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Einsatz von Textnachrichten (SMS) als Erinnerung an die Blutzuckerkontrolle zur Verbesserung der Adherence und der metabolischen Stoffwechsellage (HbA1c) bei juvenilen Diabetikern

Título: Einsatz von Textnachrichten (SMS) als Erinnerung an die Blutzuckerkontrolle zur Verbesserung der Adherence und der metabolischen Stoffwechsellage (HbA1c) bei juvenilen Diabetikern

Trabajo , 2010 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Diplommedizinpädagoge, Diplomsportlehrer Uwe Schwender (Autor), Viola Domko (Autor)

Medicina - Otros
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In den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts wurden die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung von Diabetikern enorm weiterentwickelt und verbessert. Die Effekte dieser Entwicklung bezüglich Morbidität und Mortalität blieben jedoch teilweise weit hinter den Erwartungen zurück. Als ein wesentlicher Faktor für die Misserfolge bei der Behandlung konnte die geringe Übereinstimmung zwischen dem Alltagsverhalten der Patienten und dem medizinisch gewünschten Verhalten identifiziert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemhintergrund

1.1 Einordnung des Themas in wissenschaftliche Diskurse

1.2 Behandlungsstrategien und Schulungsprogramme

1.3 Forschungsstand zu Adherence und telemedizinischen Interventionsmaßnahmen

2 Arbeitsdefinitionen und Operationalisierung

3 Fragestellungen und erwartete Ergebnisse

4 Untersuchungsmethodik

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieses Forschungsprojektes ist es zu untersuchen, ob der Einsatz von mehrmals täglich gesendeten SMS-Erinnerungen bei juvenilen Diabetikern zu einer Verbesserung des Blutzuckermessverhaltens und der metabolischen Stoffwechsellage (HbA1c) führt, sowie die Akzeptanz dieser Intervention zu evaluieren.

  • Effektivität von SMS-basierten Erinnerungen im Diabetes-Alltag
  • Einfluss der Adherence auf die Stoffwechsellage
  • Herausforderungen der Diabetestherapie bei Jugendlichen
  • Methodik der telemedizinischen Interventionsforschung
  • Akzeptanz digitaler Kommunikationstechnologien bei jungen Patienten

Auszug aus dem Buch

1.1 Einordnung des Themas in wissenschaftliche Diskurse

In den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts wurden die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung von Diabetikern enorm weiterentwickelt und verbessert. Die Effekte dieser Entwicklung bezüglich Morbidität und Mortalität blieben jedoch teilweise weit hinter den Erwartungen zurück. Als ein wesentlicher Faktor für die Misserfolge bei der Behandlung konnte die geringe Übereinstimmung zwischen dem Alltagsverhalten der Patienten und dem medizinisch gewünschten Verhalten identifiziert werden.

Pankofer und Schandry (1994) zeigten durch ihre Untersuchungsergebnisse, dass insbesondere bei chronischen Erkrankungen mit geringer subjektiver Symptomatik und wenig wahrgenommenen Beschwerden erhebliche Probleme in der Realisierung von einer veränderten Lebensweise auftraten. In besonderem Maße trifft dies für die Therapie des Diabetes mellitus zu, die sich nicht nur auf die Einnahme von Arzneimitteln beschränkt, sondern weite Bereiche der Ernährungs- und Lebensweise umfasst. Darüber hinaus konnte eine Vielzahl von Forschungsarbeiten (Herzer und Hood 2009, Jarosz-Chobot et al. 2000, Bryden et al. 1999, Noeker 1998) den Nachweis erbringen, dass die Adherence bei juvenilen Diabetikern häufig unzureichend ist.

Hochrechnungen zufolge, die auf den Zahlen der regionalen Diabetesregister beruhen, sind in Deutschland in der Altersgruppe der unter 18-jährigen etwa 25000 Kinder und Jugendliche am Typ 1 Diabetes erkrankt (Rosenbauer et al. 2002). Weltweit wird seit einigen Jahren über eine kontinuierliche Zunahme dieses Diabetestyps berichtet (The DIAMOND Project Group 2006; Green u. Patterson 2001; EURODIAB ACE Study Group 2000). So registrierten Onkamo et al. (1999) in ihren Untersuchungen bereits für den Zeitraum von 1960-1996 eine weltweite Steigerung der Inzidenzrate des Diabetes mellitus Typ-1. Der internationale Anstieg von Neuerkrankungszahlen beim Typ-1- Diabetes (Erstmanifestation ≤ 14 Jahre) konnte auch für die Zeitspanne von 1990-1999 durch eine von der WHO initiierten Studie (The DIAMOND Project Group 2006) beobachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemhintergrund: Dieses Kapitel beschreibt die medizinischen Herausforderungen der Diabetes-Therapie bei Jugendlichen und ordnet das Problem der mangelnden Adherence wissenschaftlich ein.

2 Arbeitsdefinitionen und Operationalisierung: Hier wird der Paradigmenwechsel vom paternalistischen Compliance-Begriff hin zum partizipativen Adherence-Modell definiert und operationalisiert.

3 Fragestellungen und erwartete Ergebnisse: Dieses Kapitel formuliert die Forschungsfragen zur SMS-Intervention und stellt die aufgestellten Hypothesen zur Wirksamkeit und Akzeptanz vor.

4 Untersuchungsmethodik: Hier wird das Studiendesign erläutert, insbesondere die randomisierte kontrollierte Durchführung und die Auswahlkriterien der Probandenstichprobe.

Schlüsselwörter

Diabetes mellitus, Adherence, juvenile Diabetiker, Typ-1-Diabetes, telemedizinische Intervention, SMS-Erinnerung, HbA1c, Stoffwechsellage, Blutzuckerkontrolle, Gesundheitswesen, Patientenmanagement, digitale Gesundheitsanwendungen, klinische Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Mobilfunktechnologie, speziell Textnachrichten (SMS), um bei jungen Menschen mit Diabetes Typ 1 die Einhaltung der notwendigen Blutzuckerkontrollen zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Diabetestherapie bei Jugendlichen, moderne Kommunikationstechnologien in der Medizin, Adherence-Forschung und telemedizinische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszufinden, ob tägliche SMS-Erinnerungen die Frequenz und Regelmäßigkeit von Blutzuckermessungen verbessern und ob sich dies positiv auf den HbA1c-Wert auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine randomisierte kontrollierte Studie eingesetzt, bei der Probanden in eine Interventionsgruppe mit SMS-Erinnerungen und eine Kontrollgruppe ohne Intervention eingeteilt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den wissenschaftlichen Hintergrund, die Abgrenzung von Begriffen wie Compliance und Adherence, die Hypothesenbildung sowie die detaillierte Beschreibung des geplanten Versuchsablaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Diabetes, juvenile Diabetiker, Adherence, SMS-Intervention und telemedizinische Unterstützung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich "Adherence" von "Compliance"?

Während Compliance oft mit Unterwürfigkeit und bloßem Befolgen verbunden ist, impliziert Adherence die aktive, partizipative Einbeziehung des Patienten in den Therapieprozess.

Warum ist das Jugendalter für die Diabetes-Therapie besonders kritisch?

Jugendliche stehen vor physiologischen und psychologischen Veränderungen, wie Hormonschwankungen und Identitätskrisen, die eine regelmäßige Krankheitsbewältigung erschweren und die Adherence mindern können.

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Detalles

Título
Einsatz von Textnachrichten (SMS) als Erinnerung an die Blutzuckerkontrolle zur Verbesserung der Adherence und der metabolischen Stoffwechsellage (HbA1c) bei juvenilen Diabetikern
Universidad
Studies at the Charité - Universitätsmedizin Berlin  (Institut für Medizin-/ Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft)
Curso
Fachdidaktisches Hauptseminar - Medizinpädagogik
Calificación
1,0
Autores
Diplommedizinpädagoge, Diplomsportlehrer Uwe Schwender (Autor), Viola Domko (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
23
No. de catálogo
V203998
ISBN (Ebook)
9783656309093
ISBN (Libro)
9783656309383
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendliche SMS Telemedizin Compliance Adhärenz Adherence Handy Diabetes mellitus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplommedizinpädagoge, Diplomsportlehrer Uwe Schwender (Autor), Viola Domko (Autor), 2010, Einsatz von Textnachrichten (SMS) als Erinnerung an die Blutzuckerkontrolle zur Verbesserung der Adherence und der metabolischen Stoffwechsellage (HbA1c) bei juvenilen Diabetikern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203998
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