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Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht

Titre: Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht

Thèse de Bachelor , 2012 , 60 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jenny Krone (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Institution Schule ist kein ausbalanciertes oder statisches System, sondern ein lebendiges, welches sich durch Adaptionen ständig verändert. Derzeit befindet sich das deutsche Bildungssystem in einer Phase der Umgestaltung. Waren bisher Regel- und Sonderschulen weit verbreitet, stehen sie nun in der Diskussion über eine gleichberechtigte Teilhabe am Bildungssystem. Mit dem Inkrafttreten der Behindertenrechtskonventionen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist das inklusive Bildungssystem zum Leitbild der Bildungspolitik geworden. Die Institution Schule besitzt dahingehend einen spezifischen Bildungsauftrag. Sie stellt sich einerseits der Herausforderung des Lehrens, sprich der Vermittlung von Wissen und Können, andererseits steht sie in der Pflicht ihren Schülern1 zu mündigen, verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu verhelfen. Die Institution muss dabei berücksichtigen, dass die Schüler eine Vielfalt unterschiedlicher Lernvoraussetzungen, Lernerfahrungen und Lernmöglichkeiten mitbringen. Sie sollte dahingehend eine Chancengleichheit für alle bieten, differenziert arbeiten, Fähigkeiten fördern und Werte im Unterricht gezielt vermitteln, um zur Sozialisation und Qualifikation der jungen Menschen beizutragen. Im Kontext dessen sind besonders die Elemente interessant, die nicht nur zum bloßen Unterricht zählen, sondern dazu beitragen den Schulalltag zu gestalten und auszuschmücken, um ein lernförderliches Klima zu schaffen.
Die vorliegende Arbeit ergründet das Potenzial des Ritualhandelns für den inklusiven Unterricht. Schwerpunktmäßig wird dabei der Übergang vom Elementarbereich zum Primarbereich thematisiert, der eine sensible Phase darstellt und darüber entscheiden kann, wie Kinder die Institution Schule langfristig erleben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung und Ziel der Untersuchung

3. Zur Einführung – was sind Rituale?

3.1 Begriffsklärung

3.2 Abgrenzung des Begriffs zu anderen Termini

3.3 Victor Turners Ritualtheorie

3.4 Zur Aktualität des Ritualbegriffs – Forschungsstand

4. Rituale im schulischen Kontext

4.1 Über die Einführung von Ritualen

4.2 Eigenschaften schulischer Rituale

4.3 Problemstellen beim Einsatz von Ritualen

5. Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht

5.1 Anforderungen an den inklusiven Unterricht

5.2 Rituale im inklusiven Unterricht – eine Fallstudie

5.2.1 Hospitation an der Schule Dempwolffstraße

5.2.2 Methodisches Vorgehen und Ziel der Untersuchung

5.2.3 Beobachtungssituation: Rituale der Klasse 1c

5.2.4 Resümee der Lehrerinterviews

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Ritualhandelns zur Unterstützung des inklusiven Unterrichts, insbesondere in der Schuleingangsphase, und prüft, inwieweit Rituale zu einem positiven Schulklima und zur Etablierung eines inklusiven Charakters in allgemeinbildenden Schulen beitragen können.

  • Theoretische Fundierung des Ritualbegriffs
  • Anforderungen an inklusiven Unterricht und die Rolle von Ritualen
  • Empirische Untersuchung mittels Fallstudie (Hospitation und Interviews)
  • Reflexion von Chancen und Risiken ritueller Handlungen im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

3. Zur Einführung – was sind Rituale?

In fast allen Lebensbereichen lassen sich Rituale finden, unser Alltag steckt voll von ihnen und doch lässt sich die Frage nach dem was ein Ritual ist nur schwer beantworten. Der Begriff Ritual impliziert vielfältige Auslegungsspielräume, möchte man sich allerdings tiefer gehend mit Ritualen beschäftigen, reichen Alltagsdefinitionen meist nicht aus, da sie unklar formuliert, diffus und in ihrer Bedeutung unbestimmt sind. Der Begriff Ritual ist in einem solch hohem Maß (themen-) übergreifend und vielseitig, dass es Schwierigkeiten bereitet, ihn auf eine Definitionseinheit zu reduzieren, beziehungsweise Deutungsmuster zu einem Dogma zu erheben. Wichtig erscheint das Bezugssystem, unter dem Rituale betrachtet werden.

3.1 Begriffsklärung

Laut Duden lässt sich der Begriff Ritual auf das lateinische Wort „ritualis“ zurückführen. Übersetzt bedeutet dies den Ritus, eine religiöse Vorschrift, betreffend (vgl. DUDEN 2012, Suchbegriff: Ritual). Weiterführend beschreibt der Duden Rituale als ein „wiederholtes, immer gleichbleibendes, regelmäßiges Vorgehen nach einer festen Ordnung“ (ebd. 2012). Daran wird deutlich, dass der Begriff heutzutage nicht ausschließlich im religiösen Zusammenhang benutzt wird, sondern weitaus allgemeiner, wobei die Akzente der Definitionsansätze in der Fachliteratur unterschiedlich gesetzt werden. Zugleich sei damit angesprochen, dass der Terminus Ritual seit geraumer Zeit Einzug in verschiedene wissenschaftliche Disziplinen erhält und an Bedeutung gewinnt (siehe Kapitel 3.4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Umgestaltungsphase des deutschen Bildungssystems ein und begründet das Forschungsinteresse am Potenzial von Ritualen im inklusiven Unterricht der Schuleingangsphase.

2. Problemstellung und Ziel der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das deutsche Bildungssystem und definiert das Ziel, den Beitrag von Ritualen zur Etablierung eines inklusiven Charakters in Schulen zu prüfen.

3. Zur Einführung – was sind Rituale?: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Ritualbegriffs durch Begriffsdefinitionen, eine Abgrenzung zu verwandten Termini, die Vorstellung der Ritualtheorie von Victor Turner sowie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

4. Rituale im schulischen Kontext: Dieser Abschnitt erarbeitet Kriterien für die Einführung ritueller Handlungen, beleuchtet deren Funktionen für Rhythmisierung und soziale Integration, diskutiert jedoch auch kritisch die möglichen Problemstellen bei deren Anwendung.

5. Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Anforderungen an Inklusion mit einer Fallstudie an der Schule Dempwolffstraße, in der Beobachtungen und Interviews die praktische Anwendung und Wirkung von Ritualen in einer ersten Klasse analysieren.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen, ordnet Rituale als wertvolle didaktische Werkzeuge im Inklusionsprozess ein und formuliert notwendige Rahmenbedingungen für deren erfolgreiche Anwendung in der Schule.

Schlüsselwörter

Rituale, Inklusion, inklusiver Unterricht, Schuleingangsphase, Ritualtheorie, soziales Miteinander, Schulklima, Fallstudie, Lehrerinterviews, pädagogisch-didaktische Konzepte, Orientierungshilfe, Lernkultur, Schulentwicklung, soziale Integration, Ritualdynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Ritualen im schulischen Alltag, insbesondere im Kontext von inklusivem Unterricht in der Schuleingangsphase.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Ritualen, deren Funktionen für soziale Bindung und Strukturierung des Unterrichts sowie die praktische Erprobung ritueller Elemente in einer inklusiven Grundschulklasse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, inwieweit rituelles Handeln dazu beitragen kann, einen inklusiven Charakter in allgemeinbildenden Schulen zu etablieren und ein förderliches Lernklima zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Fallstudie, die teilnehmende Beobachtungen in einer ersten Klasse sowie leitfadengestützte Interviews mit der Klassenlehrerin und der Sonderpädagogin kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Ritualbegriffs und der Schultheorie sowie eine detaillierte Auswertung der erhobenen Beobachtungsdaten und Interviews zur Anwendung von Ritualen in der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rituale, Inklusion, Schuleingangsphase, soziale Integration, Schulklima und Ritualdynamik.

Welche konkreten Rituale wurden in der Fallstudie beobachtet?

In der Fallstudie wurden verschiedene Rituale wie der Morgenkreis, das Belohnungsglas, das Vorlesen, die Daumenprobe und der Klassenrat untersucht.

Welche kritischen Aspekte im Zusammenhang mit Ritualen werden diskutiert?

Die Autorin diskutiert u.a. die Gefahr einer lehrerzentrierten Steuerung, die Verwechslung von Ritualen mit Disziplinierungsmaßnahmen und die Problematik einer autoritären oder zwanghaften Wirkung von Ritualen auf Schüler.

Zu welchem Fazit gelangt die Arbeit hinsichtlich des Potenzials für inklusiven Unterricht?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Rituale fruchtbar für den inklusiven Unterricht sein können, sofern sie differenziert eingesetzt werden, um Orientierung und soziale Gemeinschaft zu stiften, ohne die Individualität der Schüler zu untergraben.

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Résumé des informations

Titre
Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht
Université
University of Hamburg
Cours
Behindertenpädagogik
Note
1,7
Auteur
Jenny Krone (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
60
N° de catalogue
V204153
ISBN (ebook)
9783656610335
ISBN (Livre)
9783656609872
Langue
allemand
mots-clé
Rituale Inklusion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jenny Krone (Auteur), 2012, Potenzial des Ritualhandelns im inklusiven Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204153
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Extrait de  60  pages
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