In dieser Hausarbeit wird das Thema der soziolinguistischen Untersuchung der Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion behandelt. Anhand des Artikels von Curt Woolhiser wird die soziolinguistische Situation und die Untersuchung in Weißrussland präsentiert.
Die Zweisprachigkeit in der Sowjetunion war das beste entwickelte Fach der Soziolinguistik vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Forscher bekamen die Unterstützung vom Staat in diesem Bereich, und deshalb unterlagen auch ihre Werke der großen Kontrolle. Diese Tatsache hatte einen großen Einfluss für die Entwicklung der Forschung.
Zuerst wird die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation, Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext präsentiert. Im zweiten Punkt wird auf die Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation eingegangen. Hier werden die Namen von den Forschern genannt und die Untersuchungen beschrieben. In dem dritten Punkt werden ganz kurz die Lücken in der sowjetischen Untersuchung erwähnt. Im vierten Punkt wird der sozio-politische Kontext in Weißrussland diskutiert. Man erfährt die Geschichte Weißrusslands. Im letzten Punkt werden die weißrussischen Untersuchungen im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
0. Einführung.
1. Die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext.
2. Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation.
3. Die Lücken in der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation.
4. Der sozio-politische Kontext in Weißrussland.
5. Die weißrussischen Untersuchungen im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit.
6. Schluss.
7. Literaturverzeichnis.
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die soziolinguistische Entwicklung der Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion mit einem spezifischen Fokus auf der historischen und politischen Situation in Weißrussland sowie der dortigen Forschungslandschaft.
- Entwicklung und politischer Kontext der sowjetischen Soziolinguistik
- Methoden und Themen der sowjetischen Zweisprachigkeitsforschung
- Sozio-politischer Hintergrund und Sprachgeschichte Weißrusslands
- Überblick über weißrussische wissenschaftliche Untersuchungen
- Kritische Analyse von Sprachpolitik, Identität und Semilingualismus
Auszug aus dem Buch
Der sozio-politische Kontext in Weißrussland.
Besondere politische und linguistische Situation in der Republik und starke Abnahme von Gebrauch der weißrussischen Sprache in den offiziellen und alltäglichen Situationen, machte die soziolinguistischen Untersuchungen in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation zum Mittel für politisches Programm der Behörden und der nationalen Opposition. Weißrussland wurde als am meisten der russischen Kultur angepasste Republik betrachtet. Sogar die weißrussischen Berichterstatter behaupten, dass Weißrussland zum Testland der sowjetischen Theorie der Russifizierung wurde.
Die Existenz von Weißrussen als die getrennte Nation oder die linguistische Einheit wurde bis zum Ende des 19 Jahrhunderts nicht anerkannt. Nach der Bolshevik Revolution, wurde die weißrussische Sprache als offizielle deklariert(auch mit Russisch, Polnisch und Jiddisch). Zwischen 1920-1930 wurde literarisches Weißrussisch zum Mittel der offiziellen Kommunikation in der Republik. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von den Behörden Weißrussisch auf Russisch in allen Bereichen des Lebens ersetzt. Bis 80er Jahren gab es keine weißrussischsprachige Schule, nur 15% der Kinder(meistens in den ländlichen Gebieten) hatte die Möglichkeit in weißrussisch ihre Ausbildung zu bekommen.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einführung.: Vorstellung der Thematik der soziolinguistischen Forschung in der Sowjetunion unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Weißrussland.
1. Die Entwicklung der sowjetischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit und ihr politischer Kontext.: Analyse der Abhängigkeit soziolinguistischer Forschung von politischen Entscheidungen und der Förderung des Russischen als internationale Verkehrssprache.
2. Themen und Methoden der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation.: Untersuchung der konservativen methodischen Ansätze, die sich primär auf kontrastive Analysen und Interferenzphänomene konzentrierten.
3. Die Lücken in der sowjetischen Untersuchung in Zweisprachigkeit und Sprachkommunikation.: Aufzeigen des Mangels an Studien zu Themen wie Code-Switching und dem vollständigen Fehlen sozialpsychologischer Ansätze.
4. Der sozio-politische Kontext in Weißrussland.: Erläuterung der politischen Russifizierung und der daraus resultierenden Abnahme des weißrussischen Sprachgebrauchs im öffentlichen Leben.
5. Die weißrussischen Untersuchungen im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit.: Überblick über die spezifisch weißrussische Forschung, die sich von den 1970er Jahren bis zur Unabhängigkeit entwickelte.
6. Schluss.: Fazit über den Stand der Forschung und den fortbestehenden Einfluss politischer Faktoren auf die Soziolinguistik in der Region.
7. Literaturverzeichnis.: Auflistung der verwendeten Quellen, insbesondere des Artikels von Curt Woolhiser.
Schlüsselwörter
Soziolinguistik, Sowjetunion, Weißrussland, Zweisprachigkeit, Sprachkommunikation, Russifizierung, Sprachpolitik, Interferenz, Code-Switching, Semilingualismus, Sprachplanung, Identität, Spracheinstellungen, Sprachwandel, Belarus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der soziolinguistischen Forschung im Bereich Sprachkommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion und analysiert kritisch den spezifischen Fall von Weißrussland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die Abhängigkeit der Sprachforschung von politischer Steuerung, die Methoden der sowjetischen Linguistik sowie die sozio-politischen Auswirkungen der Russifizierung auf das Weißrussische.
Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die allgemeine Forschungssituation darzustellen und die sozialen sowie politischen Faktoren aufzuzeigen, die zur heutigen sprachlichen Situation in Weißrussland beigetragen haben.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Forschungsanalyse, insbesondere unter Heranziehung des Artikels von Curt Woolhiser, um die Entwicklung der soziolinguistischen Disziplin nachzuvollziehen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Kritik der sowjetischen Zweisprachigkeitsforschung, die Darstellung der politischen Geschichte Weißrusslands und eine chronologische Aufarbeitung lokaler Forschungsbeiträge.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Soziolinguistik, Russifizierung, Sprachpolitik, Zweisprachigkeit, Identität und Weißrussland.
Warum wird Weißrussland als „Testland“ der sowjetischen Russifizierung bezeichnet?
Der Text argumentiert, dass Weißrussland durch die drastische Abnahme des Gebrauchs der eigenen Sprache und die starke kulturelle Anpassung an Russland eine Schlüsselrolle in der sowjetischen Sprachpolitik einnahm.
Was versteht Zjanon Paznjak unter dem Begriff Semilingualismus?
Er definiert Semilingualismus als einen Zustand, in dem Personen durch den Gebrauch von Mischdialekten nicht fähig sind, sicher mit den Standardsystemen der Sprachen umzugehen, was zu Problemen bei Identität und intellektueller Entwicklung führen kann.
- Citar trabajo
- Magister Antonina Funk (Autor), 2004, Die soziolinguistische Untersuchung der Sprach- kommunikation und Zweisprachigkeit in der ehemaligen Sowjetunion: Der Fall von Weißrussland., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203816