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Jäger der verlorenen Schlagzeile - Das Bild des Journalisten im Spielfilm der 90er Jahre

Title: Jäger der verlorenen Schlagzeile - Das Bild des Journalisten im Spielfilm der 90er Jahre

Thesis (M.A.) , 2002 , 257 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Uwe Sperlich (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Summary Excerpt Details

[...] Daneben beschäftigt sich die Literaturwissenschaft mit der Textualität von Kinofilmen,
die Theaterwissenschaft widmet sich der Dramaturgie und Schauspielführung,
die Amerikanistik untersucht vorrangig den US-amerikanischen Film im
Hinblick auf kulturgeschichtliche Aspekte und in der Musikwissenschaft wird die
Funktion und Wirkung der Filmmusik diskutiert. Gerade ein Fach, das sich als
interdisziplinäre Sozialwissenschaft versteht und sich häufig soziologischer, psychologischer oder politologischer Aspekte zur Klärung komplexer Fragestellungen
bedient6, sollte die Bedeutung des Films nicht unterschätzen.
Journalisten tauchen in den unterschiedlichsten Filmgenres auf. Aus Sicht der
Kommunikationswissenschaft wird es dann interessant, wenn ein Journalist oder
eine Journalistin eine zentrale Rolle in einem Film einnimmt und durch sein/ ihr
journalistisches Handeln die Geschichte des Films direkt oder indirekt beeinflusst. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Bild der Journalisten im Spielfilm
der 90er Jahre. Im theoretischen Teil wird die Grundlage für die Untersuchung
gelegt indem zuerst das Berufsbild „Journalist“, sowie häufig verwendete Begriffe
wie „Image“ und „Stereotyp“ kurz umrissen werden. Danach wird der Untersuchungsgegenstand
„Film“ eingegrenzt. Daran schließt sich ein kurzer Überblick
über die Geschichte des Journalisten im Spielfilm, sowie die nicht zu vernachlässigende
Genrediskussion an. Danach werden mehrere mögliche theoretische
Herangehensweisen an das Medium Film dargestellt. Im empirischen Teil werden
zuerst die Forschungsfragen formuliert, danach das Forschungsdesign erläutert.
Nach den Filmanalysen folgt eine Darstellung der Ergebnisse, sowie deren kritische
Diskussion.
Die Arbeit hat ihren kommunikationswissenschaftlichen Problembezug, denn sie
versteht sich als Beitrag zur Journalismusforschung, sowie als eine Fortführung
bisheriger Untersuchungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Theoretischer Teil

2. Beruf: Journalist – Image, Stereotypen und Vorurteile

2.1. Beruf: Journalist

2.2. Begriffsklärung: Image – Stereotyp – Vorurteil

2.3. Die Rolle der Medien bei der Imagebildung

2.3.1. Medien-Image und öffentliches Image

2.3.2. Funktionen von Medien-Images

3. Gegenstandseingrenzung Kino – Film – Spielfilm

3.1. „Film“, „Movie“ und „Cinéma“

3.2. „Film“ und „Spielfilm“

3.3. Der Film im Kommunikationsprozess – Filmanalyse

4. Die Thematisierung des Journalisten im Film

4.1. Der Stummfilm

4.2. Die Goldene Ära

4.3. Der Niedergang

4.4. Die Neue Welle

4.5. Zusammenfassung

5. Der Journalistenfilm: Genre oder kein Genre?

5.1. Der Begriff „Genre“

5.2. Abgrenzung Journalistenfilme – Filme mit Journalisten

5.3. Bisheriger Forschungsstand

6. Dramaturgiekonzepte und Narrrationstheorien

6.1. Das Paradigma nach Syd Field

6.1.1. Modellbeschreibung

6.1.2. Kritik

6.2. Narrationstheorie nach Bordwell

6.2.1. Merkmale der „Classical Narration“

6.2.2. Die Bedeutung der Story

6.2.3. Kritik

6.3. Die Schlüsselszene

6.4. Zusammenfassung

Empirischer Teil

7. Forschungsfragen

7.1. Forschungsleitfrage

7.2. Weitere Forschungsfragen

8. Untersuchungsdesign

8.1. Filmkritik vs. Filmanalyse vs. Inhaltsanalyse

8.1.1. Filmkritik

8.1.2. Inhaltsanalyse

8.1.3. Filmanalyse

8.2. Methode: Kombinierte Dramaturgie- und Filmanalyse

8.3. Vorgehensweise

8.4. Untersuchungszeitraum

8.4.1. Problematik der Eingrenzung auf Jahrzehnte

8.4.2. Gründe für die Beschränkung auf die 90er Jahre

8.5. Kriterien für die Filmauswahl

8.6. Filmauswahl

8.6.1. Dominanz von US-Filmen gegenüber deutschen Produktionen

8.6.2. Ausgrenzung von Fernsehfilmen

9. Filmanalysen

9.1. Schtonk! (1992)

9.2. Hero (1992)

9.3. The Paper (1994)

9.4. I Love Trouble (1994)

9.5. Up Close & Personal (1996)

9.6. The People Vs. Larry Flynt (1996)

9.7. Mad City (1997)

9.8. Welcome To Sarajevo (1997)

9.9. Tomorrow Never Dies (1997)

9.10. True Crime (1999)

9.11. The Insider (1999)

9.12. Almost Famous (2000)

10. Ergebnisdiskussion

10.1. Alte Stereotypen in neuem Gewand: I Love Trouble, The Paper, Up Close & Personal und True Crime

10.2. Medien ohne Moral: Schtonk!, Hero, Mad City und Tomorrow Never Dies

10.3. Journalisten am Wendepunkt ihres Lebens: The People Vs. Larry Flynt, Welcome to Sarajevo, The Insider und Almost Famous

11. Ausblick

12. Literaturverzeichnis

13. Anhang

13.1. Filmprotokolle

13.2. Stab-/Besetzungslisten der untersuchten Filme

13.3. Filmographie – Journalisten im Film der 90er Jahre

13.4. Glossar

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Bild des Journalisten im Spielfilm der 1990er Jahre. Ziel ist es, mittels einer kombinierten Dramaturgie- und Filmanalyse zu ergründen, wie Spielfilme über Journalisten narrativ strukturiert sind und welche Auswirkungen dies auf die Darstellung und Charakterisierung dieser Berufsgruppe hat.

  • Analyse der narrativen Strukturen und dramaturgischen Konzepte in Journalistenfilmen
  • Untersuchung von Rollenstereotypen und deren Entwicklung im Vergleich zur Filmgeschichte
  • Differenzierung zwischen expliziten Journalistenfilmen und Filmen, die Journalisten nur als Nebenfiguren nutzen
  • Kritische Diskussion der Medienbilder und ihrer Wirkung auf das öffentliche Verständnis journalistischer Arbeit

Auszug aus dem Buch

Dramaturgischer Aufbau: Mad City (1997)

Das zentrale Motiv des Protagonisten Max Brackett ist, dass er wieder seinen alten Posten beim Sender CTN in New York bekommen möchte, ganz gleich auf welche Art und Weise. Er sieht eine Chance, sein Ziel zu verwirklichen, als es zu der Geiselnahme im Museum kommt. Er will daher die Situation so lange wie möglich unter Kontrolle halten und für seine Zwecke nutzen. Im Laufe der Handlung gleiten ihm die Zügel jedoch zunehmend aus der Hand, was sich am Dramaturgieaufbau des Films nachvollziehen lässt.

Der Film beginnt mit einem geschickt montierten Prolog, in dem man in mehreren Close-ups sieht, wie eine Bank von mehreren Personen beobachtet wird, während einige Geräte montiert werden. Die Geräte lassen sich zunächst nicht identifizieren. Dafür hört man vor allem ein Klicken, sowie das Einrasten von Metallteilen, ähnlich wie bei einer Waffe. Alles hat zunächst den Anschein eines Banküberfalls, doch die Beobachter entpuppen sich als Kamerateam eines lokalen Senders, die ihr Interviewopfer jedoch ähnlich überfallartig konfrontieren. In dieser Eröffnungssequenz legt der Film bereits seinen Grundtenor fest. Eine Aussage des Film ist schon nach dieser Szene erkennbar: Die Kamera ist die Waffe des Reporters, die ebenso gefährlich sein kann, wie die Waffe eines Bankräubers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik der Darstellung von Journalisten im Film und Begründung des kommunikationswissenschaftlichen Interesses.

2. Beruf: Journalist – Image, Stereotypen und Vorurteile: Theoretische Fundierung der Begriffe Image und Stereotyp sowie Analyse des journalistischen Berufsbildes.

3. Gegenstandseingrenzung Kino – Film – Spielfilm: Definition der filmischen Begriffe und Einordnung des Mediums Film im Kommunikationsprozess.

4. Die Thematisierung des Journalisten im Film: Historischer Überblick über die Entwicklung der Journalistenfigur in verschiedenen Filmepochen.

5. Der Journalistenfilm: Genre oder kein Genre?: Diskussion der Genrefrage und theoretische Abgrenzung von Journalistenfilmen zu Filmen mit Journalisten.

6. Dramaturgiekonzepte und Narrrationstheorien: Vorstellung dramaturigischer Modelle (Syd Field, David Bordwell) zur Analyse der Filmstruktur.

7. Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Forschungsleitfragen für den empirischen Analyseteil.

8. Untersuchungsdesign: Erläuterung der angewandten Untersuchungsmethoden und der Kriterien für die Filmauswahl.

9. Filmanalysen: Detaillierte Analyse der ausgewählten zwölf Filme des Untersuchungszeitraums.

10. Ergebnisdiskussion: Zusammenfassende Interpretation der Analyseergebnisse und Einordnung in die zentralen Thematiken.

11. Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des Journalistenbildes.

Schlüsselwörter

Journalistenfilm, Spielfilm, 90er Jahre, Filmanalyse, Journalismusforschung, Dramaturgie, Syd Field, Stereotyp, Imagebildung, Medienkritik, Kommunikation, Kommunikator, investigative Recherche, Hollywood, Filmgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bild und die Darstellung von Journalisten in Spielfilmen der 1990er Jahre.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die dramaturgische Struktur dieser Filme, die Charakterisierung der journalistischen Figuren sowie die Frage, ob der Journalistenfilm ein eigenständiges Genre bildet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, wie Filme über Journalisten aus den 90er Jahren aufgebaut sind und welche Konsequenzen diese dramaturgischen Entscheidungen für das vermittelte Berufsimage haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kombinierte Methode aus Dramaturgie- und Filmanalyse, schwerpunktmäßig basierend auf dem Modell von Syd Field.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zur Journalismusforschung und Filmtheorie enthält der Hauptteil die systematische Analyse von zwölf ausgewählten Spielfilmen, darunter bekannte Titel wie *The Insider* oder *Almost Famous*.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Journalistenfilm, Dramaturgie, Stereotyp, Imagebildung und Medienkritik.

Warum wird der "Journalistenfilm" kritisch hinterfragt?

Weil in der Filmwissenschaft kein einheitliches, konstitutives Bewusstsein darüber existiert, was ein "reiner" Journalistenfilm ist, und viele Filme journalistische Motive nur als Handlungsträger nutzen.

Welche Rolle spielt die "Schlüsselszene" in der Analyse?

Der Autor definiert die Schlüsselszene als einen dramaturgischen Kernpunkt, der weit über einen gewöhnlichen "Plot Point" hinausgeht und für das Verständnis der filmischen Aussage entscheidend ist.

Excerpt out of 257 pages  - scroll top

Details

Title
Jäger der verlorenen Schlagzeile - Das Bild des Journalisten im Spielfilm der 90er Jahre
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft (ZW))
Grade
2,5
Author
Uwe Sperlich (Author)
Publication Year
2002
Pages
257
Catalog Number
V20401
ISBN (eBook)
9783638242820
ISBN (Book)
9783656231967
Language
German
Tags
Jäger Schlagzeile Bild Journalisten Spielfilm Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Sperlich (Author), 2002, Jäger der verlorenen Schlagzeile - Das Bild des Journalisten im Spielfilm der 90er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20401
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