“The candle that burns twice as bright burns half as long.“ (Scott, 1982). Dieses Zitat trifft
perfekt auf das Burn-Out-Syndrom zu, welche seit den 80er Jahren ein wichtiges Thema in
der Wirtschaft ist. Burn-Out, also ausgebrannt sein, ist eine körperliche, emotionale und geistige
Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung.
Im Laufe der letzten 10 Jahre ist psychischen Erkrankungen, auch aus wirtschaftlicher Sicht,
immer größere Beachtung geschenkt worden. Ein Grund hierfür sind die enormen Kosten,
die diese durch Produktivitätsverlust verursachen. In der folgenden Arbeit wird daher untersucht
welche Präventionen und konkreten Maßnahmen zur Reduktion von Krankheitstagen
umgesetzt werden.
Zu Beginn der Arbeit werden die Begriffe Absentismus und Präsentismus definiert und Gründe
für diese Verhaltensweisen genannt. Anschließend wird der wirtschaftliche Produktivitätsverlust
aufgezeigt und präventive Maßnahmen vorgestellt Diese wiederum werden in einer
Reflexion kritisch beurteilt. Am Ende der Arbeit folgt ein Fazit in dem alle wichtigen Punkte
noch einmal zusammen gefasst und vom Autor kommentiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Produktivitätsverlust
2.1. Definition Absentismus
2.2. Definition Präsentismus
2.3. Gründe für Absentismus und Präsentismus
2.4. Produktivitätsverluste durch Absentismus und Präsentismus
3. Maßnahmen zur Reduktion von Fehlzeiten
3.1. Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
3.2. Prävention psychischer Krankheiten
3.3. Motivation der Mitarbeiter
3.4. Unterstützung von Eltern
3.5. Weitere Maßnahmen zur Prävention von Krankheiten
3.6. Bedeutung von Absentismus und Präsentismus im Unternehmen
3.7. Wirkung der Maßnahmen
4. Beurteilung der Maßnahmen
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die präventiven Maßnahmen des BMW-Werks Regensburg zur Reduktion von Krankheitstagen zu identifizieren, zu beschreiben und kritisch zu bewerten, um Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten in der betrieblichen Gesundheitsförderung zu gewinnen.
- Definition und Abgrenzung von Absentismus und Präsentismus
- Analyse der Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten und Produktivitätsverluste
- Untersuchung betrieblicher Präventionsstrategien (Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitsmanagement)
- Kritische Reflexion der Wirksamkeit von Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur
Auszug aus dem Buch
3.1. Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
Die Maßnahmen beginnen am Arbeitsplatz selbst: Sogenannte „rote Arbeitsplätze“, Arbeitsplätze bei denen schwere körperliche Arbeit verrichtet wird sind heutzutage nicht mehr üblich. Diese Schritte werden entweder von Maschinen oder Robotern erledigt, oder dem Mitarbeiter werden Handling-Geräte zur Verfügung gestellt. So müssen in der Regel nie mehr als 10kg gehoben werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sind ergonomische Arbeitsplätze, also Arbeitsplätze, die individuell an die Größe und Statur der Mitarbeiter angepasst werden können und jederzeit verstellbar sind. Dies verhindert stark einseitige körperliche Belastung, beziehungsweise kann diese, falls unvermeidbar, auf ein Minimum reduzieren. Dies ist vor allem durch die demographisch bedingte „aging workforce“ ein wichtiges Kriterium, da vor alles ältere Mitarbeiter und Rückenproblemen etc. leiden. Desweiteren wird versucht monotone Arbeiten möglichst zu vermeiden. Eine Möglichkeit hierfür ist die Gruppenrotation: Mitarbeiter der gleichen Abteilung arbeiten in Gruppen an verschiedenen Arbeitsplätzen. Diese werden in gleichmäßigen Intervallen getauscht um Abwechslung in den Alltag zu bringen und einseitige Belastungen zu verhindern. Außerdem werden Mitarbeiter regelmäßig von Fachleuten bei der Arbeit beobachtet um ihnen Tipps zu geben, wie sie Rückenschmerzen etc. präventiv durch richtige Körperhaltung entgegenwirken können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der gesundheitlichen Belastungen in der Wirtschaft ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Produktivitätsverlust: Hier werden die zentralen Begriffe Absentismus und Präsentismus definiert sowie deren Ursachen und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Produktivitätsverluste dargelegt.
3. Maßnahmen zur Reduktion von Fehlzeiten: Dieses Kapitel stellt die bei BMW Regensburg implementierten präventiven Maßnahmen vor, von der Arbeitsplatzgestaltung über die Gesundheitsförderung bis hin zur Mitarbeiterführung.
4. Beurteilung der Maßnahmen: Der Autor reflektiert und bewertet die zuvor vorgestellten Maßnahmen kritisch hinsichtlich ihrer Effektivität und Relevanz für das Unternehmen.
5. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit, künftig verstärkt den Fokus auf psychische Erkrankungen zu legen.
Schlüsselwörter
Absentismus, Präsentismus, Produktivitätsverlust, Gesundheitsmanagement, BMW Regensburg, Betriebliche Prävention, Arbeitsbedingungen, Gruppenrotation, Ergonomie, Mitarbeiterführung, Psychische Gesundheit, Unternehmenskultur, Fehlzeiten, Leistungsdruck, Burn-Out-Syndrom
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung präventiver Maßnahmen eines Automobilherstellers (BMW Regensburg) zur Reduktion von krankheitsbedingten Fehlzeiten und Produktivitätsverlusten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Absentismus und Präsentismus, der Analyse von Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz sowie der Wirksamkeit betrieblicher Gesundheitsförderungsprogramme.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis eines Experteninterviews zu verstehen, wie ein konkretes Unternehmen Fehlzeiten reduziert, und diese Maßnahmen kritisch auf ihre Effektivität hin zu beurteilen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die qualitative Methode des Experteninterviews, das mit einer zuständigen Person aus dem Gesundheitsmanagement bei BMW Regensburg geführt wurde.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Problemfelder, die Darstellung der umgesetzten Maßnahmen (z.B. Arbeitsplatzgestaltung, Gruppenrotation, Stressbewältigung) und deren kritische Reflexion.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?
Wichtige Begriffe sind Absentismus, Präsentismus, betriebliche Gesundheitsförderung, Produktivitätsverlust und präventive Unternehmensmaßnahmen.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Vorgesetzten bei der Prävention?
Die Sensibilisierung der Führungsebene wird als äußerst wichtig erachtet, da Vorgesetzte direkt Einfluss auf das Betriebsklima und das individuelle Wohlbefinden der Mitarbeiter nehmen können.
Was ist der wesentliche Kritikpunkt an den bisherigen Maßnahmen?
Der Autor bemängelt, dass der Fokus der aktuellen Strategien noch zu stark auf physischen Belastungen liegt, während die Bedeutung psychischer Erkrankungen stetig zunimmt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Maßnahmen zur Reduktion von Krankheitstagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204257