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Mauricius - Römischer Kaiser oder byzantinischer βασιλεύς?

Título: Mauricius - Römischer Kaiser oder byzantinischer βασιλεύς?

Trabajo , 2011 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Hendrik A. Wagner (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Im Fokus dieser Hauptseminararbeit wird die Person des Imperator Caesar Flavius Mauricius Tiberius Augustus stehen, einer der zahlreichen Herrscher in der Reihe der Imperatores, Caesares et Augusti . Hierbei wird die Betrachtung eine zeitgeschichtliche Phase berühren, welche auf Grund ihres Übergangscharakters zwischen Spätantike und Frühmittelalter bzw. mittelbyzantinischer Zeit mehr eine „Grauzone“ darstellt als den Anspruch für sich erheben kann, durch die Geschichtswissenschaft hinreichend „erhellt“ zu sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Quellenlage

2.1 Theophylaktos Simokates

2.2 Johannes von Epiphaneia und Euagrios Scholastikos

2.3 Das „Chronicon Paschale“, Theophanes Confessor und fernere Quellen

3. Kaiser Mauricius und seine Zeit

3.1 Zum zeitgeschichtlichen Rahmen

3.2 Zur Person des Kaiser Mauricius

4. Das Herrscherbild unter Kaiser Mauricius

4.1 Die Inthronisierung des Mauricius

4.2 Die Beauftragung des Mauricius durch Gott

4.3 Mauricius als Schützer und Verteidiger der Orthodoxie

4.4. Mauricius als triumphator omnium gentium

4.5 Der diplomatische Umgang mit dem „barbarischen“ Feind

4.6 Der Untergang des Kaisers Mauricius

4.7 Das sog. „Testament des Kaiser Mauricius“

5. Das Herrscherbild des Mauricius – ein Resümee

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Herrscherbild des Kaisers Mauricius Tiberius Augustus am Ende des 6. Jahrhunderts, um zu klären, ob er primär als spätantiker römischer Imperator oder bereits als byzantinischer Basileus zu verstehen ist.

  • Analyse der zeitgenössischen Quellenlage zu Kaiser Mauricius.
  • Untersuchung des kaiserlichen Selbstverständnisses und der Herrschaftslegitimation.
  • Evaluation des Einflusses von Religion und diplomatischer Praxis auf das Herrscherbild.
  • Kontextualisierung von Mauricius im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Beauftragung des Mauricius durch Gott

Seit der römischen Kaiserzeit wurde die Herrschaft stets auch als eine Beauftragung aus transzendenten Sphären verstanden, wodurch die Kaiserwürde bewusst über irdische Dinge erhoben wurde. Ob nach heidnischer oder christlicher Vorstellung, dem künftigen Kaiser wurde stets die Teilhaue an göttlichen Vorzeichen und Weisungen zugesprochen, die seine Beauftragung zur Herrschaft offenbaren. Auch im Fall des Mauricius ist dies nicht anders, so weiß Euagrios von einer göttlichen Vision, die den Mauricius im Osten ereilte, zu berichten:

„Er erhielt auch im Osten, während des Tages, eine Erscheinung von Christus, dem Gott, der ihn ermahnte, seine Verteidigung zu übernehmen, was offensichtlich das Reich bedeutete. Denn von wem würde er eine solche Aussage treffen, wenn nicht von einem Kaiser und dazu von einem, der so fromm ihm gegenüber ist.“

Völlig zu Recht weist Georg Weber auf die Außergewöhnlichkeit des Vorganges hin, denn es handelt sich hierbei nicht nur lediglich um einen Traum oder ein göttliches Zeichen, sondern Christus selbst offenbart sich in persona dem Mauricius und gibt ihm Weisung. Bereits Konstantin d. Gr. wurde zwar teilhaftig eines Zeichen Gottes, ab eben nur eines Zeichens, welches noch mannigfaltige Interpretationsmöglichkeiten offen lassen würde, wenn die christlichen Autoren selbiges nicht schon frühzeitig vereinnahmt hätten. Dem Mauricius hingegen tritt Christus unmittelbar entgegen und beauftragt ihn mit der Verteidigung des Imperiums. Dass dies nur eine Beauftragung für den künftigen Kaiser sein kann, ist die logische Schlussfolgerung, welche Euagrios interpretativ beifügt. Ihm gestattet dies folglich, die Kaiserherrschaft des Mauricius als „gottgewollt“ zu begreifen. Die Epiphanie Christi, welcher Mauricius zuteil wird, demonstriert dabei die enge Verbundenheit zwischen Gott und dem Kaiser.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Person des Mauricius ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach seinem Herrscherbild im spätantik-römischen bzw. byzantinischen Kontext.

2. Zur Quellenlage: Es werden die wesentlichen zeitnahen Geschichtswerke und Chroniken, insbesondere von Theophylaktos Simokates, vorgestellt und kritisch auf ihre Aussagekraft geprüft.

3. Kaiser Mauricius und seine Zeit: Dieser Abschnitt kontextualisiert die politische, militärische und wirtschaftliche Lage des Reiches nach dem Tod Justinians und skizziert das Leben des Mauricius bis zu seinem Sturz.

4. Das Herrscherbild unter Kaiser Mauricius: Die Kernkapitel analysieren die Inthronisierung, die religiöse Beauftragung, das Auftreten als Verteidiger der Orthodoxie, die Rolle als militärischer Triumphator, die Diplomatie und die Gründe für seinen Untergang.

5. Das Herrscherbild des Mauricius – ein Resümee: Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Herrschaft des Mauricius noch stark spätantiken Konventionen und römischen Traditionslinien verpflichtet war.

6. Schlusswort: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung des Mauricius als wichtige Etappe im Wandel vom spätrömischen Staatswesen zum byzantinischen Kaiserreich.

Schlüsselwörter

Mauricius, Kaiserreich, Spätantike, Imperator, Basileus, Theophylaktos Simokates, Herrscherbild, Byzanz, Konstantinopel, Sassaniden, Orthodoxie, Heidenverfolgung, Gottgewollt, Transformationsprozess, Imperium Romanum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herrschaft des Kaisers Mauricius und untersucht, inwieweit sein Herrscherbild noch spätantiken Traditionen folgt oder bereits mittelbyzantinische Tendenzen aufweist.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Legitimationsstrategien kaiserlicher Macht, die Rolle als religiöser Schutzherr, das militärische Selbstverständnis sowie die diplomatische Interaktion mit externen Mächten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob Mauricius als römischer Imperator oder bereits als griechisch-byzantinischer Basileus zu definieren ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der zeitgenössischen Geschichtsschreibung, insbesondere unter Berücksichtigung der „Historien“ des Theophylaktos Simokates.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die Inthronisierung, das Verhältnis zur Kirche, die Rolle als triumphierender Feldherr, das Testament des Kaisers sowie die Umstände seines gewaltsamen Endes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Imperium Romanum, Transformationsprozess, göttliche Beauftragung und die Frage nach dem Ende der Antike unter dem Aspekt des Herrscherbildes.

Warum spielt das sogenannte „Testament des Kaiser Mauricius“ eine besondere Rolle?

Das Dokument belegt, ungeachtet seiner umstrittenen Echtheit, den fortbestehenden Anspruch des Kaisers auf die universale Herrschaft über die gesamtrömische Welt.

Welchen Einfluss hatte der kaiserliche „Geiz“ auf den Sturz von Mauricius?

Der Sparzwang und die damit verbundene Kürzung der Soldzahlungen führten zum Vertrauensverlust beim Heer und mündeten schließlich in der Usurpation durch Phokas.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Mauricius - Römischer Kaiser oder byzantinischer βασιλεύς?
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Altertumswissenschaften )
Curso
Spätantike II
Calificación
1,3
Autor
Hendrik A. Wagner (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
26
No. de catálogo
V203642
ISBN (Ebook)
9783656299103
ISBN (Libro)
9783656299882
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spätantike Byzanz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hendrik A. Wagner (Autor), 2011, Mauricius - Römischer Kaiser oder byzantinischer βασιλεύς? , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203642
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