1. Einleitung
Social Media ist in aller Munde, ob privat oder im Berufsleben kommt man kaum noch an Plattformen wie Facebook, You Tube, Flickr oder Twitter vorbei. In den Medien wird immer wieder von den enormen Facebook-Nutzerzahlen weltweit und „twitternden“ Stars berichtet.
Menschen verbringen heute zunehmend mehr Zeit im Internet, hierbei vermehrt in Sozialen Netzwerken. Eine Studie von TNS Infratest sprach 2010 von 3,1 Stunden, die in der Woche durchschnittlich weltweit in Sozialen Netzwerken verbracht werden. Weltweiter Marktführer ist Facebook mit derzeit fast 800 Mio. Nutzern weltweit, davon 22.125.900 in Deutschland. Solche Zahlen lassen diese Portale schon länger für Unternehmen und Marken und zunehmend auch für Kultureinrichtungen interessant erscheinen. Beispiele für erfolgreiche Facebook-Engagements von Kultureinrichtungen sind beispielsweise das NRW-Forum mit derzeit 24.416 Fans oder die Berliner Philharmoniker mit derzeit 267.070 Fans . Welche Motivation haben also Kultureinrichtungen allgemein im Social Web aktiv zu werden? Und inwiefern kann Social-Media-Marketing vor allem in Sozialen Netzwerken wie Facebook erfolgreich für Kultureinrichtungen angewendet werden? Welche Bedingungen müssen sie dazu erfüllen? Diesen Fragen soll in der folgenden Arbeit nachgegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen von Social Media
3. Praktische Grundlagen von Social Media
3.1. Weblogs
3.2. Micoblogs am Beispiel Twitter
3.3 Fotoportale am Beispiel Flickr
3.4 Videoportale am Beispiel You Tube
3.5. Soziale Netzwerke am Beispiel Facebook
4. Entwicklung einer Social-Media-Strategie
5. Soziale Netzwerke (v.a. Facebook) und ihr Nutzen für Kultureinrichtungen
6. Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Social Media als Bestandteil des Marketingmixes für Kultureinrichtungen erfolgreich eingesetzt werden kann, um eine nachhaltige Bindung zur Zielgruppe aufzubauen.
- Analyse des Medienwandels und der Bedeutung für das Kulturmarketing.
- Überblick über relevante Social-Media-Dienste wie Blogs, Twitter, Flickr, YouTube und Facebook.
- Strategische Einordnung mittels des POST-Frameworks (People, Objectives, Strategy, Technology).
- Bewertung des Nutzens sozialer Netzwerke für Kultureinrichtungen (z.B. Reichweite, Dialog, Markenbranding).
- Anforderungen an eine authentische und dialogorientierte Social-Media-Kommunikation.
Auszug aus dem Buch
3. Praktische Grundlagen von Social Media
Im Folgenden sollen die wichtigsten Social-Media-Dienste und ihre Möglichkeiten im Überblick kurz dargestellt werden. Dabei möchte ich vor allem die Sozialen Netzwerke, insbesondere Facebook, herausstellen.
3.1. Weblogs
Ein Weblog oder Blog ist eine chronologisch strukturierte Website in Form eines modernen Tagebuchs (Logbuch), das von einem oder mehreren Bloggern, also Weblog-Autoren, zumeist öffentlich im Internet geführt wird. Durch die Möglichkeit die Beiträge zu kommentieren entsteht ein Austausch zwischen Boggern und Lesern oder den Lesern untereinander. Blogs bieten für Kultureinrichtungen weitreichende Möglichkeiten für Hintergrundberichte, einen Blick hinter die Kulissen, Interviews, Personenvorstellungen, Terminankündigungen usw., die in den klassischen Medien keinen Platz finden. Somit können sie das Image und das gewünschte Profil der Einrichtung authentisch unterstützen. Zudem bieten sie Raum für Feedback und können damit Verbesserungen anregen. Dabei sind sie sehr aktuell (sollten sie zumindest sein) und werden auch von Suchmaschinen leichter gefunden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Social Media im Alltag und für Kultureinrichtungen, motiviert durch hohe Nutzerzahlen und Reichweitenpotenziale.
2. Theoretische Grundlagen von Social Media: Dieses Kapitel skizziert den Medienwandel, die Veränderung des Kommunikationsverhaltens und die Bedeutung von Kommunikation und Beziehungen als zentrale Erfolgsfaktoren im Marketing.
3. Praktische Grundlagen von Social Media: Hier werden zentrale Dienste wie Weblogs, Micoblogs, Foto- und Videoportale sowie soziale Netzwerke hinsichtlich ihrer Anwendungsmöglichkeiten in der Kulturpraxis vorgestellt.
4. Entwicklung einer Social-Media-Strategie: Das Kapitel führt das POST-Framework als methodischen Ansatz zur strukturierten Planung und Zielsetzung von Social-Media-Aktivitäten ein.
5. Soziale Netzwerke (v.a. Facebook) und ihr Nutzen für Kultureinrichtungen: Hier werden spezifische Vorteile der Facebook-Nutzung wie Zielgruppenanalyse, Dialogaufbau und die Steigerung der Sichtbarkeit für Kulturbetriebe vertieft.
6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der Social Media als Dialoginstrument hervorgehoben wird, das eine strategische Herangehensweise und Authentizität erfordert.
Schlüsselwörter
Social Media, Kulturmanagement, Marketingmix, Facebook, Social-Media-Strategie, POST-Methode, Empfehlungsmarketing, Dialogorientierung, Zielgruppenanalyse, Weblogs, Vernetzung, Online-Kommunikation, Community-Management, Kultureinrichtungen, Markenbranding
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Kultureinrichtungen Social Media strategisch als Teil ihres Marketingmixes nutzen können, um die Beziehung zu ihrem Publikum zu intensivieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit deckt den theoretischen Medienwandel, die Vorstellung verschiedener Social-Media-Plattformen, strategische Planungsmethoden sowie den spezifischen Nutzen sozialer Netzwerke für den Kulturbetrieb ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Kultureinrichtungen aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen sie erfolgreich Social Media integrieren können, um über den reinen Informationsversand hinaus in einen echten Dialog mit dem Publikum zu treten.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Strategieentwicklung verwendet?
Die Arbeit nutzt das POST-Framework (People, Objectives, Strategy, Technology) als methodische Grundlage für eine strukturierte und zielgerichtete Planung von Social-Media-Maßnahmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer praktischen Übersicht verschiedener Social-Media-Dienste und einer detaillierten Erläuterung zur Strategieentwicklung sowie der Analyse des Nutzens von Plattformen wie Facebook.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Social Media, Kulturmanagement, POST-Methode, Empfehlungsmarketing, Dialoginstrumente und Zielgruppenorientierung.
Warum ist Facebook laut der Autorin besonders für Museen und Orchester interessant?
Facebook bietet durch seine enorme Reichweite, die detaillierte Auswertung von Nutzerdaten und die einfache Vernetzung mit anderen Medienkanälen eine optimale Plattform für eine zielgruppenspezifische Kommunikation und Kundenbindung.
Welche Rolle spielt das Personal bei der Social-Media-Strategie?
Das Personal ist laut Arbeit ein kritischer Erfolgsfaktor, da es nicht nur über Fachkenntnisse verfügen, sondern auch Freude am direkten, persönlichen Dialog mit dem Publikum haben sollte, der über klassische PR-Rhetorik hinausgeht.
- Quote paper
- Manuela Linn (Author), 2012, Social Media als erfolgreicher Bestandteil im Marketingmix von Kultureinrichtungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203799