäftsmodell

4.2.3.1 Interessengruppen

4.2.3.2 Risiko

4.2.3.3 Produkt

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert das Reformpaket von Basel III im Hinblick auf seine Auswirkungen und Konsequenzen für die Stabilität des Bankensektors und die finanziellen Strategien der Banken.

  • Analyse der strukturellen Veränderungen im Bankensektor infolge der Basel III-Regulierungen.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf die Eigenkapitalbasis und Liquiditätsvorschriften.
  • Bewertung der Anpassungsstrategien von Banken hinsichtlich Kapitalmanagement und Bilanzrestrukturierung.
  • Diskussion des Einflusses der Reformen auf das Geschäftsmodell von Kreditinstituten und die Auswirkungen auf Kreditverfügbarkeit (insb. für KMUs).

Auszug aus dem Buch

4.1.3.1 Mindestliquiditätsquote (LCR)

Die LCR wird von Banken hochwertige liquide Aktiva verlangen um einem angespannten Finanzierungsszenario standzuhalten, welches spezifiziert wird durch die Aufsicht.

Das Szenario beinhaltet eine beträchtliche Belastung, obgleich kein Worst-Case-Szenario, und trifft die folgenden Annahmen:

Eine signifikante Abwertung des öffentlichen Kreditratings der Institution, ein teilweiser Verlust der Depositen, einen Verlust an unbesicherten Großkundenmitteln, eine beträchtliche Zunahme der Bewertungsabschläge auf gesicherte Finanzierungsmittel und Zunahmen von Calls auf derivative Sicherheiten und beträchtliche Anforderungen vertraglicher sowie nicht-vertraglicher außerbilanzieller Engagements, einschließlich fest zugesagter Kredit- und Liquiditätsfazilitäten.

Dieses Szenario beinhaltet die Prämisse, dass die von Finanzinstituten gehaltenen Einlagen vollkommen abfließen. Da Einlagen von Finanzverbünden mit einem institutsbezogenen Sicherungssystem eine höhere Beständigkeit aufweisen, werden diese sowie zu bestimmten operativen Zwecken gehaltene Einlagen und Retail-Einlagen mit einer geringeren Abrufrate von 25% versehen.

Die Kennzahl verlangt von Banken, genug liquide Aktiva zu halten um die Summe aller erwarteten Abflüsse an liquiden Mitteln über die nächsten 30 Tage auszugleichen:

Bestand an erstklassigen liquiden Aktiva ≥100%

Gesamter Nettoabfluss an Barmitteln in den nächsten 30 Kalendertagen

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ursachen der Finanzkrise ab 2007 und führt in das Reformpaket von Basel III als regulatorische Antwort ein.

2 Definition und Grundlagen des Eigenkapitals: Dieses Kapitel definiert den Begriff Eigenkapital und erläutert dessen Qualitätskriterien sowie Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung.

3 Von Basel I zu Basel II: Hier wird die Entwicklung der Bankenregulierung von den Anfängen unter Basel I bis zur differenzierteren Regulierung unter Basel II nachgezeichnet.

4 Basel III und die Stabilität des Bankensektors: Der Hauptteil analysiert detailliert die neuen Anforderungen von Basel III, inklusive Kapital- und Liquiditätsvorgaben sowie die Anpassungsstrategien der Banken.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen der Reformen zusammen und bewertet kritisch, ob diese zur zukünftigen Stabilität des Finanzsystems beitragen können.

Schlüsselwörter

Basel III, Bankenregulierung, Eigenkapital, Liquidität, Finanzkrise, Bankensektor, Kapitaladäquanz, Risiko, Bilanzrestrukturierung, Stressszenario, Solvenz, LCR, NSFR, Systemrisiko, Kapitalpuffer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die regulatorischen Neuerungen durch Basel III und deren Auswirkungen auf die Kapitalbasis und die Geschäftsstrategien von Banken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Eigenkapitaldefinition, neue Liquiditätskennziffern wie LCR und NSFR sowie die Anpassung der Banken an ein restriktiveres regulatorisches Umfeld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erforschen, wie sich Basel III auf die Stabilität der Banken auswirkt und welche strukturellen Veränderungen in deren Bilanzmanagement resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deduktiven Literaturrecherche unter Einbeziehung von Fachliteratur aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Finanzwissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die neuen Rahmenbedingungen von Basel III (Kapital/Liquidität/Systemrisiko) und wie Banken ihre Strategien und Bilanzstrukturen anpassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Basel III, Eigenkapital, Liquiditätsanforderungen, Bankenregulierung, Bilanzrestrukturierung und Stabilität des Bankensektors.

Was ist das "regulatorische Paradoxon" im Kontext von Basel III?

Es beschreibt die Problematik, dass Banken in Krisenzeiten Mindestkapitalquoten nicht einhalten können, was durch die strengeren Regeln noch verschärft werden könnte, wenn kein Pufferkonzept greift.

Welche Herausforderungen ergeben sich speziell für KMUs durch Basel III?

Kritiker befürchten, dass restriktivere Vorschriften zu einer Verteuerung oder Verknappung von Krediten führen, was insbesondere Länder mit einer hohen KMU-Dichte benachteiligen könnte.

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Résumé des informations

Titre
Basel III - Die Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition für Banken
Université
University of Applied Sciences Riedlingen
Note
2,0
Auteur
Daniel Gaschler (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
61
N° de catalogue
V203606
ISBN (ebook)
9783656307600
ISBN (Livre)
9783656311102
Langue
allemand
mots-clé
Basel III Banken Basel 3 Eigenkapital
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Gaschler (Auteur), 2012, Basel III - Die Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition für Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203606
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Extrait de  61  pages
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