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Brandschutz in elektrischen Anlagen

Über Gefahrenquellen, Brandursachen und die Einordnung des Brandschutzes in den rechtlichen und normativen Kontext

Título: Brandschutz in elektrischen Anlagen

Libro Especializado , 2012 , 92 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ulrich von Hehl (Autor)

Ingeniería - Técnica de la seguridad
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Elektrotechnische Anlagen stellen aus Sicht des Brandschutzes immer ein erhöhtes Risiko dar. Die Gefährdungen, die durch fehlerhafte Planung, mangelhafte Ausführung und unterlassene Wartung in elektrischen Anlagen hervorgerufen werden, zeigen trotz Weiterentwicklung und Verbesserung von technischen Normen keine rückläufige Tendenz. In dieser Arbeit werden diese Risiken durch die Auswertung von einschlägiger Fachliteratur, Publikationen aus Sachverständigenkreisen und Versicherungen sowie von zahlreichen Normen und Gesetzen untersucht und die Ursachen von Schadensfeuern in elektrischen Anlagen technisch dargestellt. Neben einer wissenschaftlichen Betrachtung des Feuers und dessen Gefährdungspotential werden Statistiken zu schadensträchtigen Bränden ausgewertet und Anhaltspunkte für die zukünftig zunehmende Bedeutung des Brandschutzes in unserer Gesellschaft abgeleitet. Mit dem Ziel, eine Planungsgrundlage zur Verfügung zu stellen, werden weiterhin die komplexen Zusammenhänge zwischen Rechtsvorschriften und technischen Normen erklärt und deren Wichtigkeit für den planenden Ingenieur verdeutlicht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Brandschutz

2 Der Brand und seine Auswirkungen

2.1 Das Wesen des Feuers

2.2 Entstehen des Feuers und Brandverlauf

2.3 Physiologische Wirkungen des Feuers auf den Menschen

2.4 Wirtschaftliche Auswirkungen von Bränden

3 Rechtliche und normative Grundlagen des Brandschutzes

3.1 Baugesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland

3.1.1 Bundesrecht

3.1.2 Landesrecht

3.1.3 Europäische Einflüsse

3.2 Der Brandschutznachweis und Abweichungen vom Baurecht

3.3 Normative Grundlagen

3.3.1 DIN-Normen

3.3.2 VDE-Vorschriftenwerk

3.3.3 Richtlinien und Merkblätter der Versicherer

3.3.4 Sonstige technische Regelwerke

3.4 Überblick

4 Statistische Größen der Brandforschung

4.1 Brandopfer

4.2 Brandfälle in Deutschland

4.3 Brandschäden der Sachversicherer

4.4 Brandursachen

4.5 Mängelstatistik in elektrischen Anlagen nach VdS 2837

5 Elektrische Anlagen als Gefahrenquellen

5.1 Elektroanlage als Brandursache

5.1.1 Isolationsfehler, Überlastung und Kurzschluss

5.1.2 Unterlassene Wartung und mangelnde Sauberkeit elektrischer Anlagen

5.1.3 Mangelhafte elektrische Anschlüsse und Verbindungen

5.1.4 Neutralleiterbelastung und Oberschwingungen

5.1.5 Falsche Betriebsmittelauswahl

5.1.6 Unzureichende Sicherheitsabstände wärmeabstrahlender Betriebsmittel

5.2 Maßgebliche Brandentwicklung und -ausbreitung durch elektrische Anlagen

5.3 Ausfall des Funktionserhalts baurechtlich geforderter sicherheitstechnischer Einrichtungen

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, die rechtlichen und normativen Vorgaben für die Brandschutzsicherheit elektrischer Anlagen in Gebäuden zu erläutern, die Ursachen und Folgen von durch Elektroanlagen verursachten Bränden mittels Statistiken zu analysieren und spezifische Gefahrenquellen in der elektrischen Anlagentechnik aufzuzeigen.

  • Rechtliche Grundlagen und normative Anforderungen an den Brandschutz.
  • Statistische Auswertung von Brandopfern, Brandursachen und Brandschäden.
  • Gefährdungspotenziale durch elektrische Fehler wie Isolationsmängel und Überlastungen.
  • Maßnahmen zur Brandvermeidung und Sicherstellung des Funktionserhalts.
  • Bedeutung der Wartung und Instandhaltung elektrischer Anlagen.

Auszug aus dem Buch

Isolationsfehler, Überlastung und Kurzschluss

Gefährliche Körperströme und überhöhte Temperaturen, durch die Brände und Verbrennungen ausgelöst werden können, sind nach DIN VDE 0100 Teil 100 die wesentlichen Gefahren von elektrischen Anlagen. Um diese zu verhindern, sind unter Spannung stehende Teile durch Isolation galvanisch voneinander zu trennen. Abb. 12 zeigt das vereinfachte Ersatzschaltbild einer typischerweise verwendeten Mantelleitung.

Einfache Installationsleitungen besitzen zwischen den aktiven Leitern i. d. R. eine Aderisolation aus PVC – TI1 nach DIN EN 50525 Teil 1 mit folgenden elektrischen Eigenschaften: Durchschlagsfestigkeit = 25 kV/mm bei 20 °C; Spezifischer Durchgangswiderstand = 10-13-10-15 Ohm*cm bei 20 °C; Max. Gebrauchstemperatur = 70 °C; Schmelztemperatur = >140 °C.

Die in Abb. 12 dargestellte Ableitkapazität wird durch die Parallelität der in einer Leitung verlaufenden Adern erzeugt, wobei das Isolationsmaterial wie ein Dielektrikum wirkt. Die Größe dieser Kapazität und die durch sie verursachten Ableitströme sind vor allem von der Betriebsfrequenz, der Art der Isolierung und dem geometrischen Aufbau der Leitung abhängig. Das Ersatzschaltbild lässt erkennen, daß ein Betrieb von Leitungen bei erhöhter Frequenz mit einer Erhöhung des Leiterwiderstandes durch den steigenden induktiven Blindwiderstand und einer Reduzierung der Ableitkapazität verbunden ist.

Gleiche Prinzipien gelten für alle elektrischen Geräte, jedoch soll im Folgenden speziell auf die Isolierung von Kabeln und Leitungen eingegangen werden, da diese im Bereich der Gebäudetechnik häufig an Brandentstehung und -fortleitung beteiligt sind und im Gegensatz zum orts-veränderlichen elektrischen Betriebsmittel des Benutzers eine konkret planbare Sache darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Brandschutz: Einführung in die Begrifflichkeiten des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes sowie Definition der grundlegenden Schutzziele.

2 Der Brand und seine Auswirkungen: Wissenschaftliche Hintergründe des Verbrennungsvorgangs sowie die Auswirkungen von Bränden auf Mensch und Wirtschaft.

3 Rechtliche und normative Grundlagen des Brandschutzes: Erläuterung der Gesetzesgrundlagen, baurechtlicher Anforderungen und der Bedeutung technischer Normen für Elektroanlagen.

4 Statistische Größen der Brandforschung: Auswertung von Brandstatistiken zu Opfern, Schadensummen und Ursachen sowie Analyse typischer Mängel in Elektroinstallationen.

5 Elektrische Anlagen als Gefahrenquellen: Detaillierte Betrachtung technischer Brandrisiken, wie Isolationsfehler, Überlastung, fehlende Wartung und mangelnde Schutzmaßnahmen.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit normkonformer Planung und Instandhaltung zur Senkung des Brandrisikos.

Schlüsselwörter

Brandschutz, Elektrische Anlagen, Brandursache, Brandverlauf, Normative Grundlagen, VDE-Bestimmungen, Mängelstatistik, Isolationsfehler, Funktionserhalt, vorbeugender Brandschutz, Brandlast, Rauchmelder, Kurzschluss, Elektroinstallation, Anlagensicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Brandschutzsicherheit elektrischer Anlagen in Gebäuden unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben und technischer Gefahrenquellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Brandursachenanalyse, den rechtlichen Rahmenbedingungen für Elektroanlagen, statistischen Erhebungen zu Brandschäden sowie technischen Maßnahmen zur Fehlervermeidung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen elektrischer Anlagentechnik und Brandschutz zu beschreiben und aufzuzeigen, wie durch eine korrekte Planung und Wartung das Brandrisiko minimiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es erfolgt eine fundierte Auswertung fachspezifischer Literatur, technischer Regelwerke (DIN/VDE) sowie eine Analyse aktueller Brandstatistiken von Versicherern und Behörden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, statistische Analysen der Brandforschung und eine detaillierte technische Untersuchung spezifischer Gefahrenquellen wie Überlastung und Isolationsfehler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Brandschutz, elektrische Anlagen, Brandursachen, Mängelstatistik, Normen sowie der Funktionserhalt elektrischer Anlagen im Brandfall.

Warum spielt die Neutralleiterunterbrechung für den Brandschutz eine Rolle?

Eine Neutralleiterunterbrechung kann dazu führen, dass angeschlossene elektrische Geräte mit unzulässig hohen Spannungen beaufschlagt werden, was zu deren Entzündung führen kann.

Was besagt die Mängelstatistik nach VdS 2837?

Die Statistik dokumentiert häufige Fehler bei der Planung und Errichtung elektrischer Anlagen, wie unzulässige Bauarten oder mangelhafte Kabelverlegungen, die ein erhöhtes Brandrisiko darstellen.

Final del extracto de 92 páginas  - subir

Detalles

Título
Brandschutz in elektrischen Anlagen
Subtítulo
Über Gefahrenquellen, Brandursachen und die Einordnung des Brandschutzes in den rechtlichen und normativen Kontext
Universidad
Wilhelm Büchner Hochschule Private Fernhochschule Darmstadt  (Fakultät für Elektro- und Informationstechnik)
Calificación
1,0
Autor
Ulrich von Hehl (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
92
No. de catálogo
V204215
ISBN (Ebook)
9783656307914
ISBN (Libro)
9783656308355
Idioma
Alemán
Etiqueta
Elektrische Anlagen Brandursachen Ingenieurwissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrich von Hehl (Autor), 2012, Brandschutz in elektrischen Anlagen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204215
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Extracto de  92  Páginas
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