Die soziolinguistische Untersuchung der Sprach- kommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion: Der Fall von Weißrussland.


Hausarbeit, 2004
15 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

0. Einführung

1. Die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext

2. Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation

3. Die Lücken in der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation

4. Der sozio-politische Kontext in Weißrussland

5. Die weißrussischen Untersuchungen im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit

6. Schluss

7. Literaturverzeichnis

Einführung

In dieser Hausarbeit wird das Thema der soziolinguistischen Untersuchung der Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion behandelt. Anhand des Artikels von Curt Woolhiser wird die soziolinguistische Situation und die Untersuchung in Weißrussland präsentiert.

Die Zweisprachigkeit in der Sowjetunion war das beste entwickelte Fach der Soziolinguistik vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Forscher bekamen die Unterstützung vom Staat in diesem Bereich, und deshalb unterlagen auch ihre Werke der großen Kontrolle. Diese Tatsche hatte einen großen Einfluss für die Entwicklung der Forschung.

Zuerst wird die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation, Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext präsentiert. Im zweiten Punkt wird auf die Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation eingegangen. Hier werden die Namen von den Forschern genannt und die Untersuchungen beschrieben. In dem dritten Punkt werden ganz kurz die Lücken in der sowjetischen Untersuchung erwähnt. Im vierten Punkt wird der sozio-politische Kontext in Weißrussland diskutiert. Man erfährt die Geschichte Weißrusslands. Im letzten Punkt werden die weißrussischen Untersuchungen im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit präsentiert.

1. Die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext.

Lencek berichtet, dass die sowjetische Schule der Soziolinguistik nicht nur für die eigene Traditionen wie (Zirmunskij, Boudouin de Courtenay, Scerba, Polivanov u.a.), sondern auch für die Werke der westlichen Forscher, besonders Amerikanischen Soziolinguisten wie Weinreich, Labov, Fischmann, Gumperz u.a. sich interessierte.

In den 70er Jahren bekam die Soziolinguistik eine Unterabteilung in der sowjetischen linguistischen Gemeinschaft. Die Untersuchung der Sprachkommunikation und der Zweisprachigkeit nahm eine wichtige Position in der sowjetischen Soziolinguistik. Es ist auch verständlich, weil genau diese Gebiete der Soziolinguistik, eine wichtige Rolle für die Politiker spielten. Lencek berichtet, dass die Entwicklung der sowjetischen Soziolinguistik völlig von der Politik abhängte. Z. B. die Geburt der sowjetischen Soziolinguistik kann man zur Entscheidung der 22 Kongress der Kommunistischen Partei zählen(1961). In diesem Jahr wurden auch die folgenden Organisationen gegeründet: Special Section of the Linguistic Institute of the USSR Academy of Sciences, the Scientific Council on Tendencies in the Evolution of National Languages in Connection with the Development of Socialist Nations.

Zum Ende der 60er Jahren hat Leonid Brezhnev seine Macht als Generalsekretär der Kommunistischen Partei verfestigt. Die Politik gegen die nicht-russischen Sprachen hat sich sehr verändert. Die russische Sprache wurde heftig gefördert. In Oktober 1969 gab Konferenz in Ashkhabad, Turkmenistan, die der Zwei-und Mehrsprachigkeit gewidmet wurde. In der Konferenz wurde die Meinung ausgesagt, dass die Mehrsprachigkeit als Hindernis für das Funktionieren der nationalen Sprachen dient und die intellektuelle Entwicklung der Kinder von Vorschul –und Schulalter verkrüppelt. Die Teilnehmer der Konferenz kritisierten dieses Konzept einstimmig. Die Verwirrung entstand deswegen, weil die westlichen Linguisten die Russen gewarnt hatten, dass die frühere Einführung des Russischen zu Semilingualismus führen kann, wenn zwei Sprachen nur teilweise erworben sind. Im 24 Kongress wurde entschieden, dass Russisch in allen Sphären des sowjetischen Lebens herrschend sein soll. Russisch wurde zur Sprache der internationalen Kommunikation.

In den 60er Jahren wurden die soziolinguistischen Untersuchungen im Bereich Zweisprachigkeit als Mittel der Sprachpolitiksteuerung. Wenn man die Werke dieser Zeit liest, kann man den Eindruck bekommen, dass alle Probleme der Sprache in der UdSSR gelöst sind. In den 80er Jahren erschienen die Werke, in denen die Ungleichheiten zwischen Russisch und lokalen Sprachen beschrieben wurden. Die Ungleichheiten bestanden sogar dann, wo die Russen zahlen mäßig übertrafen. Die andere Werke haben beschrieben, dass nicht nur die balancierte Zweisprachigkeit erreicht war, sondern auch language shift.Es gab auch mehr Studien zu diesem Thema zum Begin von Perestroika. In der Gorbachev Zeit behaupteten einige Linguisten aus den Republiken, dass universeller Bilingualismus negativen Einfluss auf die nationalen Sprachen hat. Viele Forscher konzentrierten sich auf die negativen Aspekte der sowjetischen Sprachpolitik. In 1987-1988 konnte die Konferenz zum Thema: Die Typologie der Mehr-und Zweisprachigkeit in der UdSSR“ nicht stattfinden, weil die baltischen Länder und die Ukraine sich weigerten an der Konferenz teilzunehmen. In den folgenden Konferenzen und Projekten waren auch die Forscher aus baltischen Ländern und aus der Ukraine schlecht anwesend.

Im Jahre 1990 fand die Sowjetisch- Jugoslawische Konferenz zum Thema „Sprachenfunktionalität in den multinationalen Staaten“. Das war das erste Beispiel der intensiven Zusammenarbeit von sowjetischen Soziolinguisten mit den ausländischen Kollegen.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion im 1991 hat die Situation für die Soziolinguisten völlig verändert. Ab diesem Zeitpunkt wird die soziolinguistische Forschung von jeder Republik getrennt geleitet.

2. Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation.

Die Untersuchung der Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation blieb konservativ in ihrer Methodik. Die meisten sowjetischen Forschungen über Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit unterteilen sich in zwei große Kategorien:

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die soziolinguistische Untersuchung der Sprach- kommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion: Der Fall von Weißrussland.
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V203816
ISBN (eBook)
9783656301844
ISBN (Buch)
9783656306153
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweisprechigkeit Weissrussland
Arbeit zitieren
Magister Antonina Funk (Autor), 2004, Die soziolinguistische Untersuchung der Sprach- kommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion: Der Fall von Weißrussland., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203816

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