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Der Bund Deutscher Mädel. Die außerschulische Erziehung der weiblichen Jugend im Nationalsozialismus.

Título: Der Bund Deutscher Mädel. Die außerschulische Erziehung der weiblichen Jugend im Nationalsozialismus.

Trabajo Escrito , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Alexandra Elze (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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Resumen Extracto de texto Detalles

1.Einleitung

2.Die Entstehung und Entwicklung des „Bundes deutscher Mädel“

3.Die Organisation der Institution für die weibliche Jugend im dritten Reich

3.1.) Gliederung und Gruppeneinteilung im BDM
3.2.) Die Führung des Mädelbundes
3.3.) Erziehungsinhalte der Mädchenarbeit

4.Weibliche Erziehungsleitbilder und -ideologien im Sinne Hitlers

4.1.) „Die künftige Mutter“
4.2.) Die ästhetische Manipulation im BDM
4.3.) Der Anti-Individualismus im Sozialgefüge des Mädelbundes

5.Fazit

In der vorliegenden Hausarbeit sollen die historischen Ursprünge des Bundes deutscher Mädel in der Hitlerjugend, deren Organisation hinsichtlich der Gliederung im Bund selbst, die Inhalte der
Mädchenarbeit im politisierten Alltag sowie die Lenkung und Führung der Formation aufgezeigt werden, um einen kleinen Einblick in das extrem durchstrukturierte Leben eines Mädel des Deutschen Bundes zu vermitteln. Das Hauptaugenmerk jedoch soll auf den diesen Prozessen zugrunde liegenden fanatischen Ideologien als Leitbilder der Erziehung liegen. Anhand ausgewählter markanter Grundsätze werden diese kritisch diskutiert, wobei die Wirkungskraft des propagierten Frauenbildes in diesem Kontext mehrmals mithilfe autobiographischer Belege aufgegriffen werden soll.

Die oft zitierte stolze Haltung der jungen Mädchen, dem Bund ein ehrenwertes und engagiertes Mitglied zu sein, wirft die Frage auf, inwiefern das Frauenbild der Nationalsozialisten, das der „künftigen Mutter“ und der „beistehenden Kameradin des Mannes“, den Mädeln näher gebracht werden konnte, ohne dass diese später eigenen, vom Regime und Mann unabhängigen Interessen und Neigungen nachgehen wollten. Diese besondere Form der Sozialisation musste sich demnach an einem intensiven Gemeinschaftsgefühl orientieren, welches die Grundlage bot, jegliche individuelle Bedürfnisse und eigenständige Entwicklungsorientierungen der Mädchen zu untergraben und paradoxerweise deren festen Glauben schüren, dass ohne sie als einzelnes Mitglied das System des gemeinschaftlichen Verbundes zusammenbrechen würde: War die getrenntgeschlechtliche Formationserziehung mit ihren propagierten „den Jungen ebenbürtigen“ sportlichen Leistungsanforderungen lediglich ein geschicktes Mittel zur Marionettierung der Mädchen, damit diese im von Männern geführten Krieg unterstützend „funktionierten“ und ihre eigentliche Zweitrangigkeit in der Geschlechterhierarchie gar nicht wahrnahmen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung und Entwicklung des „Bundes deutscher Mädel“

3. Die Organisation der Institution für die weibliche Jugend im dritten Reich

3.1.) Gliederung und Gruppeneinteilung im BDM

3.2.) Die Führung des Mädelbundes

3.3.) Erziehungsinhalte der Mädchenarbeit

4. Weibliche Erziehungsleitbilder und -ideologien im Sinne Hitlers

4.1.) „Die künftige Mutter“

4.2.) Die ästhetische Manipulation im BDM

4.3.) Der Anti-Individualismus im Sozialgefüge des Mädelbundes

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Ursprünge, die organisatorische Struktur und die ideologischen Erziehungsleitbilder des „Bundes deutscher Mädel“ (BDM) im Nationalsozialismus. Ziel ist es, kritisch zu analysieren, wie durch totalitäre Formationserziehung und propagandistische Manipulation ein spezifisches, widersprüchliches Frauenbild vermittelt wurde, das die Mädchen zur Rolle der „künftigen Mutter“ und „Kameradin“ instrumentalisierte.

  • Historische Entwicklung und Einordnung des BDM in das nationalsozialistische Erziehungssystem.
  • Analyse der straffen hierarchischen Organisation und der Rolle der Führerinnen.
  • Untersuchung der Erziehungsinhalte und des propagierten Frauenbildes („Mütterlichkeit“ vs. „Dienst“).
  • Diskussion der Bedeutung von Ästhetik und Anti-Individualismus für die Gemeinschaftsbildung.
  • Kritische Reflexion der Instrumentalisierung weiblicher Jugend im Kontext der Kriegsvorbereitung.

Auszug aus dem Buch

4.1. „Die künftige Mutter“

Mit dem Zitat „Das Ziel weiblicher Erziehung hat unverzichtbar die kommende Mutter zu sein.“(Miller-Kipp 1985, S. 189; zit. n. Adolf Hitler 1939 in „Mein Kampf“, S. 460) fasst Hitler die Spezifikation der Erziehung der weiblichen Jugend zusammen. Die gesamte pädagogische Arbeit wurde auf diese Anforderung ausgerichtet, was auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich war. Oft erst nach dem Krieg erkannten die früheren Mädchen die Radikalität, mit welcher dies durchgesetzt wurde: Eine Augenzeugin berichtet im Bayerischen Rundfunk über ihr jetziges Gefühl hinsichtlich der damaligen Vereinahmung : „So stand es in Hitlers „Mein Kampf“ [bzgl. oben genanntes Zitat; Anm. d. Autorin]. Und so war es vorgesehen – auch für uns Münchner Kinder […]: für meine Schwester Lotte und mich, meine Freundin Dagmar. [… Auch] die schmutzige Fanny vom Hinterhaus [war] von Hitler schon verplant.“ (Weber o.J., S. 2).

Das „typische“ BDM-Mädel hatte sich in erster Linie mit den beiden Grundsätzen der nationalsozialistischen Erziehung auseinander zusetzen: der körperlichen Ertüchtigung sowie des hauswirtschaftlichen Könnens. Die augenscheinliche Ambivalenz der, dem Jungenunterricht ähnlich intensiven Schulung des Körpers und der „zukünftigen Rolle der Mutter“ beinhaltet allerdings ein sich bedingendes pädagogisches Konzept. Die HJ-Vorsitzenden formulierten die Verbindung mit den Worten: „In der [körperlichen] Gesundheit unserer Frauen und Mütter liegt das ewige Leben unseres Volkes begründet. Der Erziehungsarbeit des BDM kommt die Aufgabe zu, den Zucht- und Auslese-Gedanken der gesamten weiblichen Jugend zu Bewusstsein zu bringen.“ (Klönne 2008, S. 85f.). Die Gesundheit und das „Rassebewusstsein“ des einzelnen Mädels stand stets im Fokus der politischen Propaganda, war dies doch die Grundlage für die Erhaltung des deutschen Volkes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg Hitlers und die zentrale Rolle des totalitären Erziehungswesens, insbesondere der Hitlerjugend, bei der Umformung des Bewusstseins der deutschen Jugend.

2. Die Entstehung und Entwicklung des „Bundes deutscher Mädel“: Dieses Kapitel zeichnet die Integration des BDM als einzige parteiamtliche Mädchenorganisation in die Hitlerjugend nach und thematisiert die zunehmende staatliche Kontrolle und verpflichtende Teilnahme.

3. Die Organisation der Institution für die weibliche Jugend im dritten Reich: Es wird die bürokratische und hierarchische Struktur des BDM, die Gliederung nach Altersstufen sowie die Rolle der Führerinnen bei der Vermittlung ideologischer Inhalte dargelegt.

3.1.) Gliederung und Gruppeneinteilung im BDM: Dieser Unterpunkt erläutert die Altersstaffelung vom Jungmädelbund bis hin zum Werk „Glaube und Schönheit“ als Instrument der totalen Erfassung.

3.2.) Die Führung des Mädelbundes: Hier wird die nicht-demokratische Ernennung von Führungskräften und deren Aufgabe zur Indoktrination der Unterstellten analysiert.

3.3.) Erziehungsinhalte der Mädchenarbeit: Das Kapitel beschreibt, wie durch sportliche Ertüchtigung und weltanschauliche Schulung die Anwärterinnen auf ihre Rolle im Nationalsozialismus vorbereitet wurden.

4. Weibliche Erziehungsleitbilder und -ideologien im Sinne Hitlers: Es wird untersucht, wie die nationalsozialistische Ideologie durch die Umkehrung pädagogischer Prioritäten die Frau auf ihre Rolle als Mutter und Dienerin des Staates reduzierte.

4.1.) „Die künftige Mutter“: Dieser Abschnitt thematisiert das zentrale Erziehungsziel der „Mutterrolle“ und die damit verbundene rassenpolitische Indoktrination.

4.2.) Die ästhetische Manipulation im BDM: Es wird erläutert, wie durch visuelle Propaganda und das Werk „Glaube und Schönheit“ ein normiertes Frauenbild erzeugt wurde, das die ästhetische Erfahrung zur politischen Bindung nutzte.

4.3.) Der Anti-Individualismus im Sozialgefüge des Mädelbundes: Dieser Teil analysiert, wie durch Gemeinschaftsrituale und die Unterdrückung individueller Bedürfnisse die vollkommene Einordnung in das Kollektiv erzwungen wurde.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der BDM als Instrument zur vollständigen ideologischen Vereinnahmung und Vorbereitung der Mädchen auf ihre „Schicksalserfüllung“ im Krieg diente.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Quellen und Dokumente.

Schlüsselwörter

Bund deutscher Mädel, BDM, Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Mädchenerziehung, Formationserziehung, Rassenideologie, Frauenbild, Indoktrination, Glaube und Schönheit, Anti-Individualismus, Kriegsvorbereitung, Totalitarismus, Kameradin, Mutterrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Rolle und Funktionsweise des „Bundes deutscher Mädel“ (BDM) als nationalsozialistische Erziehungsorganisation für die weibliche Jugend.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Organisationsstruktur des BDM, die ideologischen Erziehungsziele der NSDAP für Mädchen sowie die psychologischen Mechanismen der Beeinflussung und Instrumentalisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Regime durch ein durchstrukturiertes System der Erziehung die weibliche Jugend in ihre Rolle als „künftige Mutter“ und „Kameradin“ drängte und deren Individualität zugunsten des staatlichen Kollektivs unterdrückte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und autobiographischen Berichten ehemaliger BDM-Mitglieder.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des BDM, die hierarchische Organisation, die spezifischen Erziehungsinhalte wie die körperliche Ertüchtigung und die ideologischen Leitbilder wie das „Wesen der Frau“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere BDM, Formationserziehung, Mütterlichkeit, Ästhetische Manipulation, Rassenideologie und totale Vereinnahmung.

Warum wurde das Werk „Glaube und Schönheit“ im BDM gesondert betrachtet?

Es diente als Anschlussorganisation für junge Frauen, um diese durch ästhetische Schulung konsequent auf ihre traditionelle Rolle als Mutter und Ehefrau vorzubereiten, nachdem die Jugendphase im BDM durchlaufen war.

Inwiefern spielte der Sport eine Rolle für die Ideologie des BDM?

Körperliche Ertüchtigung diente nicht nur der Gesundheit, sondern primär der Instrumentalisierung des weiblichen Körpers zur Sicherung der „germanischen Reinheit“ und Leistungsfähigkeit für den Kriegsdienst.

Wie wurde die vermeintliche „Freiwilligkeit“ der Mitglieder wahrgenommen?

Durch geschickte Gruppendynamik und die Betonung von Gemeinschaftsgefühl wurde der staatliche Zwang oft als persönliches Bedürfnis oder „Freiwilligkeit“ erlebt, was die Ideologie im Alltag der Mädchen verankerte.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Bund Deutscher Mädel. Die außerschulische Erziehung der weiblichen Jugend im Nationalsozialismus.
Universidad
Martin Luther University
Calificación
1,3
Autor
Alexandra Elze (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V203644
ISBN (Ebook)
9783656299097
ISBN (Libro)
9783656299622
Idioma
Alemán
Etiqueta
bund deutscher mädel erziehung jugend nationalsozialismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra Elze (Autor), 2010, Der Bund Deutscher Mädel. Die außerschulische Erziehung der weiblichen Jugend im Nationalsozialismus., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203644
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