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Auswirkung des Beitritts Russlands zur WTO auf die Öl- und Gasindustrie in Russland

Titel: Auswirkung des Beitritts Russlands zur WTO  auf die Öl- und Gasindustrie in Russland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 31 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anastasia Kireeva (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 21.07.2012 hat der russische Präsident Wladimir Putin den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt (vgl. Welt 2012, Blick.ch 2012, mercur-online.de 2012). Ab dem 22.08.2012 ist Russland offiziell der 156. Mitgliedstaat der WTO (Handelsblatt, v. 21.08.2012). Zurück bleiben die längsten Verhandlungen in der Geschichte der WTO (18 Jahre) mit einer Rekordanzahl der daran teilnehmenden Mitgliedsländern (ITC 2012). Der Beitritt Russlands zur WTO lässt sich unter vielen Gesichtspunkten betrachten. Für den Zweck dieser Arbeit sind besonders zwei hervorzuheben. Auf der einen Seite bedeutet der WTO-Beitritt für Russland einen wichtigen Schritt zu stärker Liberalisierung und Integration in die Weltwirtschaft (vgl. Feiguine 2005). Russland ist nun Mitglied fast aller wichtigsten internationalen Organisationen: WTO (seit 2012), Vereinte Nationen, GUS (seit 1991), IWF, IBRD, Weltbank (seit 1992), Europarat (seit 1996), APEC (seit 1998), BRICS (seit 2009) (vgl. Auswärtiges Amt 2012), was alleine als Beweis einer globalisierungsorientierten Ausrichtung der Wirtschaftspolitik (vgl. Feiguine 2005, S.1) gesehen werden könnte. Es stellt sich die Frage, ob der WTO-Beitritt nun endlich die Bereitschaft Russlands zur Einführung von Marktmechanismen in den wirtschaftlich und politisch wichtigen Öl- und Gassektoren ausdrücken soll. Auf der anderen Seite bedeutet der Beitritt Russlands für die WTO selbst, dass sie nun zum größten internationalen Zusammenschluss der Erdöl und Erdgas exportierenden Länder wird, der 85% aller Exporteure dieser Rohstoffe vereint. Zum Vergleich, verfügen die bestehenden Branchenvereine – OPEC, internationale Energieagentur und das Forum der Gas exportierenden Länder –gemeinsam über einen Anteil von 70% (vgl. Weisberg 2012). Nichtdestotrotz werden „Erdgas“ und „Erdöl“ im Regelwerk von WTO nirgendwo explizit erwähnt (vgl. Weisberg 2012, Marceau 2011), was die Frage aufwirft, welchen Spielraum die WTO-Regelungen für einen Exporteur von Öl und Gas bieten und mit welchen Implikationen für den Staat und die Unternehmen der Branche rechnen müssen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Teil: Grundlegende Prinzipien und Mechanismen der WTO im Bereich Öl und Gasindustrie

1.1. Allgemeine Informationen zur WTO und Reglements der WTO im Bereich Öl- und Gasindustrie

1.2. Mögliche Schutzmaßnahmen der WTO-Mitgliedländer im Bereich Öl- und Gasindustrie

2.Teil: Die durch den WTO-Beitritt hervorgerufenen Änderungen insbesondere im Bereich Öl- und Gasindustrie

2.1. Die von Russland durchgeführten Vorbereitungsmaßnahmen für den Beitritt zur WTO im Bereich Öl- und Gasindustrie

2.2. Die von Russland für den Beitritt zur WTO eingegangenen Verpflichtungen insbesondere im Bereich Öl- und Gasindustrie

3.Teil: Kritische Würdigung der Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf die Öl- und Gasindustrie

3.1. Mögliche Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf die Unternehmen der Öl- und Gasindustrie Russlands

3.2. Mögliche Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf Budgeteinnahmen aus der Öl- und Gasindustrie

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf die Öl- und Gasindustrie, insbesondere im Hinblick auf die Vorteile und Nachteile für das Land als bedeutender Energieexporteur. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welchen Spielraum die WTO-Regelungen für Russland in diesem Sektor bieten und welche Implikationen für Staat und Unternehmen zu erwarten sind.

  • Analyse der WTO-Prinzipien im Kontext der Öl- und Gasindustrie
  • Untersuchung der russischen Vorbereitungsmaßnahmen und eingegangenen Verpflichtungen
  • Kritische Würdigung der Folgen für russische Öl- und Gasunternehmen
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Budgeteinnahmen des russischen Staates

Auszug aus dem Buch

1.1. Allgemeine Informationen zur WTO und Reglements der WTO im Bereich Öl- und Gasindustrie

Die Welthandelsorganisation (WTO) entstand aus dem 1947/1948 geschlossenen GATT (General Agreement on Tariffs and Trade). Das Ziel von GATT bestand in der schrittweisen Liberalisierung der Welthandelbeziehungen mit Hilfe der sogenannten Welthandelsrunden, wobei die Mitgliedsstaaten Verhandlungen über Zölle und nach den 70er Jahren zudem über den Abbau der nichttarifären Handelsbarrieren führten (vgl. Dingwerth/Blauberger/Schneider 2011, S.113-114).

In Reaktion auf die wachsende Neigung etlicher Staaten zu protektionistischen Maßnahmen, bedingt durch die zunehmende Globalisierung, wurde GATT durch die 1995 neu gegründete WTO ergänzt (vgl. Dingwerth/Blauberger/Schneider 2011, S.114) und in seiner Rolle als internationale Institution ersetzt (vgl. WTO 2011, S.19) . Dabei wurde GATT um zwei zusätzliche Abkommen inhaltlich erweitert – GATS (General Agreement on Trade in Services) und TRIPS (Trade-Related Intellectual Property Rights). Das Neue bei der WTO im Vergleich mit GATT ist das wirksamere Streitbeilegungsverfahren (vgl. Dingwerth/Blauberger/Schneider 2011, S.114). Darüber hinaus liegen die Revision der Handelspolitik und die Zusammenarbeit mit IMF (International Monetary Fund) und World Bank in der Kompetenz der WTO (vgl. Head 2008, S.145).

Das Regelwerk der WTO lässt sich als Struktur aus sechs Elementen sehr überschaubar darstellen, obwohl die der WTO zugrunde liegenden Ergebnisse der Uruguay-Runde mehr als 60 Verträge, Ergänzungen und Anhänge enthalten (vgl. WTO 2011, S.24):

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in den WTO-Beitritt Russlands und die damit verbundene Relevanz für den globalen Öl- und Gassektor.

1.Teil: Grundlegende Prinzipien und Mechanismen der WTO im Bereich Öl und Gasindustrie: Darstellung der WTO-Strukturen und der Anwendbarkeit des Regelwerks auf den Öl- und Gasbereich sowie mögliche Schutzmechanismen.

2.Teil: Die durch den WTO-Beitritt hervorgerufenen Änderungen insbesondere im Bereich Öl- und Gasindustrie: Analyse der gesetzlichen Vorbereitungen Russlands und der spezifischen Beitrittsverpflichtungen.

3.Teil: Kritische Würdigung der Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf die Öl- und Gasindustrie: Bewertung der ökonomischen Konsequenzen für Unternehmen und die staatlichen Budgeteinnahmen.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass der Beitritt primär als Kompromiss gewertet werden kann, wobei Russland nationalen Kontrollspielraum bewahrt.

Schlüsselwörter

Russland, WTO, Welthandelsorganisation, Ölindustrie, Gasindustrie, Beitritt, Außenhandel, Zollpolitik, Exportzölle, Subventionen, Dual Pricing, Energiepolitik, Budgeteinnahmen, Liberalisierung, Welthandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen und politischen Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands auf den für das Land zentralen Öl- und Gassektor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten gehören die WTO-Regelwerke, die russischen Anpassungsgesetze, Import- und Ausfuhrzölle sowie die staatliche Subventionspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welche Vor- und Nachteile die WTO-Mitgliedschaft für ein auf Rohstoffexporte spezialisiertes Land wie Russland mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Hausarbeit, die auf einer Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten zu BIP, Exporten und Budgeteinnahmen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der WTO-Prinzipien, die spezifischen Beitrittsverpflichtungen Russlands und eine kritische Würdigung der Auswirkungen auf Unternehmen und Staatsbudget.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Russland, WTO, Öl- und Gasindustrie, Exportzölle, Subventionen und Energiepolitik.

Warum wird Öl und Gas im WTO-Regelwerk nicht explizit erwähnt?

Da es keine separaten Übereinkommen für diese Rohstoffe gibt, werden sie unter den allgemeinen GATT/WTO-Regelungen für den Handel mit Gütern behandelt.

Wie bewertet die Autorin den Einfluss des WTO-Beitritts auf russische Energieunternehmen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Beitritt keine entscheidenden negativen Auswirkungen auf die Unternehmen haben wird, da Russland weiterhin Spielräume in der nationalen Kontrolle beibehält.

Was bedeutet "Dual Pricing" im Kontext der Arbeit?

Es bezieht sich auf die Praxis niedrigerer inländischer Energiepreise im Vergleich zum Weltmarkt, was aus Sicht der WTO oft als widersprüchlich oder subventionsähnlich betrachtet wird.

Welche Rolle spielen die Budgeteinnahmen in der Analyse?

Da der Öl- und Gassektor eine bedeutende Einnahmequelle für das russische Budget darstellt, wurde untersucht, wie sich die WTO-konformen Handelsbedingungen und Exportzölle langfristig auf diese Einnahmen auswirken könnten.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkung des Beitritts Russlands zur WTO auf die Öl- und Gasindustrie in Russland
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Autor
Anastasia Kireeva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V203978
ISBN (eBook)
9783656302537
ISBN (Buch)
9783656302612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkung beitritts russlands gasindustrie russland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anastasia Kireeva (Autor:in), 2012, Auswirkung des Beitritts Russlands zur WTO auf die Öl- und Gasindustrie in Russland , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203978
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Leseprobe aus  31  Seiten
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